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Sind Bildungseinrichtungen eine Belastung für hochsensible Kinder? Zu viel, zu laut, zu intensiv

Título: Sind Bildungseinrichtungen eine Belastung für hochsensible Kinder? Zu viel, zu laut, zu intensiv

Trabajo Escrito , 81 Páginas

Autor:in: Christina Andreas (Autor)

Pedagogía - Psicología pedagógica
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Das Persönlichkeitsmerkmal Hochsensibilität kann im privaten Kreis die nötige Anerkennung finden, jedoch wenig bis gar nicht in den Sozialräumen, wie beispielsweise in Kindertagesstätten, Schulen oder im Arbeitsleben. Diese Arbeit beschäftigt sich demzufolge mit dem Konstrukt Hochsensibilität, sowie mit hochsensiblen Kindern in den Bildungseinrichtungen Kita und Schule.

"Normalsensible könnten von Hochsensiblen lernen, innezuhalten, mehr zu reflektieren, nachzudenken bevor man handelt, und sich manchmal etwas zurückzunehmen". Erst seit wenigen Jahren ist die Besonderheit Hochsensibilität in der Gesellschaft präsent geworden. In letzter Zeit gewinnt es jedoch mehr an Bedeutsamkeit, welches womöglich daran liegt, dass die Literatur zu dem Themengebiet stetig zunimmt. Rund 15 bis 20 Prozent der Menschheit sind nach aktuellen wissenschaftlichen Studien hochsensibel. Sogar Tiere haben diesen Wesenszug zum gleichen Prozentsatz wie Menschen. Hochsensibilität ist vererbbar und der Prozentwert des auftretenden Charakterzuges liegt bei Mädchen und Jungen gleich hoch. Es ist eine Persönlichkeitseigenschaft, welche sich begründend um eine andere Form der Informationsverarbeitung im Gehirn handelt. Die veränderte Reizverarbeitung hat Auswirkungen auf den Körper, Geist und die Seele. Das vegetative Nervensystem hochsensibler Menschen ist hoch erregbar, wodurch sie anfälliger für psychische Belastungen sind. Sie pendeln zwischen einem Leben mit Dauerstress und einem Gefühl innerer Verbundenheit und Stimmigkeit.

Betroffene nehmen demnach äußere und innere Reize verstärkter wahr, als Normalsensible. Sie reagieren intensiv auf Geräusche, Gerüche, Stimmungen und Gemütslagen von deren Zeitgenossen. Zudem machen sie sich häufig Gedanken, nicht selten sorgenschwere, über sich selbst und deren Umgang mit ihren Mitmenschen. Hochsensible Persönlichkeiten besitzen nahezu keinen Filter für deren Umgebung, sowie ihren Wahrnehmungen. Das Leben empfinden sie demnach häufig als anstrengend und belastend. Betroffene sind sehr feinfühlend, besitzen häufige Selbstzweifel und sind nicht selten von Unsicherheiten geplagt. Zudem fühlen sie sich von der Gesellschaft häufig nicht ernst genommen, nicht verstanden und angenommen. Oftmals erhalten sie von ihren Mitmenschen Ratschläge wie: „Zieh dich nicht immer zurück!“, „Lade dir nicht immer die Probleme anderer auf!“, „Übertreibe doch nicht immer so!“, oder „Bezieh doch nicht immer alles auf dich!“.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Elaine Nancy Aron

2.2 Begriffsbestimmung

2.3 Geschichte und Forschungsstand

2.4 Biologische Besonderheiten

2.5 Unterschiede zu Normalsensiblen – vier Kriterien

3 Unterschiedliche Ausprägungen der Hochsensibilität

3.1 Introvertiertheit und Extrovertiertheit

3.2 Vier Typen der Hochsensibilität

4 Hochsensible Erwachsene

5 Hochsensible Kinder

6 Hochsensible Kinder in den Bildungseinrichtungen Kita und Schule

6.1 Hochsensible Kinder in der Kindertageseinrichtung

6.2 Hochsensible Kinder in der Schule

7 Empirische Forschung

7.1 Auswertung des Fragebogens für Betroffene

7.2 Auswertung des Fragebogens für pädagogische Fachkräfte und Lehrkräfte

7.3 Interpretation der Ergebnisse

8 Pädagogische Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Facharbeit untersucht, inwieweit Kindertageseinrichtungen und Schulen eine Belastung für hochsensible Kinder darstellen, und beleuchtet hierzu fachliche Hintergründe sowie die Perspektiven von Betroffenen und pädagogischen Fachkräften.

