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Instrumentelles Lernen

Title: Instrumentelles Lernen

Term Paper , 2009 , 24 Pages , Grade: 1,4

Autor:in: Mirko Ückert (Author)

Psychology - Intelligence and Learning Psychology
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit widmet sich einer grundlegenden Lernform, die als instrumentelles Lernen, operante Konditionierung oder auch Konsequenzlernen bezeichnet wird. Sie ist für die Pädagogische Psychologie, für die Erziehungswissenschaft und beispielsweise auch für die Psychotherapie deshalb von Bedeutung, da sie ein Erklärungsmodell dafür anbietet, „unter welchen Bedingungen sich Ver¬halten verändert“, und „welche äußeren, veränderbaren Bedingungen das Verhalten wirksam beeinflussen“ (Mietzel, 2007, S. 153). Außerdem bietet die Lernform
Ausgangspunkt dieser Arbeit bildet die These, dass bei jeder Verhaltensänderung unerwünschtes Verhalten abgebaut und gleichzeitig das erwünschte Verhalten aufgebaut werden muss. Um sich der Beantwortung der These zu nähern, wird die Lernform im Rahmen eines eigenen Kapitels in ihrem historischen und fachspezifischen Kontext dargestellt sowie ihre Vordenker Thorndike und Skinner vorgestellt. Daran schließt eine detaillierte Darlegung der Grundlagen, Begriffe und Prinzipien des Instrumentellen Lernens in einem weiteren Kapitel an. Eine direkte Annährung zur These erfolgt im vierten Kapitel, in dem die systematische Verhaltensmodifikation, das sogenannte Shaping, beleuchtet wird. Hier sollen die kontrollierbaren bzw. steuerbaren Mechanismen erklärt werden, mit denen sich Verhaltensweise formen lassen. Im darauffolgenden Kapitel wird die Frage beleuchtet, welche Bedeutung das instrumentelle Lernen in pädagogischen Prozessen und in der Verhaltenspsychotherapie innehat bzw. innehaben kann. Das nächste Kapitel widmet sich mög¬lichen Problemen, die sich einstellen können, wenn instrumentelles Lernen in Gruppensituationen angewendet wird. Das daran anschließende Kapitel hat zum Ziel, das Phänomen Aufmerksamkeit aus der Kognitionspsychologie heraus im Kontext instrumentellen Lernens zu untersuchen. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 EINFÜHRUNG IN DAS INSTRUMENTELLE LERNEN

2.1 BEGRIFFSBESTIMMUNG UND ABGRENZUNG ZU ANDEREN LERNFORMEN

2.1.1 Was ist Lernen?

2.1.2 Die klassische Konditionierung

2.1.3 Die sozial-kognitive Lerntheorie

2.2 THORNDIKE UND SKINNER – KONSEQUENZ UND LERNEN

3 GRUNDLAGEN INSTRUMENTELLEN LERNENS

3.1 WICHTIGE GRUNDBEGRIFFE

3.1.1 Positiv und negativ

3.1.2 Kontingenz

3.1.3 Diskriminativer Reiz und Reizgeneralisierung

3.2 VERSTÄRKUNG

3.2.1 Primäre und sekundäre Verstärker

3.2.2 Welche Formen können Verstärker annehmen?

3.2.3 Das Prinzip der Selbstverstärkung

3.2.4 Das Premack-Prinzip

3.3 BESTRAFUNG

3.3.1 Bedeutung und Begriff von Bestrafung

3.3.2 Abwendbarkeit von Bestrafung im pädagogischen Kontext

3.4 LÖSCHUNG

4 VERHALTENSKONTROLLE UND SHAPING

4.1 POSITIVE UND NEGATIVE VERHALTENSKONTROLLE

4.2 SHAPING UND VERSTÄRKERPLÄNE

5 ANWENDUNGSFELDER INSTRUMENTELLEN LERNENS

5.1 PÄDAGOGISCHE PROZESSE

5.2 VERHALTENSPSYCHOTHERAPIE

6 INSTRUMENTELLES LERNEN UND GRUPPENPHÄNOMENE

7 INSTRUMENTELLES LERNEN UND AUFMERKSAMKEIT

8 SCHLUSSFOLGERUNGEN

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Mechanismen des instrumentellen Lernens (operante Konditionierung) und analysiert deren Bedeutung für den Verhaltensaufbau und -abbau in pädagogischen und psychotherapeutischen Kontexten. Ein zentrales Ziel ist es, die steuerbaren Bedingungen zur Verhaltensmodifikation zu identifizieren und die Rolle von Verstärkungs- und Bestrafungsmechanismen sowie deren Wirksamkeit und Limitationen zu beleuchten.

