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Die Entstehung des königlichen und kursächsischen Ingenieur- und Pionierkorps

bis zum Zeithainer Lager

Title: Die Entstehung des königlichen und kursächsischen Ingenieur- und Pionierkorps

Term Paper (Advanced seminar) , 2009 , 24 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Paul Schrön (Author)

History of Germany - 1848, Empire, Imperialism
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Diese Hausarbeit, vorgelegt im Hauptseminar „Militärische Strukturen des
17.Jahrhunderts“, soll sich natürlich nicht mit den, von Sun Tzu um 500 v.Chr.
verfassten, Regeln der Kriegskunst beschäftigen. Vielmehr soll aufgezeigt werden,
welchen üblichen Pioniertechnischen Maßnahmen es gab, wie sie dann, im
Gegensatz zu den von Sun Tzu’s General Han Xin verwendeten Infanteristen, bereits
spezialisiert, institutionalisiert und in ein Korps gefasst wurden. Denn wie uns das
Beispiel Sun Tzu’s zeigt, gehörten die pionierdienstlichen Tätigkeiten bereits seit
dem Beginn einer organisierten Kriegführung zu den zentralen Aufgaben eines
Heeres.
Die Quellenlage ist, der beginnenden Staatlichkeit mit ihren horrenden Mengen an
Papier geschuldet, recht gut. Dennoch ist festzustellen, dass die Bearbeitung durch
Autoren fern der Generalstäbe eher schwach anzusehen ist. Die frühesten Bearbeitungen der Geschichte der Sächsischen Armee sind einerseits
Flemings „Vollkommener teutscher Soldat“, welcher aber vor Allem auf das
Handwerk des Soldaten an sich eingeht, die Geschichte also nur kurz streift und
Verlohrens Stammregister der Sächsischen Armee, sowie Schuster und Francke in
ihrer Geschichte der Sächsischen Armee, welche aber alle nur eine rein statistische
Aufstellung und Auswertung der Stärken liefern. Ein wenig umfassender, doch zum
großen Teil der schießenden Artillerie und nicht den unterstützenden technischen
Truppen gewidmet, ist Kretschmars „Geschichte der kurfürstlich und königlich
sächsischen Feld-Artillerie“. Die umfangreichste Arbeit zum Ingenieurkorps und den
technischen Truppen in Sachsen stammt aus dem späten 19.Jh. und aus der Feder
von Herrn Hansch. Hansch beginnt seine Betrachtung im Spätmittelalter und geht
dann mit dem Beginn des 17.Jh. dazu über, die einzelnen Entwicklungen und
Einsätze technischer Truppen und Ingenieure in sächsischen Diensten
nachzuvollziehen. Der große Vorteil seines Werkes liegt darin, dass er, im Vergleich
zu anderen Arbeiten, auch die polnischen Einheiten und die in Polen stationierten
Einheiten zu seinem Werk hinzuzieht. Zum Vergleich sehr hilfreich und - in Bezug auf
Preußen - auch recht umfassend, ist Bonins Geschichte des Ingenieurkorps und der
Pioniere in Preußen. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Einteilung

II. a Die Technischen Truppen

II. b Die Ingenieure

III. Ingenieurkorps und technische Truppen in Sachsen

III. a Die Ingenieure und das Offizierkorps der technischen Truppen

III. b Die Technischen Truppen

Die Pontoniere

Die Sappeure und Mineure

IV. Fazit

V. Literatur- und Quellenverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht den historischen Prozess der Institutionalisierung und Professionalisierung von Ingenieuren und technischen Truppen innerhalb der Sächsischen Armee vom 17. Jahrhundert bis zum Zeithainer Lager. Dabei wird insbesondere analysiert, wie militärische Notwendigkeiten, wirtschaftliche Rahmenbedingungen und die Konkurrenz zu anderen Mächten wie Brandenburg-Preußen die Entwicklung dieser spezialisierten Formationen beeinflussten.

  • Entwicklung und Institutionalisierung des Ingenieurwesens in Sachsen.
  • Differenzierung der technischen Truppen (Pontoniere, Mineure, Sappeure).
  • Vergleich der militärischen Strukturen mit anderen europäischen Mächten.
  • Einfluss der Regierungszeit Augusts des Starken auf die Armeeorganisation.
  • Bedeutung der „Landesdefensionsordnung“ für die militärische Spezialisierung.

Auszug aus dem Buch

III. Ingenieurkorps und technische Truppen in Sachsen

Nehmen wir uns die Aussagen der Überblickswerke, die ihren Blick vor allem nach Brandenburg-Preußen richten, so werden wir immer wieder mit der Aussage konfrontiert, dass die Ingenieure, sowie die Offiziere der technischen Truppen beim „regulären“ Offizierkorps nicht sehr hoch im Ansehen standen. Das sächsische Offizierkorps bildet in dieser Hinsicht allerdings einen Sonderfall, da bürgerliche Aspiranten hier nicht nur in der Artillerie und in den technischen Truppen als Offizier Dienst tun konnten, sondern auch in den Formationen der Kavallerie und Infanterie.

