Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Politik - Thema: Internationale Beziehungen

Rollenkonzepte und -konflikte in der Außenpolitik. Die Auswirkungen von Österreichs selbstauferlegter Neutralität auf internationale Erwartungen

Titel: Rollenkonzepte und -konflikte in der Außenpolitik. Die Auswirkungen von Österreichs selbstauferlegter Neutralität auf internationale Erwartungen

Hausarbeit , 2023 , 36 Seiten , Note: 1

Autor:in: Lukas Heubeck (Autor:in)

Politik - Thema: Internationale Beziehungen
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit beschäftigt sich mit folgender Forschungsfrage: "Inwieweit kommt es durch das österreichische Vorgehen auf internationaler Ebene, insbesondere durch das selbstauferlegte Konzept der Neutralität, zu Konflikten über dessen Rollenkonzept sowie den Rollenerwartungen?" Es wird untersucht, inwieweit die strikte Beibehaltung der Neutralität im Sinne der Verbündeten ist. Mit Hilfe der Rollentheorie, welche es erlaubt, Konflikte zwischen externen Erwartungen eines Akteurs und dem tatsächlichen Handeln eben jenem zu untersuchen, soll die Forschungsfrage beantwortet werden.

Fraglich ist, inwieweit Österreichs Handeln und selbst auferlegtes Rollenkonzept den Erwartungen anderer Staaten entspricht bzw. hiervon divergiert und ob es folglich zu einem Rollenkonflikt kommt. Dabei werden in dem theoretischen Teil der Arbeit relevante Aspekte der gewählten Theorie terminologisch präsentiert, sowie das Konzept der Neutralität beschrieben. Bei der Explikation wird sich dabei unter anderem auf die Werke von Holsti (1970), Kirste/Maull (1996) sowie Harnisch et al. (2011) gestützt. Anschließend wird sich im zweiten Teil unter Rekurrierung auf die Theorie, dem außenpolitischen Agieren Österreichs anhand konkret ausgewählter Einzelfälle angenommen und vor dem Hintergrund der Forschungsfrage analysiert.

Ziel ist es dabei, eine Ursache-Wirkung-Untersuchung im Sinne von Kuehn durchzuführen. Das theoretische Konstrukt als unabhängige Variable wird dabei das zu erklärende Phänomen, den Einzelfall, als abhängige Variable analysieren. Es sollen nach Starke theoretisch aufgestellte Hypothesen in empirische Schlussfolgerungen gebunden werden. Hierfür werden zudem historische Ereignisse als Vergleich herangezogen, um Entwicklungen innerhalb der Rollen herauszuarbeiten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis der Arbeit

1. Einleitung

2. Untersuchung der Forschungsfrage

2.1 Theoretische Erklärungsansätze

2.1.1 Die Rollentheorie

2.1.2 Das Konzept der Neutralität

2.2 Das außenpolitische Vorgehen von Österreich

2.2.1 Österreich im Krieg zwischen Russland und der Ukraine

2.2.3 Österreichs Agieren im Rahmen internationaler Institutionen

3. Conclusio

4. Quellen- und Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen der Seminararbeit

Die Arbeit untersucht, inwieweit das österreichische außenpolitische Vorgehen, maßgeblich geprägt durch das Konzept der Neutralität, zu Konflikten zwischen dem nationalen Rollenkonzept ("ego-part") und den externen Rollenerwartungen ("alter-part") internationaler Akteure führt.

  • Anwendung der politikwissenschaftlichen Rollentheorie auf den Kleinstaat Österreich
  • Analyse des Spannungsfeldes zwischen Neutralitätsgebot und internationalem Erwartungsdruck
  • Fallstudie: Österreichs Handeln im Kontext des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine
  • Untersuchung der diplomatischen Ambitionen im Rahmen internationaler Organisationen wie EU und OSZE
  • Evaluation der österreichischen außenpolitischen Strategie und potenzieller Rollenkonflikte

