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Sinn und Bedeutung bei Gottlob Frege

Title: Sinn und Bedeutung bei Gottlob Frege

Term Paper , 2009 , 11 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Maike Gecks (Author)

Philosophy - Philosophy of the 19th Century
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Darstellung des Textes "Über Sinn und Bedeutung" von Gottlob Frege. Vergleich der Kennzeichnungstheorie mit Bertrand Russell. Der Aufsatz „Sinn und Bedeutung“ von Gottlob Frege (1848-1925), erschienen in seiner Begriffsschrift „Funktion – Begriff – Bedeutung“, befasst sich mit der Unterscheidung zwischen Zeichen, Sinn und Bedeutung bei sprachlichen Ausdrücken wie Eigennamen, Behauptungs- und Nebensätzen.
Im Verlauf dieser Ausarbeitung werden die Begriffe „Sinn“ und „Bedeutung“ zuerst erläutert und dann unter verschiedenen Aspekten untersucht und die damit verbundenen Probleme aufgezeigt.
Zum Schluss wird die Kennzeichnungstheorie von Frege kritisch hinterfragt und mit den Vorstellungen von Bertrand Russell in Verbindung gebracht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Einfache Ausdrücke

2.1. Definition von Sinn und Bedeutung bei Eigennamen

2.2 Gerade und ungerade Rede

2.3. Vorstellungen

3. Behauptungssätze

4. Nebensätze

5. Die Kennzeichnungstheorien von Frege und Russell

6. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit setzt sich zum Ziel, die grundlegende Unterscheidung zwischen Sinn und Bedeutung bei sprachlichen Ausdrücken, wie sie von Gottlob Frege entwickelt wurde, darzustellen und kritisch zu untersuchen. Im Fokus steht dabei die Analyse, wie diese Begriffe auf verschiedene sprachliche Konstruktionen angewendet werden und wo die Kennzeichnungstheorien von Frege und Bertrand Russell in ihrer Argumentation übereinstimmen oder voneinander abweichen.

  • Grundlegende Definition von Sinn und Bedeutung bei Eigennamen
  • Differenzierung zwischen gerader und ungerader Rede in der Sprachanalyse
  • Untersuchung der Rolle von Vorstellungen als subjektive Ergänzung zum objektiven Sinn
  • Anwendung der Sinn-Bedeutung-Theorie auf Behauptungssätze und Nebensätze
  • Vergleich der Kennzeichnungstheorien von Frege und Russell hinsichtlich fiktiver oder leerer Referenzen

Auszug aus dem Buch

2.1. Definition von Sinn und Bedeutung bei Eigennamen

Die Bedeutung eines Eigennamens ist laut Frege das, worauf der Ausdruck Bezug nimmt, also den Gegenstand des Ausdrucks. Von der Bedeutung hängt der Wahrheitswert des Satzes ab, der entweder „wahr“ oder „falsch“ sein kann. Der Sinn eines Eigennamens steht dagegen für die Art des Gegebenseins des Gegenstandes, somit für das, was ein Mensch unter dem Ausdruck versteht. Er ist zudem objektiv.

Den Unterschied erläutert Frege in dem Beispiel der Venus: Die Ausdrücke „Morgenstern“ und „Abendstern“ haben nicht denselben Sinn, da einmal die Sichtbarkeit des Sterns am Morgen und einmal die Sichtbarkeit am Abend bekundet wird. Sie haben aber die gleiche Bedeutung, da beide Ausdrücke den Planeten Venus bezeichnen. Mit diesem Beispiel macht Frege deutlich, dass eine Aussage wie „a = a“ einen anderen Erkenntniswert als eine Aussage der Form „a = b“ besitzt, da über „a = a“ nur eine Identitätsaussage getroffen wird und über „a = b“ zum Ausdruck gebracht wird, dass ein auf eine bestimmte Art gegebener Gegenstand mit einem Gegenstand von anderer Art identisch ist. Somit ist die Aussage, dass der Morgenstern der Morgenstern ist nicht informativ, wobei die Erkenntnis, dass der Morgenstern der Abendstern ist, sehr entscheidend für die Wissenschaft war. Die Bedeutung von „a = a“ und „a = b“ ist dieselbe, es liegt jedoch ein anderer Gedanke vor.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in den Aufsatz „Sinn und Bedeutung“ von Gottlob Frege ein und skizziert die geplante Untersuchung der Unterscheidung zwischen Zeichen, Sinn und Bedeutung.

2. Einfache Ausdrücke: Hier werden die Grundbegriffe der Theorie definiert und die Unterscheidung zwischen dem objektiven Sinn, der Bedeutung eines Ausdrucks und den subjektiven Vorstellungen erläutert.

