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Schrumpfende Städte. Segregation in der schrumpfenden Stadt

Title: Schrumpfende Städte. Segregation in der schrumpfenden Stadt

Term Paper , 2008 , 13 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Marita Kriesel (Author)

Sociology - Habitation and Urban Sociology
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Seit dem Ende des 20. Jahrhunderts vollzieht sich weltweit in den Städten ein bedeutender Strukturwandel, da viele junge Menschen und solche, die besser ausgebildet sind, in andere Gebiete abwandern. Vor allem die Suche nach Arbeitsplätzen zwingt die deutsche Bevölkerung zu zahlreichen Abwanderungen.
Während die Städte Ingolstadt oder Oldenburg zukünftig zu den wachsenden Städten gehören werden, verlieren Chemnitz oder Bremerhaven ihre Einwohner. Der Trend geht vor allem in den neuen Bundesländern zur schrumpfenden Stadt. Höher Qualifizierte und die junge Bevölkerung verlassen die Städte, weil sie in anderen Städten mehr Perspektive sehen, als in ihrer Heimat.
Zurück bleiben Migranten, Menschen ohne Erwerbstätigkeit, Arme und Alte. Sie sind gezwungen in den schrumpfenden Städten zu verweilen. Einerseits, weil finanzielle Mittel nicht vorhanden sind, andererseits, weil die Mobilität der alternden Bevölkerung nachlässt. Sie bleiben in den Sozialwohnungen der Städte zurück. Damit geht auch die Homogenisierung der Stadtteile einher. Eine Segregation der Quartiere kristallisiert sich heraus.

In der folgenden Arbeit werde ich die Problematik der Segregation in schrumpfenden Städten näher untersuchen. Vorerst gebe ich eine Einführung in das Thema „schrumpfende Stadt“. Was macht sie aus? Wer ist betroffen? Welche Ursachen hat die Stadtschrumpfung? Welche Lösungen gibt es für dieses Problem?
In den darauffolgenden Kapiteln intensiviere ich das Thema in Bezug auf die Segregation, die Hauptbestandteil meiner Arbeit sein wird. Durch Wohnungsleerstand und die einhergehende Mobilität der jungen und höher qualifizierten Bevölkerung entsteht ein Defizit in den schrumpfenden Städten, das nur durch einen demografischen und wirtschaftlichen Wandel wieder hergestellt werden kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Ursachen für die schrumpfenden Städte

Segregation in schrumpfenden Städten

Beispiel Essen

Folgen der Segregation und Verbesserungsvorschläge für schrumpfende Städte

Gated Communities

Gentrification

Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Hausarbeit untersucht die soziologische Problematik der Segregation in deutschen Städten, die von Bevölkerungsrückgang und wirtschaftlichem Strukturwandel betroffen sind. Ziel ist es, die Ursachen der Stadtschrumpfung zu analysieren, die daraus resultierende räumliche und soziale Entmischung der Quartiere zu beleuchten und mögliche Strategien zur städtebaulichen sowie sozialen Aufwertung zu bewerten.

  • Analyse der Ursachen für schrumpfende Städte (Abwanderung, demografischer Wandel).
  • Untersuchung der Mechanismen residenzieller Segregation in Kernstädten.
  • Fallbeispiel: Analyse der räumlichen Polarisierung am Beispiel der Stadt Essen.
  • Diskussion von stadtplanerischen Instrumenten wie Gentrification und Rückbau.
  • Betrachtung von Gated Communities als Folgeerscheinung sozialer Spaltung.

Auszug aus dem Buch

Segregation in schrumpfenden Städten

Der Segregationsbegriff wurde u.a. von Friedrichs, Häußermann und Siebel definiert. Im Folgenden beziehe ich mich auf die Definition von Häußermann und Siebel: „In der Stadtsoziologie wird die ungleichmäßige Verteilung der Wohnstandorte verschiedener sozialer Schichten oder Gruppen über das Stadtgebiet als „residenzielle Segregation“ bezeichnet“.5

Segregation kann als soziale Ungleichheit in der Raumebene gesehen werden. Voraussetzungen für die Segregation sind die Existenz sozialer und räumlicher Ungleichheit. Es gibt drei Strukturmerkmale zunehmender Segregation, sozialer Rang, Familienstatus und Ausländeranteil.

Ende des 20. Jahrhunderts nahmen die Abwanderungszahlen in deutschen Groß- und Mittelstädten enorm zu, starke Einwohnerverluste machten sich bemerkbar. Neben dem starken Abwanderungsstrom sind auch der Geburtenrückgang und der Sterbeüberschuss für die schrumpfenden Städte verantwortlich.