Auszug aus der Seminararbeit

2.1.1 Die Rollentheorie

Als zentrale These kann angenommen werden, dass außenpolitische Verhaltensmuster innerhalb von Staaten liegen, die Normvorstellungen innehaben, die sich als Ergebnis und Zusammenkunft von Erfahrungen einer Gesellschaft manifestieren. Demnach ist eben jenes Auftreten zu vergleichen und auf spezifische Merkmale hin zu untersuchen, sodass hierdurch ein generelles Verständnis für außenpolitisches Agieren generiert werden kann. Bisherige Defizite der Außenpolitikforschung, generalisierende Aussagen des Vergleichs zu treffen, kann somit entgegengewirkt werden. Einen analytischen Zugang zum individuellen Verhalten der Staaten kann demnach am besten mit der sogenannten Rollentheorie geboten werden, welche außenpolitische Handlungsmotive präzise erklären kann. Der Fokus liegt hier primär auf „[…] Grundannahmen über Akteure, ihr Präferenzen und ihre Interaktionen“ und ob diese stringent und nachvollziehbar sind. Mit Blick auf die Theoriedebatten ist anzumerken, dass sich der gewählte Theorieansatz innerhalb der konstruktivistischen und reflexiv-interpretativen Ansätze einordnen lässt. Eben jene gehen von einem regelgeleiteten Akteur aus, der sich in Werte und Normen eingegliedert wiederfindet und hierbei seine Interessen aus der Situation heraus und endogen definiert. Als Akteur ist in diesem Kontext der im internationalen System agierende Staat zu begreifen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die aktuelle Debatte um das österreichische Neutralitätsverständnis vor dem Hintergrund veränderter geopolitischer Rahmenbedingungen ein.

2. Untersuchung der Forschungsfrage: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Rollentheorie sowie das Neutralitätskonzept und wendet diese analytisch auf konkrete außenpolitische Fallbeispiele Österreichs an.

3. Conclusio: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen, bestätigt das Vorliegen von Rollenkonflikten und identifiziert Forschungsdesiderate hinsichtlich einer kohärenten österreichischen Außenstrategie.

4. Quellen- und Literaturverzeichnis: Dieses Kapitel listet sämtliche verwendete Fachliteratur, Dokumente und Online-Quellen auf, die der Untersuchung zugrunde liegen.

Schlüsselwörter

Österreich, Außenpolitik, Neutralität, Rollentheorie, Rollenkonflikt, Sicherheitsumfeld, Internationale Organisationen, EU, OSZE, Ukrainekrieg, Interrollenkonflikt, Intrarollenkonflikt, Kleinstaatentheorie, Politische Identität, Diplomatie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das außenpolitische Agieren Österreichs mit einem theoretischen Fokus auf die Rollentheorie, um Konflikte zwischen dem nationalen Selbstbild und den Erwartungen internationaler Partner aufzudecken.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Definition der "immerwährenden Neutralität", die Rolle Österreichs in der EU und internationalen Organisationen sowie die Diskrepanz zwischen politischer Rhetorik und praktischem Handeln.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, ob und inwieweit das österreichische Festhalten an der Neutralität zu Rollenkonflikten führt, wenn internationale Verbündete weitergehende außenpolitische Beiträge einfordern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet eine qualitative, historisch-hermeneutische Untersuchungsmethode in Form einer "disciplined configurate" Einzelfallstudie, um theoretische Konzepte auf aktuelle politische Ereignisse anzuwenden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Rollentheorie) und eine empirische Analyse, die insbesondere Österreichs Reaktion auf den Ukrainekrieg und dessen Agieren im OSZE- sowie EU-Kontext kritisch beleuchtet.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind die Unterscheidung zwischen "ego-part" (Selbstbild) und "alter-part" (externer Erwartungsdruck), "Rollenkonflikte", "Neutralitätspolitik" und die "conception-performance gap".

Warum wird das Verhalten im Kontext des Ukrainekriegs als "Rollenkonflikt" bezeichnet?

Weil die internationale Gemeinschaft (alter-part) ein aktives militärisches Engagement oder umfassende Sanktionsbeteiligung fordert, Österreich aufgrund seines Selbstverständnisses als Neutraler (ego-part) jedoch eine restriktive Position einnimmt.

Welche Rolle spielt die OSZE für das österreichische Selbstverständnis?

Die OSZE wird historisch als Arena gesehen, in der Österreich durch seine Neutralität glaubwürdig als Brückenbauer und Vermittler agieren konnte, was stark im nationalen Selbstbild verankert ist.

Ende der Leseprobe aus 36 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Rollenkonzepte und -konflikte in der Außenpolitik. Die Auswirkungen von Österreichs selbstauferlegter Neutralität auf internationale Erwartungen
Hochschule
Universität Wien
Veranstaltung
Seminar Politik Österreich
Note
1
Autor
Lukas Heubeck (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
36
Katalognummer
V1372542
ISBN (PDF)
9783346910028
ISBN (Buch)
9783346910035
Sprache
Deutsch
Schlagworte
rollenkonzepte außenpolitik auswirkungen österreichs neutralität erwartungen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lukas Heubeck (Autor:in), 2023, Rollenkonzepte und -konflikte in der Außenpolitik. Die Auswirkungen von Österreichs selbstauferlegter Neutralität auf internationale Erwartungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1372542
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  36  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum