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Ökolandbau in Russland

Entwicklung und aktuelle Situation

Title: Ökolandbau in Russland

Bachelor Thesis , 2009 , 86 Pages , Grade: 1.0

Autor:in: BSc Taras Bryzinski (Author)

Agrarian Studies
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Summary Excerpt Details

Der ökologische Landbau stellt ein ganzheitliches Bewirtschaftungskonzept dar. Das Ziel ist eine nachhaltige Gestaltung landwirtschaftlicher Produktionssysteme auf der Grundlage bestimmter Prinzipien. Als flexibles Konzept ist der ökologische Landbau für die weltweite Anwendung gedacht und zeigt eine entsprechend große geografische Vielfalt in der Umsetzung. Die gegenseitige Kenntnis der Praxis des ökologischen Landbaus ist allein aus Gründen der Information, aber auch für die Netzwerkbildung zum Wissens- und Erfahrungsaustausch von großem Interesse.
Die Russische Föderation stellt mit ihren 403 Millionen ha landwirtschaftlicher Nutzfläche einen gewaltigen Agrarraum dar. Eine nachhaltige Gestaltung der landwirtschaftlichen Produktion ist dabei von entsprechend großem und durchaus internationalem Interesse.
Allerdings muss die Entwicklung der Landwirtschaft in Russland auf die besonderen sozioökonomischen Bedingungen im Zuge der Transformation reagieren und steht so vor besonderen Herausforderungen. Dies betrifft sowohl die politischen, ökonomischen und nicht zuletzt soziokulturelle Ansprüche an die Landwirtschaft, wie auch die entsprechenden Rahmenbedingungen für die Umsetzung nachhaltiger Bewirtschaftungssysteme.
Laut Umfrageergebnissen wünschen 41% der befragten Kunden in Deutschland „mehr Information" über den ökologischen Landbau in Mittel- und Osteuropa (vgl. REUTER, 2005).
Bisher haben sich die Akteure mehr oder weniger einzeln um eine fortschrittliche Entwicklung des Bio-Sektors in Russland bemüht. Die vorliegende Arbeit, mit detaillierten und objektiven Informationen, kann daher eine Grundlage für jetzige und künftige Akteure bilden, um für den ökologischen Landbau in Russland stärker und vereinter zusammenzuarbeiten.

In dieser Arbeit wurden folgende Fragen bearbeitet:
1. Wie sind die Rahmenbedingungen für den ökologischen Landbau in der Russischen Föderation?
2. Seit wann gibt es in der Russischen Föderation ökologischen Landbau im Sinne der IFOAM und wie hat er sich da entwickelt?
3. Welche Standards, Anbauverbände, Institutionen und Zertifizierungsmöglichkeiten gibt es?
4. Bestehen Möglichkeiten/Kapazitäten zur Ausbildung, Beratung und Forschung?
5. Wie ist die Marktentwicklung ökologischer Lebensmittel in der Russischen Föderation und wie sind die Perspektiven?

Es handelt sich bei dieser Bachelorarbeit um eine beschreibende
Studie. Die Struktur der Arbeit ist an die eines „Country Reports“ von Organic Europe/FiBL angelehnt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

1.1 Fragestellung

1.2 Aufbau der Arbeit

2 METHODEN UND MATERIAL

3 ÖKOLOGISCHER LANDBAU AUF INTERNATIONALER EBENE

3.1 IFOAM

3.2 Codex Alimentarius Guidelines 32

3.3 Was ist ökologischer Landbau?

4 BESONDERHEITEN DER RUSSISCHEN LANDWIRTSCHAFT

4.1 Betriebsstrukturen im russischen „Agrarkomplex“

4.2 Transformation

4.3 Staatliche Förderung

4.4 Folgen der Transformation

5 ENTWICKLUNG UND AKTUELLE SITUATION DES ÖKOLOGISCHEN LANDBAUS IN DER RUSSISCHEN FÖDERATION

5.1 Entstehung und Entwicklung

5.1.1 Gründung erster Institutionen

5.1.2 Verständnis des ökologischen Landbaus

5.1.3 Probleme und Hindernisse

5.1.4 Einfluss der Transformation

5.1.5 Gründung der Bolotov-Stiftung

5.1.6 EkoNiva und der „Agrarpolitische Dialog“

5.1.7 Bisherige Entwicklung in Zahlen

5.2 Organisationen

5.2.1 Staatliche Institutionen

5.2.2 Organisation für Zertifizierung

5.2.3 Anbauverband

5.2.4 Landwirtschaftliche Betriebe

5.2.5 Organisationen in der Verarbeitung ökologischer Rohware

5.2.6 Hersteller ökologischer Betriebsmittel

5.2.7 Handel

5.2.8 Wildsammlung

5.2.9 Projekte und Initiativen

5.3 Staatliche Regelungen, Standards und Zertifizierung

5.3.1 SanPiN 2.3.2.2354-08

5.3.2 Freiwilliges Kontrollsystem

5.4 Forschung, Ausbildung und Beratung

5.5 Marktentwicklung und Perspektiven

6 ZUSAMMENFASSUNG

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den aktuellen Entwicklungsstand des ökologischen Landbaus in der Russischen Föderation, analysiert die sozioökonomischen Rahmenbedingungen der Transformation und evaluiert die Herausforderungen für zukünftige Akteure im russischen Agrarsektor.

