In dieser Hausarbeit wird detailliert über die Distributionslogistik sowie deren Struktur geschrieben. Vertieft wird auf die Wertschöpfung eingegangen, einhergehend mit der Aufsetzung sowie Standortauswahl. Als Praxisbeispiel wird die Mehrheitsbeteiligung eines deutschen Unternehmens an einem indischen Unternehmen gezeigt.
"Polen sei wegen der günstigen geografischen Lage, der guten Anbindung und einer "großartigen Beschäftigen-Basis" ausgesucht worden, erklärte das Unternehmen.", schrieb die Zeitung Handelsblatt im Jahre 2013 bezugnehmend auf das Unternehmen Amazon. Der Online-Händler kündigte damals drei große, neue Logistikzentren in Polen an. Es sollte sich dabei nicht um eine Verlagerung der Logistik-Standorte aus Deutschland handeln, sondern es sollte vorrangig das Ziel verfolgt werden, das gesamte europäische Geschäft auszubauen. Die Distributionslogistik ist von hoher Bedeutung für den Unternehmenserfolg, da in heutigen Märkten ständig steigende Kundenanforderungen den Markt bestimmen. Auf den Käufermärkten, auf denen sich das Produkt kaum gegenüber dem Konkurrenzprodukt unterscheidet, sticht die Logistik für viele Unternehmen als wesentliches Differenzierungsmerkmal hervor. So gehören Schnelligkeit und Zuverlässigkeit zu einem wesentlichen Bestandteil der Distributionslogistik.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung in die Thematik
2. Begriffsbestimmung
2.1. Distributionslogistik
2.2. Wertschöpfung
3. Wertschöpfende Maßnahmen in der Distributionslogistik
3.1. Aufgaben & Ziele der Distributionslogistik
3.1.1. Distributionsprozess und Zielgrößen
3.1.2. Örtliche Verfügbarkeit von Waren
3.2. Distributionsstruktur
3.3. Standortwahl
4. Optimierung der Wertschöpfungskette anhand der Brenntag AG
4.1. Vorstellung des Unternehmens
4.2. Verbesserung der Wertschöpfungskette bei der Brenntag AG
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht, wie gezielte Maßnahmen in der Distributionslogistik zur Optimierung der Wertschöpfungskette eines Unternehmens beitragen können. Dabei wird insbesondere auf die Bedeutung der Standortwahl, Distributionsstrukturen und Mehrwertdienstleistungen eingegangen, um den Herausforderungen durch steigende Kundenanforderungen sowie Marktveränderungen proaktiv zu begegnen.
- Grundlagen der Distributionslogistik und Wertschöpfung
- Aufgaben, Ziele und Zielgrößen in der Distributionslogistik
- Gestaltung von Distributionsstrukturen und Standortwahl
- Optimierung der Wertschöpfungskette am Beispiel der Brenntag AG
- Mehrwertdienstleistungen als Differenzierungsmerkmal
Auszug aus dem Buch
3.1.2. Örtliche Verfügbarkeit von Waren
„Nur wer liefern kann, macht das Geschäft“, beschreibt Reinhard Koether im Zusammenhang mit kurzfristiger und termingetreuer Lieferung, um die Absicherung des Geschäfts zu gewährleisten. So zeigt sich, dass Logistikaktivitäten für die Erzeugung eines Gebrauchswertes des Produkts von Nöten sind, um die Wertschöpfung des Produktes zu erhöhen. Der Gebrauchswert des Produktes lässt sich demnach nicht nur durch die bessere Eignung der Ware erhöhen, sondern steigt auch mit der besseren Verfügbarkeit des Produkts. Die generelle Verfügbarkeit der Ware lässt sich verbessern, indem die Logistikleistungen des Anbieters der Ware verbessert werden, oder indem zusätzliche Logistikleistungen bereits vom Kunden selbst abgewickelt werden. In Verbindung mit dem entsprechenden Lieferservice, kann der Lieferant dadurch die notwendigen Präferenzen beim Kunden für seine Güter erzeugen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung in die Thematik: Die Arbeit thematisiert die steigende Bedeutung der Distributionslogistik als Differenzierungsmerkmal in hart umkämpften Märkten und leitet die Forschungsfrage zur Optimierung der Wertschöpfungskette ab.
2. Begriffsbestimmung: Es werden grundlegende Termini wie Distributionslogistik als Bindeglied zwischen Produktion und Absatz sowie der Begriff der Wertschöpfung im Kontext von Logistikaktivitäten definiert.
3. Wertschöpfende Maßnahmen in der Distributionslogistik: Dieses Kapitel erläutert strategische und operative Aspekte, darunter Zielgrößen wie Lieferfähigkeit, die Wahl der vertikalen und horizontalen Distributionsstruktur sowie komplexe Kriterien der Standortwahl.
4. Optimierung der Wertschöpfungskette anhand der Brenntag AG: Anhand des Praxisbeispiels Brenntag AG wird veranschaulicht, wie durch Akquisitionen, den Ausbau globaler Netzwerke und das Angebot spezieller Mehrwertdienstleistungen die Wertschöpfungskette nachhaltig verbessert wird.
5. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass eine schnelle und flexible Belieferung durch optimale Standorte und logistische Zusatzleistungen essenziell ist, um langfristig als strategischer Partner am Markt zu bestehen.
Schlüsselwörter
Distributionslogistik, Wertschöpfung, Logistik, Standortwahl, Lieferfähigkeit, Lieferservice, Distributionsstruktur, Lagerhaltung, Brenntag AG, Mehrwertdienstleistungen, Supply Chain, Kosteneffizienz, Kundenanforderungen, Transportmanagement, Chemiedistribution.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Rolle der Distributionslogistik bei der Optimierung der unternehmerischen Wertschöpfung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Schwerpunkte liegen auf der Distributionsstruktur, der strategischen Standortwahl und dem gezielten Einsatz von Mehrwertdienstleistungen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, durch welche konkreten Maßnahmen der Distributionslogistik die Wertschöpfungskette eines Unternehmens optimiert werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Fundierung durch Literaturrecherche, die anhand einer Fallstudie über die Brenntag AG in der Praxis veranschaulicht wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung logistischer Zielgrößen und Strukturen sowie in die praktische Untersuchung der Wachstums- und Service-Strategien eines globalen Distributeurs.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Ausarbeitung?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Distributionslogistik, Wertschöpfungskette, Lieferfähigkeit und Standortoptimierung.
Warum spielt die Standortwahl eine so kritische Rolle für das Unternehmen?
Die Standortwahl beeinflusst maßgeblich das Optimum zwischen Logistikkosten und der geforderten Nähe zum Kunden zur Sicherstellung schneller Lieferzeiten.
Welche Maßnahmen ergreift die Brenntag AG konkret zur Verbesserung ihrer Wertschöpfung?
Die Brenntag AG erzielt dies primär durch Akquisitionen zur Netzwerkerweiterung sowie durch das Angebot spezialisierter Mehrwertdienstleistungen wie Umfüllen, Etikettieren und Mischen.
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- Anonym (Author), 2020, Distributionslogistik und ihre Strukturen. Wertschöpfung und Standortauswahl, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1375838