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Kapitalstrukturrisiko und Arbitrageprozesse: die Modigliani-Miller These zur optimalen Kapitalstruktur

Title: Kapitalstrukturrisiko und Arbitrageprozesse: die Modigliani-Miller These zur optimalen Kapitalstruktur

Seminar Paper , 2002 , 20 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Chris Sebastian Heidrich (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Überlegt man sich intuitiv, welchen Einfluß die Kapitalstruktur eines Unternehmens auf
dessen Marktwert hat, so wird man vermutlich zu dem Ergebnis gelangen, daß der Marktwert
des Unternehmens vom Verhältnis Fremd- zu Eigenkapital, also dem Verschuldungsgrad,
abhängig ist, eben weil es sich bis zu einer bestimmten Grenze lohnen kann, das mit höheren
Renditeforderungen versehene Eigenkapital durch niedriger verzinstes Fremdkapital zu
ersetzen, und somit die Kapitalkosten zu senken und den Unternehmenswert zu erhöhen.
Das ist auch das Ergebnis der traditionellen These zur optimalen Kapitalstruktur, welche die
Relevanz des Verschuldungsgrades für den Marktwert des Unternehmens konstatiert (vgl.
Referat "Investitions-, Kapitalstrukturrisiko, Leverage-Effekt und die optimale Verschuldung:
die traditionelle These zur optimalen Kapitalstruktur").
Franco Modigliani und Merton H. Miller haben diese These in ihrem vielbeachteten Aufsatz
1958 (vgl. Modigliani/Miller 1958, S. 261-297) widerlegt. Sie gehen unter bestimmten
Prämissen davon aus, daß weder der Marktwert des Unternehmens, noch dessen
durchschnittliche Kapitalkosten vom Verhältnis der Eigen- zum Fremdkapital abhängt. Das
bedeutet „Die Art der Finanzierung eines Unternehmens ist für den Erfolg eines
Unternehmens ebenso wichtig wie das fünfte Rad am Wagen“ (vgl. Kruschwitz 2002, S.225)
Im folgenden soll das als Modiglini-Miller-These oder Irrelevanzhypothese in die Literatur
eingegangene Theorem dargestellt werden. Es werden zunächst die Prämissen aufgezeigt,
unter denen die Irrelevanzhypothese Gültigkeit beansprucht, gefolgt von den drei Modigliani-
Miller-Theoremen und der Kritik, die Modigliani/Miller erfahren mussten.

Excerpt


Gliederung

I. Einleitung

II. Einführung

a) Modellprämissen

b) Geschäfts- und Kapitalstrukturrisiko

c) Konzept der Risikoklassen

d) Charakteristika des Modigliani-Miller-Theorems

III. Die drei Modigliani-Miller-Theoreme

a) Erstes Theorem : Irrelevanz der Kapitalstruktur für den Marktwert eines Unternehmens

b) Zweites Theorem : Die Eigenkapitalkosten als lineare Funktion des Verschuldungsgrades

c) Drittes Theorem : die Konstanz der durchschnittlichen Kapitalkosten

IV. Ausgewählte Kritikpunkte

V. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die Modigliani-Miller-Theoreme zur optimalen Kapitalstruktur, um deren zentrale Aussage der Kapitalstruktur-Irrelevanz unter den Bedingungen eines vollkommenen Kapitalmarkts zu untersuchen und kritisch zu hinterfragen.

  • Grundlegende Modellprämissen von Modigliani und Miller
  • Die drei Theoreme der Unternehmensbewertung und Kapitalkosten
  • Arbitrageprozesse als Mechanismus zur Preisangleichung
  • Kritische Auseinandersetzung mit den Modellannahmen und der empirischen Relevanz

Auszug aus dem Buch

II. a.) Modellprämissen

Die Prämissen, unter denen MM ihre These ableiten und beweisen, lassen sich grob in zwei Gruppen aufteilen (vgl. Swoboda 1992, S. 155f) :

Die erste Gruppe umfasst Prämissen, die sicherstellen sollen, dass ein vollkommener Kapitalmarkt bei Unsicherheit besteht. Im einzelnen sind das :

- Finanzierungstitel sind beliebig teilbar. Es bestehen keine Transaktions- und Informationskosten. Die Finanzierungstitel werden in atomistischer Konkurrenz gehandelt, das heißt, alle Akteure treten als Preisnehmer auf (Vgl. Kruschwitz 2002, S. 227 sowie Perridon/Steiner 1999, S. 485)

- Es existieren keine von der Kapitalstruktur abhängige Steuern. Für das deutsche Steuerrecht bedeutet das eine Nichtexistenz der Körperschaftssteuer (vgl. Vormbaum 1990, S.55) .

