Diese Ausarbeitung beschreibt eine lehrkraftzentrierte und eine schülerzentrierte Unterrichtsstunde. Zum einen zum Thema "In Town" und zum Thema Märchen. Unter lehrkraftzentriertem Unterricht versteht man den Führungsstil und die Form des Unterrichtes, bei dem die Lehrkraft alle wesentlichen Impulse, Aktionen und Entscheidungen trifft. Nach dem Kernlehrplan NRW gibt es vier Säulen, die in der Sekundarstufe I im Englischunterricht vermittelt werden sollen. Hierzu zählt die interkulturelle Kompetenz, die kommunikative Kompetenz, Verfügbarkeit von sprachlichen Mitteln und sprachliche Korrektheit und die methodische Kompetenz.
Um diese vier Felder zu fördern, bietet sich das Thema „In town“ an. In diesem Themengebiet können alle vier Säulen in einer Unterrichtsstunde ausgebaut werden, da die Lehrkräfte zuerst eine Einführung für das wichtigste Vokabular geben, danach einige wichtige Gebäude in London genannt werden und danach eine Wegbeschreibung vorgelesen wird, die die Kinder auf einer Karte mitzeichnen müssen. Durch diese Einheit, wird die mündliche Kommunikationsfähigkeit im Umgang mit Passanten geübt, welche im Lehrplan häufig genannt wird. Ebenfalls werden die interkulturellen Kompetenzen geschult, in dem sich die Schülerinnen und Schüler auf einer fremden Stadtkarte zurechtfinden müssen und im gleichen Zuge auch die Infrastruktur von großen Städten (wie hier in London) kennenlernen. Des Weiteren wird das Hörverstehen geschult, welches Teil der kommunikativen aber auch methodischen Kompetenz ist. Die Lehrkraft fordert die Kinder beim Einführen des neuen Vokabulars auf, immer nachzusprechen. Somit wird auch die Verfügbarkeit von sprachlichen Mitteln und sprachliche Korrektheit eingebunden, da die Kinder neue Worte lernen, diese korrekt aussprechen können und ebenfalls Sätze/ Redewendungen lernen, die man in einem Gespräch mit anderen Menschen in einer Stadt, benötigen könnte. Einzelne SuS werden im Anschluss aufgefordert einzelne Worte ebenfalls zu wiederholen und bei Aussprachefehlern wird mittels der Feedbackmethode „Repetition“ ein Fehler direkt korrigiert, in dem das Wort korrekt wiederholt wird.
Inhaltsverzeichnis
1. Lehrkraftzentrierte Stunde
1.1 Englischstunde „In town“
1.2 Methode
1.3 Aufgaben der Lehrkräfte
1.4 Co- Teaching- Formen
2. Schülerzentrierte Stunde
2.1 Deutschstunde zum Thema Märchen
2.2 Methode
2.3 Aufgaben der Lehrkräfte
2.4 Co- Teaching Formen
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und praktischen Anwendungsmöglichkeiten von lehrkraftzentriertem und schülerzentriertem Unterricht im Kontext von multiprofessionellen Teams. Im Fokus steht dabei, wie durch gezielte Co-Teaching-Formen in verschiedenen Unterrichtsszenarien die individuellen Lernprozesse der Schülerinnen und Schüler gefördert werden können.
- Vergleich zwischen lehrkraftzentrierter Instruktion und schülerzentriertem Lernen.
- Einsatz der Methode "Direkte Instruktion" in einer Englischstunde.
- Umsetzung des handlungsorientierten Unterrichts bei der Textproduktion im Deutschunterricht.
- Differenzierungsmöglichkeiten durch Co-Teaching-Modelle (z.B. One teach, one assist; Alternative Teaching).
- Die Rolle von Regelschullehrkräften und Sonderpädagoginnen in inklusiven Settings.
Auszug aus dem Buch
1.2 Methode
Bei der lehrkraftzentrierten Unterrichtsstunde, handelt es sich um die erste Einheit in der Unterrichtsreihe. Die gewählte Methode dieser Stunde wird „Direkte Instruktion“ genannt. Diese wurde von John Hattie eingeführt. Nach Grosche handelt es sich hierbei um eine „hoch- strukturierte, lehrergesteuerte, lernerzentrierte, schrittweise, feedback- und redundanzreiche Förderung, in der die lernenden Fähigkeiten vom Lehrer präsentiert, in Anleitung mit dem Schüler modelliert und letztendlich so lange einschleifend geübt werden, bis sich ein hoher Automatisierungsgrad zeigt“ (Grosche, 2011, S.148).
