Dieses Essay beschriebt den osteuropäischen Raum und befasst sich mit den vielfältigen Interpretationen des Kultur bzw. Reisebegriffs.
James Clifford beginnt seinen Text, in dem er sich mit Hotels befasst. Er beschreibt das Hotel, als einen Ort an dem man durch Zufall kommt. Ein Beispiel dafür sind die Pariser Hotels, die der Ausgangspunkt für seltsame städtische Reisen für Surrealisten ist. Dieses Bild des Hotels verwendet er als Einstieg zur Beschreibung seiner Arbeit mit den Cultural Studies. Es geht um die Reisegeschichte und das Phänomen der Entwurzelung.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung in die Thematik der Reise bei James Clifford
2. Analyse des Hotel-Motivs als Strukturierungselement
3. Ethnografie und die Problematik der teilnehmenden Beobachtung
4. Fallbeispiele und Untersuchung des Raums
4.1 Shamanism, Colonialism, and the Wild Man von Michael Taussig
4.2 Perspektiven auf Wanderbewegungen und Immigration
5. Soziale Determinanten des Reisens: Geschlecht, Klasse und Rasse
6. Fazit und Zusammenfassung der Reisebegriffe
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit analysiert den Text "Kulturen auf der Reise" von James Clifford und untersucht, wie Reisen als ein komplexes Phänomen der räumlichen Praxis, der kulturellen Begegnung und der sozialen Hierarchisierung verstanden werden kann.
- Der Einsatz des Hotels als räumlicher Chronotopos zur Analyse kultureller Begegnungen.
- Kritische Betrachtung der klassischen teilnehmenden Beobachtung in der Ethnografie.
- Der Einfluss von Machtstrukturen wie Klasse, Rasse und Geschlecht auf die Reisepraxis.
- Fallstudien zur Untersuchung von Migration, Entwurzelung und Diaspora-Kulturen.
- Reisen als Übersetzungsbegriff zur Beschreibung der Dynamik zwischen Zentren und Peripherien.
Auszug aus dem Buch
Clifford, James: Kulturen auf der Reise
James Clifford beginnt seinen Text, in dem er sich mit Hotels befasst. Er beschreibt das Hotel, als einen Ort an dem man durch Zufall kommt. Ein Beispiel dafür sind die Pariser Hotels, die der Ausgangspunkt für seltsame städtische Reisen für Surrealisten ist. Dieses Bild des Hotels verwendet er als Einstieg zur Beschreibung seiner Arbeit mit den Cultural Studies. Es geht um die Reisegeschichte und das Phänomen der Entwurzelung.
Die Praktik der modernen Reisen im 20. Jahrhundert wird immer misstrauischer dargestellt. Eingrenzungsstrategien bei der Auslegung und Darstellung von Kulturen wird misstrauisch, in Bezug auf die Praktik des modernen Reisens, dargestellt. Der Autor geht dabei auf Eingrenzungsströmungen ein.
Clifford erwähnt in diesem Zusammenhang Malinowski der eine Art Panoptomismus beansprucht. Malinowski schreibt über das Zusammenwohnen / Zusammenleben, als eine Art und Weise am Leben der Erforschenden teilzunehmen. Dabei spielt das Dorf, der einen Ort des Zusammenlebens darstellt. Diese Dörfer, die von Einheimischen bewohnt werden grenzen sich von ihrer Umwelt klar ab. Sie sind Zentren von Gemeinschaften und Kulturen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung in die Thematik der Reise bei James Clifford: Der Autor führt in Cliffords Text ein und thematisiert das Hotel als Ausgangspunkt für die Auseinandersetzung mit globalen Reiseprozessen.
2. Analyse des Hotel-Motivs als Strukturierungselement: Dieses Kapitel vertieft die Bedeutung des Hotels als Sinnbild für das Fremde und Heimische sowie dessen Rolle in der Surrealismus-Forschung.
3. Ethnografie und die Problematik der teilnehmenden Beobachtung: Es wird kritisch diskutiert, inwiefern die klassische Feldforschung in der Anthropologie durch Cliffords Blick auf das Reisen problematisiert wird.
4. Fallbeispiele und Untersuchung des Raums: Hier werden spezifische Studien wie die von Michael Taussig herangezogen, um das Feld der kulturellen Begegnungen empirisch zu veranschaulichen.
4.1 Shamanism, Colonialism, and the Wild Man von Michael Taussig: Eine spezifische Betrachtung der Putumayoregion und des Einflusses des Welthandels auf nomadische Kulturen.
4.2 Perspektiven auf Wanderbewegungen und Immigration: Diskurs über die theoretischen Ansätze von Robin Cohen und die Grenzen des Reisebegriffs bei Migrationsbewegungen.
5. Soziale Determinanten des Reisens: Geschlecht, Klasse und Rasse: Analyse der Ungleichheitsverhältnisse, die das Reisen determinieren und durch soziale Privilegien geprägt sind.
6. Fazit und Zusammenfassung der Reisebegriffe: Abschluss der Arbeit durch die Synthese der Begriffe "Reisen" als Übersetzungsform und die Bedeutung des Raumes für narrative Strukturen.
Schlüsselwörter
Kulturen auf der Reise, James Clifford, Ethnografie, Cultural Studies, Hotel, teilnehmende Beobachtung, Migration, Entwurzelung, Machtstrukturen, Postkolonialismus, Diasporakulturen, Reiseliteratur, Raum, Soziale Klasse, Identität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse von James Cliffords Text "Kulturen auf der Reise" und untersucht die theoretischen sowie sozialen Dimensionen des Reisens im 20. Jahrhundert.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Kernbereichen zählen die Kritik ethnografischer Methoden, die Bedeutung des Raumes, die Rolle von Machtverhältnissen beim Reisen und das Phänomen der Entwurzelung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Reisen nicht nur als Bewegung von A nach B, sondern als komplexes strukturelles Phänomen zu verstehen ist, das durch soziale Kategorien wie Rasse und Geschlecht geformt wird.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine diskursanalytische Herangehensweise, um Cliffords theoretische Konzepte in einen wissenschaftlichen Kontext einzuordnen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert das Hotel als Metapher, untersucht ethnografische Fallbeispiele und beleuchtet die Verflechtung von Reisen mit kolonialen und sozialen Machtstrukturen.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem "Chronotopos", "Teilnehmende Beobachtung", "Diaspora", "postkoloniale Wanderungen" und "soziale Determinanten".
Welche Rolle spielen die surrealistischen Hotels bei Clifford?
Sie dienen als strukturierendes Element, um die Entwurzelung und die Gleichzeitigkeit von Fremdheit und Heimat beim Reisen abzubilden.
Wie unterscheidet sich die Sicht auf Anthropologie im Text?
Der Text stellt die klassische, ortsgebundene Feldforschung (Panoptomismus) in Frage und betont stattdessen die Vernetztheit und die kritische Distanz zum Untersuchungsgegenstand.
- Arbeit zitieren
- Daniela Köhler (Autor:in), 2018, Zu James Cliffords "Kulturen auf der Reise", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1377313