2.1. Definition von Sinn und Bedeutung bei Eigennamen: Dieses Kapitel erläutert anhand des Venus-Beispiels, wie identische Bedeutungen unterschiedliche Erkenntniswerte durch verschiedene Sinne aufweisen können.

2.2 Gerade und ungerade Rede: Das Kapitel analysiert, wie sich die Bedeutung eines Satzes oder Ausdrucks ändert, wenn dieser in ungerader Rede (etwa in indirekten Aussagen) verwendet wird.

2.3. Vorstellungen: Hier wird die subjektive Komponente der Vorstellung von dem objektiven Sinn und der Bedeutung eines Zeichens abgegrenzt.

3. Behauptungssätze: Dieses Kapitel überträgt die Unterscheidung von Sinn und Bedeutung auf Sätze, wobei der Sinn als Gedanke und die Bedeutung als Wahrheitswert definiert wird.

4. Nebensätze: Es wird untersucht, ob sich die für Behauptungssätze aufgestellte Theorie auch auf Nebensätze anwenden lässt und welche Rolle dabei die ungerade Rede spielt.

5. Die Kennzeichnungstheorien von Frege und Russell: Dieses Kapitel vergleicht Freges Auffassung über leere Kennzeichnungen mit den Thesen von Bertrand Russell und beleuchtet die Unterschiede in ihrer Argumentation.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Analyse zusammen und bewertet die beiden Theorien als zwar lückenhaft, aber in ihrer gegenseitigen Abhängigkeit als erkenntnisreich.

Schlüsselwörter

Gottlob Frege, Bertrand Russell, Sinn, Bedeutung, Eigennamen, Wahrheitswert, Behauptungssatz, Nebensatz, Kennzeichnungstheorie, Referenz, Identität, Gerade Rede, Ungerade Rede, Gedanke, Sprachphilosophie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der sprachphilosophischen Unterscheidung zwischen Sinn und Bedeutung, wie sie Gottlob Frege in seinem berühmten Aufsatz „Über Sinn und Bedeutung“ formuliert hat.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von Eigennamen, die Unterscheidung zwischen direkter und indirekter (ungerader) Rede sowie den Vergleich zwischen Freges Ansatz und den Kennzeichnungstheorien von Bertrand Russell.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die theoretischen Konzepte Freges zu erläutern und aufzuzeigen, wie sie bei der Lösung logischer Probleme im Zusammenhang mit Kennzeichnungen und Wahrheitswerten helfen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Ausarbeitung angewendet?

Die Arbeit basiert auf einer textanalytischen und vergleichenden Methode, bei der die Primärquellen von Frege und Russell systematisch untersucht und aufeinander bezogen werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung einfacher Ausdrücke, komplexer Sätze wie Behauptungs- und Nebensätze sowie eine detaillierte Gegenüberstellung der Theorien von Frege und Russell zu definiten Kennzeichnungen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Sinn, Bedeutung, Wahrheitswert, Identität, Kennzeichnung und Referenz bestimmt.

Wie unterscheidet sich die Auffassung von „leeren Kennzeichnungen“ bei Frege und Russell?

Während für Frege ein Ausdruck wie „der gegenwärtige König von Frankreich“ bei Nichtexistenz des Referenten sinnlos oder bedeutungslos ist und somit keinen Wahrheitswert besitzt, wertet Russell den gesamten Satz als schlicht falsch, da er ihn durch eine existenzielle logische Formel ersetzt.

Welche Bedeutung kommt der „ungeraden Rede“ bei der Lösung logischer Widersprüche zu?

Die ungerade Rede ermöglicht es, Ausdrücke, die üblicherweise eine bestimmte Bedeutung haben, in einem anderen Kontext (z.B. bei Wissenszuschreibungen) so zu behandeln, dass ihr Sinn an die Stelle der Bedeutung tritt, was logische Inkonsistenzen vermeidet.

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Details

Title
Sinn und Bedeutung bei Gottlob Frege
College
University of Münster  (Philosophisches Seminar)
Course
Gottlob Frege
Grade
2,0
Author
Maike Gecks (Author)
Publication Year
2009
Pages
11
Catalog Number
V137536
ISBN (eBook)
9783640463954
ISBN (Book)
9783640461110
Language
German
Tags
Gottlob Frege Sinn und Bedeutung Bertrand Russell Kennzeichnungstheorie Kennzeichnungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maike Gecks (Author), 2009, Sinn und Bedeutung bei Gottlob Frege, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137536
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