Mit Hessen und Baden-Württemberg gibt es bereits zwei schwarz-grün Regierungen auf Landesebene, die noch immer bestehen. Im Bund käme eine schwarz-grüne Koalition aktuell mit 341 Sitzen auf eine knappe Mehrheit und wäre somit die erste schwarz-grün Koalition im Bundestag. Beide Seiten signalisieren regelmäßig Bereitschaft für ein solches Bündnis. Auch in der Bevölkerung stößt diese Konstellation auf die meisten Sympathien. Inhaltlich müssen allerdings noch einige Kompromisse gefunden werden. Doch ist dies möglich? Können sich Schwarz und Grün trotz vieler Disparitäten einigen? Zunächst geht es darum, inwiefern eine schwarz-grüne Koalition auf Bundesebene realisierbar ist.
Inhaltsverzeichnis
2 Einleitung
3 Theorie
4 Methodik
5 Aufbruch einer Partei
Die Entwicklung und der Aufstieg der Grünen
6 Vom Milieu zur Parteigründung
Die Entstehung der CDU
7 Die Geschichte von Schwarz-Grün
Annäherung von CDU und Grünen
8 Schwarz-Grün eine Koalition auf Bundesebene
Differenzen und Gemeinsamkeiten von CDU und Grünen
9 Schluss
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die politische Realisierbarkeit einer Schwarz-Grün-Koalition auf Bundesebene unter Berücksichtigung der inhaltlichen Differenzen und Gemeinsamkeiten beider Parteien. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob trotz unterschiedlicher programmatischer Wurzeln und inhaltlicher Disparitäten eine stabile Regierungszusammenarbeit möglich ist.
- Historische Entwicklung von CDU und Bündnis 90/Die Grünen
- Analyse der programmatischen Schnittmengen in Wahlprogrammen
- Einfluss gesellschaftlicher Trends auf die Annäherung beider Parteien
- Evaluation praktischer Koalitionserfahrungen auf Landes- und Kommunalebene
- Überprüfung der Hypothese zur vorteilhaften Auswirkung unterschiedlicher Präferenzen
Auszug aus dem Buch
7 Die Geschichte von Schwarz-Grün
Mit der Gründung der Grünen Ende der 70er Jahre gab es seitens der Union keine Reaktion (Weckenbrock, 2017). Weder ging man auf die Grünen zu und akzeptierte die Programmatische Haltung der Grünen, noch lehnte man Sie konsequent ab (Weckenbrock, 2017). Da die Union aus verschiedenen Mitgliedern mit unterschiedlichen Sichtweisen besteht, kam es dazu, dass es in der Partei Sympathisanten, sowie Gegner der Gründungsgrünen zu finden gab. Mit der Neuen sozialen Bewegung brachten die Grünen einen ordentlichen Umschwung, mit grundsätzlichen Veränderungen wie politische Prozesse an ging. Für die CDU etwas neues, was sie zunächst mit einer großen Skepsis betrachteten. Dennoch hatten die beiden Parteien in manchen Begriffen Gemeinsamkeiten, [...] „wie Individualismus und Subsidiarität oder der Kritik an [den] Wohlfahrtsstaat und [dem] Werteverfall“ (Weckenbrock, 2017). Doch dabei blieb es, mit der Kanzlerschaft Kohls kam es zu einem [..] „Nicht-Verhältnis“ (Weckenbrock, 2017) seitens der Grünen. Für die Grünen war nun klar nicht mit der CDU zusammenarbeiten zu können, in ihren Augen waren die CDU altertümliche Leute, die noch immer an Werte anhielten, die nicht mit der Zeit gingen.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Das Kapitel führt in die aktuelle politische Ausgangslage einer möglichen Schwarz-Grün-Koalition in Deutschland ein und formuliert die zentrale Fragestellung der Arbeit.
Theorie: Hier wird der theoretische Rahmen gesteckt und die Hypothese aufgestellt, dass unterschiedliche parteipolitische Präferenzen eine Koalitionsregierung positiv beeinflussen können.
Methodik: Das Kapitel erläutert das methodische Vorgehen, welches auf der Analyse von Literatur, Internetquellen und Parteiprogrammen basiert.
Aufbruch einer Partei: Dieses Kapitel zeichnet die Entstehung und den Aufstieg der Grünen von der Gründung 1980 bis zur Etablierung im Bundestag nach.
Vom Milieu zur Parteigründung: Hier wird der historische Hintergrund der CDU, angefangen bei der Gründung nach dem Zweiten Weltkrieg bis zu den programmatischen Wandlungen unter Helmut Kohl und Angela Merkel, beleuchtet.
Die Geschichte von Schwarz-Grün: Das Kapitel analysiert die lange Phase der gegenseitigen Skepsis und die schrittweise Annäherung der beiden politischen Lager über die Jahre hinweg.
Schwarz-Grün eine Koalition auf Bundesebene: Dieser Hauptteil vergleicht die inhaltlichen Differenzen und Gemeinsamkeiten von CDU und Grünen anhand von Wahlprogrammen und politischen Sachthemen.
Schluss: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Ergebnis, dass eine Koalition zwar politisch spannend sein kann, aber aufgrund der tiefen inhaltlichen Disparitäten ein erhebliches Risiko für beide Parteien birgt.
Schlüsselwörter
Schwarz-Grün, CDU, Bündnis 90/Die Grünen, Koalitionsdemokratie, Parteienbundesstaat, Regierungsbildung, Parteiprogramm, Bundespolitik, Politische Ideologie, Wahlentscheidung, Politischer Wandel, Koalitionsverhandlungen, Programmatische Übereinstimmung, Parteigeschichte, Politische Realisierbarkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die politische Realisierbarkeit einer Koalition zwischen der CDU und den Grünen auf Ebene der Bundespolitik.
Welche zentralen Themenfelder werden in der Analyse betrachtet?
Im Zentrum stehen die programmatischen Unterschiede und Gemeinsamkeiten, insbesondere in Bereichen wie Umweltpolitik, Sozialpolitik, Staatsverständnis und Innere Sicherheit.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, unter Verwendung einer Hypothese über die Nützlichkeit unterschiedlicher Parteipräferenzen zu klären, ob eine Zusammenarbeit von Schwarz und Grün auf Bundesebene praktisch umsetzbar ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Untersuchung verwendet?
Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf einer umfassenden Auswertung von Fachliteratur, Internetquellen und vergleichenden Analysen offizieller Parteiprogramme basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?
Der Hauptteil beleuchtet die Parteigeschichten beider Akteure, die historische Entwicklung ihrer wechselseitigen Beziehungen sowie einen detaillierten inhaltlichen Abgleich ihrer politischen Ziele anhand von Wahlprogrammen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit am besten?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Schwarz-Grün, Koalitionsdemokratie, Parteienbundesstaat, programmatische Annäherung und Regierungsstabilität charakterisieren.
Wie bewertet die Autorin die Rolle der CDU bei einer anvisierten Koalition?
Die Autorin hebt hervor, dass die CDU durch Modernisierungsprozesse, wie unter Angela Merkel, konservative Werte mit einem liberaleren Profil verbunden hat, was eine theoretische Öffnung begünstigte.
Was ist das wesentliche Fazit bezüglich der Realisierbarkeit?
Obwohl eine Koalition inhaltlich "spannend" sein könnte, warnt die Autorin vor dem Risiko, dass die Disparitäten zu einer Wählertäuschung und internen Spannungen führen könnten, weshalb sie skeptisch bleibt.
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- Anonym (Author), 2020, Inwiefern ist eine Schwarz-Grün-Koalition auf Bundesebene realisierbar?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1376765