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Arbeitslosigkeit als Faktor sozialer Ausgrenzung. Eine ökonomische Betrachtung gesellschaftlicher Faktoren des Ausschlusses

Titel: Arbeitslosigkeit als Faktor sozialer Ausgrenzung. Eine ökonomische Betrachtung gesellschaftlicher Faktoren des Ausschlusses

Seminararbeit , 2008 , 19 Seiten , Note: 1

Autor:in: Christoph Klinger Zänker (Autor:in)

Soziologie - Arbeit, Ausbildung, Organisation
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Thematik Arbeitslosigkeit als Faktor sozialer Ausgrenzung und stellt dazuführende Faktoren sowie Folgen und die sich daraus ergebene Problematik für den Einzelnen vor.

Der Verlust der Erwerbsarbeit bedeutet für ein Individuum der gegenwärtigen Generation nicht nur Verlust des Broterwerbs, sondern auch Verlust der gesellschaftlichen und persönlichen Identität. So signalisiert die Vollbeschäftigung heutzutage soziale Zugehörigkeit, nicht nur als Frage des Status, sondern auch als Indikator, in welche Klasse der Gesellschaft der Mensch zugeordnet wird. So lässt sich, grob gesehen, die Gesellschaft, unter Betrachtung der Beschäftigung als Kriterium, in zwei Lager spalten: das Lager der Beschäftigten und das der Unbeschäftigten. Das Augenmerk liegt hier auf der Gruppe der Unbeschäftigten, die in heutigen Zeiten als "Überfluss" angesehen wird und somit einer starken sozialen Ausgrenzung ausgeliefert ist. War bisher die Wegwerfgesellschaft der Dinge als Zeichen des materiellen Überschusses der Massenproduktion vorherrschend, so scheint derzeit die Entwicklung zur Wegwerfgesellschaft der Menschen zu gehen.

Dieses Phänomen des menschlichen Überflusses in Zeiten der Massenarbeitslosigkeit ist oftmals Brennpunkt kontroverser Globalisierungsdiskussionen. Besondere Brisanz bringt folgende Fragestellung auf: Erfolgt die soziale Bewertung oder die Bestimmung der persönlichen Identität eines Menschen heutzutage vorrangig anhand seines beruflichen Tätigseins?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Historische und gegenwärtige Ursachen der Arbeitslosigkeit

2.1 Industrialisierung - Revolution in Technik und Wirtschaft

2.1.1 Technologischer Fortschritt und Massenproduktion

2.1.2 Prozessoptimierung und Steigerung der Produktivität

2.2 Globalisierung - Arbeit als globale Ware

2.2.1 Weltweiter Standortwettbewerb um Niedriglohnarbeit

2.2.2 Substitution von Arbeitskräften durch Maschinen

2.2.3 Fortlaufende globale Technologieentwicklung

3 Zu viel Mensch für zu wenig Arbeit?

3.1 Mensch als Überfluss

3.1.1 Population und geographischer Raum

3.1.2 Nachfrage und Angebot von Arbeitsvolumen

3.2 Formen der Arbeitslosigkeit

3.2.1 Temporäre Arbeitslosigkeit

3.2.2 Dauerhafte Arbeitslosigkeit

4 Resultierende soziale Ausgrenzung

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der fortschreitenden Globalisierung, technologischen Rationalisierungsprozessen und der daraus resultierenden sozialen Ausgrenzung durch Arbeitslosigkeit. Ziel ist es, zu analysieren, wie sich der Verlust der Erwerbsarbeit auf die Identität und gesellschaftliche Teilhabe des Individuums auswirkt und welche strukturellen Ursachen für die Entstehung von „menschlichem Überfluss“ verantwortlich sind.

  • Historische Entwicklung der Arbeit und Produktivitätssteigerung
  • Globaler Standortwettbewerb und Arbeitskostendruck
  • Technologische Substitution von menschlicher Arbeitskraft
  • Die Rolle von Arbeit für soziale Identität und Status
  • Folgen der sozialen Ausgrenzung für das Individuum

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Technologischer Fortschritt und Massenproduktion

Der technologische Fortschritt im Sinne der industriellen Revolution ist sicher ein Kriterium für die Entwicklung der Gesellschaften der Industrieländer in die Richtung der Globalisierung. Einerseits sicherlich, da durch den enormen Entwicklungssprung erst die technischen Voraussetzungen geschaffen wurden, um eine globale Vernetzung zu ermöglichen, andererseits um überhaupt in die Situation zu kommen, eine Überproduktion anzustreben und so mit anderen Nationen und Ländern im regen Austausch des Warenhandels zu stehen.

