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Funktionaler Vergleich der deutschen und englischen Passivkonstruktionen

Title: Funktionaler Vergleich der deutschen und englischen Passivkonstruktionen

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 18 Pages

Autor:in: Robert Szekeres (Author)

German Studies - Linguistics
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Summary Excerpt Details

In dem modernen Sprachgebrauch des Englischen bzw. des Deutschen wird das Passiv relativ häufig verwendet. Für Muttersprachler ist es selbstverständlich, so eine grammatische Konstruktion zu benutzen in Situationen, in denen der Täter nicht bekannt oder unnötig zu nennen ist. Für Deutschlernende aus Ungarn scheint es demgegenüber schwieriger zu sein, weil das Aktiv-Passiv-Verhältnis im Ungarischen anders aufgefasst wird oder kaum noch existiert. Da es uns schwer fällt, die Essenz von dieser Leideform zu verstehen und zu benutzen, versuchen die Lernenden, solche „unnatürlichen“ Konstruktionen in der Fremdsprache zu vermeiden. Obwohl Schüler diese Tendenz aufweisen, wird das Passiv trotzdem benutzt; im Ungarischen. Auch wenn sie ständig beschimpft werden, wenn sie sagen: „a terv már vagy 2 hónapja el van készítve”, denn es ist stilistisch zu vermeiden, wird trotzdem in der ungarischen Sprache oft in Passivsätzen gesprochen.
Neben dem Deutschen verfügt auch das Englische über dieses Genuss. Diese Kostruktionsähnlichkeit muss irgendwie an sprachhistorischen Faktoren und Entwicklungen liegen, denn es ist bekannt, dass beide Sprachen aus der Sprachfamilie des Indoeuropäischen stammen und dem Zweig des West-Germanischen angehören. Da das Englische die meist gesprochene Sprache der Welt ist, muss es auch Lernende von anderen Ländern geben, die mit dem Aneignen des Passivs Probleme haben.

1. Zielsetzung

In der vorliegenden Arbeit möchte ich die Gemeinsamkeiten und Unterschiede des Passivs im Bezug auf seine Gebrauchsweisen im Englischen und im Deutschen untersuchen und vergleichen. Aspekte der Form, der Möglichkeiten, Passiv in verschiedenen syntaktischen Umgebungen zu verwenden, der Restriktionen, der Ausnahmen und der Konkurrenzformen werde ich berühren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 VORWORT

2 ZIELSETZUNG

3 METHODEN DER ARBEIT, VERWENDETE MATERIALIEN UND KORPUS

4 ALLGEMEINE OPERATIONSREGELN

5 KLASSIFIKATION DES PASSIVS

6 KONKRETISIERENDE REGELN, RESTRIKTIONEN

7 AUSDRUCKSMÖGLICHKEITEN DES AGENS

8 DIE KONKURRENZFORMEN DES PASSIVS IM DEUTSCHEN UND ENGLISCHEN

9 ANALYSE DES PASSIVS IN AUTHENTISCHEN TEXTEN

10 DIE ZAHL VON PASSIV-KONSTRUKTIONEN IN DEN TEXTEN

11 WARUM WIRD EIGENTLICH DIE LEIDEFORM IN DIESEN SPRACHEN BENUTZT?

12 KONKURRENZFORMEN IN AUTHENTISCHEN TEXTEN

13 DIE NENNUNG DES AGENS

14 EINIGE BESONDERHEITEN DES GEBRAUCHS VON PASSIV

14.1 DIE BEDEUTUNG DER AGNESBENENNUNG

14.2 PASSIV IN DEM THEMA-RHEMA DISKURS

15 ZUSAMMENFASSUNG

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht die Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede in der Verwendung des Passivs im Englischen und im Deutschen, wobei Aspekte der Form, syntaktische Restriktionen und Konkurrenzformen im Mittelpunkt stehen.

  • Kontrastive Analyse der Passiv-Strukturen in Theorie und Praxis.
  • Untersuchung der Gebrauchsweisen in authentischen deutsch- und englischsprachigen Fachtexten.
  • Analyse der Ausdrucksmöglichkeiten und Nennung des Agens.
  • Betrachtung von Konkurrenzformen zur Vermeidung des Passivs.
  • Einordnung der Passivverwendung im Rahmen des Thema-Rhema-Diskurses.

Auszug aus dem Buch

11 Warum wird eigentlich die Leideform in diesen Sprachen benutzt?

Auf diese Frage kann man in dem ersten Teil der Arbeit eine Antwort bekommen, die aber eher theoretisch ist. Man muss aber beachten, dass es hier um praktische Texte geht, die mit den in den Grammatiken benutzten Beispielen nicht identisch sind. Ein Text besteht nicht aus isolierten Wortzusammensetzungen oder Sätzen, im Gegenteil: Die Sätze eines zusammenhängenden Textes sind sowohl grammatisch (syntaktisch-textgrammatisch) als auch semantisch miteinander verbunden. Dies kann auf die morphosyntaktische Ebene der einzelnen Sätze (so auf die Verwendung von Passiv) einen großen Einfluss ausüben.

Ein anderes wichtiges Kriterium ist der Text-Typ, denn es ist ja nicht egal, auf welchem Sprachniveau ein Text entstanden ist. Wenn wir einen persönlichen Brief untersuchen würden, könnten wir damit rechnen, dass die Schrift ganz wenige Passivkonstruktionen enthält. Demgegenüber soll man deutlich mehr Passiv in fachwissenschaftlichen Texten finden, wo im Allgemeinen von der Nennung des Agens abgesehen und auf den Inhalt konzentriert wird. Der Grund dafür ist, dass solche Schriften eher objektiv gezielt werden, so wird auf die Agensbezogenheit des Geschehens verzichtet. Die in dieser Arbeit untersuchten Texte gehören zum Teil zu den Wissenschaftstexten, indem sie über die Geschichte Deutschlands berichten. Sie sind aber nicht nur mit Fakten gefüllte Texte, sondern wird der Inhalt erzählt. Bewusst dessen können wir erwarten, dass die Korpustexte aus diesen Gründen mehr Passiv enthalten, sind trotzdem dem Kriterium der Agensunbezogenheit nicht angemessen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 VORWORT: Einleitung in die Relevanz des Passivs in der modernen Sprache und die Problematik für Lernende.