  • Grundlagen der Hochsensibilität nach Elaine N. Aron und Abgrenzung zu Normalsensiblen
  • Differenzierung der Ausprägungen und Typen hochsensibler Persönlichkeiten
  • Analyse der spezifischen Herausforderungen im Kita- und Schulalltag für hochsensible Kinder
  • Empirische Untersuchung mittels Fragebögen bei Betroffenen sowie pädagogischem Personal
  • Ableitung pädagogischer Implikationen für eine bedürfnisorientierte Begleitung hochsensibler Kinder

Auszug aus dem Buch

6.2 Hochsensible Kinder in der Schule

„Viele hochsensible Erwachsene erklärten, dass sie eine unbeschwerte Kindheit und ungemein verständnisvolle Eltern hatten, aber die Schule sei die Hölle gewesen und habe Narben hinterlassen“ (Aron, 2021, S. 378). Sowohl für introvertierte, als auch für extrovertierte hochsensible Kinder stellt die Schule eine Welt für sich dar, da sie einige Schwierigkeiten mit sich bringt. Die gute Nachricht ist, dass hochsensible Kinder in der Bildungseinrichtung Schule eher selten durch schwere Verhaltensschwierigkeiten auffallen, jedoch die Schulsituation für sie meist anstrengend und belastend ist (vgl. Aron, 2021, S. 376 - 378). Für die meisten betroffenen Kinder ist ein Schultag eine reine Überstimulation, welche schon im Schulbus beginnen kann und sich auf dem Pausenhof und in der Schulklasse fortsetzt (vgl. Ruthe, S. 103). Im Klassenzimmer ist es eng, laut und der Schultag ist lang. Im Unterricht wird es ihnen meist langweilig, da sie die Unterrichtsinhalte schnell erfassen und bei mehrmaligen Wiederholungen des Lernstoffes gedanklich abschweifen und sich dekonzentrieren. Dies führt wiederum dazu, dass sie den Anschluss verlieren, wenn sie aus ihrer Gedankenwelt zurückkehren. Hochsensible Kinder verhalten sich in diesem überstimulierenden Umfeld eher zurückhaltend, da sie dazu neigen das Geschehen still zu beobachten. Dadurch werden sie aus Interaktionen ausgeklammert, beziehungsweise schließen sich selbst aus dem Gruppengeschehen aus. Wenn sich die hochsensiblen Kinder dann auf die schnell wechselnden Situationen einstellen konnten, haben die Mitschüler längst Anschluss gefunden und temperamentsbedingtes Schubladendenken entwickelt. Hochsensible Kinder können aufgrund ihrer Verhaltensweisen beispielsweise für sie langweilig, distanziert, gehemmt und arrogant wirken und werden demnach nicht selten in die Außenseiterrolle positioniert.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Die Einleitung führt in das an Bedeutung gewinnende Konstrukt der Hochsensibilität ein, benennt die Forschungsfrage und erläutert den Aufbau der Facharbeit.

2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel liefert die wissenschaftliche Basis, definiert den Begriff und stellt biologische Besonderheiten sowie Unterscheidungskriterien zu Normalsensiblen dar.

3 Unterschiedliche Ausprägungen der Hochsensibilität: Es werden verschiedene Facetten wie Introvertiertheit, Extrovertiertheit und vier klassifizierte Typen der Hochsensibilität analysiert.

4 Hochsensible Erwachsene: Der Fokus liegt auf der Beschreibung hochsensibler Erwachsener sowie deren spezifischen Herausforderungen und Stärken aus einer entwicklungspsychologischen Perspektive.

5 Hochsensible Kinder: Hier werden die Wesensmerkmale hochsensibler Kinder erläutert und die Auswirkungen auf deren emotionales Befinden thematisiert.

