Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Economics - Micro-economics

Corporate Social Responsibility als strategisches Management Tool

Title: Corporate Social Responsibility als strategisches Management Tool

Diploma Thesis , 2009 , 74 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Diplom Volkswirt Jan Schmitz (Author)

Economics - Micro-economics
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Unternehmerisches Engagement für soziale, kulturelle und ökologische Vorhaben gerät immer
mehr in den Fokus des öffentlichen Interesses.1 Dabei besitzen Sponsoring von Kulturveranstaltungen,
der Besitz eigener Sportvereine oder der Bau von Arbeitersiedlungen - kulturelles,
soziales, umweltpolitisches oder lokales Engagement von Unternehmen über ihre eigentlichen
Geschäftsfelder hinaus - in Deutschland eine lange Tradition. Unternehmen selbst
tragen jedoch durch Nachhaltigkeitsberichte (sog. Sustainability Reports)2 auch dazu bei, dass
sie von der Öffentlichkeit als sozial engagierte Bürger in der Gesellschaft (Corporate Citizen)3
gesehen werden. In solchen Berichten geben sie Auskunft über ihren freiwilligen, gesetzliche
Erfordernisse übertreffenden, Einsatz für (prima facie) nicht-ökonomische Ziele. Dieses Engagement
wird auch als Corporate Social Responsibility (CSR) bezeichnet. CSR wird von der
EU-Kommission (2001) in einem Grünbuch definiert,4 „als ein Konzept, das den Unternehmen
als Grundlage dient, auf freiwilliger Basis soziale Belange und Umweltbelange in ihre
Unternehmenstätigkeit und in die Wechselbeziehungen mit den Stakeholdern zu integrieren.
Sozial verantwortlich handeln heißt nicht nur, die gesetzlichen Bestimmungen einzuhalten,
sondern über die bloße Gesetzeskonformität hinaus „mehr" zu investieren in Humankapital,
in die Umwelt und in die Beziehungen zu anderen Stakeholdern.“5
Zu solchen CSR-Maßnahmen zählen beispielsweise eine umweltfreundliche Produktionsweise,
ein fairer Umgang mit Angestellten, sowie transparente und faire wirtschaftliche Geschäftspraktiken.
In dieser Arbeit wird anhand der Darstellung und anschließenden Diskussion
von drei verschiedenen wirtschaftswissenschaftlichen Artikeln mit mathematischen Modellen
erläutert, dass Corporate Social Responsibility, ungeachtet eines gemeinnützigen Effektes,
als Mittel zum Zweck der Gewinnmaximierung von Unternehmen genutzt wird.6 In
dieser Arbeit wird dargestellt, dass trotz anderslautender Proklamationen seitens der Unternehmen7
CSR auch bzw. vor allem instrumentalisiert wird, um Marktungleichheiten und Informationsasymmetrien
zum eigenen Vorteil auszunutzen. Es wird gezeigt, dass CSR als strategisches
Management Tool (engl. Werkzeug) verwendet werden kann, um den Profit eines
Unternehmens langfristig zu steigern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. EINLEITUNG

II. STRATEGISCHE APPLIKATIONEN VON CORPORATE SOCIAL RESPONSIBILITY

III. KONSUMENTEN MIT SOZIALEN PRÄFERENZEN

III.1. Firms` Ethics, Consumer Boycotts, and Signalling

III.1.1. Modellannahmen

III.1.1.1. Unternehmen

III.1.1.2. Konsumenten

III.1.2. Gleichgewicht mit unterschiedlichen reinen Strategien

III.1.3. Gleichgewicht mit identischen reinen Strategien

III.1.4. Gefangenendilemma

III.2. Abschließende Bemerkungen zum Modell von Glazer et. al. (2008)

IV. AKTIONÄRE MIT SOZIALEN PRÄFERENZEN

IV.1. A Modigliani-Miller Theory of Altruistic Corporate Social Responsibility

IV.1.1. Modellannahmen

IV.1.2. Investitionsentscheidung der Individuen

IV.1.3. Homogene Investoren

IV.1.4. Heterogene Investoren

IV.2. Zusammenfassung der Ergebnisse des Modells von Graff Zivin und Small (2005)