  • Historische Entwicklung und Einflüsse auf den russischen Ökolandbau
  • Analyse der Betriebsstrukturen und staatlichen Einflussnahme
  • Staatliche Regelungen, Standards und Zertifizierungssysteme
  • Herausforderungen in Forschung, Ausbildung und Marktintegration

Auszug aus dem Buch

3.1 IFOAM

Ein weltweiter Dachverband ökologischer Landbaubewegungen die IFOAM existiert seit 1972. Ihre ersten Grundsätze sind in den Jahren 1977 bis 1980 aufgestellt worden (vgl. IFOAM, 1980, zit. nach: SCHMID, 2007). Nach diesen soll der ökologische Landbau

soweit wie möglich in geschlossenen Systemen arbeiten und sich auf lokale Ressourcen stützen,

die Bodenfruchtbarkeit der Böden langfristig erhalten,

alle Formen der Umweltverschmutzung vermeiden, welche aus landwirtschaftlichen Produktionstechniken resultieren können,

Lebensmittel von hoher ernährungsphysiologischer Qualität in ausreichender Menge erzeugen,

den Verbrauch von fossiler Energie in der Landwirtschaft auf ein Minimum reduzieren,

den Nutztieren Lebensbedingungen ermöglichen, die den physiologischen Bedürfnissen und humanitären Prinzipien entsprechen,

den landwirtschaftlichen Produzenten ermöglichen, von ihrer Arbeit zu leben und ihre Potenziale als Menschen entwickeln zu können.

Um diese Grundsätze der Realität anzupassen sind sie seitdem mehrmals geändert worden (vgl. ebd.).

Die aktuellen IFOAM-Prinzipien sind mehr allgemeiner Natur und sollen eher der Inspiration dienen. Sie beruhen auf vier Prinzipien: Gesundheit, Ökologie, Gerechtigkeit und Sorgfalt (vgl. IFOAM, 2007).

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in das Thema, Darlegung der Problemstellung und Erläuterung des Aufbaus der Bachelorarbeit.

2 METHODEN UND MATERIAL: Beschreibung der gewählten Forschungsmethode, bestehend aus Literaturstudium sowie Experten- und Landwirtebefragungen.

3 ÖKOLOGISCHER LANDBAU AUF INTERNATIONALER EBENE: Erörterung der globalen Strukturen, insbesondere IFOAM und Codex Alimentarius, sowie Definition des ökologischen Landbaus.

4 BESONDERHEITEN DER RUSSISCHEN LANDWIRTSCHAFT: Analyse der Transformation der Landwirtschaft seit 1991, der Betriebsstrukturen und der staatlichen Förderpolitik.

5 ENTWICKLUNG UND AKTUELLE SITUATION DES ÖKOLOGISCHEN LANDBAUS IN DER RUSSISCHEN FÖDERATION: Umfassende Untersuchung der historischen Genese, der aktiven Organisationen, gesetzlichen Rahmenbedingungen und der Marktentwicklung in Russland.

6 ZUSAMMENFASSUNG: Abschließende Beantwortung der in der Einleitung formulierten Fragestellungen basierend auf den vorangegangenen Kapiteln.

Schlüsselwörter

Ökolandbau, Russische Föderation, Transformation, Agroholding, IFOAM, Zertifizierung, SanPiN, Agrarpolitik, ökologische Landwirtschaft, Bio-Markt, Nachhaltigkeit, bäuerliche Betriebe, Agrosofija, EkoNiva, Ernährungssicherung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Entwicklung und die aktuelle Situation des ökologischen Landbaus in Russland vor dem Hintergrund der sozioökonomischen Transformation.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf den gesetzlichen Rahmenbedingungen, den institutionellen Strukturen, den Herausforderungen für Landwirte und der Marktentwicklung für Bio-Produkte.

Welche Forschungsfrage verfolgt die Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für den ökologischen Landbau in Russland zu bestimmen und aufzuzeigen, seit wann und wie er sich entwickelt hat sowie welche Marktperspektiven existieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einem Literaturstudium sowie einer qualitativen empirischen Studie mittels Fragebögen für Landwirte und Experteninterviews.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der russischen Landwirtschaft nach 1991, die Historie der Bio-Bewegung sowie die detaillierte Beschreibung bestehender Institutionen und Zertifizierungsverfahren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Zentrale Begriffe sind Ökolandbau, Transformation, Zertifizierung, russische Agrarstruktur und Bio-Markt-Entwicklung.

Welche Rolle spielt die „SanPiN“ für den Ökolandbau in Russland?

Sie stellt seit 2008 eine rechtswirksame, bindende Grundlage dar, die den Begriff „organische Produkte“ schützt, jedoch noch keine detaillierten Produktionskontrollen vorschreibt.

Warum wird der russische Agrarmarkt als „Pionierphase“ eingestuft?

Der Bio-Handel konzentriert sich aktuell auf wenige Metropolen wie Moskau und ist in konventionellen Ketten kaum präsent, was dem typischen Anfangsstadium eines Ökomarktes entspricht.

Welchen Einfluss haben Agroholdings auf den ökologischen Landbau?

Agroholdings prägen den russischen Agrarkomplex massiv; während sie einerseits Kapazitäten für große Produktionsvolumina bieten, stellt sich für den ökologischen Sektor die Frage der Nachhaltigkeit und Integrität.

Wie bewertet der Autor die Ausbildungssituation im Bio-Bereich?

Es wird festgestellt, dass es bisher keine spezialisierte akademische Ausbildung für den ökologischen Bereich in Russland gibt und Beratung primär durch ausländische Expertise erfolgt.

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Details

Title
Ökolandbau in Russland
Subtitle
Entwicklung und aktuelle Situation
College
Justus-Liebig-University Giessen
Grade
1.0
Author
BSc Taras Bryzinski (Author)
Publication Year
2009
Pages
86
Catalog Number
V137478
ISBN (eBook)
9783640456253
ISBN (Book)
9783640455973
Language
German
Tags
Ökolandbau Biolandbau Bioprodukte Russland Organic Farming Russia Россия BIO-Продукция
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
BSc Taras Bryzinski (Author), 2009, Ökolandbau in Russland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137478
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