Überproduktion soll in diesem Sinne derart verstanden werden, dass tatsächlich und absichtlich mehr produziert wird als zur Eigenbedarfsdeckung benötigt wird (vgl. Gönner, Lind 1997: 69ff.). Dennoch bleibt zu beachten, dass nicht nur Ware in großen Mengen produziert wurde, sondern auch eine neue Dichte durch die Reproduktion der Menschen in dieser Zeit entstand, in der die Bevölkerung ein komplett anderes Problem auftreten ließ. Unter anderem führten die Veränderungen innerhalb der Modernisierung dazu, dass sich, von 1800 bis zu der Zeit unmittelbar vor dem Zweiten Weltkrieg, die Bevölkerungszahl der Menschen in Deutschland verdreifachte (vgl. Fox, Hirsch 2002: 48). Somit muss vorerst, um die heutige Relevanz des Verhältnisses benötigter Arbeitskraft zu tatsächlich vorhandenem Arbeitsvolumen in Deutschland und die damit zusammenhängenden sozialen Ausgrenzung, der historische Aspekt der Entwicklung der Arbeitsintensivierung und Produktivitätssteigerung beleuchtet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Ängste vor der Zukunft und Globalisierung sowie den Verlust der Erwerbsarbeit als zentrales identitätsstiftendes Merkmal in modernen Gesellschaften.

2 Historische und gegenwärtige Ursachen der Arbeitslosigkeit: Dieses Kapitel arbeitet die technologischen Entwicklungen und globalen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf, die zur Rationalisierung und Entwertung klassischer Arbeitsplätze führten.

3 Zu viel Mensch für zu wenig Arbeit?: Hier werden die theoretischen Konzepte hinter dem „Überfluss“ an Menschen sowie die Differenzierung zwischen temporärer und dauerhafter Arbeitslosigkeit untersucht.

4 Resultierende soziale Ausgrenzung: Das Kapitel beschreibt, wie durch Arbeitslosigkeit soziale Teilhabe und Status sowie die persönliche Identität des Einzelnen gefährdet werden.

5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Arbeitslosigkeit ein schichtübergreifendes Phänomen der globalisierten Moderne darstellt und politische Reformstrategien zur Standortsicherung notwendig sind.

Schlüsselwörter

Globalisierung, Arbeitslosigkeit, soziale Ausgrenzung, Massenproduktion, Produktivitätssteigerung, Rationalisierung, industrielle Revolution, menschlicher Überfluss, Erwerbsarbeit, Identitätsverlust, Standortwettbewerb, technologische Substitution, soziale Sicherheit, Arbeitsmarkt, Wirtschaftsgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Ursachen und sozialen Folgen von Arbeitslosigkeit im Kontext der Globalisierung und technischer Rationalisierung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf dem technologischen Wandel, dem globalen Standortwettbewerb um Arbeitskosten sowie dem soziologischen Phänomen des „menschlichen Überflusses“.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es wird untersucht, ob die Bestimmung der persönlichen Identität und die soziale Bewertung eines Menschen heute primär an seine berufliche Tätigkeit gebunden sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, um historische Entwicklungen und soziologische Theorien, etwa von Zygmunt Bauman, zur Ausgrenzung in der Moderne zusammenzuführen.

Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?

Der Hauptteil befasst sich mit der Historie des Industrialismus, der Automatisierung von Arbeitsprozessen und den Mechanismen, die Individuen zu „Überflüssigen“ innerhalb der globalisierten Ökonomie machen.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Argumentation?

Zentrale Begriffe sind Globalisierung, soziale Ausgrenzung, technologische Substitution, Produktivitätssteigerung und der Verlust der Erwerbsarbeit.

Wie unterscheidet der Autor zwischen temporärer und dauerhafter Arbeitslosigkeit?

Während temporäre Arbeitslosigkeit historisch als vorübergehender Zustand angesehen wurde, beschreibt der Autor eine dauerhafte Arbeitslosigkeit als eine strukturelle Ausgrenzung, bei der die Hoffnung auf Wiedereingliederung für Betroffene oft verloren geht.

Welche Rolle spielt die „Wegwerfgesellschaft“ im Kontext der Arbeitskraft?

Der Begriff beschreibt eine Gesellschaftsform, in der nicht nur Waren, sondern zunehmend auch Menschen durch Effizienzsteigerungen und technologische Substitution als „überschüssig“ betrachtet werden.

Welche Lösungsvorschläge werden für den Arbeitsstandort Deutschland im Fazit angeführt?

Der Text schlägt eine Reduzierung von Lohnnebenkosten vor, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen und die Rückverlagerung von Arbeitsplätzen attraktiver zu gestalten.

Was bedeutet der Verlust der „Erwerbsarbeit“ für die soziale Identität?

Der Verlust führt laut der Arbeit nicht nur zu ökonomischer Not, sondern zum Verlust gesellschaftlicher Zugehörigkeit und der Zerstörung des „Brotwerbs“ als Basis der persönlichen Identität.

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Details

Titel
Arbeitslosigkeit als Faktor sozialer Ausgrenzung. Eine ökonomische Betrachtung gesellschaftlicher Faktoren des Ausschlusses
Hochschule
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin  (FBI)
Veranstaltung
Soziologie
Note
1
Autor
Christoph Klinger Zänker (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
19
Katalognummer
V1376087
ISBN (PDF)
9783346914279
ISBN (Buch)
9783346914286
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ausschluss Ökonomie Soziologie Industrialisierung Arbeitslosigkeit gesellschaftliche Folgen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christoph Klinger Zänker (Autor:in), 2008, Arbeitslosigkeit als Faktor sozialer Ausgrenzung. Eine ökonomische Betrachtung gesellschaftlicher Faktoren des Ausschlusses, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1376087
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Leseprobe aus  19  Seiten
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