Entwicklungstheorie Freuds


Essay, 2009
6 Seiten

Leseprobe

Essay II: Entwicklungstheorie Freuds

„Warum macht dieses Kind nicht, was es soll?“. Diese Frage stellen sich millionen Eltern auf der ganzen Welt und seit ewigen Zeiten. Denn oft können sie sich das Verhalten ihres Kindes nicht erklären, oder sie rätseln, was in dem Kind wohl vorgehen mag. Zunächst sind menschliche Nachkommen nicht fähig sich über ihr Empfinden, ihre Bedürfnisse und ihr Verhalten zu äußern, sei es weil sie noch nicht sprechen können oder weil ihnen die Formulierung nicht gelingt. 13 Jahre alte Jugendliche fangen dann auf einmal sogar an, die elterliche Autorität infrage zu stellen und mitunter zorniges und trotziges Verhalten an den Tag zu legen, was Mutter und Vater wiederum in Ratlosigkeit verfallen lässt.

Der Fragestellung nach den Ursachen, Auswirkungen und Verlauf unterschiedlichen Verhaltens im Reifeprozess vom Kind zum Erwachsenen stellt sich die wissenschaftliche Disziplin der Entwicklungspsychologie. Zahlreiche Modelle sind hierzu in den letzten einhundert Jahren erarbeitet worden. Einer der ersten Forscher, dem dies gelang, war der österreichische Arzt und Psychologe Sigmund Freud. Sein psychoanalytisches Entwicklungsmodell soll im Rahmen dieses Essays vorgestellt werden.

1 Der Mensch als triebgesteuertes Wesen.

Hans Martin Trautner beschreibt in seiner Abhandlung „Lehrbuch der Entwicklungspsychologie“[1] drei Zusammenhänge, die vor Freud bisher nicht wahrgenommen wurden: Zum einen zeigen bereits Kleinkinder Merkmale einer sexuellen Entwicklung auf, die jedoch nicht mit erwachsener Sexualität zu verwechseln ist. Zweitens wird darauf verwiesen, dass die Entwicklung im Kindesalter vom ersten Moment an die Grundlage gelegt wird für die Ausbildung von Persönlichkeit und für die weitere Entwicklung. So sei bis zum sechsten Lebensjahr jede Grundform menschlichen Sozialverhaltens bereits einmal durchlebt worden. Zweitens und letztens wird die Signifikanz der Eltern-Kind-Beziehung hervorgehoben, wobei die besondere Bedeutung des Umgangs der Eltern mit den „körperlichen Bedürfnissen und Körperfunktionen des Kindes“ bei der individuellen Psychogenese hervorgehoben wird.

[...]


[1] Trautner, Hans (Band 1, 2. Aufl., 1992): Lehrbuch der Entwicklungspsychologie. Göttingen: Hogrefe. S.66-67

Ende der Leseprobe aus 6 Seiten

Details

Titel
Entwicklungstheorie Freuds
Hochschule
Universität Rostock  (Institut für Pädagogische Psychologie)
Veranstaltung
Entwicklungspsychologie
Autor
Jahr
2009
Seiten
6
Katalognummer
V137299
ISBN (eBook)
9783640450817
Dateigröße
433 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Entwicklungstheorie, Freuds
Arbeit zitieren
Mirko Ückert (Autor), 2009, Entwicklungstheorie Freuds, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137299

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