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Die Hölle im Vergleich

Höllenvorstellung in Christentum und Islam an ausgewählten Beispielen

Title: Die Hölle im Vergleich

Term Paper , 2006 , 17 Pages , Grade: 3,0

Autor:in: Andrea Höltke (Author)

Theology - Systematic Theology
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Summary Excerpt Details

Das Thema dieser Hausarbeit sind die Vorstellungen von der Hölle im Islam und im Christentum. Diese beiden Vorstellungen stehen sich gegenüber, wobei in christlicher Sicht auf neuzeitliche Theologen wie Ludwig Ott (2.1.1), Leonardo Boff (2.1.2) und Hans Urs von Balthasar (2.1.3) eingegangen wird. Diese drei Theologen vertreten unterschiedliche Meinungen, welche ich in drei Unterthemen darstellen werde. Im folgenden Absatz wird über die Frage nach der Ewigkeit der Hölle im Christentum (2.2) nachgedacht. Danach werde ich auf ausgewählte Positionen im Islam eingehen. Vorangestellt ist eine Erklärung der Höllenvorstellung (3.1), welche auch hier mit der Frage nach einer ewigen Hölle (3.2) abgeschlossen wird. Zum Schluss werden beide Höllenvorstellungen verglichen.
Anlass für diese Hausarbeit ist das von mir besuchte Seminar Eschatologie und die Sitzung über Höllenvorstellungen der neuzeitlichen Theologen hat mich besonders interessiert. In dieser Hausarbeit möchte ich der Frage auf den Grund gehen, in wie fern sich die Höllenvorstellungen im Christentum und im Islam unterscheiden bzw. ähneln/gleichen. Um einen Vergleich anstellen zu können, habe ich eine weitere Religion ausgewählt und mich für den Islam entschieden. Wie man später sehen wird sind beide Vorstellungen nicht grundsätzlich verschiedene, aber dennoch geprägt von Unterschieden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DIE REDE VON DER HÖLLE IN DER MODERNEN CHRISTLICHEN THEOLOGIE AN AUSGEWÄHLTEN BEISPIELEN

2.1 Drei theologische Meinungen

2.1.1 Die Hölle existiert und ist auch gefüllt (L. Ott)

2.1.2 Die Hölle existiert als Zustand, nicht als Ort (L. Boff)

2.1.3 Die Hölle existiert und ist wahrscheinlich leer (H. U. v. Balthasar)

2.2 Ewigkeit der Hölle?

3. DIE REDE VON DER HÖLLE IM ISLAM AN AUSGEWÄHLTEN BEISPIELEN

3.1 Die Hölle

3.1.1 Sieben Bereiche der Hölle

3.1.2 Die erste Wahlmöglichkeit: erst durch die Hölle, anschließend ins Paradies

3.1.3 Die zweite Wahlmöglichkeit: durch die Hölle, aber nicht ewig

3.1.4 Qualen in der Hölle

3.2 Hölle auf Zeit – wie ist das möglich?

4. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht die unterschiedlichen Höllenvorstellungen im Christentum und im Islam. Dabei geht sie der zentralen Forschungsfrage nach, inwiefern sich diese Konzepte in ihrem Verständnis von Existenz, Dauer und göttlicher Gerechtigkeit unterscheiden oder ähneln.

  • Analyse neuzeitlicher christlicher Positionen (Ott, Boff, von Balthasar) zur Hölle
  • Untersuchung islamischer Vorstellungen, inklusive der Sieben Bereiche der Hölle
  • Diskussion der Konzepte von ewiger Verdammnis versus befristeter Strafe
  • Betrachtung des Einflusses der menschlichen Willensfreiheit auf das jenseitige Schicksal

Auszug aus dem Buch

Die Hölle existiert und ist auch gefüllt (L. Ott)

Der schon in der Antike entstandene Glaube an eine existierende Hölle wird auch heute noch von verschiedenen Theologen vertreten. Einer dieser Theologen ist Ludwig Ott, der in seinem Buch „Grundriss der katholischen Dogmatik“ auch auf die Lehre von den letzten Dingen eingeht und in diesem Kapitel seine Vorstellung der Hölle immer in gleicher Vorgehensweise bekräftigt. Zunächst belegt er die Höllenvorstellung anhand verschiedener Dogmen, danach legt er einen Schriftbeweis vor und am Ende jeden Absatzes folgt ein Traditionsbeweis der alten Väter.

Innerhalb seines Kapitels über Eschatologie unterscheidet er zwischen der „Eschatologie des einzelnen Menschen“ und der „Eschatologie der gesamten Menschheit“. In ersterem Teil geht es zunächst um die „Wirklichkeit der Hölle“, dann um das „Wesen der Höllenstrafe“ und zum Abschluss um ihre „Eigenschaften“. Es ist nicht nur Otts Glaube, dass die Hölle als Ort existiert und dass sich dort diejenigen befinden, die von Gott verworfen wurden, sondern so steht es auch de fide geschrieben: „Die Seelen derer, die im Zustand der persönlichen schweren Sünde sterben, gehen in die Hölle ein“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Höllenvorstellungen und Darlegung der Zielsetzung des Vergleichs zwischen Christentum und Islam.

2. DIE REDE VON DER HÖLLE IN DER MODERNEN CHRISTLICHEN THEOLOGIE AN AUSGEWÄHLTEN BEISPIELEN: Untersuchung unterschiedlicher neuzeitlicher theologischer Ansätze zur Existenz und Beschaffenheit der christlichen Hölle.

