„Wenn mehrere Menschen etwas gemeinsam verrichten wollen, brauchen sie einen Willen. Hundert Willen geben nur ein Chaos. Mehrere Willen unter einen setzen, erzeugt Harmonie. Darauf beruht die Harmonie des Organischen.“
August Pauly, (1850 - 1914)
1.EINLEITUNG
Die Arbeit von Teams erlangt in der heutigen Zeit immer mehr an Bedeutung. Um komplexe Aufgaben zu lösen, braucht es mehrere Personen. Der Grund hierfür ist, dass eine Person nicht alle Aufgaben übernehmen kann und oft nicht über das komplette Wissen verfügt. Transfer von Situationen und Reflexion von Teammitgliedern hilft diese komplexen Problemstellungen und Herausforderungen zu meistern. Teams finden nicht nur im beruflichen Alltag ihre Anwendung, wie zum Beispiel im Change Management. Ob im Mannschaftssport, beim Hausbau, beim Segeltörn oder beim Aufbau eines Straßenfestes, überall werden Teams gebraucht, um über einen gewissen Zeitraum eine komplexe Aufgabe zu bewältigen. Diese Studienarbeit wird die Bedeutung von Teams an einem konkreten Beispiel im Bereich Change Management erläutern und den Vorteil von Teams aufzeigen. Dabei soll das Vorurteil „Team – Toll, ein anderer macht’s!“ entkräftet werden. Beginnen wird die Studienarbeit mit der theoretischen Erläuterung des Begriffes Team und der Abgrenzung zum Begriff Gruppe. Im Anschluss daran folgt die Vorstellung des Projekts, welches zur Untermauerung der theoretischen Aspekte dienen soll. Im Fokus stehen in diesem Abschnitt die Vorstellung des Unternehmens, in dem die Projektarbeit stattfinden soll und das Projekt an sich, mit Ziel und Dauer der Veranstaltung. Im Anschluss daran werden die Teammitglieder vorgestellt und welche Gesichtspunkte bei der Zusammensetzung des Teams berücksichtigt werden sollten. Der nächste Abschnitt beschäftigt sich mit der Planung eines „Kick-Off“-Meetings zum Kennenlernen und zur Zusammenführung des neuen Teams. Die Entwicklung des Teams zu einem Hochleistungsteam, Hindernisse auf diesem Weg und die Rolle des Projekt-/Teamleiters stehen im Anschluss im Mittelpunkt. Abschließen wird die Studienarbeit mit einer Abschlussbemerkung, die das Thema abrundet. Eine ausführliche Beschreibung der Tests und Fragebögen ist nicht Bestandteil dieser Studienarbeit.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. BEGRIFFSKLÄRUNG
2.1 Team vs. Gruppe
2.2 Teamformen
2.3 Teamgröße
3. VORSTELLUNG DES PROJEKTS
3.1 Vorstellung der Firma
3.2 Vorstellung Projekt
4. TEAMMITGLIEDER
4.1 Theoretische Zusammensetzung eines Teams
4.2 Rollenmodell von Belbin
4.3 Zusammensetzung des Projektteams
5. KICK-OFF-MEETING
5.1 Vorteile eines Kick-Off-Meetings
5.2 Vorbereitung eines Kick-Off-Meetings
5.3 Durchführung des Kick-Off-Meetings
6. ENTWICKLUNG DES TEAMS
6.1 Phase 1: Orientierungsphase - Forming
6.2 Phase 2: Kampfphase - Storming
6.3 Phase 3: Organisierungsphase - Norming
6.4 Phase 4: Integrationsphase - Performing
6.5 Phase 5: Abschluss- Transferphase – Adjourning
6.6 Zusammenfassende Förderung des Prozesses durch den Teamleiter
6.7 Mögliche Hindernisse oder Schwierigkeiten
7. ABSCHLUSSBEMERKUNG
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Bedeutung und Entwicklung von Projektteams in einem mittelständischen Familienunternehmen während eines Change-Management-Prozesses. Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch methodische Teamentwicklung und die gezielte Rollenbesetzung die Effizienz gesteigert und das Vorurteil der sozialen Faulheit entkräftet werden kann.
- Theoretische Abgrenzung zwischen Gruppe und Team
- Anwendung des Belbin-Rollenmodells zur Teambesetzung
- Strukturierung und Durchführung eines effektiven Kick-Off-Meetings
- Die Phasen der Teamentwicklung nach Tuckman
- Identifikation und Überwindung von Hindernissen im Teamprozess
Auszug aus dem Buch
6.2 Phase 2: Kampfphase - Storming
In dieser Phase werden Beziehungen zueinander aufgebaut. Die Teammitglieder versuchen dabei u. a., möglichst viel Macht und Einflussmöglichkeiten zu gewinnen, halten nach Verbündeten Ausschau und sind um Rückhalt im Team bemüht. Nach und nach sucht sich das Team eigene Strukturen und Regeln. Es bildet sich eine Teamkultur heraus und Cliquen können entstehen. Die Mitglieder nutzen in der Kampfphase die Gelegenheit Konflikte auszutragen. Oft sind diese Konflikte aber auch Versuche, die eigentlichen Themen zu verhindern oder zu verändern.
