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Management von Non Performing Loans

Title: Management von Non Performing Loans

Scientific Essay , 2009 , 33 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Alexander Wittgruber (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Die wichtigsten Ertragssäulen einer Sparkasse sind einerseits der Zinsüberschuss aus dem Kredit- und Einlagengeschäft sowie der Provisionsüberschuss aus der konzeptionellen Anlageberatung. Aufgrund des hart umkämpften Marktes und der daraus resultierenden Margendrucks ist es für eine Sparkasse existenziell wichtig, sich in der derzeitigen schwierigen Wirtschaftslage mit negativen Konjunkturprognosen zu behaupten um ihren Wachstumskurs fortzusetzen. Dabei ist es erforderlich, dass die Sparkassen ihre risikorelevanten Geschäftsbereiche, insbesondere die Kreditvergabe an mittelständischen Unternehmen, auf Optimierungspotentiale hinterfragen. Bei dieser Thematik nehmen Kreditausfälle und Wertberichtigungen eine zentrale Bedeutung ein. Um einen Kreditverlust von einer nicht ungewöhnlichen Höhe von 150.000 EUR mit einem Kreditneugeschäft zu kompensieren, wird bei einer derzeitigen realistischen Nettozinsmarge von 0,85% ein Neukreditvolumen von 17,6 Mio. EUR benötigt. Dies verdeutlicht die Relevanz eines effizienten Kreditportfoliomanagements sowie einer kontinuierlichen Risikoüberwachung. Aufgrund von vielen externen Faktoren sind Kreditausfälle trotz sorgfältiger Risikoüberwachung nicht vermeidbar. Das Bestreben einer Sparkasse sind die durch die Kreditverluste verursachten Kosten so gering wie möglich zu halten. In diesem Zusammenhang sollte die Geschäftsstrategie für den Bereich des Problemkreditmanagements sorgfältig überprüft und gegebenenfalls neu justiert werden. Die Zielsetzung dieser Arbeit ist es, einen Überblick über mögliche Handlungsoptionen im Management von notleidenden Krediten in Bezug auf Optimierungspotentiale zu geben. Diese Arbeit kommt schließlich zum Ergebnis, welche der Möglichkeiten sinnvoll für eine Sparkasse sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen und Rahmenbedingungen

2.1 Definition von Non Performing Loans (NPL)

2.2 Quantifizierung der NPL-Volumina

3 Wahl der Handlungsalternativen bei notleidenden Krediten aus Sicht einer Sparkasse

3.1 Darstellung und Bewertung eines institutsinternen Workouts

3.1.1 Definition und Zielsetzung

3.1.2 Chancen und Risiken eines institutsinternen Workouts

3.1.3 Steuerung und Erfolgsmessung

3.2 Darstellung und Bewertung von Outsourcing

3.2.1 Definition und Zielsetzung

3.2.2 Chancen und Risiken von Outsourcing

3.2.3 Steuerung und Erfolgsmessung

3.3 Darstellung und Bewertung von Verkäufen (True-Sale)

3.3.1 Definition und Zielsetzung

3.3.2 Chancen und Risiken von NPL-Verkäufen

3.3.3 Preisfindung und Erfolgsmessung

3.4 Darstellung und Bewertung von Verbriefung (synthetischer Transfer)

4 Resümee für die Sparkassen

4.1 Workout versus Outsourcing

4.2 Schluss

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, einen Überblick über mögliche Handlungsoptionen im Management notleidender Kredite (Non Performing Loans) zu geben und deren Eignung für Sparkassen zu beurteilen, um die Risiko-, Ertrags- und Kostenstruktur zu optimieren.

  • Analyse von NPL-Grundlagen und deren Quantifizierung
  • Vergleich von institutsinternen Workouts und Outsourcing-Strategien
  • Bewertung von Verkaufsoptionen (True-Sale) und Verbriefungen
  • Diskussion der Eignung für die Kreis- und Stadtsparkasse Dillingen a. d. Donau
  • Wirtschaftliche Betrachtung und Benchmarking der Handlungsalternativen

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Chancen und Risiken eines institutsinternen Workouts