V. MANAGEMENTVERTRAG UND CORPORATE SOCIAL RESPONSIBILITY

V. 1. Managerial contracting and corporate social responsibility

V.1.1. Annahmen

V.1.1.1. Zeitlicher Ablauf

V.1.1.2. Das Unternehmen

V.1.1.3. Die Manager

V.1.1.4. Die Aktionäre

V.1.2. Das Vertragsproblem

V.1.3. Der soziale Anreiz und CSR Investitionen

V.2. Zusammenfassungen der Ergebnisse des Modells von Baron (2008)

VI. STILISIERTE FAKTEN UND FAZIT

VII. APPENDIX

VII.1. Appendix zu Kapitel III Konsumenten mit sozialen Präferenzen

VII.1.1 Gleichgewicht mit unterschiedlichen reinen Strategien

VII.1.2. Exkurs: Beide Firmen wählen die gleiche Strategie: Nicht investieren

VII.1.3. Gleichgewicht mit identischen reinen Strategien

VII.1.4. Exkurs: Gemischte Strategien

VII.1.5. Gefangenendilemma

VII.2. Appendix zu Kapitel IV Unternehmenseigner mit sozialen Präferenzen

VII.2.1. Homogene Investoren

VII.2.2. Heterogene Investoren

VII.3. Appendix zu Kapitel V Managementvertrag und Corporate Social Responsibility

VII.3.1. Der Manager

VII.3.2. Das Unternehmen

VII.3.3. Die Aktionäre

VII.3.4. Das Vertragsproblem

VII.3.5. Exkurs: Der Profitanreiz

VII.3.6. Exkurs: Der Nutzen des Managers

VII.3.7. Der soziale Anreiz und CSR-Investitionen

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, auf Basis formaler mathematischer Modelle zu untersuchen, inwieweit Corporate Social Responsibility (CSR) von Unternehmen als strategisches Instrument zur Gewinnmaximierung und Unternehmenswertsteigerung eingesetzt wird, anstatt lediglich als rein gemeinnütziges Engagement zu dienen.

  • Strategische Nutzung von CSR als Managementinstrument
  • Einfluss sozialer Präferenzen von Konsumenten auf Firmenentscheidungen
  • Analyse von Investitionsentscheidungen bei Aktionären mit sozialen Präferenzen
  • Untersuchung von Interessenskonflikten in Managementverträgen im Kontext von CSR
  • Mathematische Modellierung von Wettbewerbseffekten und Anreizstrukturen

Auszug aus dem Buch

III.1. Firms` Ethics, Consumer Boycotts, and Signalling

Im Modell existiert ein Cournot-Duopol mit Mengenwettbewerb zweier Firmen, die identische Produkte oder Dienstleistungen anbieten, sich aber in der Fertigungsweise unterscheiden können. Exemplarisch für moralisches oder unmoralisches Verhalten haben die Firmen in Periode 1 die Wahl einen umweltschädlichen Produktionsprozess zu wählen oder in die Verringerung von Emission zu investieren. Die entstehenden Kosten für die Reduzierung der individuellen Umweltbelastung können sich zwischen den Firmen unterscheiden. In Periode 2 wird das Verhalten der Firmen bekannt und die Konsumenten treffen ihre Kaufentscheidungen.

Glazer et. al. (2008) gehen davon aus, dass Konsumenten, die an einem Boykott beteiligt sind, gewillt sind das boykottierte Gut durch ein anderes, von einer sich moralisch und ethisch besser verhaltenden Firma zu einem höheren Preis zu substituieren. Konsumenten beobachten das Verhalten der Firmen. Moralische Kunden verweigern den Kauf bei unmoralischen Firmen. Ein gewisser Anteil von Konsumenten ist indifferent oder unmoralisch, sprich das Verhalten der Firma ist für den Konsum nicht von Bedeutung. Ein Teil der Konsumenten mit einer solchen Einstellung kann aber, auf Grund des privaten Nutzens eines Boykotts dazu bereit sein, falsche Signale über seine ethischen Präferenzen zu senden und einem Boykott beitreten.

Zusammenfassung der Kapitel

I. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der CSR als strategisches Management-Tool und Darstellung der Relevanz für Unternehmen.

II. STRATEGISCHE APPLIKATIONEN VON CORPORATE SOCIAL RESPONSIBILITY: Vorstellung der grundlegenden These, dass CSR zur langfristigen Gewinnmaximierung und Unternehmenswertsteigerung beitragen kann.

