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Einfluss des Attributionsstils auf die Leistung von Lernenden. Ist eine Steigerung der Leistung durch individuelle Anpassung möglich?

Titel: Einfluss des Attributionsstils auf die Leistung von Lernenden. Ist eine Steigerung der Leistung durch individuelle Anpassung möglich?

Hausarbeit , 2022 , 16 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Eibe Christian Behrens (Autor:in)

Pädagogik - Pädagogische Psychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Motivtheorien beschäftigen sich mit der Erklärung und Messung von Motiven, die Empfänglichkeiten für bestimmte Arten von Anreizen darstellen und menschliches Verhalten steuern. Die Leistungsmotivation ist ein Forschungsbereich, der intensiv untersucht wird und verschiedene Modelle und Annahmen umfasst. In dieser Arbeit sollen zwei Fragen näher betrachtet werden: Erstens, inwieweit der individuelle Attributionsstil von Erfolg und Misserfolg die Lernleistung beeinflusst, und zweitens, ob dieser Attributionsstil verändert werden kann, um die Leistung zu steigern. Es wird auch untersucht, ob die Leistungsmotivation reattribuiert werden kann. Die Untersuchung erfolgt sowohl im schulischen als auch im universitären Lernumfeld. Zunächst wird eine kurze Erläuterung des Leistungsmotivs gegeben, gefolgt von der Beantwortung der Frage, wie passende Aufgaben ausgewählt werden. Dabei werden das Risikowahl-Modell von Atkinson, die attributionale Theorie von Weiner und das Selbstbewertungsmodell von Heckhausen als Grundlage verwendet. Diese Modelle werden zunächst vorgestellt und dann auf den schulischen und universitären Kontext angewendet. Die Arbeit schließt mit einer Diskussion der erzielten Ergebnisse.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Leistungsmotiv

3. Annahmen zur Leistungsattribution

3.1. Risikowahl-Modell nach Atkinson

3.2. Das attributionale Model nach Weiner et al.

3.3. Selbstbewertungsmodell nach Heckhausen

4. Attribution und Lernleistung

4.1. Auswirkungen des Attributionsstils auf die Lernleistung

4.2. Reattribution

5. Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Hausarbeit untersucht den Einfluss individueller Attributionsstile auf die Lernleistung von Schülern und Studierenden. Dabei wird analysiert, inwieweit die Art und Weise, wie Erfolge und Misserfolge begründet werden, die Motivation und den zukünftigen Lernerfolg beeinflusst, und ob durch gezielte Reattributionsmaßnahmen eine Leistungssteigerung erreicht werden kann.

  • Grundlagen der Leistungsmotivation
  • Theoretische Modelle der Leistungsattribution (Atkinson, Weiner, Heckhausen)
  • Zusammenhang zwischen Attributionsstil und Lernleistung
  • Möglichkeiten der Reattribution und Motivationsförderung

Auszug aus dem Buch

3.1. Risikowahl-Modell nach Atkinson

Atkinsons Risikowahl-Modell (1957) verfolgt eine mathematische Herangehensweise, um zu erklären, nach welchen Kriterien leistungsmotivierte Personen Aufgaben auswählen, wenn Unsicherheit über deren Ausgang besteht. (Atkinson, 1957, S. 360; Brandstätter, Schüler, Puca & Lozo, 2018, S. 38). Er formulierte Motivation als multiplikative Funktion des aktivierten Motivs (motive), der Erwartung von Erfolg oder Misserfolg (expectancy) und der relativen Attraktivität dieses Erfolgs respektive der relativen Unattraktivität des Misserfolgs (incentive; Motivation = f(Motive x Expectancy x Incentive). Die Motivation für Erfolg als auch die Motivation, Misserfolg zu vermeiden, können zeitgleich aktiviert werden. Die resultierende Handlung ist davon abhängig, welches Motiv das (algebraisch) höhere Ergebnis liefert (Atkinson, 1957, S. 361).

Die (empfundene) Schwierigkeit einer Aufgabe hänge nach Atkinson davon ab, wie hoch die subjektiven Chancen auf Erfolg bewertet werden. Es wird davon ausgegangen, dass der Anreiz in einer Situation Leistung zu zeigen, invers-linear mit diesem subjektiven Schwierigkeitsgrad zusammenhängt (Atkinson, 1957, S. 362).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung steckt den Forschungsrahmen ab und stellt die zentrale Frage nach dem Einfluss des Attributionsstils auf die Lernleistung sowie Möglichkeiten der Reattribution.

2. Das Leistungsmotiv: Dieses Kapitel erläutert die psychologischen Hintergründe des Leistungsmotivs und wie durch Qualität Standards für das eigene Tun gesetzt werden.

3. Annahmen zur Leistungsattribution: Hier werden zentrale theoretische Modelle wie das Risikowahl-Modell von Atkinson, die Theorie von Weiner sowie das Selbstbewertungsmodell nach Heckhausen vorgestellt.

4. Attribution und Lernleistung: Das Kapitel verknüpft die Attributionstheorien mit akademischen Lernkontexten und thematisiert sowohl die Folgen von (dys-)funktionalen Stilen als auch Interventionsmöglichkeiten.

5. Diskussion: Die Diskussion fasst die erarbeiteten Erkenntnisse zusammen, hinterfragt kritisch die Modelle und betont die Bedeutung der Praktikabilität bei Motivationsinterventionen im Bildungsalltag.

Schlüsselwörter

Leistungsmotivation, Attributionsstil, Leistungsattribution, Risikowahl-Modell, Attributionstheorie, Reattribution, Lernleistung, Erfolg, Misserfolg, erlernte Hilflosigkeit, Kausalattribution, Selbstbewertungsmodell, Motivationsförderung, akademische Leistung, pädagogische Psychologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der psychologischen Untersuchung, wie Lernende Erfolge und Misserfolge bei Aufgaben begründen (Attribution) und wie dies ihre Motivation und tatsächliche Leistung beeinflusst.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit thematisiert die Leistungsmotivation, theoretische Modelle der Ursachenzuschreibung, die Auswirkungen dysfunktionaler Attributionsstile auf die Lernleistung sowie Ansätze zur Reattribution.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie unterschiedliche Attributionsstile die Lernleistung beeinflussen und welche Möglichkeiten existieren, durch gezielte Trainings eine motivationsförderliche Einstellung zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender psychologischer Theorien und empirischer Studien aus dem Bereich der Motivationspsychologie.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Modelle von Atkinson, Weiner und Heckhausen vorgestellt, bevor ihr theoretischer Gehalt auf schulische und akademische Lernsituationen und Interventionsmöglichkeiten übertragen wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Leistungsmotivation, Attributionsstil, erlernte Hilflosigkeit, Reattribution und akademische Lernleistung.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen stabilen und variablen Ursachen eine so wichtige Rolle?

Die Stabilität ist entscheidend für Zukunftserwartungen: Wer Misserfolg auf stabile Faktoren wie mangelnde Fähigkeit schiebt, ist in der Motivation gehemmt, während variable Faktoren wie Anstrengung veränderbar sind.

Inwiefern können Lehrer die Motivationsförderung unterstützen?

Lehrer können durch gezieltes attributionales Feedback, insbesondere bei Lernenden, die zu Hilflosigkeit neigen, dazu beitragen, dass diese ihre Erfolge eher internen kontrollierbaren Ursachen zuschreiben.

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Details

Titel
Einfluss des Attributionsstils auf die Leistung von Lernenden. Ist eine Steigerung der Leistung durch individuelle Anpassung möglich?
Hochschule
Hamburger Fern-Hochschule
Note
1,3
Autor
Eibe Christian Behrens (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
16
Katalognummer
V1371662
ISBN (eBook)
9783346906267
ISBN (Buch)
9783346906274
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Allgemeine Psychologie Attribution Attributionsstil Lernen Lernpsychologie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Eibe Christian Behrens (Autor:in), 2022, Einfluss des Attributionsstils auf die Leistung von Lernenden. Ist eine Steigerung der Leistung durch individuelle Anpassung möglich?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1371662
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Leseprobe aus  16  Seiten
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