  • Historische Einordnung des instrumentellen Lernens (Thorndike & Skinner)
  • Grundlegende Konzepte: Verstärkung, Bestrafung, Löschung und Shaping
  • Systematische Verhaltensmodifikation und Verstärkerpläne
  • Anwendung in pädagogischen Prozessen und der Verhaltenstherapie
  • Einfluss von Gruppenphänomenen und Aufmerksamkeit auf Lernprozesse

Auszug aus dem Buch

2.2 Thorndike und Skinner – Konsequenz und Lernen

Bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts machte Edward Lee Thorndike die Beobachtung, dass Verhaltensweisen durch ihre Konsequenzen beeinflusst werden. Ausgangspunkt seiner Forschung war die Frage, wie sich Lebewesen an die Gegebenheiten ihrer Umwelt anzupassen vermögen (vgl. Mietzel, 2007). Seine Entdeckungen lassen sich durch eine Betrachtung seines Versuchsaufbaus, des Versuchsablaufs und der Ergebnisse seiner Untersuchungen nachvollziehen, welche nun folgt. Im Zentrum seiner Versuchsanordnung steht ein Käfig, in dem eine Katze eingeschlossen ist. Außerhalb des Käfigs wurde Futter platziert, welches vom Innern aus nicht zu erreichen ist. Die Käfigtür ist zunächst verschlossen, sie kann jedoch von der Katze durch Betätigung eines bestimmten Mechanismus’, also durch gezieltes Verhalten, geöffnet werden. Beispielhaft kann der Mechanismus ein Hebel sein, der durch Drücken die Käfigtür öffnet (vgl. Edelmann, 2000).

Die Katze zeigt nun spontane Verhaltensweisen, die auf ihre Eignung überprüft werden, den Käfig zu verlassen, bzw. an das Futter zu gelangen. Sie wird wahrscheinlich erst zahlreiche Verhaltensweisen zeigen, die nicht zum gewünschten Erfolg führen. So wird sie beispielsweise versuchen, ihren Kopf durch die Gitterstäbe zu pressen oder einfach nur miauen. Irgendwann wird sie spontan den Hebelmechanismus betätigen und dem Bedürfnis der freien Bewegung oder ihrem Hunger nachgeben können, was als positive Konsequenz wahrgenommen wird. Wiederholungen dieses Versuchs werden zunächst zwar immer noch eine hohe Anzahl nicht erfolgreicher Verhaltensweise aufweisen. Jedoch haben Thorndikes Experimente gezeigt, dass die Katze, nach einer ausreichenden Zahl von Wiederholungen, bald zielgerichtet den Helbelmechanismus betätigt. Sie favorisiert dann also die Verhaltensweise, der eine positiv wahrgenommene Konsequenz folgte. Die Katze hat durch Versuch und Irrtum gelernt, den Türschließmechanismus gezielt zu betätigen (vgl. Edelmann, 2000; Schnotz, 2006).

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Diese Einleitung stellt das Thema des instrumentellen Lernens vor und definiert die These, dass bei jeder Verhaltensänderung erwünschtes Verhalten aufgebaut und unerwünschtes abgebaut werden muss.

2 EINFÜHRUNG IN DAS INSTRUMENTELLE LERNEN: Das Kapitel charakterisiert das instrumentelle Lernen durch Abgrenzung zu anderen Lerntheorien und erläutert die historische Bedeutung von Thorndike und Skinner.

3 GRUNDLAGEN INSTRUMENTELLEN LERNENS: Hier werden die zentralen Begrifflichkeiten, verschiedene Verstärkungsformen sowie Bestrafung und Löschung als Mechanismen der Verhaltenssteuerung detailliert dargelegt.

4 VERHALTENSKONTROLLE UND SHAPING: Der Abschnitt konzentriert sich auf die gezielte Beeinflussung von Verhalten durch Methoden wie das Shaping und die Anwendung spezifischer Verstärkerpläne.

5 ANWENDUNGSFELDER INSTRUMENTELLEN LERNENS: Es werden praktische Anwendungsbereiche in der Pädagogik sowie in der Verhaltenspsychotherapie analysiert und deren praktische Relevanz herausgestellt.

