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Sterben, Tod und Trauer in Familien mit progredient erkrankten Kindern

Título: Sterben, Tod und Trauer in Familien mit progredient erkrankten Kindern

Trabajo Escrito , 2009 , 20 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Christian Ravenspurger (Autor)

Trabajo social
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Die vorliegende schriftliche Arbeit ist im Zusammenhang mit dem Seminar „Familien mit behinderten Kindern“ entstanden. Innerhalb des Seminars wurden verschiedenen Aspekte erarbeitet, die Familien mit behinderten Kindern betreffen. Ein Teil handelte unter anderem von Kinderhospizarbeit und dem Umgang mit Tod in beschriebenen Familien.
Als Student des vierten Fachsemesters Soziale Arbeit habe ich bereits eine Vielzahl unterschiedlicher Handlungsfelder in der Sozialen Arbeit kennengelernt, das Thema Tod und Sterben ist bisher jedoch nur am Rande behandelt worden. Möglicherweise ist es die Angst vor dem Umgang mit Trauer, fehlendes Interesse im Kollegium oder es sollte erst später im Lehrangebot auftauchen - mein persönliches Interesse an diesem Thema wurde jedenfalls bisher nie gestillt. Ich habe bereits überlegt, im kommenden Jahr meine Bachelorthesis auf die Thematik des Sterbens und der Sterbebegleitung zu fokussieren und ergriff deswegen die Möglichkeit, mich schon jetzt mit der Thematik auseinandersetzen zu können. Unter der Fragestellung, wie Eltern von progredient erkrankten Kindern die Krankheit und den Tod ihres Kindes erleben und bewältigen, möchte ich untersuchen, welche Unterstützungsmöglichkeiten die Institution Kinderhospiz dabei anbietet.

Inhaltlich möchte ich mit der Klärung von progredienten Krankheitsbildern bei Kindern einsteigen. Im zweiten Schritt soll die psychosoziale Situation von Familien mit behinderten Kindern beschrieben werden. Ziel der ersten beiden Kapitel ist es, herauszufinden, wie sich das Leben von Kindern mit lebensverkürzender Erkrankung gestaltet und welchen Herausforderungen sich die Familie zu stellen hat.
Anschließend soll eine Auseinandersetzung zum Umgang mit dem Tod folgen. Zuerst wird der heutige Umgang mit Sterben und Tod beschrieben, im zweiten Schritt auf die Trauer der Hinterbliebenen fokussiert. Abschließen wird das Kapitel mit einem Einblick in Copingforschung und der Ausarbeitung möglicher Indikatoren zur Bewältigung von Krankheit und Tod des Kindes.
Als exemplarisches Beispiel zur Hilfe bei der Bewältigung werde ich die Möglichkeiten der Kinderhospizbewegung näher beschreiben und erläutern, welche Unterstützungsmöglichkeiten sich daraus für Eltern von progredient erkrankten oder bereits verstorbenen Kindern ergeben.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Progrediente Erkrankungen im Kindesalter

3 Die psychosoziale Situation von Familien mit progredient erkrankten Kindern

4 Der Umgang mit Sterben, Tod und Trauer

4.1 Der Tod in der heutigen Gesellschaft

4.2 Tod, Verlust und Trauer

4.3 Der Tod in Familien mit progredient erkrankten Kindern

5 Bewältigung von Krankheit und Tod in Theorie und Praxis

5.1 Theoretisches Fundament: Die Copingforschung

5.2 Die Kinderhospizbewegung als Hilfe bei der Bewältigung des Todes

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die psychosoziale Belastungssituation von Eltern, deren Kinder an einer progredienten, lebensverkürzenden Krankheit leiden. Ziel ist es, unter der Fragestellung, wie Eltern die Krankheit und den Tod ihres Kindes erleben und bewältigen, die unterstützenden Angebote der Kinderhospizarbeit im Kontext der Copingforschung zu beleuchten.

  • Psychosoziale Auswirkungen progredienter Kinderkrankheiten auf das Familiensystem
  • Gesellschaftlicher Umgang mit Sterben, Tod und Trauer
  • Phasenmodelle der Trauer und Coping-Prozesse bei Eltern
  • Rolle der Kinderhospizbewegung als unterstützende Institution
  • Ressourcenorientierte Ansätze der Sozialen Arbeit

Auszug aus dem Buch

4.1 Der Tod in der heutigen Gesellschaft

„Der Tod ist uns allgegenwärtig und doch seltsam fremd, er wird medial inszeniert und peinlich gemieden“ (Student u.a., 2004, S. 11).

Mit diesen Worten leiten Student u.a. ihre Ausführungen zum Thema Tod in der Moderne ein. Meines Erachtens ist das Zitat sehr treffend und muss nicht weiter ausgeführt werden. Das Ziel in diesem Abschnitt ist, zu klären, welche Faktoren ursächlich für diese Ambivalenz im Umgang mit dem Tod sind.

