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Religiöser Extremismus und Terrorismus. Entgegenwirken durch Bildung?

Titel: Religiöser Extremismus und Terrorismus. Entgegenwirken durch Bildung?

Hausarbeit , 2023 , 21 Seiten , Note: 1

Autor:in: J. Markwardt (Autor:in)

Soziologie - Religion
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit wird davon ausgegangen, dass religiöser Extremismus oder Terrorismus, der von Personen ausgeübt wird, deren Motivationen und Ziele überwiegend religiös geprägt sind, auf der Fehlinterpretation und extremen Form der Ideologiebildung von theologischen Begriffen und historischen Kontexten liegt, die die Realität verfälschen und so eine Person oder eine Gruppe zu verzerrten Versionen religiöser Tatsachen motivieren. Inwieweit diesem Phänomen durch gezielte und aufklärende Bildung entgegengewirkt werden und kritische Vernunft geschult werden kann, soll Ziel dieser Arbeit sein.

Extremismus und radikale Gewalt entstehen nicht plötzlich und in keinem sozialen Vakuum – ebenfalls sind sie kein neues Phänomen unserer Zeit. Um ihre Entstehungen nachzuvollziehen, bedarf es einer Beachtung diverser Einflüsse von Historizität, kollektiven Formierungen, gesellschaftlichen Entitäten, Bildungszugängen, persönlichen Profilen etc.

Die Untersuchung von Extremismus und Terrorismus ist multidisziplinär und umfasst Bereiche wie Religion, Soziologie, Kriminologie, Politikwissenschaft usw. Es gibt verschiedene in- und extrinsische Motivationen für terroristische Aktivitäten. Einige lassen sich auf soziopolitische Gründe zurückführen, die Autoritarismus begünstigen, andere speisen sich aus religiösen Motivationen. In dieser Arbeit soll es vordergründig um religiös motivierte extremistische Gewalt wie auch deren Prävention gehen. Welche Glaubenssätze und Motivationen sind es, die Menschen dazu bewegen, religiöses Erbe als Instrument von Gewalt zu missbrauchen und warum können Religionen (religiöse Auslegungen) die Glut in soziopolitischen Auseinandersetzungen zusätzlich schüren und das Gefühl von Legitimität extremistischen Handelns stärken? Religionen, die eine zentrale Stellung im Leben vieler Menschen einnehmen, werden dabei zu einem Medium, einen soziopolitischen Konflikt in einen moralischen Konflikt zu übersetzen. Auf diese Weise erhält ein säkularer Konflikt einen kosmischen Charakter und der somit als kosmisch verstandene Konflikt kann indessen einen staaten- und zeitlosen Status annehmen und zu einem wiederkehrenden Phänomen werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wie unterscheiden sich Fundamentalismus - Extremismus - Radikalisierung und Terrorismus voneinander?

3. Was ist religiöser Extremismus?

3.1 Phasen transvormativen Verhaltens

3.2 Ursachen für extremistisches Verhalten: Push- und Pull-Faktoren

4. Extremismus, Jugend und Bildung

4.1 Wie kann Bildung religiösem Extremismus entgegenwirken?

4.2 Mögliche Wege, wie Bildung widerstandsfähige Gemeinschaften schaffen kann

4.3 Lehrerbildung

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, welchen Beitrag allgemeine und demokratiebildende Bildungsmaßnahmen zur Prävention von gewaltsamem religiösem Extremismus und Terrorismus leisten können, indem sie die zugrunde liegenden Radikalisierungsprozesse analysiert und pädagogische Lösungswege aufzeigt.

  • Grundlagen und Abgrenzung der Begriffe Fundamentalismus, Extremismus, Radikalisierung und Terrorismus
  • Analyse der psychologischen und sozioökonomischen Push- und Pull-Faktoren bei der Radikalisierung
  • Bedeutung der Lehrerbildung und geeigneter pädagogischer Instrumente im Unterricht
  • Die Rolle des Bildungssektors bei der Stärkung von Resilienz und Medienkompetenz
  • Zusammenhang zwischen Identitätsbildung, politischer Bildung und Gewaltprävention

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

„Extremismus und politische Gewalt gehören zu den drängendsten Problemen unserer Zeit. Auf der rechten und linken Seite des politischen Spektrums sowie im Kontext von religiösen Bewegungen, aber auch in der sogenannten „Mitte der Gesellschaft“ [...] radikalisieren sich politische Positionen und stellen die Werte und Institutionen demokratischer Gesellschaften infrage [...]. Im Gegenzug reagieren auch liberale Regierungen mit Maßnahmen, die Bürger- und Freiheitsrechte einschränken und Radikalisierung mitunter eher befördern als verhindern.“ (Abay Gaspar et al. 2018: 1).

Extremismus und radikale Gewalt entstehen nicht plötzlich und in keinem sozialen Vakuum – ebenfalls sind sie kein neues Phänomen unserer Zeit. Um ihre Entstehungen nachzuvollziehen, bedarf es einer Beachtung diverser Einflüsse von Historizität, kollektiven Formierungen, gesellschaftlichen Entitäten, Bildungszugängen, persönlichen Profilen etc. (vgl. Quent 2022: 33).

