In der vorliegenden Hausarbeit geht es um die Wirtschaftsstruktur und die Wirtschaftsentwicklung in Ingelheim am Rhein, wobei die sektorale Gliederung und die Wirtschaftsförderung im Mittelpunkt dieser Arbeit stehen. Das Mittelzentrum Ingelheim am Rhein, mit einer Gesamtfläche von 49,80 km2 und insgesamt 24.833 Einwohnern (Stand 2017), gehört zum Landkreis Mainz-Bingen in Rheinland-Pfalz. Die Bevölkerungsdichte beträgt 498,6 km2 pro Einwohner. Die Entfernung zum nächstgelegenen Oberzentrum Mainz entspricht 15,1 km.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Wirtschaftsstruktur
3. Flächennutzung
4. Sektorale Entwicklung
4.1 Land- und Forstwirtschaft, Fischerei
3.2 Bergbau, Industrie, Handwerkliche Produktion
3.3 Öffentliche, Private, Freizeitorientierte Dienstleistungen
5. Erwerbstätige nach Wirtschaftssektoren
6. Entwicklung des BIP im LK Mainz-Bingen
7. Wirtschaftsförderung
8. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirtschaftsstruktur und die wirtschaftliche Entwicklung von Ingelheim am Rhein. Der Fokus liegt dabei auf der sektoralen Gliederung der lokalen Wirtschaft sowie den Maßnahmen zur Wirtschaftsförderung in der Stadt.
- Analyse der sektoralen Wirtschaftsstruktur und Flächennutzung
- Bedeutung von Industrie und Pharmaunternehmen am Standort
- Entwicklung des Dienstleistungssektors und der städtischen Infrastruktur
- Wirtschaftliche Kennzahlen und Bruttowertschöpfung
- Förderinstrumente für den Einzelhandel und lokale Betriebe
Auszug aus dem Buch
3.2 Bergbau, Industrie, Handwerkliche Produktion
1859 wurde die hessische Ludwigsbahn von Mainz nach Bingen mit Anschluss an das preußische Eisenbahnnetz, welches sich in Bingerbrück befand gebaut5). Nieder-Ingelheim am Bahnhof wurde zu einem idealen Standort für Industriebetriebe, wodurch die Industrialisierung begann und die Agrargesellschaft zu einer Industriegesellschaft wurde5). 1882 kaufte Albert Boehringer eine Weinsteinfabrik, aus der das heutige Pharmaunternehmen „Boehringer“ entstanden ist5). 1885 mit anfangs 28 Mitarbeitern entwickelte sich das Unternehmen zu einem Weltunternehmen1).
Die Internationalisierung begann im Jahr 1948 mit der Gründung der ersten Auslandsgesellschaft mit der Bender & Co. GmbH in Wien, welche heute den Namen Regional Center Vienna hat2). Das Pharmaunternehmen Boehringer ist das wichtigste Unternehmen in Ingelheim mit einer Gesamtfläche von 755m2 und 8.783 Mitarbeitern (2019)3). Boehringer hat Standorte in 140 Ländern und ist damit ein internationales erfolgreiches Unternehmen, mit insgesamt 55.000 Mitarbeitern4). Die größten deutschen Standorte sind der Stammsitz in Ingelheim am Rhein, sowie Biberach an der Riß. Internationale Standorte sind Österreich, Kalifornien, Shanghai, sowie Fremont5). Im Mittelpunkt der Forschung des Unternehmens steht die Entdeckung und die Entwicklung innovativer Medikamente.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung gibt einen Überblick über die Zielsetzung der Arbeit und stellt die geografischen Eckdaten sowie die infrastrukturelle Einbindung von Ingelheim am Rhein vor.
2. Wirtschaftsstruktur: In diesem Kapitel wird die wirtschaftliche Leistung des Landkreises Mainz-Bingen anhand der Bruttowertschöpfung analysiert und eine Übertragung der Sektorenverteilung auf Ingelheim diskutiert.
