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Kontinuitätskonzepte

Title: Kontinuitätskonzepte

Essay , 2009 , 5 Pages

Autor:in: Mirko Ückert (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology
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Summary Excerpt Details

Das Gebiet der Kontinuitätsforschung stellt sich der Frage nach den Ursachen oder auch den Gründen für ein spezifisches Verhalten beispielsweise eines erwachsenen Menschen in Relation zur gesamten Population oder auch im Vergleich zu eventuellen Risiko- oder Teilpopulationen. Innerhalb dieses Forschungsbereichs gibt es unterschiedliche Ansätze aus den verschiedensten Wissenschaftsdisziplinen, welche versuchen, die Entwicklung und das Ver-halten eines Menschen zu ergründen und Zusammenhänge zwischen Erfahrungen und Ver-halten im Kindes- und im Erwachsenenalter darzustellen.
Zwei dieser Ansätze, die mit dem Begriff Kontinuitätskonzepte umschrieben werden, sol-len im Rahmen dieses Essays anhand ihrer wichtigsten Charakteristika vorgestellt werden. Zum einen das Konzept der Phänotypischen Kontinuität und zum anderen das Konzept der Strukturellen Kontinuität. Doch zunächst gilt es, die wichtigen Begriffe zu erläutern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Zu den Begrifflichkeiten der Kontinuitätskonzepte.

2 Phänotypische Kontinuität.

3 Strukturelle Kontinuität.

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieses Essays ist die theoretische Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Kontinuitätskonzepten in der Entwicklungspsychologie, um zu verstehen, wie und warum sich menschliches Verhalten über die Lebensspanne hinweg stabil zeigt oder verändert. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, inwiefern frühe Erfahrungen und Verhaltensmuster als Prädiktoren für das Verhalten im Erwachsenenalter dienen können.

  • Definition und Abgrenzung von Kontinuität und Diskontinuität in der Biografie.
  • Analyse des Konzepts der phänotypischen Kontinuität inklusive der Formen von Stabilität.
  • Untersuchung des Konzepts der strukturellen Kontinuität und deren Aspekte.
  • Diskussion der Prognostizierbarkeit von Verhalten anhand von Kindheitserfahrungen.
  • Kritische Reflexion über kausale Zusammenhänge und methodische Herausforderungen.

Auszug aus dem Buch

2 Phänotypische Kontinuität.

Das erste Konzept über Kontinuität, welches im Rahmen dieses Essays vorgestellt werden soll, ist die Phänotypische Kontinuität. Die Grundannahme dieses Konzepts ist, dass „ein Zusammenhang zwischen Verhalten A zum Zeitpunkt T1 und Verhalten A zu einem Zeitpunkt T2 besteht.“ Das heißt, dass das ein spezifisches Verhalten, welches zu unterschiedlichen Zeitpunkten im Leben präsentiert wurde, ursächlich und in seiner Ausprägung kongruent ist.

Weiterhin wird im Rahmen dieser Konzeption zwischen verschiedenen Formen von Stabilität innerhalb der Kontinuität unterschieden, um umfassende Verhalts- und Zeitkorrelationen erklären zu können. Dabei werden drei Fälle von homotypischer Stabilität in Bezug auf die Meßzeitpunkte unterschieden: Ordnung, schwache Stabilität und starke Stabilität.

Im Fall der Ordnung sagt aus, dass sich eine bestimmte Verhaltensweise A intraindividuell in einer unveränderlichen Abfolge entwickelt, die Entwicklung jedoch interindividuell unterschiedlich schnell stattfindet. Es handelt sich dabei um normative Stabilitätseffekte. Das bedeutet, dass ein Verhalten A, zu verschieden Zeitpunkten gemessen, die Entwicklung eines bestimmten Merkmals repräsentiert. Ein Beispiel hierfür ist der Intelligenz-Quotient (IQ), welcher mit Erreichen des Erwachsenenalters eine hohe normative Stabilität aufweist.

