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Die Erfassung von Länderrisiken bei der Ermittlung von Eigenkapitalkosten multinationaler Konzerne

Title: Die Erfassung von Länderrisiken bei der Ermittlung von Eigenkapitalkosten multinationaler Konzerne

Bachelor Thesis , 2009 , 41 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Miriam Kerstiens (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Die Berücksichtigung von Länderrisiken bei der Ermittlung von Eigenkapitalkosten der in Schwellenländern ansässigen Tochtergesellschaften multinationaler Konzerne ist sowohl aus konzeptuellen als auch aus technischen Gründen problematisch. So führt die Vernachlässigung dieser schwer greifbaren und kaum quantifizierbaren Risiken möglicherweise zur Unterschätzung der Eigenkapitalkosten, während die explizite Erfassung der Risiken oftmals eine doppelte Risikozählung und somit eine Überschätzung der Eigenkapitalkosten nach sich zieht. Auch empirische Studien haben erwiesen, dass es fragwürdig ist, Bewertungskonzepte aus entwickelten Ländern ohne jegliche Anpassung auf Schwellenländer zu übertragen. Daher wurde in Wissenschaft und Praxis eine Vielzahl von Verfahren zur Erfassung von Länderrisiken bei der Ermittlung von Eigenkapitalkosten in Schwellenländern konzipiert. Zwar bieten diese Methoden verschiedene Lösungsansätze, jedoch gibt es für die Unternehmensbewertung in Schwellenländern derzeit keine Best Practice Methode. Alternativ zur Erfassung von Länderrisiken durch ein explizites Anpassen der Eigenkapitalkosten können diese Risiken bei der Anwendung des DCF-Verfahrens ebenso implizit durch eine Adjustierung der im Zähler stehenden Cashflows berücksichtigt werden. Sofern das länderspezifische Risiko im Diskontierungssatz berücksichtigt werden soll, kann dies sowohl durch die Verwendung der lokalen höheren Marktrisikoprämie als auch durch die Addition einer Länderrisikoprämie geschehen. Die Wahl des richtigen Verfahrens ist keine triviale Entscheidung, da die verschiedenen Varianten stark voneinander abweichende Eigenkapitalkosten ermitteln. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 CAPM als Modell zur Ermittlung von Eigenkapitalkosten

2.1 Kurzdarstellung des Modells und seiner Annahmen

2.2 Kritische Würdigung des CAPM

2.3 Anwendbarkeit des CAPM in Schwellenländern

3 Modelle zur Erfassung von Länderrisiken

3.1 Cashflow-Adjustierung

3.2 CAPM-basierte Methoden

3.2.1 Global CAPM

3.2.2 Local CAPM

3.2.3 Godfrey-Espinosa Modell

3.3 Alternativmethoden

3.3.1 Downside Risk Modell

3.3.2 Country Credit Rating Modell

4 Analyse und Auswahl der Modelle zur Bewertung der Eigenkapitalkosten

4.1 Vor- und Nachteile der Modelle

4.1.1 Cashflow-Adjustierung

4.1.2 CAPM-basierte Methoden

4.1.3 Alternativmethoden

4.2 Handlungsempfehlungen zur Wahl der passenden Bewertungsmethode

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Darlegung und kritische Analyse verschiedener methodischer Ansätze zur Erfassung von Länderrisiken bei der Ermittlung von Eigenkapitalkosten multinationaler Konzerne in Schwellenländern, um eine Entscheidungshilfe für die Auswahl der jeweils passenden Bewertungsmethode zu bieten.

  • Analyse der Anwendbarkeit des klassischen Capital Asset Pricing Modells (CAPM) in Schwellenländern
  • Erläuterung verschiedener CAPM-basierter sowie alternativer Bewertungsmodelle
  • Kritische Bewertung der Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Ansätze zur Länderrisikoerfassung
  • Herleitung von Handlungsempfehlungen für die Methodenwahl basierend auf landesspezifischen und investororientierten Faktoren

Auszug aus dem Buch

2.3 Anwendbarkeit des CAPM in Schwellenländern

Einer Beurteilung über die Anwendbarkeit des CAPM in Schwellenländern muss die Definition dieses Begriffs vorausgehen: Die Bezeichnung Schwellenland wurde in den 80er Jahren von der Weltbanktochter International Finance Corporation (IFC) eingeführt und bezeichnet Märkte, die sich an der Schwelle zu einer etablierten Industrienation befinden: Ein Schwellenland ist demnach ein Staat, der im Globalisierungsprozess war oder ist und der seine Grenzen für internationalen Handel und Investitionen öffnet. Da zwischen den Schwellenländern große politische und wirtschaftliche Unterschiede herrschen, ist eine präzise Definition der sogenannten Emerging Markets schier unmöglich. Oftmals werden sie durch Abgrenzungen von Entwicklungsländern definiert und somit z. B. durch ein überdurchschnittlich wachsendes und exportorientiertes Bruttoninlandsprodukt und Pro-Kopf-Einkommen, eine Zunahme des Industrialisierungsgrades und eine gezielte Industrialisierungspolitik seitens der Regierung charakterisiert.