Die Bezahlung dieser Offiziere entsprach aber augenscheinlich nicht dem Stand der Zeit, so merkte Friedrich Wilhelm I. bei der Musterung der Sächsischen Truppen im Zeithainer Lager knurrig an: „Viele ordentliche Offiziere, die aber sehr bahs (bescheiden) gehalten werden“.

Müller’s Aussagen nach dienten in der sächsischen Armee auch Offiziere aus anderen deutschen Staaten, sowie Polen, Italiener, Ungarn, Schweizer und Iren. Hansch bestätigte dies und führte die hohe Fluktuation, vor Allem zum Zeitpunkt der Feldzüge in Ungarn, Polen und am Rhein, auf die starke Dislozierung der Truppen und die Entfernung von der Heimat zurück, weswegen die Festungen (Sonnenstein, Königstein, Dresden) ohne Ingenieur waren. Desweiteren erklärte sich damit auch der hohe Anteil an holländischen und französischen Offizieren im Dienste des sächsischen Herrschers. Diese Zusammensetzung entsprach in weiten Teilen dem damals üblichen Standard eines Offiziers- und Ingenieurkorps.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der militärischen Strukturen ein, skizziert den aktuellen Forschungsstand und erläutert die Zielsetzung sowie die Relevanz der Untersuchung des Pionierwesens.

II. Einteilung: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Begriffe der technischen Truppen, wie Pioniere, Pontoniere, Mineure und Sappeure, und ordnet sie in den militärischen Kontext ein.

III. Ingenieurkorps und technische Truppen in Sachsen: Dieser Hauptteil analysiert detailliert die sächsischen Verhältnisse, das Offizierkorps der Ingenieure und die spezifische Entwicklung der technischen Einheiten, einschließlich ihrer Organisation und Stärke.

IV. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und hebt hervor, dass Sachsen trotz finanzieller Engpässe frühzeitig spezialisierte Einheiten formte, deren Entwicklung eng mit der Ära Augusts des Starken verknüpft war.

V. Literatur- und Quellenverzeichnis: Ein Verzeichnis der verwendeten Werke und Quellen, die der wissenschaftlichen Arbeit zugrunde liegen.

Schlüsselwörter

Sächsische Armee, Ingenieurkorps, Technische Truppen, August der Starke, Pionierwesen, Festungsbau, Zeithainer Lager, Militärgeschichte, Landesdefensionsordnung, Pontoniere, Mineure, Sappeure, 17. Jahrhundert, Militärische Strukturen, Institutionalisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Entstehung und Entwicklung der technischen Truppen und des Ingenieurkorps innerhalb der Sächsischen Armee in der Frühen Neuzeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Institutionalisierung des Militäringenieurwesens, die Rolle verschiedener technischer Gattungen wie Pontoniere und Mineure sowie der politische und finanzielle Kontext unter August dem Starken.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Professionalisierungsprozess dieser Truppenteile aufzuzeigen und einen Vergleich zur militärischen Entwicklung in Preußen zu ziehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse, die den historischen Forschungsstand zur sächsischen Militärgeschichte systematisch auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Ingenieure und des Offizierkorps sowie eine detaillierte Betrachtung der technischen Spezialtruppen wie Pontoniere und Mineure.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Sächsische Armee, Ingenieurkorps, Technische Truppen, August der Starke und Pionierwesen charakterisieren.

Warum war das sächsische Offizierkorps in Bezug auf Ingenieure ein Sonderfall?

Im Gegensatz zu vielen anderen Staaten konnten in Sachsen auch bürgerliche Aspiranten Offiziersränge in den technischen Truppen und anderen Waffengattungen erreichen.

Wie wirkte sich die finanzielle Lage Sachsens auf das Ingenieurkorps aus?

Durch Misswirtschaft und teure Hofhaltung kam es regelmäßig zu Entlassungen erfahrener Ingenieure, was den Wissenstransfer erschwerte und die Entwicklung der Einheiten beeinträchtigte.

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Details

Title
Die Entstehung des königlichen und kursächsischen Ingenieur- und Pionierkorps
Subtitle
bis zum Zeithainer Lager
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Course
Militärische Strukturen des 17. Jahrhunderts
Grade
2,3
Author
Paul Schrön (Author)
Publication Year
2009
Pages
24
Catalog Number
V137516
ISBN (eBook)
9783640463886
ISBN (Book)
9783640461059
Language
German
Tags
Neuere Geschichte I Militärgeschichte Sachsen Ingenieur Ingenieurkorps technische Truppen Pionier Pontonier Mineur Kriegsbaumeister sächsische Armee Heer sächsischen sächsisches Frühe Neuzeit Belagerung Kriegführung Krieg Geschichte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Paul Schrön (Author), 2009, Die Entstehung des königlichen und kursächsischen Ingenieur- und Pionierkorps, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137516
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