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Immobilienfinanzierung vor dem Hintergrund des Islamic Banking

Title: Immobilienfinanzierung vor dem Hintergrund des Islamic Banking

Scientific Study , 2009 , 164 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: B.Sc. Udo Nauber (Author), Peter Kunath (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit untersucht die islamische Ökonomik nach ihrer Herkunft ihren Regeln sowie aktuellen Anwendung auf dem Weltmarkt. Es werden dabei die Instrumente und Produkte des „Islamic Banking“ vorgestellt. Das „Islamic Banking“ ist untrennbar mit den religiösen Werten des Islam verknüpft.

Die islamische Ökonomik verbietet aus diesem Grund beispielsweise den Zins, spekulative Geschäfte und fordert eine hohe Transparenz. Diese und weitere Regelungen mit ethisch-religiösem Hintergrund stehen unter strenger Überwachung islamischer Vertreter. Die islamischen Finanzprodukte bilden eine Alternative für Muslime wie Nicht-Muslime Islam-konforme Verträge zu schließen. In dieser Arbeit werden die islamischen Theorien zur Beteiligungsfinanzierung, zu Aufschlagfinanzierungen
und Leasing dargelegt. Ihre Anwendungsmöglichkeiten werden in Bezug zur Immobilienbranche untersucht.
Es wird der Nachfrage- und Angebotsmarkt auf sein Potential auf dem europäischen Markt geprüft. Denn das „Islamic Banking“ bietet zahlreiche Chancen, wie Liquidität von islamischen Investoren in Europa, aber auch eine bessere Entwicklungszusammenarbeit
in großen Teilen Nord- und Ostafrika, mit regionalen muslimischen Unternehmern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 HINFÜHRUNG IN DIE ISLAMISCHE ÖKONOMIK

1.1 Ethisch-religiöser Hintergrund

1.1.1 Der Islam im historischen Kontext

1.1.2 Glaubensvorstellung des Islams

1.1.3 Rechtsrahmen des Islam

1.2 Wirtschaft im Islam

1.2.1 Entstehung der islamischen Ökonomik

1.2.2 Konzeptionelle Grundlagen

1.2.2.1 Riba-Verbot (Zinsverbot)

1.2.2.2 Gharar-Verbot (Glücksspielverbot)

1.2.2.3 Zakat (Sozialabgabe)

1.2.2.4 Business-Ethics

1.2.2.5 Verträge und Geschäfte

2 ISLAMISCHE INVESTITIONS- UND FINANZIERUNGSINSTRUMENTE

2.1 Beteiligungsfinanzierungen

2.1.1 Musharaka

2.1.2 Abnehmende Musharaka (Diminishing Musharaka)

2.1.3 Mudaraba

2.1.4 Kombination von Musharaka und Mudaraba

2.1.5 Würdigung der Beteiligungsfinanzierungen

2.2 Aufschlagsfinanzierungen

2.2.1 Murabaha

2.2.2 Tawarruq und Bay Inah

2.2.3 Salam

2.2.4 Arbun

2.2.5 Istisna

2.2.6 Qard Hassan

2.2.7 Würdigung der Aufschlagsfinanzierungen

2.3 Leasing

2.3.1 Ijara

3 ISLAMISCHE FINANZPRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN

3.1 Immobilienfinanzierung

3.1.1 Grundlagen

3.1.2 Diminishing Musharaka

3.1.3 Ijara-wa-Iktina

3.1.4 Murabaha Bay Bithaman Ajil

3.1.5 Beispiel für Ijara-wa-Iktina und Abnehmende Musharaka

3.2 Investitionskredite und Projektfinanzierung

3.2.1 Sonstige Kredite

3.3 Islamische Anleihen (Sukuk)

3.3.1 Sukuk-Markt

3.3.2 Sukuk-al-Ijara

3.3.3 Sukuk-al-Musharaka

3.3.4 Sonderformen von Sukuk

3.3.5 Fallbeispiel Expansionsvorhaben Airport Dubai

3.3.6 Fallbeispiel Immobilienportfolio Land Sachsen-Anhalt

3.3.7 Herausforderungen zu konventionellen Produkten

3.4 Islamische Kapitalmarktprodukte

3.4.1 Grundlagen

3.4.2 Immobilienfonds

3.4.3 Sonstige Fonds

3.5 Islamische Versicherungen im Bausektor (Takaful)

3.5.1 Grundlagen

3.5.2 Mudaraba-Modell

3.5.3 Wakala-Modell

3.5.4 Islamische Rückversicherung (Retakaful)

3.6 Konten und Karten

3.6.1 Islamische Konten

3.6.2 Islamische Karten

4 DAS ISLAMISCHE BANKWESEN

4.1 Anbietermarkt

4.2 Nachfragemarkt

5 WERTUNG UND AUSBLICK

5.1 Vergleich Ijara und konventionelles Leasing

5.2 Risiken

5.3 Islamische Produkte im europäischen Raum

5.4 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Besonderheiten der islamischen Ökonomie sowie deren Anwendungsfelder, insbesondere im Bereich der Immobilienfinanzierung, darzustellen. Dabei wird analysiert, wie sich das auf islamischen religiösen Werten basierende Finanzwesen von konventionellen Systemen unterscheidet und welche Rolle Instrumente wie Musharaka, Murabaha und Sukuk in der Praxis spielen.