2 ZIELSETZUNG: Definition der Zielsetzung, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede des Passivs kontrastiv zu untersuchen.

3 METHODEN DER ARBEIT, VERWENDETE MATERIALIEN UND KORPUS: Beschreibung der theoretischen Basis durch Grammatik-Handbücher und der Untersuchung authentischer Texte.

4 ALLGEMEINE OPERATIONSREGELN: Erläuterung der grundlegenden grammatischen Regeln zur Bildung des Passivs in beiden Sprachen.

5 KLASSIFIKATION DES PASSIVS: Gegenüberstellung der Passivarten, insbesondere die Unterscheidung von Zustands- und Vorgangspassiv im Deutschen.

6 KONKRETISIERENDE REGELN, RESTRIKTIONEN: Analyse der Bedingungen für die Passivfähigkeit von Verben in beiden Sprachen.

7 AUSDRUCKSMÖGLICHKEITEN DES AGENS: Erörterung der Möglichkeiten, den Handlungsträger mittels Präpositionen zu spezifizieren.

8 DIE KONKURRENZFORMEN DES PASSIVS IM DEUTSCHEN UND ENGLISCHEN: Vorstellung aktivischer Ersatzkonstruktionen für Passivsätze.

9 ANALYSE DES PASSIVS IN AUTHENTISCHEN TEXTEN: methodische Herangehensweise an die Untersuchung der ausgewählten Korpus-Texte.

10 DIE ZAHL VON PASSIV-KONSTRUKTIONEN IN DEN TEXTEN: Vergleich der Häufigkeit des Passivgebrauchs in den untersuchten Quellen.

11 WARUM WIRD EIGENTLICH DIE LEIDEFORM IN DIESEN SPRACHEN BENUTZT?: Diskussion kontextueller und stilistischer Gründe für den Einsatz der Passivkonstruktion.

12 KONKURRENZFORMEN IN AUTHENTISCHEN TEXTEN: Untersuchung zur tatsächlichen Verwendung von Ersatzformen in den gewählten Korpus-Texten.

13 DIE NENNUNG DES AGENS: Praktische Analyse der Nennung von Akteuren in den untersuchten Beispielen.

14 EINIGE BESONDERHEITEN DES GEBRAUCHS VON PASSIV: Vertiefende Untersuchung der Agensbenennung und der textgrammatischen Aspekte.

15 ZUSAMMENFASSUNG: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und des Vergleichs.

Schlüsselwörter

Passiv, Kontrastive Linguistik, Deutsch, Englisch, Vorgangspassiv, Zustandspassiv, Grammatik, Konkurrenzformen, Agens, Textgrammatik, Sprachvergleich, Sprachgebrauch, Syntax, Thema-Rhema, Fachsprache.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einem kontrastiven Vergleich der Passivkonstruktionen in der deutschen und englischen Sprache.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die grammatische Form des Passivs, die syntaktischen Restriktionen, die Nutzung von Konkurrenzformen sowie die textuelle Funktion des Passivs.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Gebrauch des Passivs zu erarbeiten und zu zeigen, wie unterschiedliche Sprachsysteme auf ähnliche kommunikative Anforderungen reagieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine kontrastive Analyse angewandt, die theoretische Grammatikmodelle mit der Auswertung von authentischen, historischen Korpustexten kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Operationsregeln, Klassifikationsunterschiede, Möglichkeiten zur Nennung des Agens und die Verwendung von Ersatzformen bzw. Konkurrenzkonstruktionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind Kontrastive Linguistik, Passivgebrauch, Vorgangspassiv, Agens und Textgrammatik.

Warum unterscheidet die Arbeit zwischen Vorgangs- und Zustandspassiv im Deutschen?

Diese Unterscheidung ist essenziell, da das Deutsche zwei distinkte Passivarten kennt, während das Englische formal nur eine Art Passiv besitzt, was den Vergleich für Deutschlernende besonders komplex macht.

Welchen Einfluss hat das Thema-Rhema-Verhältnis auf die Passivwahl?

Die Untersuchung zeigt, dass das Passiv häufig genutzt wird, um Informationen im Textfluss gemäß dem Thema-Rhema-Prinzip zu ordnen und bestimmte Elemente in den Fokus der Aussage zu rücken.

Warum ist die Agensnennung im Passiv ein interessantes Phänomen?

Sie stellt einen Widerspruch zur Theorie dar, dass Passiv ausschließlich dann genutzt wird, wenn der Täter unbekannt ist; oft wird das Passiv gewählt, um den Täter gezielt zu benennen, aber die Relevanz des Geschehens in den Vordergrund zu stellen.

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Details

Title
Funktionaler Vergleich der deutschen und englischen Passivkonstruktionen
College
University of Pécs
Author
Robert Szekeres (Author)
Publication Year
2006
Pages
18
Catalog Number
V137361
ISBN (eBook)
9783640454655
ISBN (Book)
9783640454099
Language
German
Tags
Funktionaler Vergleich Passivkonstruktionen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Robert Szekeres (Author), 2006, Funktionaler Vergleich der deutschen und englischen Passivkonstruktionen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137361
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