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Nachahmung von Aktienrückkäufen bei DAX-Unternehmen

Title: Nachahmung von Aktienrückkäufen bei DAX-Unternehmen

Bachelor Thesis , 2009 , 38 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Peter Blömeke (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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„It is difficult to identify the real reason why firms repurchase stocks”. Diese These hat sich seit über 70 Jahren wenig geändert, und auch Bertheim (1933) bemerkte, dass es häufig unmöglich sei die wahren Motive für Aktienrückkäufe festzustellen. Daher ist es wichtig, die Erwerbsmotive aus Unternehmensperspektive zu untersuchen, um die Effekte eines Aktienrückkaufs besser zu verstehen. Die Dimension der Nachahmung als Motiv für Aktienrückkäufe ist bisher für den amerikanischen Markt durch Massa u.a. (2007) oder auch Cudd u.a. (2006) nachgewiesen worden. Die Autoren finden in ihren Untersuchungen folgenden grundsätzlichen Wirkungszusammenhang: Die Durchführung eines Aktienrückkaufs birgt nicht nur einen Informationsgehalt über das ankündigende Unternehmen, sondern auch über andere Unternehmen innerhalb der Industrie. Kursreaktionen zeigen positive Effekte beim ankündigenden Unternehmen und negative Effekte bei den restlichen Unternehmen innerhalb der Industrie. Die Unternehmen, die somit einen Renditeabschlag erfahren, haben einen Anreiz Korrekturmaßnahmen durchzuführen und werden ihrerseits einen Aktienrückkauf ankündigen. Die Antwort auf die Frage, ob ein Nachahmungsverhalten auch in Deutschland existiert, ist von großem Interesse, da bislang nur internationale Studien vorliegen. Bisher wurden ausschließlich die klassischen Motive, wie sie durch die Signalling- oder Free Cashflow-Hypothese benannt werden, für Aktienrückkäufe betrachtet. Wenn aber ein gewisser Teil der Unternehmen tatsächlich den Aktienrückkauf nachahmt, ist dieser Teil der Aktienrückkäufe nicht mit einer der klassischen Motive zu erklären, sondern es bedarf einer neuen Betrachtungsweise. Daher liegt der Schluss nahe, dass in der Vergangenheit Motive für Aktienrückkäufe falsch zugeordnet wurden. Diese Vermutung gilt unter der Vorraussetzung der Existenz einer Nachahmungsdimension bei Aktienrückkäufen. Daher scheint es notwendig, das Nachahmungsverhalten der Unternehmen näher zu untersuchen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Nachahmungsverhalten am Kapitalmarkt

2.1 Einordnung und Abgrenzung des Nachahmungsbegriffs

2.2 Rationales Nachahmungsverhalten

2.3 Irrationales Nachahmungsverhalten

3. Nachahmung bei Aktienrückkäufen und das Entstehen von Aktienrückkaufwellen

3.1 Nachahmung aufgrund von Auszahlungsexternalitäten

3.2 Aktienrückkaufwellen als Folge von Nachahmung

3.3 Aktienrückkaufwellen durch makroökonomische Faktoren

3.4 Market Timing als alternativer Erklärungsansatz

4. Empirische Untersuchung der Nachahmung bei DAX-Unternehmen

4.1 Hypothesenbildung

4.2 Datenbasis und Definition der Variablen

4.3 Methodik

4.4 Analyse und Ergebnisse

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Nachahmung (Herd Behavior) bei Aktienrückkäufen im Kontext deutscher DAX-Unternehmen. Ziel ist es zu analysieren, ob deutsche Unternehmen Aktienrückkäufe als Reaktion auf das Verhalten ihrer Wettbewerber durchführen, um so negative Kurseffekte zu korrigieren, und ob sich dadurch Aktienrückkaufwellen erklären lassen.

  • Nachahmungsverhalten am Kapitalmarkt (rationale vs. irrationale Aspekte)
  • Mechanismen von Aktienrückkaufwellen
  • Empirische Analyse von DAX-Unternehmen mittels logistischer Regression
  • Überprüfung der klassischen Motive (Signalling, Free-Cashflow, Market Timing) im Vergleich zur Nachahmungshypothese

Auszug aus dem Buch

3.1 Nachahmung aufgrund von Auszahlungsexternalitäten

Die spezifischen Umstände der Nachahmung von Aktienrückkäufen stehen im Fokus dieses Kapitels. In einem ersten Schritt wird der Wirkungszusammenhang beschrieben, wie es zur Nachahmung kommt und welche Motive maßgeblich sind. Anschließend wird auf die Entstehung von Aktienrückkaufwellen näher eingegangen.

