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Die Herausforderung „Demografischer Wandel“ im Betrieblichen Gesundheitsmanagement

Title: Die Herausforderung „Demografischer Wandel“ im Betrieblichen Gesundheitsmanagement

Term Paper , 2009 , 28 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Nina Nolte (Author)

Sociology - Work, Education, Organisation
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Im Übergang von der Industrie- zur Wissens- und Dienstleistungsgesellschaft hängt die
Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zunehmend von deren Wertschöpfungspotenzial und Innovativität
ab. Die zentrale Ressource um dies zu gewährleisten, ist das betriebliche Humankapital - die Mitarbeiter
und Mitarbeiterinnen des Unternehmens. Doch im Zuge des Demografischen Wandels geraten die
Unternehmen zunehmend unter Handlungsdruck: Einerseits wird sich das Angebot an Arbeitskräften
immer weiter reduzieren. Andererseits werden die Belegschaften durchschnittlich älter und verweilen
auch länger im Unternehmen. Um die Produktivität der Arbeitnehmer auch im Alter konstant zu halten,
bedarf es eines umfassenden Konzepts zum Erhalt der Arbeitsfähigkeit. Daher soll in der vorliegenden
Arbeit zum Thema Arbeitnehmer mit Rückenschmerzen? Die Herausforderung
„Demografischer Wandel“ im Betrieblichen Gesundheitsmanagement die Frage beantwortet
werden: Welche Herausforderungen ergeben sich für Unternehmen durch die Erfordernisse des
Demografischen Wandels und wie ist es durch ein ganzheitliches Konzept des betrieblichen
Gesundheitsmanagements möglich, die Arbeits- und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten zu fördern.
Hierzu werde ich die Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Unternehmen skizzieren und
beschreiben, mit welchen Mitteln die Betriebe auf diese bereits reagieren. Da viele Unternehmen dabei die
spezifischen Potenziale älterer Mitarbeiter unterschätzen, soll zunächst auf die Leistungsfähigkeit älterer
Arbeitnehmer eingegangen werden. Anschließend wird das Konzept „Haus der Arbeitsfähigkeit“ von
Ilmarinen vorgestellt um die Faktoren zu skizzieren, die für den Erhalt der Arbeits- und Leistungsfähigkeit
der Mitarbeiter eine Rolle spielen. Hieraus soll schließlich auch die besondere Bedeutung der
betrieblichen Gesundheitsförderung abgeleitet werden. Als Überleitung zum Hauptteil, wird abschließend
der aktuelle empirische Befund zur Gesundheitssituation in den Unternehmen dargestellt. Hier sollen erste
Handlungsschwerpunkte für gesundheitsförderliche Maßnahmen aufgezeigt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Herausforderung „Demografischer Wandel“ für die Betriebe

3 Age Management im Unternehmen

3.1 Zur Arbeits- und Leistungsfähigkeit älterer Arbeitnehmer

3.2 Haus der Arbeitsfähigkeit

3.3 Eine empirische Bestandsaufnahme des Gesundheitszustandes in den Betrieben

4 Gesundheitsmanagement im Unternehmen

4.1 Die Entwicklung gesundheitsförderlicher Rahmenbedingungen

4.1.1 Leitidee und Gesundheitsbegriff

4.1.2 Wichtige Akteure

4.2 Gesundheitsförderliche Gestaltung von Arbeit und Organisation

4.3 Instrumente zur Optimierung gesundheitsförderlichen Verhaltens

4.3.1 Analyse des betrieblichen Gesundheitszustandes

4.3.2 Intervention

4.3.3 Evaluation der bisherigen Maßnahmen

4.4 Best Practice Salzgitter AG

4.5 Entwicklungspotenziale des Betrieblichen Gesundheitsmanagements

5 Fazit

Zielsetzung und Forschungsfragen

Die vorliegende Arbeit untersucht, welche Herausforderungen sich für Unternehmen durch den demografischen Wandel ergeben und wie durch ein ganzheitliches Betriebliches Gesundheitsmanagement die Arbeits- und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten nachhaltig gefördert und erhalten werden kann.

  • Analyse der Auswirkungen des demografischen Wandels auf die betriebliche Altersstruktur und Personalknappheit.
  • Evaluation des Konzepts „Haus der Arbeitsfähigkeit“ zur Identifikation zentraler Einflussfaktoren.
  • Untersuchung des Wandels im betrieblichen Gesundheitsmanagement von der Pathogenese zur Salutogenese.
  • Darstellung von Instrumenten zur Analyse, Intervention und Evaluation gesundheitsförderlicher Maßnahmen.
  • Praxisbeispiel der Salzgitter AG zur Veranschaulichung der Implementierung ganzheitlicher Gesundheitskonzepte.

Auszug aus dem Buch

3.2 Haus der Arbeitsfähigkeit

Ein wichtiges Konzept, das die Bedeutung des Gesundheitsmanagements verdeutlicht, ist das „Haus der Arbeitsfähigkeit“ des finnischen Professors Juhani Ilmarinen.

