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Die Rolle der Medien bei der Formung der öffentlichen Meinung. Eine Untersuchung der Darstellung von Muslimen im Tatort "Familienaufstellung"

Titel: Die Rolle der Medien bei der Formung der öffentlichen Meinung. Eine Untersuchung der Darstellung von Muslimen im Tatort "Familienaufstellung"

Hausarbeit , 2009 , 14 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Stefanie Müsse (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit zielt darauf ab, den Einfluss der Medien auf die öffentliche Meinung und die Politik zu analysieren, indem sie die Darstellung von Muslimen in einem bestimmten Teil der deutschen Medien, dem Tatort "Familienaufstellung" (Erstausstrahlung 2009 im ARD), untersucht. Die Arbeit geht davon aus, dass Medien eine zentrale Rolle in der politischen Meinungs- und Willensbildung spielen und "Realitäten" vermitteln.

Diese Analyse erkundet die Rolle der Medien in der Gesellschaft, insbesondere im Zusammenhang mit ihrer Darstellung von Muslimen. Die Arbeit stützt sich auf die Annahme, dass Medien eine zentrale Funktion in der Meinungs- und Willensbildung ausüben, insbesondere in Bezug auf politische Themen. Sie untersucht diese Rolle anhand der Darstellung von Muslimen in einem spezifischen Medienformat, dem Tatort "Familienaufstellung", einer fiktionalen, aber realitätsnahen Sendung, die bekannt ist für ihre sozial- und gesellschaftskritischen Geschichten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorien über die Darstellung von Muslimen in den Medien

3. Tatort: „Familienaufstellung“

3.1 Inhalt

3.2 Analyse

3.2.1 die Theorien bestätigende Elemente

3.2.2 Gegenelemente

3.2.3 Die Kommissare

4. Fazit

5. Anhang

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die mediale Repräsentation von Muslimen in Deutschland. Der Fokus liegt dabei auf der Analyse des Tatort-Krimis „Familienaufstellung“, um zu prüfen, inwieweit das fiktionale Format bestehende theoretische Annahmen über muslimische Stereotype in den Medien bestätigt oder durch differenzierte Darstellungsweisen gezielt durchbricht.

  • Wissenschaftliche Theorien zur medialen Islamdarstellung
  • Analyse von Gewalt- und Rollenbildern in „Familienaufstellung“
  • Gegenüberstellung von Klischees und Gegenelementen im Film
  • Die Funktion der unterschiedlichen Kommissar-Perspektiven
  • Reflektion über die Rolle von Tradition, Ehre und Integration

Auszug aus dem Buch

3.2.1.1 Gewalt

Da es sich bei dem von mir analysierten Film um einen „Tatort“ handelt, ist Gewalt hierbei nicht auszuschließen. Allerdings wird sich zeigen, dass weitaus mehr gewalttätige Elemente im Film zu finden sind als „nur“ der obligatorische Mord.

Bereits die Einleitung des Films ist relativ düster und erinnert an den „Paten“, denn ein Verwandter oder Bekannter der Familie Korkmaz bittet Familienoberhaupt Durmus Korkmaz um Geld.

Die nächste auffällige Szene zeigt Rojin Korkmaz, wie sie ein türkisches Mädchen verarztet. Dieses Mädchen behauptet, die Treppe runter gefallen zu sein, was Rojin ihr nicht glaubt. Hier wird also zum ersten Mal Gewalt in türkischen bzw. muslimischen Familien unterstellt.

Vor allem auch Rojins Anwältin unterstützt das Bild der gewalttätigen Familie, indem sie sie als kaltblütig bezeichnet und ebenso wie der Ehemann angeblich geahnt hat, dass die Familie Rojin eines Tages töten würde.

Außerdem wird während des Tatorts das Ehrenmord-Schema ausführlich erklärt, da das für die Kommissare ein möglicher Ermittlungsansatz ist. Durch das ausführliche Erklären dieses Schemas und der Selbstverständlichkeit, mit der jeder es zu kennen scheint, der damit zu tun hat, wird dem Zuschauer wiederum die Gewalttätigkeit muslimischer Familien vermittelt. Dazu trägt auch bei, dass die Anwältin von „so viele[n] Ehrenmorde[n]“ spricht, deren Verhandlungen schlecht gelaufen seien, was die Realität doch etwas verzerrt. Auch Kerim, der jüngste Sohn der Familie Korkmaz, nährt die Angst vor muslimischer Gewalt, indem er sagt: „Wenn diese Hochzeit platzt, gibt es Tote – noch mehr Tote“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den generellen Einfluss von Massenmedien auf die öffentliche Meinung und definiert den Tatort „Familienaufstellung“ als Untersuchungsgegenstand zur Darstellung von Muslimen.

