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Sonderpädagogik in der Europäischen Union - Europäische Sonderpädagogik zwischen Einheit und Vielfalt

Title: Sonderpädagogik in der Europäischen Union - Europäische Sonderpädagogik zwischen Einheit und Vielfalt

Term Paper , 2001 , 27 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Kathrin Ziesemann (Author), Sara Schmandt (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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Summary Excerpt Details

1.1 Geschichte der EG / EU
Die heutige Europäische Union (EU) ist die frühere Europäische Gemeinschaft (EG).
Die EG entstand durch die Verträge über die Gründung der Europäischen Gemeinschaft für
Kohle und Stahl vom 18. April 1951, der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und der
Europäischen Atomgemeinschaft vom 25. März 1957. Diese drei Verträge haben in den
50er und 60er Jahren drei rechtlich selbständige europäische Gemeinschaften gebildet. Am
8. April 1965 schlossen sich die drei Gemeinschaften in dem sogenannten „Fusionsvertrag“
zusammen und setzten einen gemeinsamen Rat sowie eine gemeinsame Kommission
durch. Dieser Zusammenschluß wird seither als die Europäische Gemeinschaft (in der Einzahl)
verstanden. (Vgl. Schulte 1993, S. 13).
1.2 Mitgliedstaaten der EU
Die EU besteht aus 15 Mitgliedstaaten. Diese sind Belgien, Dänemark, Deutschland, Griechenland,
Spanien, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Portugal, Vereinigtes
Königreich von Großbritannien (mit Nordirland), Österreich, Schweden und Finnland.
(Vgl. Stoldt 2001, S. 52).
1.3 Beitrittskandidaten der EU
Beitrittskandidaten der EU sind Polen, Litauen, Estland, Lettland, Ungarn, Slowakei,
Tschechien, Rumänien, Bulgarien, Slowenien, Malta, Zypern und die Türkei. (Vgl. Stoldt
2001, S. 52).
1.4 Ziele der EU
Die EU ist um einen immer engeren Zusammenschluß der europäischen Völker bemüht.
Durch gemeinsames Handeln verschiedener europäischer Länder versucht die EU, den
wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt ihrer Länder zu sichern sowie die Volkswirtschaf5
ten zu fördern. Die EU strebt Verbesserungen der Lebens- und Beschäftigungsbedingungen
in den einzelnen europäischen Ländern an und steht für die Wahrung des Friedens und
der Freiheit. (Vgl. Geistige Behinderung 1/1993, S.3).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Was ist die EU?

1.1 Geschichte der EG / EU

1.2 Mitgliedstaaten der EU

1.3 Beitrittskandidaten der EU

1.4 Ziele der EU

1.5 Finanzielle Mittel der EU

1.6 Rechtsvorschriften

1.7 Organe der EU (Institutionen und Ausschüsse)

1.7.1 Europäisches Parlament

1.7.2 Der Rat

1.7.3 Der Europäische Rat

1.7.4 Die Kommission

1.7.5 Der Europäische Gerichtshof

1.7.6 Der Rechnungshof

1.7.7 Der Wirtschafts- und Sozialausschuss

1.8 Die Sozialpolitik der EU

2. Der Europäische Sozialfonds (ESF)

3. Aktionsprogramme zur Förderung behinderter Menschen in der EU

3.1 HELIOS

3.1.1 Begriffsklärung HELIOS

3.1.2 Aktionsprogramm HELIOS

3.1.3 Aktionsprogramm HELIOS II

3.2 PETRA

3.3 Die Sozialcharta von 1989

3.4 Das SOKRATES – Programm

3.4.1 Allgemeines

3.4.2 Ziele

3.4.3 Aktionen im Rahmen von SOKRATES

3.5 European Agency

3.5.1 Allgemeines

3.5.2 Geschichte der European Agency

3.5.3 Ziele

3.5.4 Informationsaustausch

3.5.5 Veranstaltungen

3.5.6 Öffentlichkeitsarbeit

3.5.7 Kooperation mit weiteren Organisationen

4. Internationale Organisationen

4.1 UNESCO

4.2 Salamanca

5. Europäische Sonderpädagogik – Pro und Contra

5.1 Existiert eine Europäische Sonderpädagogik?

5.2 Wie steht die EU zu einer Europäischen Sonderpädagogik?

5.3 Ist eine europäische Sonderpädagogik wünschenswert?

6. Literatur

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Stellenwert und die Entwicklung der Sonderpädagogik innerhalb der Europäischen Union. Dabei wird analysiert, inwieweit eine gemeinsame europäische Strategie für die Förderung behinderter Menschen existiert und welche Rolle dabei politische Initiativen, Aktionsprogramme und internationale Kooperationen spielen.

  • Analyse der EU-Struktur und der sozialpolitischen Grundlagen für Menschen mit Behinderungen.
  • Untersuchung von Förderprogrammen wie HELIOS, PETRA und SOKRATES.
  • Darstellung der Arbeit internationaler Organisationen wie der UNESCO und der Bedeutung der Salamanca-Konferenz.
  • Kritische Diskussion zur Existenz und Wünschenswertheit einer einheitlichen europäischen Sonderpädagogik unter Berücksichtigung von Vielfalt und nationalen Eigenheiten.

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Aktionsprogramm HELIOS

Das zweite Aktionsprogramm der EU zugunsten Behinderter war HELIOS. Es wurde in den Jahren 1988 bis 1991 durchgeführt. Es sollte eine gezielte Initiative zugunsten einer eigenständigen Lebensführung der Behinderten sein. Besonders für Deutschland war diese Initiative wichtig, da das „Independent living“- Konzept hier erst vergleichsweise spät aufgegriffen wurde. In Dänemark, den Niederlanden oder Großbritannien und anderen EU-Ländern gab es bereits vorher ähnliche Initiativen.

Das HELIOS- Programm setzte seine Schwerpunkte an der Arbeits- und Lebenssituation behinderter Menschen in der EU an: 1. Unterstützung der Förderung der schulischen und beruflichen, sowie der sozialen und kulturellen Integration. 2. Entwicklung von Maßnahmen zu einer eigenständigen Lebensführung und damit zu einer Enthospitalisierung der Behindertenhilfe beitragen. 3. Mobilitätsbarrieren identifizieren und Richtlinien bezüglich der Zugänglichkeit von Gebäuden, der Benutzerfreundlichkeit der Verkehrssysteme und der Gestaltung von Wohnraum beschließen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Was ist die EU?: Dieses Kapitel erläutert die historische Entwicklung der EU, ihre Organe, die Mitgliedstaaten sowie die grundlegende Sozialpolitik der Union.

2. Der Europäische Sozialfonds (ESF): Hier wird die Rolle des ESF bei der Finanzierung von Maßnahmen zur beruflichen Eingliederung von Menschen mit Behinderungen dargestellt.

3. Aktionsprogramme zur Förderung behinderter Menschen in der EU: Dieses zentrale Kapitel analysiert verschiedene Förderprogramme wie HELIOS, PETRA, SOKRATES und die Funktion der European Agency.

4. Internationale Organisationen: Das Kapitel befasst sich mit der Bedeutung der UNESCO und der wegweisenden Konferenz von Salamanca für die sonderpädagogische Entwicklung.

5. Europäische Sonderpädagogik – Pro und Contra: Hier findet eine kritische Auseinandersetzung darüber statt, ob eine gemeinsame europäische Sonderpädagogik existiert und ob diese erstrebenswert ist.

6. Literatur: Verzeichnis der in der Arbeit zitierten Quellen und weiterführenden Publikationen.

Schlüsselwörter

Europäische Union, Sonderpädagogik, Behindertenhilfe, Sozialpolitik, HELIOS-Programm, SOKRATES, Integration, Inklusion, berufliche Bildung, Salamanca-Konferenz, Europäischer Sozialfonds, Lebenslanges Lernen, Behindertengleichstellung, europäische Identität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Status und der Entwicklung einer europäischen Sonderpädagogik im Kontext der EU-Politik und internationaler Abkommen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen EU-Strukturen, spezifische Förderprogramme für behinderte Menschen, internationale Bildungsstandards und die Frage nach der Vereinbarkeit nationaler Systeme mit einer europäischen Vision.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu klären, ob es eine existierende "europäische Sonderpädagogik" gibt und ob eine solche Harmonisierung angesichts der Vielfalt der europäischen Bildungslandschaften erstrebenswert ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Dokumentenanalyse der politischen Rahmenbedingungen der EU und relevanter sonderpädagogischer Aktionsprogramme.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die EU-Aktionsprogramme (HELIOS I & II, SOKRATES), den Europäischen Sozialfonds sowie die Auswirkungen internationaler Konferenzen wie Salamanca auf die sonderpädagogische Praxis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind Begriffe wie Sonderpädagogik, HELIOS, Integration, EU-Sozialpolitik und Inklusion.

Warum war das HELIOS-Programm für Deutschland besonders bedeutsam?

Deutschland konnte durch HELIOS das Konzept des "Independent Living" stärker etablieren, da dieser Ansatz in anderen EU-Staaten bereits früher verfolgt wurde.

Welches Fazit zieht die Autorin hinsichtlich einer einheitlichen Sonderpädagogik?

Die Autorin plädiert dafür, Vielfalt als Bereicherung zu verstehen und vor einer Uniformierung zu warnen; eine gemeinsame Strategie soll auf Austausch und gegenseitigem Lernen basieren, statt auf Zwang.

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Details

Title
Sonderpädagogik in der Europäischen Union - Europäische Sonderpädagogik zwischen Einheit und Vielfalt
College
University of Cologne  (Seminar für allgemeine Heilpädagogik)
Course
Aspekte international vergleichender Sonderpädagogik
Grade
1,3
Authors
Kathrin Ziesemann (Author), Sara Schmandt (Author)
Publication Year
2001
Pages
27
Catalog Number
V13746
ISBN (eBook)
9783638193146
Language
German
Tags
Sonderpädagogik Europäischen Union Europäische Sonderpädagogik Einheit Vielfalt Aspekte Sonderpädagogik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kathrin Ziesemann (Author), Sara Schmandt (Author), 2001, Sonderpädagogik in der Europäischen Union - Europäische Sonderpädagogik zwischen Einheit und Vielfalt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/13746
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