6 INSTRUMENTELLES LERNEN UND GRUPPENPHÄNOMENE: Dieses Kapitel thematisiert die komplexe Wechselwirkung zwischen sozialen Gruppenprozessen und den Gesetzmäßigkeiten des individuellen Lernens.

7 INSTRUMENTELLES LERNEN UND AUFMERKSAMKEIT: Die Untersuchung befasst sich mit der kognitionspsychologischen Perspektive auf Aufmerksamkeit und deren notwendiger Berücksichtigung bei instrumentellen Lernprozessen.

8 SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die Schlussfolgerungen fassen die Ergebnisse zusammen und bestätigen die Relevanz des instrumentellen Lernens als wirksames Instrument zur positiven Beeinflussung menschlichen Verhaltens.

Schlüsselwörter

Instrumentelles Lernen, operante Konditionierung, Verstärkung, Bestrafung, Shaping, Verhaltenskontrolle, Pädagogische Psychologie, Verhaltenstherapie, Kontingenz, Löschung, Reizgeneralisierung, Verhaltensformung, Skinner, Thorndike, Lernpsychologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das Instrumentelle Lernen (auch bekannt als operante Konditionierung) und dessen Bedeutung für die Modifikation von Verhalten durch Konsequenzen.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder umfassen die theoretischen Grundlagen der Lerntheorie, Methoden der Verhaltenssteuerung, praktische Anwendung in Erziehung und Therapie sowie die Einflüsse von Aufmerksamkeit und Gruppenprozessen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Die Forschungsfrage konzentriert sich auf den Zusammenhang von Verhaltensabbau und Verhaltensaufbau und wie durch instrumentelles Lernen zielgerichtet Verhaltensweisen geformt oder modifiziert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erarbeitung verwendet?

Die Arbeit basiert auf der Analyse von relevanter Sekundärliteratur, darunter Monographien und fachwissenschaftliche Publikationen bekannter Vertreter der Lernpsychologie.

Was wird im Hauptteil des Buches behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Vordenker (Thorndike & Skinner), die Erläuterung der Grundmechanismen (Verstärkung, Bestrafung, Löschung) sowie die Anwendung dieser Konzepte im pädagogischen und psychotherapeutischen Kontext.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere: Operante Konditionierung, Verstärkung, Shaping, Verhaltenskontrolle, Pädagogik, Verhaltenstherapie und Kontingenz.

Wie unterscheidet sich die positive von der negativen Verstärkung im pädagogischen Kontext?

Bei der positiven Verstärkung wird dem Verhalten ein angenehmer Reiz hinzugefügt, während bei der negativen Verstärkung ein unangenehmer Reiz entzogen wird, um die Auftretenswahrscheinlichkeit des Verhaltens zu erhöhen.

Welches Problem beschreibt das Premack-Prinzip bei der Verstärkung?

Das Premack-Prinzip nutzt eine hochfrequente (gerne ausgeübte) Tätigkeit als Verstärker für eine niederfrequente (ungern ausgeübte) Tätigkeit, wobei die Belohnung erst zeitverzögert nach der unangenehmen Aktivität erfolgt.

Welche Herausforderungen ergeben sich bei der Löschung eines Verhaltens?

Die Löschung kann durch unkontrollierbare Verstärkerquellen erschwert werden und führt zu Beginn häufig zu einem kurzzeitigen Anstieg der Verhaltensintensität, was das Durchhalten dieser Methode erschwert.

Wie beeinflussen Gruppenphänomene den Erfolg instrumenteller Lernprozesse?

Gruppennormen und Konformitätsdruck können die Wirksamkeit von Verstärkern durch die Lehrperson schwächen, wenn die Gruppe selbst alternative Verstärker bietet, die im Widerspruch zum angestrebten Lernziel stehen.

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Details

Title
Instrumentelles Lernen
College
University of Rostock  (Institut für Pädagogische Psychologie)
Course
Lernpsychologie
Grade
1,4
Author
Mirko Ückert (Author)
Publication Year
2009
Pages
24
Catalog Number
V137295
ISBN (eBook)
9783640478811
ISBN (Book)
9783640478545
Language
German
Tags
Instrumentelles Lernen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mirko Ückert (Author), 2009, Instrumentelles Lernen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137295
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