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Die räumliche Symbolik laut Pawel Florensky. Eine Rezeption der verschiedenen Analysen

Title: Die räumliche Symbolik laut Pawel Florensky. Eine Rezeption der verschiedenen Analysen

Academic Paper , 2022 , 7 Pages

Autor:in: Anonym (Author)

Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)
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Der Text ist eine Rezeption der Analysen der räumlichen Symbolik in Pawel Florensky. Jeder Bildraum, ob abstrakt oder konkret, ist im weitesten Sinne ein symbolischer Raum, sofern, es sich um eine Realität handelt, die Energien auf eine andere Realität überträgt.

Das Geschehen dieser symbolischen Übertragung ist das „Versagen“ des Raumes des Kunstwerkes, um den Raum in dem Werk zu manifestieren, das laut Florenski der einzige Einstieg in künstlerische Inhalte ist. Die neue Geometrie enthüllt eine neue räumliche Bildsprache, die die Ansicht der Krümmung in ihre räumliche Syntax einführt. Diese Innovation baute die Regeln für die Organisation des Raumes wieder auf, die Mischung der Kunst ihre inhärente Macht, räumliche Strukturen unabhängig von Eukliden Schemata zu schaffen. Wenn Kunst überhaupt etwas mit der Realität zu tun hat, dann ist es ihre Bemühung, ihre Machtinteraktionen in eine räumliche Konfiguration einzupassen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Symbolischer Raum (Notizen zu einer Philosophie des Raums von Pawel Florenski)

2. Kritische Auseinandersetzung mit Kants reiner Anschauung

3. Bernhard Riemanns Geometrie als Grundlage für die Ästhetik der Räumlichkeit

4. Die Strukturierung des Raums durch Kraftfelder und das Kurvenkonzept

5. Kants „mögliche Erfahrung“ versus aktuelle Wahrnehmung und die Rolle der „Bilder der Trennung“

6. Das realistische ästhetische Paradigma und die Verzerrung des Raums in der Kunst

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die philosophischen und geometrischen Grundlagen der Raumauffassung bei Pawel Florenski und setzt diese in Bezug zu den mathematischen Theorien von Bernhard Riemann sowie Kants Konzept der reinen Anschauung, um eine Ästhetik der Räumlichkeit in Kunstwerken zu begründen.

  • Vergleich zwischen euklidischer Raumvorstellung und nicht-euklidischen Kontingenträumen.
  • Analyse der Rolle von „Kraftfeldern“ bei der Gestaltung ästhetischer Bildräume.
  • Kritik an der konventionellen „möglichen Erfahrung“ zugunsten einer wahrnehmungsbasierten Raumkonstitution.
  • Untersuchung der Bedeutung von „Bildern der Trennung“ für die künstlerische Komposition.
  • Reflexion über die symbolische Übertragung von Realitäten innerhalb künstlerischer Strukturen.

Auszug aus dem Buch

Die Rolle von Riemanns Geometrie für Florenskis Ästhetik

In Analysen der Räumlichkeit von Kunstwerk findet Florenski in Bernhard Riemanns neuer Geometrie einen Gesprächpunkt für seine Ästhetik der Räumlichkeit. In Fragmente philosophischen Inhalts gibt Riemann selbst eine ähnliche Einschätzung von Florenski eben vorgestellter. Für Riemann ist im Begriff des Handelns selbst nach dem Handlungskonzept selbst zu suchen, so dass die Darstellung der Ursasche durch die Zeitfolge der Phänomene eine Ersetzung der Handlung selbst durch formale logische Regeln für ihre Möglichkeit ist. Der Begriff des Handels selbst steht meines Erachtens größtenteils im Einklang mit dem, was Florenski als „Wahrnehmungsurteil“ bezeichnet.

Die Lokalisierung von Empfindungen und Farben im Alltag Riemann findet indikativ für die diskreten Übergänge zwischen Zuständen, die er als „mehrfach ausgedehnter Grösen“ oder mehr „wiederholt facettenreich“ zusammenfasst. Darin sind verschiedene Großdefinitionen möglich, und der Raum entpuppt sich als dreifacher Ausdehnungsgroße. Solche geometrischen Erkenntnisse können aus Erfahrung gezogen werden. In dieser theoretischen Formulierung, kurz gesagt, gibt es eine Verallgemeinerung, die für alle nicht-Eukliden Raum gültig ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Symbolischer Raum (Notizen zu einer Philosophie des Raums von Pawel Florenski): Dieser einleitende Abschnitt definiert den symbolischen Raum als Übertragung von Energien zwischen Realitäten und postuliert das „Versagen“ des Raumes im Werk als notwendige Bedingung für den Zugang zu künstlerischen Inhalten.