  • Historischer Hintergrund und ethisch-religiöse Wurzeln des Islam
  • Konzeptionelle Grundlagen der islamischen Ökonomik (Zins- und Glücksspielverbot)
  • Islamische Investitions- und Finanzierungsinstrumente (Beteiligungs- und Aufschlagsmodelle)
  • Anwendungsmöglichkeiten im Bau- und Immobiliensektor
  • Marktanalyse und Ausblick für den europäischen Bankensektor

Auszug aus dem Buch

1.1.1 Der Islam im historischen Kontext

Der Koran ist die Heilige Schrift der Muslime. Er ist eine Sammlung der göttlichen Offenbarungen, die der letzte Prophet erhalten hat. Seine erste Offenbarung erhielt Muhammad im Monat Ramadan 610 n. Chr.; die letzte Offenbarung hatte er 632 n. Chr. in Medina.1

Mekka war damals bereits ein besonderer religiöser Ort, der aufgrund der Kaaba als heilige Stätte zahlreiche Pilger des vorislamischen „heidnischen“ Arabien anzog und somit relativen Wohlstand aufwies.

Darüber hinaus war Mekka ein bedeutender Umschlagplatz einer Handelsstraße, die Südarabien mit Gaza verband. So war die Stadt fest in den Händen der Kaufleute, zu denen auch Muhammads Frau Khadija zählte, deren Angestellter er gleichzeitig war.2 „[…] Aus dieser Ehe stammt Fatima, das einzige Kind, das den Propheten überlebte und aus deren Ehe mit Ali – Muhammads Vetter und Sohn seines Pflegevaters Abu Talib – Hasan und Husain hervorgingen, Stammväter der heute zahlreichen Saiyids oder Scherifen (Sing. Sharif), die ihre Genealogie auf den Gründer des Islams zurückführen.“3

Zusammenfassung der Kapitel

1 HINFÜHRUNG IN DIE ISLAMISCHE ÖKONOMIK: Dieses Kapitel erläutert den historisch-religiösen Hintergrund des Islams sowie die ökonomischen Grundprinzipien, wie das Zinsverbot und das Verbot spekulativer Risiken.

2 ISLAMISCHE INVESTITIONS- UND FINANZIERUNGSINSTRUMENTE: Hier werden die verschiedenen islamischen Finanzierungsformen, unterteilt in Beteiligungs- und Aufschlagsmodelle, detailliert vorgestellt und hinsichtlich ihrer Funktionsweise und Eignung analysiert.

3 ISLAMISCHE FINANZPRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN: Dieses Kapitel behandelt die konkrete Anwendung der Instrumente in Bereichen wie Immobilienfinanzierung, Anleihen (Sukuk), Versicherungen (Takaful) sowie Konten und Karten.

4 DAS ISLAMISCHE BANKWESEN: Die Entwicklung des islamischen Bankensektors, der Anbietermarkt und die Herausforderungen bei der Integration in konventionell geprägte Märkte stehen hier im Fokus.

5 WERTUNG UND AUSBLICK: Das Fazit bewertet die Praktikabilität islamischer Finanzierungsformen, zieht einen Vergleich zum konventionellen Leasing und gibt einen Ausblick auf die Zukunftsperspektiven in Europa.

Schlüsselwörter

Islamische Ökonomik, Islamic Banking, Scharia, Zinsverbot, Riba, Musharaka, Mudaraba, Murabaha, Sukuk, Takaful, Immobilienfinanzierung, Profit-and-Loss-Sharing, Islamische Finanzprodukte, Beteiligungsfinanzierung, Finanzkrise.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit den theoretischen und praktischen Aspekten der islamischen Ökonomie und zeigt auf, wie religiöse Prinzipien, wie das Zinsverbot, bei der Gestaltung moderner Finanzinstrumente angewendet werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der ethisch-religiöse Hintergrund des Islams, islamische Beteiligungs- und Aufschlagsfinanzierungen, der Markt für Sukuk-Anleihen und Takaful-Versicherungen sowie die Immobilienfinanzierung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, ein Verständnis für das islamische Finanzwesen zu schaffen und aufzuzeigen, wie diese alternativen Finanzierungsinstrumente in der Immobilienbranche und bei Projektfinanzierungen eingesetzt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse sowie die Untersuchung von Finanzmodellen und Fallbeispielen, um die Eignung islamischer Finanzinstrumente theoretisch zu fundieren und praktisch einzuordnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen Finanzierungsinstrumente (z.B. Musharaka, Mudaraba, Murabaha), deren Voraussetzungen, Risiken und Anwendbarkeit sowie die Rolle der Scharia Boards.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Islamische Ökonomik, Islamic Banking, Riba, Musharaka, Sukuk, Takaful und die Immobilienfinanzierung gemäß Scharia-Vorgaben.

Welche Rolle spielt das Zinsverbot (Riba-Verbot) in der Praxis?

Das Riba-Verbot ist ein Kernpfeiler des islamischen Bankwesens; anstelle fester Zinsen werden Gewinnbeteiligungen oder Aufschläge vereinbart, was die Finanzierung zu einer Partnerschaft auf Augenhöhe macht.

Welche Herausforderungen bestehen für islamische Banken in Europa?

Die größten Herausforderungen sind die steuerlichen Benachteiligungen (z.B. doppelte Grunderwerbsteuer), der Mangel an standardisierten Produkten und das oft geringe Wissen bei Bankmitarbeitern und Kunden über Scharia-konforme Lösungen.

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Details

Title
Immobilienfinanzierung vor dem Hintergrund des Islamic Banking
College
University of Weimar
Course
Wissenschaftliches Kolleg
Grade
1,5
Authors
B.Sc. Udo Nauber (Author), Peter Kunath (Author)
Publication Year
2009
Pages
164
Catalog Number
V137574
ISBN (eBook)
9783640474271
ISBN (Book)
9783640474387
Language
German
Tags
Immobilienfinanzierung Islamic Banking Islamic Finance Immobilienökonomie Mudaraba Murabaha Ijara
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.Sc. Udo Nauber (Author), Peter Kunath (Author), 2009, Immobilienfinanzierung vor dem Hintergrund des Islamic Banking, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137574
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