Wenn sich Unternehmen selbst als unterbewertet einschätzen, werden sie versuchen ihren wahren Wert beispielsweise durch einen Aktienrückkauf zu signalisieren. Unter der Voraussetzung, dass dem Senden falscher Signale keine Barrieren entgegenstehen, werden einige Unternehmen absichtlich falsche Signale über ihre eigene Qualität senden. Für Investoren ist es schwierig, ohne geeignete Signale, Unternehmen guter Qualität von Unternehmen schlechter Qualität zu differenzieren. Diese Situation wird in der Literatur als Pooling-Gleichgewicht beschrieben. In dieser Situation können Investoren die Qualität des Unternehmens bzw. den Wahrheitsgehalt des Signals des Unternehmens nicht unterscheiden. Der wahre Wert des Unternehmens ist aufgrund von Informationsasymmetrien für Außenstehende nicht erkennbar. In diesem Gleichgewicht gibt es kurzfristig Unternehmen guter Qualität, die aus unterschiedlichen Motiven Aktienrückkäufe durchführen und Unternehmen mit schlechter Qualität, die auf den negativen Ausstrahlungseffekt reagieren und den Aktienrückkauf nachahmen. Die Terminologie „gut“ wird in der Theorie als Synonym für die Unternehmen verwendet, die eine wahre Unterbewertung signalisieren wollen. Schlechte Unternehmen hingegen ahmen die guten nach und der wahre Wert ist unbekannt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der Relevanz von Aktienrückkäufen und Einführung der zentralen Forschungsfrage zur Nachahmungsdimension.

2. Nachahmungsverhalten am Kapitalmarkt: Theoretische Einordnung und Abgrenzung zwischen rationalem und irrationalem Nachahmungsverhalten.

3. Nachahmung bei Aktienrückkäufen und das Entstehen von Aktienrückkaufwellen: Analyse der Motive für Nachahmung bei Aktienrückkäufen, einschließlich Auszahlungsexternalitäten und alternativer Erklärungsmodelle.

4. Empirische Untersuchung der Nachahmung bei DAX-Unternehmen: Methodische Beschreibung der empirischen Studie mittels logistischer Regression zur Überprüfung der Hypothese am DAX 30.

5. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Diskussion der Limitationen der Arbeit.

Schlüsselwörter

Aktienrückkäufe, DAX, Nachahmungsverhalten, Herd Behavior, Signalling-Hypothese, Free-Cashflow-Hypothese, Market Timing, logistische Regression, Auszahlungsexternalitäten, Unterbewertung, Kapitalstruktur, Unternehmensfinanzierung, Kapitalmarkt, Aktienrückkaufwellen, Agency-Kosten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Erwerbsmotiven für Aktienrückkäufe bei deutschen DAX-Unternehmen, wobei ein besonderer Fokus auf der Dimension des Nachahmungsverhaltens liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretische Herleitung von Nachahmungseffekten (Herd Behavior) am Kapitalmarkt, das Phänomen von Aktienrückkaufwellen und deren empirische Untersuchung anhand deutscher Börsendaten.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit geht der Frage nach, ob Nachahmung von Aktienrückkäufen auch in Deutschland bei DAX-Unternehmen existiert und ob dieses Motiv zur Erklärung von Aktienrückkaufwellen beiträgt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor verwendet eine quantitative, empirische Methode in Form einer logistischen Regression, um den Einfluss verschiedener Variablen auf die Entscheidung für einen Aktienrückkauf zu bestimmen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen des Nachahmungsverhaltens erläutert, gefolgt von einer detaillierten Diskussion über die Ursachen von Aktienrückkaufwellen und der anschließenden empirischen Untersuchung der Daten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist maßgeblich geprägt durch Begriffe wie Aktienrückkäufe, Nachahmungsverhalten, DAX, Signalling-Hypothese und logistische Regression.

Konnte die Hypothese der Nachahmung für den DAX bestätigt werden?

Nein, die Nachahmungshypothese musste aufgrund mangelnder Prognosegüte des gewählten Schätzers verworfen werden, auch wenn in der deskriptiven Analyse Tendenzen erkennbar waren.

Welche Faktoren beeinflussen laut der Studie die Entscheidung für einen Aktienrückkauf?

Besonders die Unternehmensgröße, der Verschuldungsgrad (Fremdkapital zu Eigenkapital), der operationelle Gewinn, die Ausschüttungsquote der Vorperiode und die Eigenkapitalrentabilität haben einen signifikanten Einfluss.

Warum spielt die Unternehmensgröße eine Rolle?

Größere Unternehmen sind am Markt besser etabliert und in einer stabileren Lage, was die Durchführung von Aktienrückkäufen wahrscheinlicher macht, während organisches Wachstum für diese Unternehmen oft schwieriger wird.

Welche Limitationen werden genannt?

Der Autor nennt insbesondere die begrenzte Anzahl an Beobachtungen im DAX, was die Aussagekraft des Modells einschränkt und zukünftige Erweiterungen auf den MDAX oder DAX 100 nahelegt.

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Details

Title
Nachahmung von Aktienrückkäufen bei DAX-Unternehmen
College
LMU Munich  (Kapitalmarktforschung und Finanzierung)
Grade
1,7
Author
Peter Blömeke (Author)
Publication Year
2009
Pages
38
Catalog Number
V137470
ISBN (eBook)
9783640449064
ISBN (Book)
9783640449163
Language
German
Tags
Nachahmung Aktienrückkauf DAX Mimicking Share repurchase buy-back Aktienrückkäufe Aktienrückkaufwellen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Peter Blömeke (Author), 2009, Nachahmung von Aktienrückkäufen bei DAX-Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137470
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