2. Kritische Auseinandersetzung mit Kants reiner Anschauung: Das Kapitel hinterfragt die Euklid-Natur der kantischen Anschauung und stellt sie der Notwendigkeit gegenüber, künstlerische Raumkonstruktionen nicht als sekundäre, sondern als eigenständige, primäre Phänomene zu betrachten.

3. Bernhard Riemanns Geometrie als Grundlage für die Ästhetik der Räumlichkeit: Es wird erörtert, wie Riemanns Konzept der „mehrfach ausgedehnten Größen“ eine neue mathematische Basis bietet, um die psychophysiologische Wahrnehmung und die Kapazität des Raumes in Kunstwerken wissenschaftlich zu fundieren.

4. Die Strukturierung des Raums durch Kraftfelder und das Kurvenkonzept: Dieses Kapitel erläutert, dass geometrische Bilder durch Kraftzentren bestimmt werden und die Definition der geraden Linie als bloßer Realitätsbegriff an ihre Grenzen stößt, sobald sie mit dem visuellen Raum kollidiert.

5. Kants „mögliche Erfahrung“ versus aktuelle Wahrnehmung und die Rolle der „Bilder der Trennung“: Hier wird die Kritik an der abstrakten „möglichen Erfahrung“ vertieft und das Konzept der „Bilder der Trennung“ eingeführt, die als Kraftzentren zur Verzerrung und damit zur Organisation des ästhetischen Raumes beitragen.

6. Das realistische ästhetische Paradigma und die Verzerrung des Raums in der Kunst: Das Abschlusskapitel fasst zusammen, dass Kunst eine bewusste Verzerrung des Raumes durch bestimmte Schemata darstellt, wobei Räumlichkeit letztlich zu einer Metapher für das Spirituelle im Kunstwerk wird.

Schlüsselwörter

Pawel Florenski, Bernhard Riemann, Euklidische Geometrie, Kant, reine Anschauung, symbolischer Raum, Raumwahrnehmung, Kraftfeld, Bildraum, Ästhetik, Kunstwerk, Kontingenträume, Perspektive, Phänomenologie, Räumlichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der philosophischen Untersuchung von Raumkonzepten Florenskis und deren Anwendung auf die Analyse künstlerischer Werke unter Einbeziehung mathematischer Perspektiven.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten zählen die Philosophie des Raums, nicht-euklidische Geometrie, die Ästhetik der bildenden Kunst und die methodische Kritik an klassischen Raumtheorien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass Räumlichkeit in der Kunst kein passives Rahmenmodell ist, sondern durch aktive Kraftfelder und Verzerrungen eine eigene Ordnung und spirituelle Dimension erhält.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine rezeptive und analytische Methode angewandt, welche die philosophischen Überlegungen Florenskis mit mathematischen Definitionen Riemanns und erkenntnistheoretischen Fragen Kants verbindet.

Welche Hauptaspekte werden im Hauptteil diskutiert?

Der Hauptteil behandelt die theoretische Fundierung des symbolischen Raums, die mathematische Herleitung neuer Raumvorstellungen durch Riemanns Arbeit sowie die Anwendung dieser Konzepte auf die kunsthistorische Praxis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Wesentliche Begriffe sind insbesondere: Raum, Kraftfeld, Riemann, Euklid, symbolischer Raum und Ästhetik der Räumlichkeit.

Wie unterscheidet Florenski den „kantischen Raum“ von der künstlerischen Realität?

Florenski betrachtet den kantischen Raum als eine Art „antikünstlerisches Schema“, da er eine vordefinierte, starre Linearität erzwingt, die der Dynamik der gelebten künstlerischen Wahrnehmung widerspricht.

Warum spielt das Konzept der „Kurve“ eine so wichtige Rolle für das Verständnis von Räumen?

Die Kurve dient als zentrales Element, um den Raum jenseits euklidischer Geradlinigkeit neu zu organisieren und so die tatsächlichen Kraftwirkungen im Sichtfeld eines Betrachters abzubilden.

Was ist unter den „Bildern der Trennung“ zu verstehen?

Dies sind raumbildende Einheiten, die durch ihre Kapazität, unterschiedliche Wahrnehmungsbereiche (wie etwa thermische oder visuelle Eindrücke) zu überlagern, zur Komplexität des ästhetischen Raums beitragen.

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Details

Title
Die räumliche Symbolik laut Pawel Florensky. Eine Rezeption der verschiedenen Analysen
College
St.Cyril and St. Methodius University of Veliko Tarnovo
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2022
Pages
7
Catalog Number
V1374020
ISBN (PDF)
9783346952035
Language
German
Tags
symbolik pawel florensky analysen raum
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2022, Die räumliche Symbolik laut Pawel Florensky. Eine Rezeption der verschiedenen Analysen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1374020
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