In dieser sehr „heißen“ Phase kommt dem Teamleiter wohl die schwierigste Aufgabe zu teil, um das Zerbrechen und vorzeitige Auflösen des Teams zu vermeiden. Er muss dafür sorgen, dass die Kampfphase überwunden wird und das Team zusammenwächst. Dies gelingt ihm mit professionellem Konfliktmanagement. Der Teamleiter/Moderator erinnert die Teilnehmer an die aufgestellten Regeln und verlangt ihre Einhaltung. Er stellt das gemeinsame Ziel wieder in den Vordergrund und bezieht alle Mitglieder ein, so dass die Cliquenbildung unterbunden wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Darstellung der Relevanz von Teams in der heutigen Zeit und Einführung in die Thematik der Studienarbeit im Kontext eines Change-Management-Projekts.
2. BEGRIFFSKLÄRUNG: Theoretische Herleitung des Teambegriffs durch Abgrenzung von der Gruppe sowie Definition von Teamformen und optimaler Teamgröße.
3. VORSTELLUNG DES PROJEKTS: Vorstellung eines mittelständischen Familienunternehmens in der Krise und des spezifischen Change-Management-Projekts zur Neuausrichtung.
4. TEAMMITGLIEDER: Analyse der theoretischen Teamzusammensetzung, Vorstellung des Rollenmodells von Belbin und Anwendung auf die konkrete Projektteam-Besetzung.
5. KICK-OFF-MEETING: Beschreibung der Bedeutung, Vorbereitung und Durchführung einer Auftaktveranstaltung als wesentlicher Baustein für den Erfolg eines neuen Teams.
6. ENTWICKLUNG DES TEAMS: Detaillierte Analyse der fünf Entwicklungsphasen eines Teams und der steuernden Rolle des Teamleiters bei Hindernissen.
7. ABSCHLUSSBEMERKUNG: Zusammenfassende Reflexion über die Leistungsfähigkeit von Teams und die Notwendigkeit aktiver Begleitung durch den Teamleiter.
Schlüsselwörter
Teamentwicklung, Change Management, Projektarbeit, Kick-Off-Meeting, Belbin-Rollenmodell, Teamdynamik, Gruppenprozess, Forming, Storming, Norming, Performing, Adjourning, Teamleiter, Konfliktmanagement, Führung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Studienarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beleuchtet den Prozess der Einführung und gezielten Entwicklung eines neuen Projektteams in einem Unternehmen, das sich in einer Change-Management-Phase befindet.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der theoretischen Fundierung von Teams, der strategischen Teambesetzung mittels Rollenmodellen, der Durchführung von Kick-Off-Meetings und der Steuerung von Teamphasen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, den Nutzen von Teams in einem konkreten Fallbeispiel aufzuzeigen und Strategien zu entwickeln, wie ein Team erfolgreich zu einer effizienten Einheit geformt werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf theoretische Modelle der Organisationspsychologie (u.a. von Belbin, Tuckman, Rosenstiel) und wendet diese auf ein praxisorientiertes Fallbeispiel im Change Management an.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Teams, die konkrete Projektvorstellung, die Analyse der Teamzusammensetzung, die Planung des Kick-Off-Meetings und eine detaillierte Beschreibung der Teamentwicklungsphasen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind Teamentwicklung, Change Management, Projektarbeit, Teamdynamik und Belbin-Rollenmodell.
Warum wird im Projekt auf den Einsatz eines externen Beraters verzichtet?
Die Unternehmensführung verzichtete aus Gründen der Vertrautheit und aufgrund negativer Vorerfahrungen mit externen Kräften auf einen Berater.
Welche Rolle spielt der Personalleiter in dem beschriebenen Projekt?
Er fungiert als Teamleiter und Moderator. Seine Aufgabe ist es, den Prozess voranzutreiben, als Vermittler zu agieren und das Team durch die verschiedenen Phasen der Entwicklung zu führen.
Wie sollen Hindernisse innerhalb des Teams frühzeitig erkannt werden?
Der Autor nennt spezifische Signale wie sinkende Beteiligung, Krankmeldungen, interne Konflikte oder eine nachlassende Qualität der Arbeitsergebnisse, auf die ein Teamleiter sensibel reagieren sollte.
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- Christian Wandtke (Author), 2009, Einführung und Entwicklung eines neuen Projektteams , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137614