Bereits bei sich andeutenden Krisensymptomen des Kunden im Markt, können die speziell ausgebildeten Mitarbeiter der Workout-Abteilung rasch und präzise eingreifen. Hinsichtlich des Know-how der Spezialisten nimmt das institutsinterne Workout eine Präventionsfunktion wahr. Eine nachhaltige Festigung einer ertragsreichen Geschäftsbeziehung zu einem Kunden, mit dem man gemeinsam die Krise bewältigt hat, ist nicht zu unterschätzen. Dadurch werden mögliche Imageschäden ebenfalls vermieden. Allerdings müssen Sparkassen erhebliche personelle und finanzielle Ressourcen vorhalten, um eine qualitativ gute Begleitung der Kreditengagements zu gewährleisten. Sie haben darüber hinaus im Hinblick auf Basel II die ausfallgefährdeten Kredite entsprechend ihrer Ausfallwahrscheinlichkeit mit Eigenkapital zu hinterlegen. Die EK-Unterlegung für Kredite mit schlechter Bonität liegt deutlich höher als die guter Kunden. Ein internes Workout hat zur Folge, dass aufgrund lang andauernder Bearbeitungszeiten keine sofortige bilanzielle Entlastung erreicht wird. Die Verweildauer der Engagements von Sparkassen beträgt rund 2,3 Jahre vom Eintritt des notleidenden Engagements bis zum (erfolgreichen) Verlassen der Workout-Abteilung. Es fallen erhebliche Personalkosten der qualifizierten Bankmitarbeiter sowie externe Kosten wie Gerichts- und Prozesskosten für das Beitreiben der Forderung an. Letztendlich übernimmt die Sparkasse, die ein hausinternes Workout anwendet, nicht nur die Erfolgs- und Rechtsrisiken, sondern auch operationelle Risiken.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Herausforderungen durch NPLs im Kontext der Finanzkrise und legt den Fokus auf die Handlungsoptionen Workout und Outsourcing.

2 Grundlagen und Rahmenbedingungen: Dieses Kapitel definiert Non Performing Loans und setzt sich mit der Quantifizierung des NPL-Bestandes in Deutschland auseinander.

3 Wahl der Handlungsalternativen bei notleidenden Krediten aus Sicht einer Sparkasse: Es erfolgt eine detaillierte Gegenüberstellung und Bewertung von institutsinternem Workout, Outsourcing, Verkäufen und Verbriefungen.

4 Resümee für die Sparkassen: Das Resümee empfiehlt für Sparkassen einen Mix aus internem Workout für komplexe Fälle und Outsourcing für das Mengengeschäft, unter Berücksichtigung der Institutsgröße.

Schlüsselwörter

Non Performing Loans, Sparkasse, Risikomanagement, Workout, Outsourcing, Kreditausfall, Problemkreditmanagement, True-Sale, Verbriefung, Basel II, Eigenkapitalunterlegung, Forderungsmanagement, Kreditrisiko, Krisenfrüherkennung, NPL-Volumina

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie Sparkassen mit notleidenden Krediten (NPLs) umgehen können, um ihre finanzielle Stabilität und Ertragskraft in schwierigen Wirtschaftsphasen zu sichern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die Strategien der Problemkreditbearbeitung, insbesondere das interne Workout, Outsourcing an externe Servicer, sowie den Verkauf oder die Verbriefung von Kreditportfolios.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, einen fundierten Überblick über Handlungsoptionen zu geben und eine Bewertung vorzunehmen, welche Strategien für Sparkassen unter Rendite- und Risikogesichtspunkten sinnvoll sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine betriebswirtschaftliche Analyse, die theoretische Grundlagen mit praxisorientierten Vergleichen, Fallbeispielen und einer ökonomischen Barwertbetrachtung kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von NPLs, die Quantifizierung, die detaillierte Darstellung der vier Hauptstrategien (Workout, Outsourcing, Verkauf, Verbriefung) und deren kritische Bewertung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Non Performing Loans, Risikomanagement, Workout, Outsourcing, Forderungsmanagement und Eigenkapitalentlastung.

Warum ist das Workout für eine Sparkasse personalintensiv?

Interne Workouts erfordern qualifizierte Spezialisten, die über Jahre hinweg zeitaufwendige Einzelengagements betreuen, was hohe Personalkosten und Kapitalbindung verursacht.

Welchen Vorteil bietet das Outsourcing bei Massenkrediten?

Dienstleister können durch Standardisierung und Automatisierung Forderungen im Mengengeschäft wirtschaftlich effizienter abwickeln als die Sparkasse selbst.

Was ist das "Garantiequoten-Modell"?

Dabei vereinbart der Servicer mit der Sparkasse im Voraus eine Mindestrealisierungsquote für die Beitreibung, was der Sparkasse mehr Planungssicherheit bei den Erträgen gibt.

Warum wird für kleinere Sparkassen ein Mix-Modell empfohlen?

Der Mix aus internem Workout für komplexe Fälle und Outsourcing für Masse erlaubt es, Stärken der Eigenbetreuung zu wahren und gleichzeitig Kapazitäten für das Kerngeschäft zu gewinnen.

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Details

Title
Management von Non Performing Loans
College
University of Applied Sciences - Bonn
Course
Risikomanagement im Kreditgeschäft mit mittelständischen Unternehmen
Grade
1,3
Author
Alexander Wittgruber (Author)
Publication Year
2009
Pages
33
Catalog Number
V137496
ISBN (eBook)
9783640445813
ISBN (Book)
9783640445899
Language
German
Tags
Non Performing Loans NPL Risikomanagement Workout Outsourcing Kreditverkauf
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexander Wittgruber (Author), 2009, Management von Non Performing Loans, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137496
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