3. Flächennutzung: Das Kapitel betrachtet die Verteilung der Flächen in Ingelheim, wobei die Dominanz der Landwirtschaft gegenüber Siedlungs- und Industrieflächen hervorgehoben wird.
4. Sektorale Entwicklung: Hier werden die Bereiche Landwirtschaft, Industrie und Dienstleistungen detailliert untersucht, wobei insbesondere der Wandel vom Agrarstandort zum Industriestandort und die Rolle des Unternehmens Boehringer thematisiert werden.
5. Erwerbstätige nach Wirtschaftssektoren: Dieses Kapitel analysiert die Beschäftigungsstruktur nach Sektoren und beleuchtet den Einfluss der Tertiärisierung und Technisierung auf den örtlichen Arbeitsmarkt.
6. Entwicklung des BIP im LK Mainz-Bingen: Es wird die ökonomische Leistungsfähigkeit des Landkreises Mainz-Bingen im Zeitraum von 2005 bis 2015 anhand des Bruttoinlandsprodukts und der Arbeitsproduktivität dargestellt.
7. Wirtschaftsförderung: Das Kapitel erläutert die lokalen Förderprogramme der Stadt Ingelheim, die speziell darauf ausgerichtet sind, Einzelhandelsbetriebe durch Zuschüsse bei Investitionen zu unterstützen.
8. Fazit: Das Fazit fasst die wirtschaftliche Stärke Ingelheims zusammen, betont die Bedeutung des Großunternehmens Boehringer und reflektiert gleichzeitig den Konkurrenzdruck durch benachbarte Städte.
Schlüsselwörter
Wirtschaftsstruktur, Ingelheim am Rhein, Boehringer, Pharmaindustrie, tertiärer Sektor, Flächennutzung, Wirtschaftsförderung, Standortvorteile, Bruttowertschöpfung, Dienstleistungsgesellschaft, Infrastruktur, Weinbau, Stadtentwicklung, Standortwettbewerb, Arbeitsmarkt.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert die Wirtschaftsstruktur, die sektorale Entwicklung und die wirtschaftlichen Fördermöglichkeiten am Standort Ingelheim am Rhein.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zu den Schwerpunkten zählen die Agrarwirtschaft, die Industriegeschichte (insbesondere durch das Unternehmen Boehringer), die Dienstleistungsentwicklung und die Flächennutzung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und die aktuelle Ausrichtung des Wirtschaftsstandorts Ingelheim unter Berücksichtigung historischer und sektoraler Wandlungsprozesse aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Datenanalyse unter Verwendung aktueller statistischer Erhebungen sowie Dokumentationen zur Stadtgeschichte und Wirtschaftsplanung.
Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?
Der Hauptteil behandelt die detaillierte Aufschlüsselung der Wirtschaftssektoren, die Bedeutung von Großunternehmen, die Flächennutzung und die Analyse der Arbeitsmarktstruktur.
Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?
Primäre Schlagworte sind Ingelheim, Pharma-Standort, Sektoraler Wandel, Wirtschaftsentwicklung, Beschäftigungsstruktur, Standortmarketing und Wirtschaftsförderung.
Welche Rolle spielt das Unternehmen Boehringer für das Fazit der Autorin?
Boehringer wird als maßgeblicher Wirtschafts- und Arbeitgeberfaktor identifiziert, der maßgeblich zur internationalen Bekanntheit und ökonomischen Stabilität Ingelheims beiträgt.
Wie bewertet die Autorin die Konkurrenzsituation der Stadt?
Trotz einer starken Wirtschaftsbasis identifiziert die Autorin einen hohen Konkurrenzdruck durch die benachbarten Oberzentren Mainz, Wiesbaden und Bingen, der sich besonders auf den lokalen Einzelhandel und Tourismus auswirkt.
- Arbeit zitieren
- Michelle Walz (Autor:in), 2020, Wirtschaftsstruktur und Wirtschaftsentwicklung von Ingelheim am Rhein, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1376774