Um dem Prinzip der Chancengleichheit zu folgen, ein Miteinander zwischen Menschen mit und ohne Beeinträchtigung zu schaffen sowie um der Behindertenrechtskonvention (2008) gerecht zu werden, muss es eine Schule für alle, eine inklusive Schule geben. Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es aufzuzeigen, welche Chancen und Herausforderungen sich für Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, Schulen und die Gesellschaft mit der Etablierung einer inklusiven Schule auftun und welche Faktoren weiters essenziell sind, um Inklusion qualitativ hochwertig umsetzen zu können.
Mithilfe verschiedener Literatur zu diesem Thema sowie einem Interview mit einem Menschen mit Beeinträchtigung wurde versucht, diese Aspekte zu beantworten und aufzuzeigen. Eine umfassende Literaturrecherche und die Aufarbeitung des Interviews zeigen etliche Chancen, wie das Erlernen sozialer Kompetenz, individuelle Förderung und eine gemeinsame Gesellschaft. Diese überwiegen klar gegenüber den Herausforderungen, für die verschiedene Lösungen präsentiert werden.
Inhaltsverzeichnis
EINLEITUNG
CHANCEN FÜR LERNENDE
HERAUSFORDERUNGEN FÜR LERNENDE
CHANCEN FÜR DIE LEHRENDEN UND DIE SCHULE
HERAUSFORDERUNGEN FÜR DIE LEHRENDEN UND DIE SCHULE
CHANCEN FÜR DIE GESELLSCHAFT
HERAUSFORDERUNGEN FÜR DIE GESELLSCHAFT
ERFOLGREICHE INKLUSION
ERFAHRUNGSBERICHT - INTERVIEW
CHANCEN FÜR LERNENDE
HERAUSFORDERUNGEN FÜR LERNENDE
CHANCEN FÜR LEHRPERSONEN UND SCHULEN
HERAUSFORDERUNGEN FÜR LEHRPERSONEN UND SCHULEN
CHANCEN FÜR DIE GESELLSCHAFT
HERAUSFORDERUNGEN FÜR DIE GESELLSCHAFT
WEITERE FAKTOREN FÜR ERFOLGREICHE INKLUSION
ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Chancen und Herausforderungen, die mit der Etablierung eines inklusiven Schulsystems in Österreich verbunden sind, wobei sowohl die Perspektive von Lernenden, Lehrenden und Schulen als auch der Gesellschaft beleuchtet wird, um Faktoren für eine hochwertige Inklusionsqualität aufzuzeigen.
- Analyse der Auswirkungen von Inklusion auf die soziale und fachliche Kompetenzentwicklung aller Schülerinnen und Schüler
- Untersuchung der psychologischen Belastungen und Ausgrenzungsrisiken für Kinder mit Beeinträchtigung
- Evaluation des Einflusses inklusiver Lernumgebungen auf die Lehrkultur und pädagogische Professionalisierung
- Darstellung gesamtgesellschaftlicher Barrieren und Vorurteile gegenüber dem Konzept der inklusiven Beschulung
- Abgleich der theoretischen Forschungsergebnisse mit einem narrativen Erfahrungsbericht
Auszug aus dem Buch
Chancen für Lehrende und die Schule
Eine Elternumfrage zu den Qualitäten der Lehrpersonen an einer inklusiven Schule zeigt, dass diese als „kompetenter“ und „engagierter“ eingestuft werden und diese anscheinend besser auf die individuellen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schülern eingehen können, verglichen mit Lehrpersonen an einer Regelschule. So wird deutlich, wie positiv sich Inklusion auf die Lernkultur auswirken kann. (Bertelsmann Stiftung, 2015)
Durch den Umgang und die Auseinandersetzung mit Inklusion, sowie mit Schülerinnen und Schülern mit Beeinträchtigung und die positiven Erfahrungen, die die Lehrpersonen hier machen können, kommt es zu einem Umdenken, zu Lernmöglichkeiten und schließlich zu Entwicklungen bei den Lehrpersonen und damit in Folge auch an den Schulen selbst. Damit einher geht eine Ausdehnung der sozialen Kompetenzen, besonders im Aspekt des Umgangs mit Vielfalt, was sich wiederum positiv auf die Schule auswirkt. (Brugger-Paggi, 2015)
Zusammenfassung der Kapitel
EINLEITUNG: Einführung in die gesetzlichen Grundlagen der Inklusion in Österreich basierend auf der UN-Behindertenrechtskonvention sowie Darlegung der Zielsetzung der Arbeit.