Als mögliche Ursachen für die heutige Unsicherheit im Umgang mit dem Tod, die teilweise sogar als Todesverdrängung bezeichnet werden könnte, nennt die Theologin Kerstin Lammer ohne Anspruch auf Vollständigkeit folgende Punkte: Höhere Lebenserwartung; Fortschritte in der Medizin und damit verbundene, lebensverlängernde Maßnahmen; Ort des Todes ist oft nicht mehr das eigenen Zuhause, sondern die Institution Krankenhaus; immer mehr Bestattungen ohne jedwege Bestattungsrituale wie beispielsweise Trauerfeiern; räumliche und zeitliche Differenz zwischen Tod und Bestattung (vgl. Lammer, 2006, S. 39).

Durch die höhere Lebenserwartung gehört Sterben heute nicht mehr zu den beinahe alltäglichen Erfahrungen der Menschen. Nach Lammers tritt heute durchschnittlich nur noch alle 15-20 Jahre ein Todesfall im engeren Familienkreis auf (vgl. ebd., S. 40).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung der Problemstellung, der persönlichen Motivation des Autors und des methodischen Vorgehens innerhalb der Arbeit.

2 Progrediente Erkrankungen im Kindesalter: Definition lebensverkürzender Krankheiten und exemplarische Vorstellung der Krankheitsbilder Adrenoleukodystrophie, Mukoviszidose und Duchenne Muskeldystrophie.

3 Die psychosoziale Situation von Familien mit progredient erkrankten Kindern: Analyse der Belastungen für Eltern und der Herausforderungen im Familienalltag durch die chronische Erkrankung.

4 Der Umgang mit Sterben, Tod und Trauer: Untersuchung des gesellschaftlichen Tabus Tod, der Trauerprozesse sowie der spezifischen emotionalen Situation von Eltern sterbender Kinder.

5 Bewältigung von Krankheit und Tod in Theorie und Praxis: Theoretische Herleitung über Copingforschung sowie Erläuterung der unterstützenden Rolle der Kinderhospizbewegung.

6 Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Leitfrage und Reflexion der Bedeutung sozialarbeiterischer Unterstützung in diesem Kontext.

Schlüsselwörter

Progrediente Erkrankungen, Kindesalter, Soziale Arbeit, Kinderhospiz, Trauerbegleitung, Coping, Krankheitsbewältigung, Familien, Sterbebegleitung, Lebensverkürzung, Machtressourcen, Kraftressourcen, Psychosoziale Unterstützung, Antizipatorische Trauer, Eltern.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit primär?

Die Arbeit befasst sich mit der psychosozialen Situation von Familien, deren Kinder an einer fortschreitenden, lebensverkürzenden Krankheit leiden, und untersucht deren Bewältigungsstrategien.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder sind die medizinischen Grundlagen progredienter Erkrankungen, die Auswirkungen auf das familiäre System, der Umgang mit Tod und Trauer sowie die unterstützende Arbeit in Kinderhospizen.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Leitfrage untersucht, wie Eltern von progredient erkrankten Kindern den Krankheitsverlauf und den Tod ihres Kindes erleben und bewältigen und welche Unterstützungsangebote die Kinderhospizarbeit hierbei leisten kann.

Welcher wissenschaftliche Ansatz wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf theoretische Modelle der Trauerforschung (z.B. nach Kast) und die Copingforschung (nach Lazarus & Folkman), um sozialarbeiterische Interventionsmöglichkeiten herzuleiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erstreckt sich von der Klärung der Krankheitsbilder über die psychosoziale Familienanalyse bis hin zur theoretischen und praktischen Bewältigungsforschung im Kontext der Hospizbewegung.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Untersuchung?

Besonders prägend sind Begriffe wie "Macht- und Kraftressourcen", "antizipatorische Trauer", "progredienter Krankheitsverlauf" und "systemische Entlastung".

Warum spielt die Unterscheidung zwischen dem Sterben heute und früher eine Rolle?

Die Arbeit verdeutlicht, dass die heutige Hospitalisierung des Todes und der Rückgang von Ritualen die individuelle Bewältigung von Trauer erschweren können.

Wie unterstützen Kinderhospize die Eltern konkret?

Kinderhospize bieten neben psychosozialer Beratung vor allem praktische Entlastung im Alltag, was Eltern neue Kraft und Energie verschafft, um die Situation mit dem kranken Kind besser bewältigen zu können.

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Detalles

Título
Sterben, Tod und Trauer in Familien mit progredient erkrankten Kindern
Universidad
University of Applied Sciences and Arts Hildesheim, Holzminden, Göttingen
Calificación
1,3
Autor
Christian Ravenspurger (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
20
No. de catálogo
V137672
ISBN (Ebook)
9783640468331
ISBN (Libro)
9783640468164
Idioma
Alemán
Etiqueta
Sterben Trauer Familien Kindern
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christian Ravenspurger (Autor), 2009, Sterben, Tod und Trauer in Familien mit progredient erkrankten Kindern, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137672
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