2.1 Drei theologische Meinungen: Gegenüberstellung der drei Konzepte von Ludwig Ott, Leonardo Boff und Hans Urs von Balthasar.

2.1.1 Die Hölle existiert und ist auch gefüllt (L. Ott): Darstellung der traditionellen neuscholastischen Sichtweise, die an der Existenz und Ewigkeit der Hölle festhält.

2.1.2 Die Hölle existiert als Zustand, nicht als Ort (L. Boff): Erläuterung der Hölle als durch menschliche Freiheit geschaffener Zustand der Abwesenheit Gottes.

2.1.3 Die Hölle existiert und ist wahrscheinlich leer (H. U. v. Balthasar): Analyse der Theologie, die das Leiden Christi im Höllenschicksal betont und auf eine leere Hölle hofft.

2.2 Ewigkeit der Hölle?: Diskussion über die Vereinbarkeit einer ewigen Hölle mit einem gütigen Gott und die Rolle des Fegefeuers.

3. DIE REDE VON DER HÖLLE IM ISLAM AN AUSGEWÄHLTEN BEISPIELEN: Analyse der islamischen Konzeption der Hölle als differenzierten Ort der Strafe und Reinigung.

3.1 Die Hölle: Beschreibung der strukturellen Einteilung und Umschreibungen der Hölle im Koran.

3.1.1 Sieben Bereiche der Hölle: Detaillierte Betrachtung der sieben verschiedenen Höllentore und deren Zuweisung nach Sündentypen.

3.1.2 Die erste Wahlmöglichkeit: erst durch die Hölle, anschließend ins Paradies: Untersuchung der Auffassung, dass die Hölle für Gläubige eine befristete, reinigende Funktion haben kann.

3.1.3 Die zweite Wahlmöglichkeit: durch die Hölle, aber nicht ewig: Erörterung der Frage nach der ewigen Dauer der Hölle und der letztendlichen Souveränität Gottes.

3.1.4 Qualen in der Hölle: Schilderung der bildhaften, physischen Bestrafungen und des Kontrasts zum Paradies.

3.2 Hölle auf Zeit – wie ist das möglich?: Auseinandersetzung mit der Begrenzung der Höllenstrafe und der theologischen Debatte um Willensfreiheit und Barmherzigkeit Gottes.

4. FAZIT: Zusammenfassende Gegenüberstellung der Ergebnisse und Feststellung der Pluralität der Ansichten in beiden Religionen.

Schlüsselwörter

Hölle, Christentum, Islam, Eschatologie, Theologie, Höllenvorstellung, Ewigkeit, Fegefeuer, Gott, Paradies, Willensfreiheit, Sünden, Jenseits, Strafe, Erlösung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit vergleicht die Konzepte der Hölle im Christentum und im Islam, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der theologischen Betrachtung herauszuarbeiten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die Existenz und Dauer der Höllenstrafe, die theologische Einordnung in der Moderne sowie die Rolle der göttlichen Barmherzigkeit und menschlichen Willensfreiheit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein differenziertes Verständnis für die verschiedenen Höllenvorstellungen in beiden Religionen zu schaffen und zu zeigen, dass es keine einheitlichen "dogmatischen" Antworten gibt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse und den Vergleich ausgewählter theologischer Positionen sowie koranischer Aussagen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse christlicher Theologen (Ott, Boff, von Balthasar) und eine Untersuchung islamischer Konzepte zur Höllenstruktur, Dauer und zu den Qualen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neben dem zentralen Begriff der Hölle sind Eschatologie, Fegefeuer, göttliche Souveränität und Erlösung für das Verständnis der Arbeit entscheidend.

Inwiefern unterscheidet sich die Hölle bei Ludwig Ott von der bei Leonardo Boff?

Während Ott die Hölle als existenten Ort und Zustand der ewigen Verdammnis betrachtet, interpretiert Boff die Hölle als einen vom Menschen selbst gewählten Zustand der Gottesferne.

Was bedeutet das Konzept der "Sieben Bereiche" im Islam?

Das Konzept beschreibt, dass die Hölle im islamischen Verständnis nicht ein einzelner Ort ist, sondern in sieben Stufen oder Höfe unterteilt ist, die je nach Art der Verfehlungen unterschiedliche Strafen vorsehen.

Ist die Höllenstrafe im Islam immer ewig?

Dies ist innerhalb der islamischen Theologie umstritten; während einige koranische Texte Ewigkeit nahelegen, betonen andere die Barmherzigkeit Gottes, die ein Ende der Strafe ermöglichen kann.

Warum wird im Islam die Strafe der Gottesferne nicht explizit erwähnt?

Die Arbeit stellt fest, dass die islamische Tradition den Fokus stark auf physische Qualen und den Kontrast zum Paradies legt, während die Strafe der Gottesferne im Christentum eine zentrale Rolle spielt.

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Details

Title
Die Hölle im Vergleich
Subtitle
Höllenvorstellung in Christentum und Islam an ausgewählten Beispielen
College
University of Cologne  (Philosophische Fakultät)
Course
Eschatologie
Grade
3,0
Author
Andrea Höltke (Author)
Publication Year
2006
Pages
17
Catalog Number
V137258
ISBN (eBook)
9783640458998
ISBN (Book)
9783640458639
Language
German
Tags
Hölle Vergleich Höllenvorstellung Christentum Islam Beispielen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andrea Höltke (Author), 2006, Die Hölle im Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137258
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