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Die Entscheidungsfreiheit des Menschen. Das Menschenbild von Niccolo Machiavelli und Jean Jacques Rousseau

Title: Die Entscheidungsfreiheit des Menschen. Das Menschenbild von Niccolo Machiavelli und Jean Jacques Rousseau

Term Paper , 2023 , 10 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Michael Lardy (Author)

Law - Philosophy, History and Sociology of Law
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Zum guten Verständnis der Werke von Rousseau und Machiavelli ist eine umfassende Kenntnis des Menschenbildes beider Autoren unerlässlich. Die Antwort auf die Frage, die in dieser Arbeit behandelt wird, nämlich "Wie frei ist der Mensch in seinen Entscheidungen?" leitet sich aus dem Menschenbild des jeweiligen Denkers ab. Zweihundertvierzig Jahre liegen zwischen den Lebenszeiten beider Autoren und beide Menschen könnten unterschiedlicher kaum sein: Auf der einen Seite Machiavelli, der nüchterne, pragmatische Analytiker, dessen Hauptanliegen das Leben in einer funktionierenden und stabilen Gemeinschaft ist und zum anderen, der verträumte, unstete Denker Rousseau, mehr Dichter als Denker, für den die Entstehung von Gemeinschaften und die "Erfindung" des Eigentums, die Quelle allen Übels auf der Welt ist.

Gemeinsamkeiten gibt es trotz oder vielleicht auch gerade wegen der sehr unterschiedlichen Charaktere. Rousseau kannte die Werke Machiavellis sehr gut, er konnte die Texte in Italienisch lesen und beide verband die Faszination für die Autoren der römischen Antike. Er bewunderte das Genie von Machiavelli, seine klaren und bestimmten Urteile. Aussagen über den Einfluss des Denkens von Machiavelli auf jenes von Rousseau sind in der Literatur widersprüchlich. Das Menschenbild Rousseau's ist so konträr zu dem von Machiavelli, dass bei diesem Thema kaum Einfluss von Machiavelli auf Rousseau anzunehmen ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

B. Das Menschenbild & die Entscheidungsfreiheit

I. Im Werk Jean Jacques Rousseau´s

II. Im Werk Niccolo Machiavelli´s

C. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Freiheitsverständnis des Menschen im Vergleich der Menschenbilder von Niccolò Machiavelli und Jean-Jacques Rousseau, um zu klären, inwieweit der Mensch in seinen Entscheidungen tatsächlich frei ist oder durch innere und äußere Kräfte determiniert wird.

  • Vergleichende Analyse der Menschenbilder von Machiavelli und Rousseau
  • Untersuchung der Willensfreiheit in Abhängigkeit von zeitgeschichtlichen und philosophischen Einflüssen
  • Analyse der Rolle von Trieben wie Ehrgeiz und Habgier bei Machiavelli
  • Betrachtung des Naturzustandes und der Zivilisationskritik bei Rousseau
  • Diskussion über das Wechselspiel von menschlichem Handeln und Schicksal (Fortuna)

Auszug aus dem Buch

Im Werk Jean Jacques Rousseau´s

Das Menschenbild Rousseaus pendelt zwischen Extremen. Der Urzustand des Menschen ist, der eines Wilden der in einer Art paradiesischem Naturzustand lebt. Das Leben ist ein Einfaches und Friedliches. Der Naturmensch lebt allein und daher ohne Konflikte „Der Mensch ist von allen Lebewesen dasjenige, das am wenigsten geeignet ist, in Herden zu leben“ und er ist mit wenig zufrieden „Hat der Wilde des Mittags gegessen; so ist er mit der ganzen Natur zufrieden, und ein Freund von seines gleichen“. In diesem Naturzustand gilt: „alle Leidenschaften und also das ganze Streben des Menschen stammt nach Rousseau aus der „Selbstliebe“; denn in ihm wirkt der Drang des Lebendigen, sich zu erhalten, zu genießen, glücklich zu sein“.

Rousseau beschreibt den gedachten Naturzustand in starkem Kontrast zu der Situation im realen Leben seiner Zeit. Der Mensch ist genügsam, mit wenig zufrieden, glücklich und das Leben ist ohne Konflikte da alle Menschen für sich allein leben. Nun ist Rousseau nicht der erste Philosoph, der einer Staatstheorie (Contrat social / Gesellschaftsvertrag) einem Naturzustand voranstellt. Ähnliches taten bereits Hobbes und Locke. Nur war dieser selten so idealisiert.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Die Einleitung stellt die beiden gegensätzlichen Denker vor und formuliert die leitende Forschungsfrage nach dem Ausmaß der menschlichen Entscheidungsfreiheit unter Berücksichtigung ihrer verschiedenen Menschenbilder.

B. Das Menschenbild & die Entscheidungsfreiheit: Dieses Kapitel analysiert detailliert die Vorstellungen Rousseaus über den Naturzustand sowie die realistische und an Machtverhältnissen ausgerichtete Sichtweise Machiavellis auf das menschliche Handeln.

C. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel resümiert die Unterschiede zwischen den beiden Autoren und führt diese primär auf ihre unterschiedlichen Charaktere sowie die verschiedenen Zeitepochen zurück.

Schlüsselwörter

Menschenbild, Entscheidungsfreiheit, Willensfreiheit, Naturzustand, Jean-Jacques Rousseau, Niccolò Machiavelli, Gesellschaftsvertrag, Fortuna, Ambizione, Virtu, Staatstheorie, Aufklärung, Determinismus, Realismus, Philosophie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der philosophischen Frage, wie frei der Mensch in seinen Entscheidungen ist, basierend auf den unterschiedlichen Menschenbildern von Niccolò Machiavelli und Jean-Jacques Rousseau.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind der Naturzustand bei Rousseau, die Bedeutung des Staates und von Gesetzen zur Bändigung menschlicher Triebe sowie die Analyse von Begriffen wie Ehrgeiz, Habgier und Schicksal (Fortuna) bei Machiavelli.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den Umfang der Willens- und Entscheidungsfreiheit des Menschen aus den jeweiligen philosophischen Perspektiven der beiden Denker abzuleiten und zu vergleichen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor nutzt eine rechtsphilosophische Literaturanalyse, bei der er die Primärwerke der Philosophen sowie fachwissenschaftliche Sekundärliteratur heranzieht, um die verschiedenen Interpretationen der Menschenbilder gegenüberzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit thematisiert?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Rousseaus Naturzustand, seine Sicht auf die Freiheit des Wollens sowie eine detaillierte Analyse von Machiavellis realistischer Menschenauffassung, insbesondere unter Einbeziehung seiner Konzepte zu ambizione, avarizia und fortuna.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Menschenbild, Willensfreiheit, Gesellschaftsvertrag, Realismus, Naturzustand und die spezifischen italienischen Termini der machiavellistischen Philosophie charakterisieren.

Wie bewerten die beiden Autoren das Zusammenleben der Menschen?

Während Rousseau das friedliche Alleinleben im Naturzustand positiv sieht und gesellschaftliche Konflikte auf die Eigentumsbildung zurückführt, geht Machiavelli von einer grundlegend negativen, egoistischen Natur des Menschen aus, die durch strenge Gesetze im Staat gebändigt werden muss.

Welche Rolle spielt die „Fortuna“ in Machiavellis Denken?

Für Machiavelli ist „Fortuna“ eine wirkmächtige Kraft, die etwa die Hälfte des menschlichen Handelns bestimmt, weshalb er dem Menschen im Gegensatz zu Rousseau nur eine sehr eingeschränkte tatsächliche Freiheit zugesteht.

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Details

Title
Die Entscheidungsfreiheit des Menschen. Das Menschenbild von Niccolo Machiavelli und Jean Jacques Rousseau
College
University of Salzburg  (Rechtswissenschaften)
Grade
1,0
Author
Michael Lardy (Author)
Publication Year
2023
Pages
10
Catalog Number
V1371975
ISBN (PDF)
9783346913975
ISBN (Book)
9783346913982
Language
German
Tags
Rousseau Machiavelli Menschenbild Willensfreiheit Entscheidungsfreiheit Aufklärung Renaissance
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Lardy (Author), 2023, Die Entscheidungsfreiheit des Menschen. Das Menschenbild von Niccolo Machiavelli und Jean Jacques Rousseau, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1371975
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