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Neue Tendenzen der Wohnsuburbanisierung in Ost- und Westdeutschland

Titel: Neue Tendenzen der Wohnsuburbanisierung in Ost- und Westdeutschland

Hausarbeit , 2003 , 35 Seiten , Note: 1

Autor:in: Martin Runkel (Autor:in)

Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Motor des Suburbanisierungsprozesses ist der steigende Flächenbedarf seitens derjenigen Akteure,
die ein Interesse am Gesamtstandort einer Stadtregion haben, dieses, erzwungen oder
freiwillig, aber nicht in der Kernstadt befriedigen. Hinzu kommen interregionale Austauschprozesse,
die zu einer Bedeutungszunahme des suburbanen Raumes führen.1 Der Prozess vollzieht
sich einerseits in einer räumlichen Dimension (Flächenansprüche je Einheit), anderseits
aber auch in einer demographischen (steigende Flächenansprüche durch die Zunahme der Akteure)
und ist Resultat ökonomischer und politischer Entscheidungen wie auch dynamischer
Reproduktionsmuster und Wohnansprüche in einer arbeitsteiligen Gesellschaft. Forciert wird
diese Dekonzentration durch den „Bodenrenten-Kegel“2, welcher durch das „Citybuildung“
und die Infrastrukturintensität hervorgerufen ist und die Stadtregionen nach Kernstadt und Ergänzungsgebieten
strukturiert. Die Abgrenzung der zentralen Gemeinde (Kernstadt) vom Umland
erfolgt meist mit Hilfe verschiedener Pendlerdaten bzw. mit dem zentralörtlichen Einzugsgebiet
der Kernstadt. Unschärfen in der Umlandabgrenzung ergeben sich durch vielseitige
Verflechtungszusammenhänge, welche auf der Basis von Kreisen zu den Oberzentren bestehen,
wobei die Zuteilung eines Kreises durch die intensivsten Verflechtungszusammenhänge
zu einem zentralen Ort vorgenommen wird. So wird beispielsweise der gesamte Kreis
Diepholz dem Umland Bremens zugeschrieben, obwohl dessen südliche Teile eindeutig zu
Osnabrück orientiert sind.3
Ausgehend von diesen Grundkonstellationen, welche materiell betrachtet die gebaute Umwelt,
wirtschaftliche und soziale Aktionsräume, wie auch die politischen Handlungsfelder einschließen,
sind die Ausprägungen gerade im vergangenen Jahrzehnt zunehmend komplexer
geworden. Die vielseitigen Verflechtungen lassen es nicht zu den Wohnsuburbanisierungsprozess
separat zu untersuchen, sondern müssen grundsätzlich in einen wechselseitigen Kontext
der jüngsten Entwicklung, quantitativ und qualitativ eingebunden werden.
Eine Gesamtbetrachtung der derzeitigen Situation zeigt eine zunehmende Eigenständigkeit
des suburbanen Raumes, welcher nicht mehr ausschließlich Rückzugsraum der Kernstadt ist,
sondern zunehmend auch externe Beeinflussung durch Wohn- und Gewerbeansiedlungen erfährt.
Die traditionelle Abhängigkeit des städtischen Umlandes scheint damit aufzuweichen.
[...]

1 Bahrenberg, S.13
2 Brake, S. 17
3 Bahrenberg / Priebs, S. 2/3

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

  • Vorwort
  • Motor des Suburbanisierungsprozesses
  • Ausgehend von diesen Grundkonstellationen
  • Eine Gesamtbetrachtung der derzeitigen Situation
  • Betrachtet man die demographische und soziostrukturelle Entwicklung
  • Dieser Eindruck soll nicht darüber hinwegtäuschen
  • Welche räumlichen Folgen ergeben sich aus diesem säkularen Wandel

Zielsetzung und Themenschwerpunkte

Diese Arbeit befasst sich mit den neuen Tendenzen der Wohnsuburbanisierung in Ost- und Westdeutschland. Ziel ist es, die räumlichen und sozialen Muster dieser Entwicklung im vergangenen Jahrzehnt zu analysieren und die spezifischen Unterschiede zwischen den beiden Regionen aufzuzeigen.

  • Der steigende Flächenbedarf derjenigen Akteure, die ein Interesse am Gesamtstandort einer Stadtregion haben
  • Die zunehmende Eigenständigkeit des suburbanen Raumes und die Aufweichung der traditionellen Abhängigkeit vom städtischen Umland
  • Die demographische und soziostrukturelle Entwicklung des räumlichen Dekonzentrationsprozesses
  • Die räumlichen Folgen des säkularen Wandels der Wohnfunktion
  • Die Unterschiede zwischen ost- und westdeutschen Stadtregionen im Kontext der Suburbanisierung

Zusammenfassung der Kapitel

  • Vorwort: Dieses Kapitel legt die Grundsteine für die Untersuchung der Wohnsuburbanisierung. Es erläutert den Motor des Suburbanisierungsprozesses, die sich daraus ergebenden Grundkonstellationen und die zunehmende Eigenständigkeit des suburbanen Raumes.
  • Motor des Suburbanisierungsprozesses: Dieses Kapitel beleuchtet die Ursachen des Suburbanisierungsprozesses, insbesondere den steigenden Flächenbedarf und die interregionalen Austauschprozesse. Es beschreibt den "Bodenrenten-Kegel" und die daraus resultierende Struktur der Stadtregionen.
  • Ausgehend von diesen Grundkonstellationen: Dieses Kapitel fokussiert auf die komplexen Verflechtungen im Kontext der Wohnsuburbanisierung. Es unterstreicht die Notwendigkeit, den Prozess in einen wechselseitigen Kontext der jüngsten Entwicklung einzubinden.
  • Eine Gesamtbetrachtung der derzeitigen Situation: Dieses Kapitel befasst sich mit der Eigenständigkeit des suburbanen Raumes und der Aufweichung der traditionellen Abhängigkeit vom städtischen Umland. Es analysiert die funktionale Aufwertung der Suburbs und die neuartige Zentrierung im Umland.
  • Betrachtet man die demographische und soziostrukturelle Entwicklung: Dieses Kapitel untersucht die demographische und soziostrukturelle Entwicklung des räumlichen Dekonzentrationsprozesses. Es analysiert die selektive Wanderung und die soziale Assimilation, die sich im Umland vollziehen.

Schlüsselwörter

Die wichtigsten Schlüsselwörter dieser Arbeit sind: Wohnsuburbanisierung, Stadtregion, Stadtentwicklung, Dekonzentration, Umland, Kernstadt, Sozialstruktur, Demographie, Ostdeutschland, Westdeutschland, Region Bremen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Hauptmotor der Wohnsuburbanisierung?

Hauptfaktoren sind der steigende Flächenbedarf privater Haushalte und Unternehmen, der in den Kernstädten oft nicht befriedigt werden kann (erzwungen oder freiwillig).

Was bedeutet "Bodenrenten-Kegel" in der Stadtentwicklung?

Es beschreibt das Phänomen, dass Bodenpreise und Mieten vom Stadtzentrum (Kernstadt) nach außen hin abnehmen, was die Abwanderung ins Umland finanziell attraktiv macht.

Gibt es Unterschiede bei der Suburbanisierung in Ost- und Westdeutschland?

Ja, die Arbeit analysiert spezifische räumliche und soziale Muster, die sich aufgrund der unterschiedlichen historischen und ökonomischen Entwicklungen in den beiden Regionen ergeben haben.

Wie verändert sich das Verhältnis zwischen Kernstadt und Umland?

Das Umland gewinnt an Eigenständigkeit. Es ist nicht mehr nur "Schlafstadt", sondern entwickelt eigene Zentren für Wohnen und Gewerbe, was die traditionelle Abhängigkeit aufweicht.

Welche demografischen Folgen hat die Suburbanisierung?

Es kommt zu selektiven Wanderungsbewegungen, bei denen oft junge Familien ins Umland ziehen, was die Sozialstruktur sowohl in der Stadt als auch im suburbanen Raum verändert.

Ende der Leseprobe aus 35 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Neue Tendenzen der Wohnsuburbanisierung in Ost- und Westdeutschland
Hochschule
Universität Bremen  (Institut für Geographie)
Veranstaltung
Suburbanisierung
Note
1
Autor
Martin Runkel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
35
Katalognummer
V13772
ISBN (eBook)
9783638193313
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Neue Tendenzen Wohnsuburbanisierung Ost- Westdeutschland Suburbanisierung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Martin Runkel (Autor:in), 2003, Neue Tendenzen der Wohnsuburbanisierung in Ost- und Westdeutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/13772
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Leseprobe aus  35  Seiten
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