Diese Studienarbeit thematisiert das Thema Frauenarmut. Frauenarmut in Deutschland ist leider immer noch nicht selten. Dies hat historische als auch sozialpolitische Gründe. Im Rahmen dieser Studienarbeit wird zunächst der Begriff Armut erläutert. Danach folgt ein historischer Abriss, um zu verstehen, worin Frauenarmut begründet ist. Danach wird auf die sozialpolitischen Kontexte eingegangen, die Frauenarmut begünstigen. Zum Schluss werden Wege aus der Armut aufgezeigt. Dies beinhaltet, wie die Politik das Problem Frauenarmut angehen möchte und ein sozialpolitisches Konzept, welches auf idealistischen Ideen begründet, künftig Armut vorbeugen soll.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definition des Begriffs Armut
3. Ursachen von Frauenarmut
3.1 Historische Kontexte
3.1.1 19. Jahrhundert: Industrialisierung
3.1.2 Nationalsozialismus
3.2 Sozialpolitische Kontexte
3.2.1 Care Arbeit
3.2.2 Das Ehegattensplitting
3.2.3 Arbeitsmarkt: Von Arbeitslosigkeit bis zur Teilzeitbeschäftigung
3.2.4 Ungleichheiten bei der Vermögensverteilung
3.2.5 Frauen im Bildungswesen
3.2.6 Alleinerziehende Frauen
4. Wege aus der Armut
4.1 Umdenken in der Care-Politik
4.2 Bedingungsloses Grundeinkommen
5. Eigene Schlussfolgerung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen und sozialpolitischen Ursachen von Frauenarmut in Deutschland mit dem Ziel, strukturelle Benachteiligungen aufzuzeigen und mögliche Lösungsansätze für eine zukunftsorientierte Armutsprävention zu diskutieren.
- Historische Entwicklung der Arbeitsteilung und Frauenrollen
- Einfluss sozialpolitischer Instrumente wie des Ehegattensplittings
- Die Problematik der Care-Arbeit und Teilzeitbeschäftigung
- Herausforderungen für alleinerziehende Frauen
- Politische Strategien zur Armutsbekämpfung, insbesondere bedingungsloses Grundeinkommen
Auszug aus dem Buch
3.1.1 19. Jahrhundert: Industrialisierung
Die Idustrialisierung um 19. Jahrhundert war ging für die arbeitende Bevölkerungsschicht mit einer erheblichen Verschlechterung der derzeitigen Lebensverhältnisse bis hin zur Verendlung einher.
Um zur dieser Zeit auch nur eine minimale Versorgung gewährleisten zu können, mussten nicht nur Männer, sondern auch Frauen und Kinder in den Fabriken ihre Arbeitskraft Verfügung stellen. Dabei betrug die Löhne der Frau nur etwa 35% bis 50% der Männerlöhne.
Im Allgemeinen galt dabei Frauenarbeit als Zuverdienstmöglichkeit zum dem Einkommen des Mannes. Ein Grund, weshalb unverheiratete Frauen ebenso wie Witwen nicht in der Lage waren ihre Existenz mit ihrer Erwerbsarbeit zu sichern. Langfristig führte dies natürlich dazu dass diese Personengruppen in Armut lebten oder sich in Gemeinschaften, die Miete mit anderen Genossinnen teilten.
In Folge dieser Ungerechtigkeiten entstanden eine Reihe von Institutionen wie Gewerkschaften und Arbeiterparteien und -vereine, die für bessere Arbeitsbedingungen und Löhne kämpften. Das Organisieren der Frauen in Vereinen kam schließlich die Arbeterinnenbewegung zustande. Diese Arbeiterinnenbewegung vertrat damals schon die Vorstellung einer Gleichheit von beiden Geschlechtern. Daher sah sie auch eine Gleichstellung von Frauen im Arbeitsleben bereits als selbstverständlich an.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung umreißt die Relevanz des Themas Frauenarmut in Deutschland und erläutert die historische sowie sozialpolitische Ausgangslage der Untersuchung.
2. Definition des Begriffs Armut: Dieses Kapitel differenziert zwischen absoluter und relativer Armut und reflektiert Armut als ein soziales Konstrukt, das von sozioökonomischen Faktoren abhängt.
3. Ursachen von Frauenarmut: Das Hauptkapitel durchleuchtet historische Entwicklungen (Industrialisierung, NS-Zeit) und aktuelle sozialpolitische Rahmenbedingungen, die Frauen benachteiligen.
4. Wege aus der Armut: Hier werden politische Lösungsansätze wie ein Umdenken in der Care-Politik und die Implementierung eines bedingungslosen Grundeinkommens diskutiert.
5. Eigene Schlussfolgerung: Das Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und plädiert für eine stärkere politische Aufwertung von Sorgearbeit zur nachhaltigen Armutsprävention.
Schlüsselwörter
Frauenarmut, Care-Arbeit, Sozialpolitik, Geschlechtergerechtigkeit, Teilzeitbeschäftigung, Ehegattensplitting, Armutsrisiko, Alleinerziehende, Erwerbsbiografien, industrielle Entwicklung, Armutsprävention, soziale Sicherung, bedingungsloses Grundeinkommen, Bildungsniveau, Vermögensverteilung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Studie befasst sich mit den tiefgreifenden Ursachen von Frauenarmut in Deutschland unter Berücksichtigung historischer und heutiger sozialpolitischer Gegebenheiten.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder umfassen die Rolle der Care-Arbeit, die Auswirkungen der Erwerbstätigkeit (Teilzeit vs. Vollzeit), sozialpolitische Regelungen wie das Ehegattensplitting sowie spezifische Lebenslagen von Alleinerziehenden.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es, die strukturellen Ursachen der finanziellen Benachteiligung von Frauen aufzudecken und aufzuzeigen, wo aktuelle politische Konzepte unzureichend sind.
Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die soziologische Begriffsdefinitionen, historische Rückbetrachtungen und eine Auswertung aktueller sozialpolitischer Daten und Berichte kombiniert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der Frauenarbeit sowie eine detaillierte Betrachtung verschiedener Armutsrisikofaktoren wie Rentenlücken, Vermögensverteilung und Bildungsaspekte.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Zu den prägenden Begriffen gehören insbesondere Frauenarmut, Care-Arbeit, soziale Gerechtigkeit, Geschlechterrollen und die Auswirkungen staatlicher Transferleistungen.
Wie beeinflusst das Ehegattensplitting das Armutsrisiko von Frauen?
Die Arbeit argumentiert, dass das Splitting-Verfahren Erwerbsanreize für den Zweitverdiener (meist die Frau) senkt und in Trennungssituationen zu einer prekären finanziellen Lage führen kann.
Welche Rolle spielt die Sorgearbeit für die Altersarmut der Frau?
Da Sorgearbeit (Care) historisch und strukturell wenig gewürdigt wird, führt die Konzentration auf diese Tätigkeiten häufig zu unterbrochenen oder reduzierten Erwerbsbiografien, was das Risiko für Armut, besonders nach Scheidung oder im Alter, drastisch erhöht.
Warum wird das bedingungslose Grundeinkommen als potenzieller Ausweg diskutiert?
Es wird als Mittel betrachtet, um die Abhängigkeit von bisherigen Sozialsystemen zu durchbrechen, die Leistungen für Sorgearbeit besser zu würdigen und gesellschaftliche Geschlechtergerechtigkeit zu fördern.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2021, Ursachen von Frauenarmut und mögliche Maßnahmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1376415