CHANCEN FÜR LERNENDE: Erörterung der positiven Effekte von kooperativen Lernformen und individueller Förderung auf die Leistungen aller Kinder.
HERAUSFORDERUNGEN FÜR LERNENDE: Analyse der potenziellen psychischen Belastungen und Ausgrenzungserscheinungen bei Schülern mit Förderbedarf in Regelschulklassen.
CHANCEN FÜR DIE LEHRENDEN UND DIE SCHULE: Darstellung der positiven Auswirkungen inklusiver Prozesse auf die pädagogische Qualität und Schulentwicklung.
HERAUSFORDERUNGEN FÜR DIE LEHRENDEN UND DIE SCHULE: Thematisierung der Ressourcenknappheit und der fachlichen Überforderung von Lehrkräften in inklusiven Klassen.
CHANCEN FÜR DIE GESELLSCHAFT: Aufzeigen der gesellschaftlichen Vorteile durch den Abbau von Vorurteilen und die Förderung von Chancengleichheit.
HERAUSFORDERUNGEN FÜR DIE GESELLSCHAFT: Diskussion der Ängste von Eltern und der tiefsitzenden Vorurteile in der Bevölkerung bezüglich inklusiver Bildung.
ERFOLGREICHE INKLUSION: Zusammenstellung essenzieller Gelingensbedingungen, wie Ressourcenbereitstellung und didaktische Reformen.
ERFAHRUNGSBERICHT - INTERVIEW: Qualitative Auswertung eines Interviews mit einem blinden Menschen über seine Schullaufbahn an einer Regelschule.
ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Resümee der Ergebnisse und Forderungen für einen nachhaltigen, langfristigen Inklusionsprozess.
Schlüsselwörter
Inklusion, Inklusive Schule, Heterogenität, Regelschulsystem, Behindertenrechtskonvention, Chancengleichheit, Soziale Kompetenz, Differenzierung, Förderbedarf, Barrierefreiheit, Lehrpersonen, Schulentwicklung, Integration, Gesellschaftliche Teilhabe, Ressourcen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Prozess der Inklusion im österreichischen Bildungssystem und beleuchtet die damit einhergehenden Chancen und Herausforderungen für alle Beteiligten.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Themen umfassen die Auswirkungen auf die Lernenden, die Professionalisierung der Lehrkräfte, die Gestaltung der Schule als Lernumgebung sowie gesellschaftliche Einstellungen.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, unter welchen Bedingungen Inklusion qualitativ hochwertig umgesetzt werden kann und warum ein Miteinander für alle Beteiligten vorteilhaft ist.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturrecherche sowie der qualitativen Auswertung eines Experteninterviews mit einer Person, die Inklusion als Schüler selbst erlebt hat.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Dort werden differenziert die Chancen und Herausforderungen für Lernende, Lehrende und die Gesellschaft gegenübergestellt sowie Faktoren für erfolgreiche Inklusion abgeleitet.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wesentlichen Begriffe sind Inklusion, Heterogenität, Chancengleichheit, Förderbedarf, Barrierefreiheit und gesellschaftliche Teilhabe.
Wie bewertet der Interviewpartner seine Integration?
Der Interviewpartner bewertet seine Erfahrung durchweg positiv, hebt jedoch die Bedeutung von engagiertem Lehrpersonal und einem unterstützenden sozialen Umfeld hervor.
Welche Rolle spielt das soziale Umfeld für eine gelungene Inklusion?
Das soziale Umfeld, insbesondere Freunde und das familiäre Unterstützungssystem, ist maßgeblich, um Barrieren im Schulalltag kreativ zu überbrücken und Akzeptanz zu schaffen.
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- Anonym (Author), 2020, Chancen und Herausforderungen von inklusiver Schule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1377732