Diese Arbeit befasst sich mit der Aufgabenorientierung im Fremdsprachenunterricht. Jene wird erst definiert, bevor analysiert wird, wie sie im Lehrwerksauszug umgesetzt wird. Die Ergebnisse werden schließlich anhand Beispielen diskutiert und Verbesserungsvorschläge aufgezeigt.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. HAUPTTEIL
2.1 DEFINITION
2.2 ANALYSE
2.3 DISKUSSION
2.4 VERBESSERUNGEN
3. KONKLUSION
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit befasst sich mit der Umsetzung der Aufgabenorientierung im Fremdsprachenunterricht und untersucht kritisch, inwieweit aktuelle Lehrwerke diesen didaktischen Ansatz in der Praxis integrieren.
- Definition und theoretische Grundlagen der Aufgabenorientierung
- Analyse von Lehrwerksauszügen für Englisch B1 und B2
- Prüfung anhand der Analysekriterien nach Rod Ellis
- Diskussion der Diskrepanz zwischen Theorie und praktischer Umsetzung
- Entwicklung von Verbesserungsvorschlägen für einen aufgabenorientierten Unterricht
Auszug aus dem Buch
Definition
Die Aufgabenorientierung, auch task-based learning genannt, wird im Fremdsprachenunterricht häufig als Lernarrangement verstanden, das aus lebensnahen Aufgaben besteht und im Optimalfall ein Bedürfnis zur Kommunikation hervorruft. Es geht darum, authentische Situationen zu schaffen, in denen Schülerinnen und Schüler sich mit eigenen Mitteln und nicht bereits vordefinierter Sprache zu verständigen versuchen. (cf. Siebold, Jörg, 2007, S.63)
Damit überein stimmen auch die von Rod Ellis definierten Analysekriterien, die ich für meine eigenen Analyse der Lehrwerke ebenfalls verwenden werde, da diese die zentralen Punkte der Aufgabenorientierung abdecken:
- Das Hauptaugenmerk liegt auf der Bedeutung, also nicht dem Erlernen der Sprache, sondern z.B.: dem Bestellen in einem Restaurant.
- Es gibt eine Informations- oder Meinungslücke, die es zu beseitigen gilt.
- Die Schülerinnen und Schüler wählen selber welche sprachlichen oder auch nicht sprachlichen Mittel sie verwenden, um die Aufgabe zu bewältigen.
- Es gibt ein kommunikatives Ergebnis, nicht nur das fehlerfreie Verwenden der Sprache, auch ein anderer Zweck wird erfüllt (cf. Ellis, Rod, 2020)
Zusammenfassung der Kapitel
EINLEITUNG: Die Einleitung erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die Aufgabenorientierung im Fremdsprachenunterricht anhand von Lehrwerksbeispielen zu beleuchten.
HAUPTTEIL: Der Hauptteil definiert zunächst den Begriff, analysiert daraufhin ausgewählte Lehrwerksauszüge und diskutiert die Ergebnisse kritisch im Hinblick auf ihre Authentizität.
DEFINITION: Dieses Kapitel erläutert den theoretischen Hintergrund des "task-based learning" und führt die Analysekriterien nach Rod Ellis ein.
ANALYSE: Die Analyse untersucht zwei konkrete Englisch-Lehrwerke auf ihre Übereinstimmung mit den Kriterien zur Aufgabenorientierung.
DISKUSSION: Hier wird kritisiert, dass Lehrwerke oft eher auf vorgefertigte Sprachstrukturen statt auf freie, authentische Konversation setzen.
VERBESSERUNGEN: Dieser Abschnitt formuliert konkrete Verbesserungsvorschläge für eine stärkere Aufgabenorientierung im Unterricht durch die Lehrperson.
KONKLUSION: Die Konklusion fasst zusammen, dass aufgabenorientiertes Lernen zwar die kommunikative Kompetenz fördert, in gängigen Lehrwerken aber bisher zu wenig Raum findet.
Schlüsselwörter
Aufgabenorientierung, Fremdsprachenunterricht, task-based learning, Lehrwerk, kommunikative Kompetenz, Rod Ellis, Sprachunterricht, Lernerautonomie, Lernarrangement, authentische Kommunikation, Didaktik, Bildungsstandards, Englischunterricht.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Konzept der Aufgabenorientierung im Fremdsprachenunterricht und untersucht, wie dieses theoretische Modell in der Praxis gängiger Lehrwerke umgesetzt wird.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung des "task-based learning", die Analyse konkreter Lehrwerksbeispiele sowie die Diskussion von Möglichkeiten, den Unterricht authentischer zu gestalten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass aktuelle Lehrwerke trotz der Bedeutung von Aufgabenorientierung für die kommunikative Kompetenz oft zu stark an vorgefertigten Strukturen festhalten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine qualitative Inhaltsanalyse auf Basis von theoretischen Kriterien nach Rod Ellis, um die in den Lehrwerken enthaltenen Übungen zu bewerten.
Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?
Es werden eine theoretische Definition dargelegt, eine Untersuchung von Englisch-Lehrwerken für das Niveau B1 und B2 durchgeführt sowie Vorschläge zur methodischen Verbesserung präsentiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe sind Aufgabenorientierung, kommunikative Kompetenz, Fremdsprachendidaktik und Lehrwerkanalyse.
Wie bewertet die Autorin die Rolle von Lehrwerken bei der Förderung von Selbstständigkeit?
Sie kommt zu dem Schluss, dass viele Lehrwerke die Selbstständigkeit der Lernenden eher hemmen, da Kommunikation durch starre Vorgaben und fiktionale Dialoge stark reglementiert wird.
Warum gelten die untersuchten Übungen in den Lehrwerken meist nicht als "aufgabenorientiert"?
Weil sie oft auf fehlerfreies Reproduzieren von Sprache abzielen und die für Aufgabenorientierung essenzielle Informations- oder Meinungslücke sowie einen über die bloße Übung hinausgehenden Zweck fehlen lassen.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2021, Aufgabenorientierung im Fremdsprachenunterricht. Analyse und Verbesserungsvorschläge, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1377727