- Es existieren keine Kapitalmarktrestriktionen, d.h. Unternehmen und private Investoren können zu gleichen Zinssätzen in beliebiger Höhe Kapital aufnehmen und anlegen, der Grenzzinssatz ist also konstant. Ein Ausfallrisiko für Kredite besteht nicht 1. Damit ist der Marktwert des Fremdkapitals gleich dem Nominalwert. (vgl. Perridon/Steiner 1999, S. 486)

- Privathaftung ist ausgeschlossen. Das bedeutet, dass die Gläubiger maximal die Cashflows ausbezahlt bekommen, selbst wenn die Cashflows aus den Investitionen nicht ausreichen, die Festansprüche der Gläubiger zu bedienen (vgl. Kruschwitz 2002, S. 227)

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Stellt die traditionelle These zur optimalen Kapitalstruktur der Irrelevanzhypothese von Modigliani und Miller gegenüber und führt in die Themenstellung ein.

II. Einführung: Definiert die notwendigen Modellprämissen, das Geschäfts- und Kapitalstrukturrisiko, das Konzept der Risikoklassen sowie die methodischen Charakteristika des Theorems.

III. Die drei Modigliani-Miller-Theoreme: Erläutert detailliert die drei zentralen Theoreme zur Irrelevanz der Kapitalstruktur, zur linearen Abhängigkeit der Eigenkapitalkosten sowie zur Konstanz der Gesamtkapitalkosten.

IV. Ausgewählte Kritikpunkte: Setzt sich kritisch mit Einwänden von Autoren wie Moxter, Kirsch und Schneider auseinander, insbesondere bezüglich der Modellprämissen und der empirischen Anwendbarkeit.

V. Schlussbemerkung: Fasst die Ergebnisse zusammen und würdigt den methodischen Vorsprung des Modigliani-Miller-Ansatzes trotz der realitätsfernen Prämissen.

Schlüsselwörter

Modigliani-Miller, Kapitalstruktur, Unternehmensbewertung, Eigenkapitalkosten, Fremdkapital, Arbitrageprozesse, vollkommener Kapitalmarkt, Leverage-Effekt, Risikoklasse, Geschäftsrisiko, Finanzierungstheorie, Irrelevanzhypothese, Kapitalkosten, Unternehmenswert, Investitionspolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Finanzierungstheorie und insbesondere die berühmten Theoreme von Modigliani und Miller, die den Einfluss der Kapitalstruktur auf den Marktwert eines Unternehmens untersuchen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Wirkungsweise des Kapitalmarktes, die Definition von Risikoklassen, der Mechanismus von Arbitrageprozessen sowie die Auswirkungen der Verschuldung auf Eigenkapitalkosten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das Modigliani-Miller-Theorem und dessen Irrelevanzhypothese darzustellen, die dafür notwendigen Prämissen aufzuzeigen und die wissenschaftliche Gültigkeit mittels Arbitragebeweisen zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die theoretische Analyse von Finanzmodellen, basierend auf Gleichgewichtsüberlegungen und der mathematischen Herleitung von Kapitalkostenverläufen in Abhängigkeit vom Verschuldungsgrad.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Einführung der Modellprämissen, die detaillierte Vorstellung der drei Modigliani-Miller-Theoreme und die anschließende kritische Diskussion durch verschiedene Finanzwissenschaftler.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Kapitalstruktur, Modigliani-Miller, Arbitrage, vollkommener Kapitalmarkt, Eigenkapitalkosten und Gesamtkapitalkosten.

Wie unterscheidet sich die MM-Theorie von der traditionellen Finanzierungsthese?

Während die traditionelle These den Verschuldungsgrad als relevant für den Unternehmenswert ansieht, leiten Modigliani und Miller aus Gleichgewichtsüberlegungen ab, dass die Finanzierung irrelevant für den Gesamtwert ist.

Warum spielt die Arbitrage eine so zentrale Rolle in den Modellen?

Arbitrageprozesse dienen als Korrekturmechanismus; sie stellen sicher, dass bei Abweichungen zwischen dem Marktwert verschiedener Unternehmen innerhalb einer Risikoklasse Marktgleichgewicht durch Kauf- und Verkaufstransaktionen wiederhergestellt wird.

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Details

Title
Kapitalstrukturrisiko und Arbitrageprozesse: die Modigliani-Miller These zur optimalen Kapitalstruktur
College
University of Hohenheim  (Lehrstuhl für Rechungswesen und Finanzierung)
Course
Seminar zur Investitions- und Finanzierungstheorie
Grade
2,0
Author
Chris Sebastian Heidrich (Author)
Publication Year
2002
Pages
20
Catalog Number
V13760
ISBN (eBook)
9783638193214
Language
German
Tags
Kapitalstrukturrisiko Arbitrageprozesse Modigliani-Miller These Kapitalstruktur Seminar Investitions- Finanzierungstheorie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Chris Sebastian Heidrich (Author), 2002, Kapitalstrukturrisiko und Arbitrageprozesse: die Modigliani-Miller These zur optimalen Kapitalstruktur, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/13760
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