Im Jahre 1994 hatte Finnland mit einer ökonomischen Krise zu kämpfen, in deren Zuge die Gesamterwerbsquote auf 60 Prozent sank. Insbesondere die Arbeitslosenquote der 50-59-jährigen lag bei Besorgnis erregenden 20 Prozent. Durch wirkungsvolle Maßnahmen der finnischen Regierung gelang es in den folgenden Jahren die Arbeitslosenquote der 55-64-jährigen auf 7,3 Prozent zu senken. Der Schwerpunkt der finnischen Regierung lag, unter Bezugnahme auf Ilmarinens Konzept, bei der Erfassung und Optimierung der individuellen Arbeitsfähigkeit. (vgl. Barth et. al. 2006: 174f).

Die Arbeitsfähigkeit ist das Potenzial einer Person, eine gestellte Aufgabe unter Einbezug der ihr zur Verfügung stehenden Ressourcen zu einem bestimmten Zeitpunkt zu erfüllen. In einem Interview mit der Bremer Arbeitnehmerkammer stellte Ilmarinen sein Konzept „Haus der Arbeitsfähigkeit“ vor und beschrieb den Begriff dabei folgendermaßen:

„Die Arbeitsfähigkeit des Individuums beruht auf der Wechselwirkung zwischen den Ressourcen des Menschen und den Arbeitsanforderungen. Wenn diese zusammenpassen, kann die Arbeit gut ausgeführt werden. Das Wichtige daran ist die Wechselseitigkeit der Prozesse: Es liegt weder nur an den Arbeitenden noch nur an ihrer Arbeit oder Arbeitsumgebung, ob die Arbeit gut ausgeführt werden kann oder nicht.“ (http://www.arbeitnehmerkammer.de)

Danach basiert Arbeitsfähigkeit also nicht nur auf den Voraussetzungen des Beschäftigten, sondern erklärt sich durch das Zusammenspiel von Individuum und Arbeit. (vgl. Barth et. al. 2006: 175; Heyer et al. 2006: 57; http://www.arbeit-wirtschaft.at).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Handlungsdruck auf Unternehmen durch den demografischen Wandel und formuliert das Ziel, die Arbeits- und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten durch ein ganzheitliches Gesundheitsmanagement zu sichern.

2 Die Herausforderung „Demografischer Wandel“ für die Betriebe: Dieses Kapitel skizziert die sinkenden Bevölkerungszahlen und das alternde Erwerbspersonenpotenzial sowie die resultierenden Anforderungen an Unternehmen.

3 Age Management im Unternehmen: Es werden Strategien zum Umgang mit einer alternden Belegschaft behandelt, inklusive des Kompensationsmodells und des Konzepts „Haus der Arbeitsfähigkeit“.

4 Gesundheitsmanagement im Unternehmen: Dieses Kapitel erläutert die Rahmenbedingungen, Akteure und konkreten Instrumente zur Gestaltung einer gesundheitsförderlichen Organisation, illustriert durch das Beispiel der Salzgitter AG.

5 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit eines ganzheitlichen, langfristig angelegten Gesundheitsmanagements zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit.

Schlüsselwörter

Demografischer Wandel, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Arbeitsfähigkeit, Leistungsfähigkeit, Age Management, Prävention, Gesundheitsförderung, Haus der Arbeitsfähigkeit, Unternehmenskultur, Mitarbeiterbeteiligung, Krankheitsgeschehen, Intervention, Evaluation, Salzgitter AG, Gesundheitsrisiken.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Anpassung von Unternehmen an den demografischen Wandel durch ein ganzheitliches Betriebliches Gesundheitsmanagement.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den zentralen Themen gehören der demografische Wandel, die Leistungsfähigkeit älterer Arbeitnehmer, das Konzept „Haus der Arbeitsfähigkeit“ sowie die Gestaltung gesundheitsförderlicher Arbeitsbedingungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, herauszufinden, wie Unternehmen durch ganzheitliche Gesundheitskonzepte die Arbeits- und Leistungsfähigkeit ihrer Belegschaft trotz demografischer Herausforderungen fördern können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Konzepte und Studien sowie einer qualitativen Fallstudie (Best-Practice-Beispiel) der Salzgitter AG.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert den Gesundheitszustand in Betrieben, definiert die Rollen verschiedener Akteure und stellt Instrumente zur Analyse, Intervention und Evaluation im Gesundheitsmanagement vor.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Demografischer Wandel, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Arbeitsfähigkeit und Gesundheitsförderung charakterisiert.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle von Krankenkassen?

Die Arbeit kritisiert, dass viele Ansätze der Krankenkassen zu pathogenetisch (krankheitsorientiert) ausgerichtet sind und fordert eine stärkere Unterstützung bei der Gestaltung der betrieblichen Umwelt.

Welche Rolle spielt die Unternehmenskultur für die Gesundheit?

Eine respektvolle, auf Vertrauen basierende Unternehmenskultur wird als wesentlicher Faktor für Arbeitszufriedenheit, Produktivität und die Reduktion psychischer Belastungen identifiziert.

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Details

Title
Die Herausforderung „Demografischer Wandel“ im Betrieblichen Gesundheitsmanagement
College
Technical University of Braunschweig  (Institut für Sozialwissenschaften)
Grade
1,0
Author
Nina Nolte (Author)
Publication Year
2009
Pages
28
Catalog Number
V137658
ISBN (eBook)
9783640455379
ISBN (Book)
9783640455560
Language
German
Tags
Herausforderung Wandel“ Betrieblichen Gesundheitsmanagement
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nina Nolte (Author), 2009, Die Herausforderung „Demografischer Wandel“ im Betrieblichen Gesundheitsmanagement , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137658
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