III. KONSUMENTEN MIT SOZIALEN PRÄFERENZEN: Untersuchung, wie Firmen durch CSR auf Konsumenten reagieren können, um Boykotten entgegenzuwirken und Gleichgewichte im Wettbewerb zu finden.

IV. AKTIONÄRE MIT SOZIALEN PRÄFERENZEN: Analyse der Auswirkungen von CSR auf den Aktienpreis unter der Bedingung, dass Investoren soziale Aktivitäten wertschätzen.

V. MANAGEMENTVERTRAG UND CORPORATE SOCIAL RESPONSIBILITY: Betrachtung von CSR aus unternehmensinterner Sicht und Analyse der Anreizgestaltung für Manager.

VI. STILISIERTE FAKTEN UND FAZIT: Kritische Zusammenfassung der Ergebnisse und deren Bedeutung für die strategische Nutzung von CSR.

Schlüsselwörter

Corporate Social Responsibility, CSR, Gewinnmaximierung, Strategisches Management, Konsumentenboykott, Soziale Präferenzen, Aktionäre, Mathematische Modelle, Cournot-Duopol, Anreizsysteme, Prinzipal-Agent-Problem, Unternehmenswert, Nachhaltigkeit, Signaling, Spieltheorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob Corporate Social Responsibility (CSR) als strategisches Werkzeug genutzt werden kann, um den Unternehmenswert und den langfristigen Profit zu steigern, statt es nur als philanthropisches Engagement zu betrachten.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die Rolle von Konsumenten mit sozialen Präferenzen, die Reaktion von Aktionären auf CSR-Maßnahmen sowie die Anreizstrukturen innerhalb von Managementverträgen für soziale Investitionen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist der formale Nachweis mittels mathematischer Modelle, dass Unternehmen soziale Präferenzen von Anspruchsgruppen instrumentalisieren können, um ihre eigenen ökonomischen Ziele zu erreichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden verschiedene wirtschaftswissenschaftliche Artikel analysiert, die mithilfe mathematischer Modellierung (z.B. Cournot-Duopol, Prinzipal-Agent-Ansätze) die strategischen Aspekte von CSR formal beweisen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden drei spezifische Modelle diskutiert: CSR als Antwort auf Konsumentenboykotte (Glazer et al.), die Modigliani-Miller-Theorie zu altruistischem CSR bei Investoren (Graff Zivin und Small) sowie die Gestaltung von Managementverträgen für CSR (Baron).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie CSR, strategisches Management, Gewinnmaximierung, Spieltheorie und soziale Präferenzen.

Wie beeinflussen Konsumenten die CSR-Strategie eines Unternehmens?

Durch soziale Präferenzen können Konsumenten Unternehmen bei unethischem Verhalten boykottieren, was Firmen dazu zwingt, in CSR zu investieren, um Marktanteile zu sichern oder durch Produktdifferenzierung höhere Gewinne zu erzielen.

Was ist das Ergebnis der Analyse zu Aktionären?

Das Ergebnis zeigt, dass bei homogenen Investoren CSR den Aktienpreis nicht beeinflusst, während bei heterogenen Investoren mit ausgeprägten sozialen Präferenzen CSR-Investitionen den Firmenwert sogar steigern können.

Welche Rolle spielen Manager bei CSR-Entscheidungen?

Manager entscheiden über die soziale Allokation im Unternehmen. Ihre Motivation hängt von ihrem Arbeitsvertrag, dem Profitanreiz und ihrer persönlichen Wertschätzung für soziale Projekte ab, wobei ihre Fähigkeit eine entscheidende Rolle für den Unternehmenserfolg spielt.

Führt CSR immer zu höheren Gewinnen?

Nein, der Effekt von CSR auf den Gewinn ist stark von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängig. In wirtschaftlich schwachen Zeiten können zu hohe CSR-Ausgaben sogar negative Auswirkungen auf den finanziellen Unternehmenserfolg haben.

Excerpt out of 74 pages  - scroll top

Details

Title
Corporate Social Responsibility als strategisches Management Tool
College
University of Heidelberg
Grade
1,3
Author
Diplom Volkswirt Jan Schmitz (Author)
Publication Year
2009
Pages
74
Catalog Number
V137597
ISBN (eBook)
9783640452200
ISBN (Book)
9783640452385
Language
German
Tags
Corporate Social Responsibility Management Tool
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom Volkswirt Jan Schmitz (Author), 2009, Corporate Social Responsibility als strategisches Management Tool, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137597
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  74  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint