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Soziale Ausgrenzung durch Stadtteile und Netzwerke

Title: Soziale Ausgrenzung durch Stadtteile und Netzwerke

Term Paper , 2008 , 14 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Marita Kriesel (Author)

Sociology - Politics, Majorities, Minorities
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In den Industriestaaten des 21. Jahrhunderts bilden sich immer mehr Großstädte, die sich konstant vergrößern. Alle Städte lassen sich in bestimmte Areale aufteilen, in denen Menschen verschiedenster Einkommensschichten leben. Neben den Personengruppen mit hohem Einkommen, gibt es auch die Menschen, die nur über wenig Kapital verfügen. Während sich ökonomisch unabhängige Personengruppen für ein Leben in einem bestimmten Stadtteil entscheiden können, werden sozial abhängige Klassen in Lebensquartiere gedrängt. Somit kann man davon ausgehen, dass sie isoliert und ausgegrenzt werden. Demnach bilden sich homogene Stadtteile. Vor allem für Familien mit Kindern kann das eine negative nachhaltige Entwicklung nach sich ziehen, wenn die Kinder in sozial benachteiligten Gebieten aufwachsen. Sie orientieren sich an falschen Vorbildern und kriegen fehlerhafte Vorstellungen über ein geregeltes Leben. In der folgenden Arbeit gehe ich auf das Leben der Menschen ein, die sich in den verschiedenen Stadtteilen aufhalten. Die soziale Ausgrenzung der hilfsbedürftigen Menschen rückt in den Vordergrund. Gleichzeitig beeinträchtigt diese Isolation auch einen Rückzug aus den Netzwerken. Hierzu werde ich vorerst eine Einführung zu der „sozialen Ausgrenzung“ und dem Begriff „underclass“ geben, anschließend die Quartierstypen von Kronauer beschreiben. In der darauf folgenden Arbeit, die auch auf empirischen Untersuchungen beruht, führe ich an die Problematik der sozialen Beziehungen in problembehafteten Wohnquartieren heran.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.) Einleitung

2.) „Soziale Ausgrenzung“ und „underclass“

3.) Quartierstypen

4.) Folgen und Ursachen sozialer Ausgrenzung

4.1.) Das amerikanische Armutsviertel

5.) Schlussfolgerung

6.) Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Mechanismen der sozialen Ausgrenzung in urbanen Räumen mit einem Fokus auf die Wechselwirkungen zwischen Wohnort und sozialen Netzwerken. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, wie Segregation und das Fehlen sozialer Netzwerke die Armutsspirale verstärken und zu devianten Lebensweisen in benachteiligten Quartieren führen.

  • Soziale Ausgrenzung und das Konzept der „Underclass“
  • Differenzierung von Quartierstypen nach Martin Kronauer
  • Die Rolle sozialer Netzwerke bei der Erwerbssuche
  • Folgen der räumlichen Segregation und institutioneller Mangel
  • Auswirkungen auf soziale Normen und Kriminalitätsraten

Auszug aus dem Buch

4.1.) Das amerikanische Armutsviertel

Um die Ursachen und Folgen sozialer Ausgrenzung genauer zu erklären, wird im folgenden Text das amerikanische Armutsghetto, am Beispiel von Chicago, genauer auf die sozialen Netzwerke untersucht.

Das amerikanische Armutsviertel, das unter anderem den Namen „Ghetto“ trägt, ist mit vielen Vorurteilen behaftet. Neben dem hohen Anteil der ethnischen Gruppen assoziiert man das „Ghetto“ mit dem Verkauf und der Einnahme von Rauschmitteln, zugleich herrscht eine hohe Repräsentanz an kriminellen Jugendbanden, die das Leben in diesem Quartier für einige Bewohner erschweren.

Bei diesen Bewohnern handelt es sich um ältere Menschen, die sich um ihren Stadtteil sorgen, da die Kriminalitätsrate ständig wächst und die Gewaltbereitschaft bereits bei Jugendlichen enorm hoch ist. Durch Schwarze und Spanischsprachige wird die Gegend zusätzlich stigmatisiert. Letztlich sind viele arme Personen von Stigmatisierung bedroht.

Man kann davon ausgehen, dass die Menschen zweifach benachteiligt sind. Einerseits haben sie nur geringe finanzielle Mittel zur Verfügung, andererseits werden sie durch Segregation in die für sie vorhergesehenen Stadtteile gedrängt. Diese Faktoren führen zu einer hohen Homogenität der Bevölkerungsschichten. Die Homogenisierung würde zu Auszügen führen, da die Anwohner durch Unwohlsein und Reizlosigkeit dazu animiert werden würden.

Zusammenfassung der Kapitel

1.) Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik wachsender Großstädte und der damit einhergehenden sozialen Segregation ein, welche zur Bildung homogener, benachteiligter Stadtteile führt.

2.) „Soziale Ausgrenzung“ und „underclass“: Hier werden die Begriffe der sozialen Ausgrenzung und der „underclass“ theoretisch hergeleitet und in den Kontext von Armut und Arbeitslosigkeit gesetzt.

3.) Quartierstypen: Dieser Abschnitt klassifiziert verschiedene Wohnumfelder und deren Auswirkung auf die gesellschaftliche Teilhabe der Bewohner anhand von Kronauers Kategorisierungen.

4.) Folgen und Ursachen sozialer Ausgrenzung: Das Kapitel analysiert die strukturellen Ursachen von Armut und die sozialen Konsequenzen in urbanen Brennpunkten.

4.1.) Das amerikanische Armutsviertel: Anhand von Fallbeispielen aus Chicago werden die Dynamiken von Kriminalität, Netzwerkausfällen und Stigmatisierung in Ghetto-Strukturen beleuchtet.

5.) Schlussfolgerung: Die Schlussfolgerung fasst die Ergebnisse zur Bedeutung informeller Netzwerke für die berufliche Integration zusammen und beschreibt die Spirale der Armut.

6.) Bibliographie: Ein Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Literatur.

Schlüsselwörter

Soziale Ausgrenzung, Underclass, Armutsviertel, soziale Netzwerke, Segregation, Ghetto, Arbeitslosigkeit, soziale Ungleichheit, urbane Räume, Kriminalität, Marginalisierung, Sozialkapital, Chicago, soziale Kontrolle, Wohnquartiere.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen räumlicher Segregation in Großstädten und der sozialen Ausgrenzung der betroffenen Bewohner.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die Definition der „Underclass“, die verschiedenen Quartierstypen, die Bedeutung sozialer Netzwerke und die Folgen von Armut für die Bewohner.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie räumliche Eingrenzung und ein Mangel an positivem Sozialkapital die soziale Integration behindern und deviante Verhaltensweisen begünstigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung empirischer Studien und Untersuchungen, unter anderem zum Arbeitsmarktverhalten in US-amerikanischen Armutsquartieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden theoretische Konzepte der Exklusion diskutiert und die konkrete Situation in Armutsvierteln, insbesondere in Chicago, anhand von Interviewdaten und Statistiken analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie soziale Ausgrenzung, Segregation, Armutsviertel, Netzwerkanalyse und soziale Kontrolle charakterisiert.

Wie wirkt sich laut der Arbeit die „broken windows“-Hypothese auf das Quartier aus?

Die Hypothese besagt, dass der physische Verfall von Gebäuden, wie etwa kaputte Fenster, als Signal für fehlende soziale Kontrolle dient und somit kriminelles Verhalten sowie das Abgleiten in Armut fördert.

Welche Rolle spielen informelle Netzwerke für die Jobsuche?

Die Studie zeigt, dass benachteiligte Gruppen stark auf informelle Kontakte angewiesen sind. Da diese Netzwerke in Armutsvierteln oft selbst erwerbslos oder prekär sind, führt dies zu einer systemischen Hürde bei der Integration in den Arbeitsmarkt.

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Details

Title
Soziale Ausgrenzung durch Stadtteile und Netzwerke
College
Humboldt-University of Berlin  (Sozialwissenschaften)
Grade
1,7
Author
Marita Kriesel (Author)
Publication Year
2008
Pages
14
Catalog Number
V137348
ISBN (eBook)
9783640459704
ISBN (Book)
9783640459834
Language
German
Tags
Soziale Ausgrenzung Stadt Netzwerk Soziale Netzwerke Chicago
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marita Kriesel (Author), 2008, Soziale Ausgrenzung durch Stadtteile und Netzwerke, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137348
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