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Begründbarkeit von Forderungen aus PISA für Reformen des Bildungssystems

Title: Begründbarkeit von Forderungen aus PISA für Reformen des Bildungssystems

Seminar Paper , 2009 , 43 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Daniel Jäger (Author)

Pedagogy - General
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Mit der Veröffentlichung der Ergebnisse aus der ersten PISA-Studie (Programme for International Student Assessment) aus dem Jahr 2000 setzte auch in Deutschland eine Diskussion um die Leistungsfähigkeit des nationalen Bildungssystems ein. Es wurden
Ursachen für das unerwartet schwache Abschneiden der deutschen Schülerinnen und Schüler gesucht.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, welche Forderungen sich anhand der in PISA getesteten Kompetenzen zum einen für eine mögliche Reform des deutschen Bildungssystems und zum anderen für die (Aus-) Bildung junger Menschen stellen lassen.
Darüber hinaus wird zu überprüfen sein, ob die getesteten Kompetenzen tatsächlich das Erreichen eines bestimmten Bildungsniveaus sichern und somit jungen Menschen ein Wissen
an die Hand gibt, um erfolgreich im (Erwerbs-) Leben bestehen zu können.
Das erste Kapitel befasst sich mit den Begriffen Bildung, Schlüsselqualifikationen und Kompetenz. Hierzu werden verschiedene Konzepte und Definitionen gegenübergestellt, um
letztendlich die Anforderungen einer modernen Wissensgesellschaft an ihre Menschen darstellen zu können.
Das zweite Kapitel stellt die in PISA getesteten Basiskompetenzen (Lesekompetenz, Mathematische Kompetenz, Naturwissenschaftliche Kompetenz) dar. Zusätzlich wird das Konzept der Problemlösungskompetenz beispielhaft für den Bereich der
Fächerübergreifenden Kompetenzen erläutert.
Im letzten Kapitel der Arbeit werden Reaktionen auf PISA, Reformvorschläge für das Bildungssystem und Bewertungen der Studie gegenübergestellt. Es werden Vorschläge aufgezeigt und Kriterien erläutert, anhand derer eine Reform des deutschen Bildungssystems erfolgen könnte bzw. sollte.
Das abschließende Resümee gibt einen Überblick über die gesamte Arbeit und bringt die wesentlichen Ergebnisse auf den Punkt und stellt einen Zusammenhang der verschiedenen Aspekte her.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Anforderungen der heutigen Wissensgesellschaft

2.1 Bildung

2.1.1 Was soll Schule leisten?

2.1.2 Bildungsstandards

2.2 Schlüsselqualifikationen

2.2.1 … aus berufspädagogischer Sicht

2.2.2 … aus bildungstheoretischer Sicht

2.3 Kompetenzen

2.3.1 Kompetenzstrukturmodell und Kompetenzniveaumodell

2.3.2 Erfassung spezifischer Kompetenzen in PISA

2.4 Zusammenfassung

3 PISA (Programme for International Student Assessment)

3.1 Kompetenzen

3.1.1 Lesekompetenz

3.1.2 Naturwissenschaftliche Kompetenz

3.1.3 Mathematische Kompetenz

3.1.4 Problemlösungskompetenz

3.2 Zusammenfassung

4 PISA und das deutsche Bildungssystem

4.1 Messverfahren & Ergebnisse

4.2 Reaktionen auf die Studien

4.3 Herausforderungen für ein neues Bildungssystem

4.4 Bedeutung Schulischer Kompetenzen für Erwerbsverläufe

5 Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, welche Anforderungen sich aus den in PISA getesteten Kompetenzen für die Reform des deutschen Bildungssystems sowie für die Bildung junger Menschen ableiten lassen, und prüft, ob diese Kompetenzen das Rüstzeug für ein erfolgreiches (Erwerbs-)Leben darstellen.

  • Anforderungen der Wissensgesellschaft an Bildung und Schule
  • Konzepte von Schlüsselqualifikationen und Kompetenzen
  • Darstellung der PISA-Kompetenzbereiche und Testkonzeption
  • Analyse der Auswirkungen von PISA auf das deutsche Bildungssystem
  • Bedeutung schulischer Kompetenzen für spätere Erwerbsverläufe

Auszug aus dem Buch

2 Anforderungen der heutigen Wissensgesellschaft

Spätestens auf dem EU-Gipfel in Lissabon im Jahr 2000 hat sich der Begriff der Wissensgesellschaft im gesellschaftlichen Diskurs etabliert. Die Aufwertung des Dienstleistungsberufes gegenüber der Tätigkeit in der industriellen Fertigung und die zunehmende Bereitschaft zum lebenslangen Lernen machen die Bedeutung des Wissens für Wohlstand und Wertschöpfung deutlich. Individuen und Organisationen werden nur zukunftsfähig sein, wenn sie in der Lage sind die eigene Lernfähigkeit zu erhalten und das erworbene Wissen flexibel im jeweiligen Kontext anwenden zu können.

Die Wissensgesellschaft nutzt verfügbare Kenntnisse dazu bewusste und sinnhafte Handlungen zu initiieren und diese reflexiv beurteilen zu können. Das Anhäufen von Informationen wird durch deren produktive Verwendung ergänzt. Lebenslanges Lernen stärkt hierbei die Autonomie des Individuums und wird von außen durch dessen berufliche Notwendigkeit verstärkt (vgl. Arnold & Tutor, 2007a, S. 11-14).

Welche Anforderungen die Gesellschaft an ihre Mitglieder stellt, ist eine Frage, die bildungstheoretisch nicht eindeutig geklärt werden kann. Selbst die Mehrheit von Experten lag in der Vergangenheit mit ihren Prognosen teils sehr weit neben der tatsächlichen Entwicklung. Folglich erscheint eine Begründung von (Bildungs-) Inhalten anhand einer vermuteten zukünftigen Anwendungssituation wenig sinnvoll. Alternativ scheint es viel versprechender, subjektive Voraussetzungen zu schaffen, damit der Einzelne die Qualifikationen und Kompetenzen für eine individuelle Anpassung an sich verändernde Bedingungen erwirbt. Da der gesellschaftliche Wandel und damit seine Anforderungen kaum prognostizierbar sind, kann man dazu übergehen eine Lebensvorbereitende „Ausbildung“ gänzlich abzulehnen. In jungen Jahren wird somit eine subjekt- und Persönlichkeitsorientierte (Charakter-) Bildung, im Erwachsenenalter das spezifische Know-how vermittelt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des schwachen Abschneidens Deutschlands bei der PISA-Studie ein und umreißt die Forschungsfrage nach den daraus resultierenden bildungspolitischen Konsequenzen.

2 Anforderungen der heutigen Wissensgesellschaft: Dieses Kapitel erörtert die veränderten Bedingungen der modernen Wissensgesellschaft und setzt sich kritisch mit Begriffen wie Bildung, Schlüsselqualifikationen und Kompetenzen auseinander.

3 PISA (Programme for International Student Assessment): Hier werden die Struktur, die Ziele und die spezifischen Kompetenzbereiche der PISA-Studie sowie deren theoretische Fundierung detailliert dargelegt.

4 PISA und das deutsche Bildungssystem: Das Kapitel analysiert die politischen und schulpraktischen Reaktionen auf die PISA-Ergebnisse und beleuchtet die Herausforderungen für eine zielgerichtete Reform des Bildungssystems.

5 Resümee: Das abschließende Resümee fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet kritisch die Eignung von PISA als Instrument für bildungspolitische Steuerungsentscheidungen.

Schlüsselwörter

Wissensgesellschaft, Bildung, Kompetenz, Schlüsselqualifikationen, PISA, Bildungsstandards, Lebenslanges Lernen, Schule, Schulentwicklung, Leistungsbewertung, Reform, Didaktik, Erwerbsverläufe, Kompetenzmodelle, Bildungspolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Anforderungen, die die moderne Wissensgesellschaft an das Bildungssystem stellt, und hinterfragt kritisch die Rolle der PISA-Studie als Impulsgeber für Reformen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen Bildungs- und Kompetenzbegriffe, die Testmethodik von PISA, die Auswirkungen der Studienergebnisse auf Deutschland sowie die Bedeutung von Kompetenzen für den späteren Berufserfolg.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel besteht darin zu untersuchen, welche Forderungen sich aus PISA für Reformen des deutschen Schulsystems ableiten lassen und ob diese Testverfahren tatsächlich das Rüstzeug für ein erfolgreiches Leben in der heutigen Gesellschaft abbilden.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor führt eine theoretische Aufarbeitung und kritische Analyse der bestehenden Fachliteratur zu den Themen PISA, Schulpädagogik und Bildungstheorie durch.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung von Bildungsbegriffen, eine Darstellung der PISA-Studieninhalte und eine Diskussion der institutionellen Konsequenzen für die deutsche Schullandschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind Wissensgesellschaft, Bildung, Kompetenz, PISA, Reform, Schulentwicklung und Lebenslanges Lernen.

Inwiefern ist das deutsche Schulsystem nach PISA reformbedürftig?

Die Arbeit weist darauf hin, dass PISA zwar Systemmängel aufgezeigt hat, eine bloße Reaktion durch Aktionismus ohne fundierte Wirksamkeitsprüfung jedoch wenig zielführend ist; gefordert werden stattdessen evidenzbasierte Reformen und eine stärkere Output-Orientierung.

Warum steht PISA in der Kritik?

Kritisiert wird insbesondere, dass PISA zwar den Ist-Zustand beschreibt, aber keine ursächlichen Zusammenhänge für Leistungsunterschiede liefern kann und das Augenmerk zu stark auf ökonomische Verwertbarkeit statt auf ganzheitliche Bildung legt.

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Details

Title
Begründbarkeit von Forderungen aus PISA für Reformen des Bildungssystems
College
Technical University of Darmstadt  (Institut für Allgemeine Pädagogik und Berufspädagogik)
Course
Seminar Reformschulen und Schulreform
Grade
1,0
Author
Daniel Jäger (Author)
Publication Year
2009
Pages
43
Catalog Number
V137532
ISBN (eBook)
9783640463930
ISBN (Book)
9783640461097
Language
German
Tags
Begründbarkeit Forderungen PISA Reformen Bildungssystems
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Jäger (Author), 2009, Begründbarkeit von Forderungen aus PISA für Reformen des Bildungssystems, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137532
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