2. Theorien über die Darstellung von Muslimen in den Medien: Dieses Kapitel fasst wissenschaftliche Erkenntnisse zusammen, die eine negative, klischeebehaftete und generalisierte Berichterstattung über Muslime als „Andere“ oder Gefahr aufzeigen.

3. Tatort: „Familienaufstellung“: Der Hauptteil unterteilt sich in eine Inhaltsangabe und eine tiefgehende Analyse, welche gewalttätige Elemente, Geschlechterrollen und Fragen der Integration anhand konkreter Filmszenen untersucht sowie Gegenthesen ausarbeitet.

4. Fazit: Die Zusammenfassung kommt zu dem Schluss, dass der Tatort zwar Ansätze für eine differenziertere Sichtweise bietet, letztlich jedoch zu viele Klischees reproduziert, um von einer echten Abweichung sprechen zu können.

5. Anhang: Die Besetzungsliste der beteiligten Rollen und Schauspieler des Films.

6. Literaturverzeichnis: Detaillierte Auflistung der verwendeten Bücher, Aufsätze und Internetquellen.

Schlüsselwörter

Tatort, Medien, Muslime, Stereotype, Integration, Gewalt, Ehrenmord, Rollenbilder, Kopftuch, Vorurteile, Islam, Fernsehen, Familienaufstellung, Diskurs, mediale Repräsentation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie muslimische Menschen in deutschen Medien dargestellt werden und inwiefern diese Darstellungen von Stereotypen geprägt sind.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Analyse von Gewaltmustern, die Darstellung tradierter Geschlechterrollen sowie die Frage nach Integration und medialer Fremdheitskonstruktion.

Was ist das Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, am Beispiel des Tatorts „Familienaufstellung“ zu prüfen, ob das Medium Fernsehen in der Lage ist, muslimische Familien jenseits von Klischees differenziert abzubilden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine medienwissenschaftliche Analyse, bei der theoretische Erkenntnisse der Kommunikationswissenschaft auf die filmische Inszenierung und Erzählstruktur des Tatorts angewendet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Szenen des Tatorts analysiert, wobei zwischen bestätigenden Elementen (Klischees) und Gegenelementen (Durchbrechung von Klischees) unterschieden wird, sowie die Rollen der Kommissare gegenübergestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit fokussiert sich maßgeblich auf Begriffe wie Integration, mediale Stereotypisierung, Geschlechterrollen und die Wahrnehmung des Islams in Deutschland.

Warum spielt die Anwältin eine so zentrale Rolle bei der Analyse?

Die Anwältin fungiert im Film als Trägerin für Vorurteile; ihre Aussagen manifestieren das Bild der „gewalttätigen Familie“, was maßgeblich zur kritischen Hinterfragung der medialen Darstellung beiträgt.

Was ist das zentrale Ergebnis der Analyse?

Die Autorin kommt zu dem Ergebnis, dass der Tatort zwar menschliche Aspekte und Integration zeigt, am Ende jedoch durch die narrative Fixierung auf einen Mord innerhalb der muslimischen Familie typische Klischees eher bedient als nachhaltig auflöst.

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Details

Titel
Die Rolle der Medien bei der Formung der öffentlichen Meinung. Eine Untersuchung der Darstellung von Muslimen im Tatort "Familienaufstellung"
Hochschule
Universität Siegen  (Fachbereich 1: Sozialwissenschaften)
Veranstaltung
Islam und Politik
Note
1,0
Autor
Stefanie Müsse (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
14
Katalognummer
V1373940
ISBN (PDF)
9783346910776
ISBN (Buch)
9783346910783
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Islam Muslime Politikwissenschaft Medien und Politik Islam und Politik Medienwissenschaft Sozialwissenschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stefanie Müsse (Autor:in), 2009, Die Rolle der Medien bei der Formung der öffentlichen Meinung. Eine Untersuchung der Darstellung von Muslimen im Tatort "Familienaufstellung", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1373940
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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