Innerhalb der schwachen Stabilität stimmt ein spezifisches Verhalten A zu den Meßzeitpunkten T1 und T2 überein, jedoch nicht zu anderen Meßzeitpunkten TN, während bei der starken Stabilität das Verhalten zu allen Zeitpunkten TN korreliert. Ein Beispiel für diese Form von Stabilität ist das Autofahren. Hierbei erfordert das Schalten der Gänge und die Bedienung von Kupplung, Gas- und Bremspedal zunächst recht viel bewusste Aufmerksamkeit. Mit fortschreitender Übung, und der damit einhergehenden Gewöhnung an die Handlungsabläufe, finden diese Prozesse dann mehr und mehr unbewusst statt und es werden Kapazitäten der bewussten Aufmerksamkeit für andere Aufgaben frei.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Zu den Begrifflichkeiten der Kontinuitätskonzepte.: Dieses Kapitel führt in die Grundlagen der Kontinuitätsforschung ein und definiert die zentralen Begriffe sowie die Abgrenzung zur Diskontinuität.

2 Phänotypische Kontinuität.: Hier werden die Grundannahmen der phänotypischen Kontinuität erläutert und die verschiedenen Formen der Stabilität (Ordnung, schwache und starke Stabilität) detailliert beschrieben.

3 Strukturelle Kontinuität.: Dieses Kapitel widmet sich der Betrachtung von Kontinuität als Abfolge von Neuorganisationen und diskutiert methodische Herausforderungen bei der Vorhersage menschlichen Verhaltens.

Schlüsselwörter

Kontinuitätsforschung, Entwicklungspsychologie, Phänotypische Kontinuität, Strukturelle Kontinuität, Homotypische Stabilität, Normative Stabilität, Diskontinuität, Individualgenese, Kausale Zusammenhänge, Verhaltenskonstrukt, Verhaltensrepräsentation, Prognostizierbarkeit, Lebenslaufanalyse, Psychische Entwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht wissenschaftliche Konzepte zur Kontinuität in der menschlichen Entwicklung, um die Stabilität und Veränderbarkeit von Verhalten über die Zeit hinweg zu verstehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die phänotypische und die strukturelle Kontinuität sowie die verschiedenen Formen der Stabilität, die in der Entwicklungspsychologie unterschieden werden.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die theoretische Einordnung und Vorstellung der beiden genannten Kontinuitätskonzepte anhand ihrer wichtigsten Merkmale.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse entwicklungspsychologischer Fachliteratur, insbesondere unter Bezugnahme auf Heidi Keller.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinitionen, die detaillierte Ausarbeitung der phänotypischen Kontinuität und eine fundierte Darstellung der strukturellen Kontinuität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Kontinuität, Diskontinuität, Stabilität, Entwicklungsmuster, Individualgenese und Prognostizierbarkeit.

Wie unterscheidet sich die phänotypische von der strukturellen Kontinuität?

Während die phänotypische Kontinuität den Zusammenhang eines spezifischen Verhaltens zu verschiedenen Zeitpunkten betrachtet, fokussiert die strukturelle Kontinuität auf Zusammenhänge zwischen Verhaltenssystemen und die Neuorganisation von Verhalten.

Was bedeutet der Begriff der "Ordnung" im Kontext der Stabilität?

Ordnung beschreibt eine intraindividuell unveränderliche Abfolge der Entwicklung eines Merkmals, wobei die Geschwindigkeit dieser Entwicklung interindividuell variieren kann, wie etwa beim IQ.

Warum ist die Prognose von Verhalten laut Autor nicht mit absoluter Sicherheit möglich?

Der Autor verweist auf Diskontinuitäten wie soziale Milieuwechsel oder kritische Lebensereignisse, die die kontinuierliche Entwicklung eines Individuums unterbrechen können.

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Details

Title
Kontinuitätskonzepte
College
University of Rostock  (Institut für Pädagogische Psychologie)
Course
Entwicklungspsychologie
Author
Mirko Ückert (Author)
Publication Year
2009
Pages
5
Catalog Number
V137298
ISBN (eBook)
9783640450800
ISBN (Book)
9783640450886
Language
German
Tags
Kontinuitätskonzepte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mirko Ückert (Author), 2009, Kontinuitätskonzepte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137298
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