Die Untersuchung von Extremismus und Terrorismus ist multidisziplinär und umfasst Bereiche wie Religion, Soziologie, Kriminologie, Politikwissenschaft usw. Es gibt verschiedene in- und extrinsische Motivationen für terroristische Aktivitäten. Einige lassen sich auf soziopolitische Gründe zurückführen, die Autoritarismus begünstigen, andere speisen sich aus religiösen Motivationen. In dieser Arbeit soll es vordergründig um religiös motivierte extremistische Gewalt wie auch deren Prävention gehen. Welche Glaubenssätze und Motivationen es sind, die Menschen dazu bewegen, religiöses Erbe als Instrument von Gewalt zu missbrauchen und warum können Religionen (religiöse Auslegungen) die Glut in soziopolitischen Auseinandersetzungen zusätzlich schüren und das Gefühl von Legitimität extremistischen Handelns stärken?

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik von Extremismus und politischer Gewalt ein und skizziert das Ziel der Arbeit, den präventiven Beitrag von Bildung in diesem Kontext zu beleuchten.

2. Wie unterscheiden sich Fundamentalismus - Extremismus - Radikalisierung und Terrorismus voneinander?: In diesem Kapitel werden die Begrifflichkeiten differenziert und eine erste theoretische Einordnung für ein besseres Verständnis des Phänomens vorgenommen.

3. Was ist religiöser Extremismus?: Hier wird der religiöse Extremismus als spezifische Form definiert und die psychologischen Radikalisierungsstufen sowie die zugrunde liegenden Einflussfaktoren analysiert.

4. Extremismus, Jugend und Bildung: Dieser Abschnitt behandelt die besondere Rolle der Schule und der Lehrerbildung bei der Förderung von Resilienz und kritischem Denken zur Radikalisierungsprävention bei Jugendlichen.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und unterstreicht die Relevanz der präventiven Bildungsarbeit als langfristiges Mittel gegen terroristische Strukturen.

Schlüsselwörter

Religiöser Extremismus, Terrorismusprävention, Politische Bildung, Radikalisierung, Fundamentalismus, Push-Faktoren, Pull-Faktoren, Medienkompetenz, Identitätsbildung, Demokratiepädagogik, Resilienz, Schule, Lehrerbildung, Gewaltprävention, Gesellschaftlicher Zusammenhalt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert, inwieweit Bildungsangebote und pädagogische Maßnahmen dazu beitragen können, gewaltsamem religiösem Extremismus vorzubeugen und Radikalisierungsprozesse bei Jugendlichen zu verhindern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen zählen die theoretische Begriffsklärung von Extremismus und Radikalisierung, die Analyse von psychologischen und sozialen Radikalisierungsmustern sowie die praktische Umsetzung präventiver Bildungsarbeit im schulischen Kontext.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Bildungssysteme eine widerstandsfähige Haltung gegenüber extremistischen Ideologien vermitteln und Schülerinnen und Schüler bei der kritischen Identitätsbildung unterstützen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine interdisziplinäre Literaturanalyse, um Erkenntnisse aus Soziologie, Politologie und Pädagogik zu verknüpfen und auf aktuelle Bildungsansätze anzuwenden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche Fundierung, die Erörterung von Radikalisierungsprozessen (z.B. das Stufenmodell von Moghaddam) und die detaillierte Darstellung von Präventionsmöglichkeiten innerhalb der Schule.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind religiöser Extremismus, Prävention, Radikalisierung, politische Bildung, Resilienz und die kritische Medienkompetenz.

Warum spielt die Lehrerbildung in der Extremismusprävention eine so wichtige Rolle?

Lehrkräfte fungieren als Multiplikatoren; sie müssen befähigt werden, kontroverse Themen sachlich zu behandeln und Radikalisierungsanzeichen oder manipulative Einflüsse bei Schülern sensibel zu erkennen.

Welche Bedeutung kommt dem schulischen Fach LER (Lebensgestaltung – Ethik – Religionskunde) zu?

Das Fach bietet laut Arbeit einen idealen Rahmen, um vielfältige Perspektiven interdisziplinär zu verknüpfen, kritische Selbstreflexion zu fördern und Werte wie Toleranz und Demokratiefähigkeit zu vermitteln.

Welche Rolle spielen "Push-" und "Pull-Faktoren" bei der Radikalisierung?

Push-Faktoren (z.B. Diskriminierung, Identitätsverlust) machen Personen empfänglich für extremistische Narrative, während Pull-Faktoren (z.B. Gemeinschaftsgefühl, ideologische Heilsversprechen) einen Ausweg oder eine Anbindung in extremistischen Organisationen bieten.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Religiöser Extremismus und Terrorismus. Entgegenwirken durch Bildung?
Hochschule
Universität Potsdam
Note
1
Autor
J. Markwardt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
21
Katalognummer
V1375116
ISBN (PDF)
9783346911384
ISBN (Buch)
9783346911391
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Religion Glaube Überezeugungen Fundamentalismus Extremismus Radikalisierung Terrorismus religiöser Terror Lehrerbildung Prävention Islam
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
J. Markwardt (Autor:in), 2023, Religiöser Extremismus und Terrorismus. Entgegenwirken durch Bildung?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1375116
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Leseprobe aus  21  Seiten
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