6 Hochsensible Kinder in den Bildungseinrichtungen Kita und Schule: Das Kapitel untersucht detailliert die Alltagsbelastungen in Kita und Schule sowie die daraus resultierenden Herausforderungen für die Kinder.

7 Empirische Forschung: Dieser Teil präsentiert die Ergebnisse einer eigenen Online-Umfrage unter Betroffenen sowie pädagogischen Fachkräften und interpretiert diese im Kontext der Fragestellung.

8 Pädagogische Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer pädagogischen Reflexion, die Notwendigkeit für Fachwissen und bedürfnisorientierte Begleitung betont sowie kritische Anmerkungen zum Bildungssystem macht.

Schlüsselwörter

Hochsensibilität, Bildungseinrichtungen, Kindertagesstätte, Schule, Überstimulation, Reizverarbeitung, Pädagogische Fachkräfte, Schulerfolg, Sozialverhalten, Bedürfnisorientierung, Forschung, Stress, Nervensystem, Selbstreflexion, Schulalltag.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Facharbeit primär?

Die Arbeit untersucht, ob Bildungseinrichtungen wie Kitas und Schulen eine Belastung für Kinder mit dem Persönlichkeitsmerkmal Hochsensibilität darstellen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen umfassen die theoretischen Definitionen von Hochsensibilität, ihre Auswirkungen im Kindesalter sowie die spezifischen Bedingungen im institutionellen Alltag von Kitas und Schulen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Betroffene, Erzieher und Lehrer zu sensibilisieren, die Stärken und Herausforderungen hochsensibler Kinder aufzuzeigen und die Frage nach der Belastung wissenschaftlich und empirisch zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin nutzt eine empirische Methode, bestehend aus zwei Online-Fragebögen: einen für hochsensible Erwachsene zur Reflexion ihrer Schulzeit und einen für pädagogische Fachkräfte zur Einschätzung des Themas im heutigen Arbeitsalltag.

Was steht im Hauptteil der Untersuchung im Fokus?

Der Hauptteil analysiert die Alltagssituationen von Kita- und Schulkindern, zeigt Belastungsfaktoren wie Lärm und Überstimulation auf und setzt diese in Beziehung zu den theoretisch erarbeiteten Wissensgrundlagen.

Welche Schlagworte charakterisieren die Facharbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Reizfilterschwäche, Überstimulation, Bedürfnisorientierung, pädagogische Begleitung und die Anerkennung von Hochsensibilität als Persönlichkeitsmerkmal.

Wie unterscheidet sich die Situation von Kindern in der Kita von der in der Schule?

Während in der Kita die Ablösung von Bezugspersonen und die Gruppendynamik zentrale Herausforderungen darstellen, kommen in der Schule Leistungsdruck, komplexe soziale Integration und kognitive Anforderungen hinzu, die das überreizte Kind stark belasten können.

Welche Bedeutung kommt der Betreuungsperson zu?

Der Person kommt eine Schlüsselrolle zu, da eine feinsinnige und fachlich informierte Begleitung maßgeblich darüber entscheidet, ob das Kind seine Hochsensibilität als Stärke entfalten kann oder durch den Alltag traumatisiert wird.

Zu welchem Ergebnis kommt die empirische Auswertung?

Sowohl Betroffene aus dem Rückblick als auch das heute befragte Lehrpersonal stimmen weitgehend darin überein, dass Bildungseinrichtungen für hochsensible Kinder aufgrund der hohen Reizdichte häufig eine erhöhte Belastung bedeuten.

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Detalles

Título
Sind Bildungseinrichtungen eine Belastung für hochsensible Kinder? Zu viel, zu laut, zu intensiv
Autor
Christina Andreas (Autor)
Páginas
81
No. de catálogo
V1372428
ISBN (PDF)
9783346908117
ISBN (Libro)
9783346908124
Idioma
Alemán
Etiqueta
sind bildungseinrichtungen belastung kinder
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christina Andreas (Autor), Sind Bildungseinrichtungen eine Belastung für hochsensible Kinder? Zu viel, zu laut, zu intensiv, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1372428
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