Durch die Wegzüge der vorwiegend jungen und gut ausgebildeten Schicht bleiben in den Stadtzentren die Menschen, die angesichts eingeschränkter Finanzen oder unzureichender Mobilität zurück bleiben. Aufgrund der Pluralisierung von Lebensstilen folgte, dass „junge, gut ausgebildete und in der Regel gut verdienende, nicht-familial orientierte sogenannte „neue“ Haushaltstypen ihren Wohnstandort sukzessiv in innenstadtnahe Altbauquartiere verlagern & so eine sozioökonomische Aufwertung dieser Quartiere herbeiführen.“ (Farwick, 2001).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der urbanen Schrumpfung ein und stellt die Relevanz der Segregation als direkte Folge des demografischen und wirtschaftlichen Wandels dar.

Ursachen für die schrumpfenden Städte: Dieses Kapitel erörtert die Gründe für den Bevölkerungsrückgang, insbesondere durch Abwanderung und strukturelle Arbeitslosigkeit, sowie die daraus resultierenden Konsequenzen für die urbane Infrastruktur.

Segregation in schrumpfenden Städten: Hier wird der theoretische Rahmen der Segregation definiert und untersucht, welche Bevölkerungsgruppen in den Kernstädten zurückbleiben und wie sich soziale Ungleichheit räumlich manifestiert.

Beispiel Essen: Das Kapitel veranschaulicht die theoretischen Erkenntnisse anhand der spezifischen Entwicklung der Armutsgebiete und der Segregationsindizes in der Stadt Essen.

Folgen der Segregation und Verbesserungsvorschläge für schrumpfende Städte: Es werden die Auswirkungen der Segregation – wie Gated Communities und Gentrification – analysiert sowie Strategien zur Aufwertung und zum Stadtumbau diskutiert.

Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Möglichkeiten der Stadtpolitik, den Folgen der Schrumpfung durch gezielte Modernisierung und Stadtumbau zu begegnen.

Schlüsselwörter

Schrumpfende Städte, Segregation, Stadtsoziologie, Demografischer Wandel, Gentrification, Gated Communities, Wohnungsleerstand, Stadtumbau, Soziale Ungleichheit, Stadtplanung, Urbanisierung, Migration, Sozialraum, Infrastruktur, Stadtentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den soziologischen und stadtplanerischen Herausforderungen, die durch den Prozess der Stadtschrumpfung in Deutschland entstehen, und wie dieser Prozess soziale Segregation beeinflusst.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die Ursachen der Schrumpfung, die Entstehung segregierter Stadtquartiere, den Umgang mit Wohnungsleerstand sowie Ansätze der Gentrification und des Stadtumbaus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch Schrumpfungsprozesse räumliche und soziale Disparitäten entstehen und welche stadtpolitischen Maßnahmen diese Entwicklung abmildern können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literatur- und Sekundärdatenanalyse, die theoretische Ansätze mit empirischen Beispielen, insbesondere der Stadt Essen, verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Ursachen der Bevölkerungsabwanderung, die Auswirkungen auf die Stadtstruktur sowie die verschiedenen Instrumente, mit denen auf die resultierende Segregation reagiert wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Schrumpfende Städte, Segregation, Stadtumbau, Gentrification, demografischer Wandel und soziale Disparitäten.

Warum wird die Stadt Essen als Beispiel herangezogen?

Essen dient als Fallbeispiel, da sich hier die Verschiebung sozialräumlicher Strukturen und die Zunahme von Armutsgebieten innerhalb eines bekannten Ballungsraums sehr deutlich beobachten lassen.

Was sind Gated Communities im Kontext dieser Arbeit?

Gated Communities sind umzäunte oder überwachte Wohnanlagen, die als eine Folgeerscheinung der Segregation betrachtet werden, da sie einen bewussten Rückzug bestimmter Bevölkerungsschichten aus der heterogenen Stadtstruktur darstellen.

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Details

Title
Schrumpfende Städte. Segregation in der schrumpfenden Stadt
College
Humboldt-University of Berlin  (Sozialwissenschaften)
Grade
2,0
Author
Marita Kriesel (Author)
Publication Year
2008
Pages
13
Catalog Number
V137351
ISBN (eBook)
9783668016460
ISBN (Book)
9783668016477
Language
German
Tags
Schrumpfende Stadt Stadt Berlin
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marita Kriesel (Author), 2008, Schrumpfende Städte. Segregation in der schrumpfenden Stadt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137351
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