Ein Vorteil dieser Methode ist die rasche Wissensvermittlung, die besonders in der ersten Unterrichtsstunde einer Reihe von Vorteil ist, da hier in den nächsten Stunden drauf aufgebaut werden kann und es vereinfacht, dass alle Lernenden auf einem Wissensstand sind (Wiechmann, 2011).
In der hier vorgestellte Stunde stellt die Lehrkraft die wichtigsten Vokabeln (turn left, turn right, go straight on etc.) vor. Diese lässt sie im Plenum aussprechen und fordert im Anschluss einzelne SuS auf, diese wiederzugeben (Übersetzung deutsch- englisch). Somit wird sichergestellt, dass alle SuS die Bedeutung auf Deutsch und Englisch gefestigt haben und diese im folgenden Hörverstehen anwenden können. Bei falscher Aussprache wird mit Hilfe der Feedbackmethode „Repetition“ direkt mündlich die Aussprache verbessert, damit die SuS direkt die Möglichkeit haben, sich zu verbessern.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Lehrkraftzentrierte Stunde: Dieses Kapitel stellt eine Englischstunde zur Orientierung im Raum vor, in der die Lehrkraft durch direkte Instruktion den Wissenserwerb steuert und die Schülerinnen und Schüler durch strukturierte Phasen führt.
2. Schülerzentrierte Stunde: Hier wird der Fokus auf eine Deutschstunde zum Thema Märchen gelegt, in der ein handlungsorientierter Ansatz gewählt wurde, um die Eigenverantwortung und Selbsttätigkeit der Lernenden bei der Erstellung eigener Texte zu stärken.
Schlüsselwörter
Lehrkraftzentrierter Unterricht, Schülerzentrierter Unterricht, Co-Teaching, Direkte Instruktion, Handlungsorientierter Unterricht, Inklusion, Sonderpädagogische Förderung, Multiprofessionelles Team, Unterrichtsplanung, Binnendifferenzierung, Sprachförderung, Feedbackmethoden, Schulentwicklung NRW, Lernziele, Team Teaching.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit thematisiert die Gestaltung von Unterrichtsformen im Masterstudium sonderpädagogische Förderung und untersucht, wie verschiedene Lehrstile in einem inklusiven Kontext angewendet werden.
Welche zentralen Themenfelder behandelt die Publikation?
Zentrale Themen sind die Abgrenzung von lehrkraft- und schülerzentrierten Ansätzen sowie die methodische Umsetzung von Teamarbeit zwischen Regelschullehrkräften und Sonderpädagoginnen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Es geht darum, aufzuzeigen, wie durch spezifische Co-Teaching-Formen sowohl lehrkraftgeleitete als auch schülerzentrierte Unterrichtsphasen effizient gestaltet und an die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler angepasst werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die theoretische Fundierung basiert auf der Analyse von Kernlehrplänen (NRW), didaktischen Modellen wie der „Direkten Instruktion“ (Hattie/Grosche) sowie handlungsorientierten Konzepten (Hilbert Meyer) und Modellen zur Kooperation (Friend).
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in zwei Fallbeispiele: Eine Englischstunde im lehrkraftzentrierten Setting und eine Deutschstunde im schülerzentrierten Rahmen, wobei jeweils die didaktische Methode und die spezifischen Aufgaben der beteiligten Lehrkräfte analysiert werden.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich geprägt durch Begriffe wie Co-Teaching, sonderpädagogische Unterstützung, direkte Instruktion, Handlungsorientierung und Inklusion im Bildungskontext.
Warum wird im Englischunterricht die „Direkte Instruktion“ angewendet?
Diese Methode dient als Basis, um in der ersten Stunde einer Unterrichtsreihe eine schnelle und einheitliche Wissensbasis bei allen Schülern aufzubauen, was für den weiteren Verlauf der Reihe essenziell ist.
Wie unterscheidet sich die Rolle der Sonderpädagogin in den beiden Stunden?
Während sie in der lehrkraftzentrierten Stunde primär unterstützend bei der direkten Instruktion eingreift und bei Hörverstehenshürden hilft, agiert sie im schülerzentrierten Setting begleitend, um die Eigenständigkeit der Gruppenarbeit sicherzustellen.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2022, Unterrichten im Team. Lehrkraft- und schülerzentrierter Unterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1376828