Die Hauptvoraussetzung für die Anwendbarkeit des CAPM ist ein effizienter Kapitalmarkt. Die Kapitalmärkte von Industriestaaten sind vergleichsweise effizient, da zwischen zahlreichen Käufern und Verkäufern ein freier Informationsfluss besteht und sich durch häufige Transaktionen Gleichgewichtspreise bilden können. Diese Bedingungen sind jedoch bei eigenständig gehaltenen Assets in Schwellenländern meist nicht erfüllt, sodass die Kapitalmärkte solcher Staaten als ineffizient und risikobehaftet einzustufen sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Hinführung zum Problem der Eigenkapitalkostenbestimmung bei multinationalen Konzernen in Schwellenländern und Darstellung des Zieles der Arbeit.

2 CAPM als Modell zur Ermittlung von Eigenkapitalkosten: Erläuterung der theoretischen Grundlagen des CAPM, seiner Annahmen und einer kritischen Auseinandersetzung mit dessen Anwendbarkeit in Schwellenländern.

3 Modelle zur Erfassung von Länderrisiken: Vorstellung von sechs verschiedenen methodischen Ansätzen zur Einbeziehung von Länderrisiken in die Unternehmensbewertung.

4 Analyse und Auswahl der Modelle zur Bewertung der Eigenkapitalkosten: Detaillierte Untersuchung der Stärken und Schwächen der vorgestellten Modelle sowie Ableitung von Entscheidungskriterien für die Praxis.

5 Fazit: Zusammenfassende Ergebnisse der Arbeit und Schlussfolgerungen zur Eignung der verschiedenen Methoden in Abhängigkeit vom Diversifikationsgrad der Investoren.

Schlüsselwörter

Eigenkapitalkosten, Länderrisiko, Schwellenländer, Unternehmensbewertung, CAPM, Global CAPM, Local CAPM, Godfrey-Espinosa Modell, Downside Risk Modell, Country Credit Rating Modell, Kapitalmarkt, Diversifikation, Marktrisikoprämie, Betafaktor, Kapitalkosten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Herausforderung, Länderrisiken bei der Ermittlung von Eigenkapitalkosten für Tochtergesellschaften multinationaler Konzerne in Schwellenländern adäquat zu berücksichtigen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen das klassische Capital Asset Pricing Modell (CAPM), dessen Modifikationen, alternative risikobasierte Bewertungsansätze sowie die Entscheidungskriterien für deren Anwendung unter Berücksichtigung der Kapitalmarkteffizienz.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die verschiedenen Methoden zur Länderrisikoerfassung darzulegen und fundierte Handlungsempfehlungen für die Auswahl der geeignetsten Methode in der Unternehmensbewertung zu geben.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer analytischen Untersuchung der verschiedenen Bewertungsmodelle und leitet daraus einen strukturierten Entscheidungsprozess (Entscheidungsbaum) ab.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung des CAPM, die Vorstellung von CAPM-basierten und alternativen Modellen (wie dem Downside Risk und Country Credit Rating Modell) sowie deren detaillierte Analyse hinsichtlich Vor- und Nachteilen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Eigenkapitalkosten, Länderrisiko, Schwellenländer, Unternehmensbewertung, CAPM, Diversifikation und Kapitalmarkteffizienz.

Warum ist das klassische CAPM in Schwellenländern problematisch?

Das Modell setzt effiziente Kapitalmärkte voraus, welche in Schwellenländern häufig fehlen. Zudem führt die Ignoranz gegenüber Länderrisiken oder deren implizite Falscherfassung oft zu einer Fehlbewertung der Eigenkapitalkosten.

Wie unterscheidet sich das Godfrey-Espinosa Modell von anderen CAPM-Varianten?

Es ergänzt die Faktoren des klassischen CAPM durch eine explizite Länderrisikoprämie und berücksichtigt dabei durch eine Gewichtung des Betafaktors das Problem der doppelten Risikoerfassung.

Welchen Einfluss hat der Diversifikationsgrad auf die Modellwahl?

Der Diversifikationsgrad des marginalen Investors ist entscheidend für die Frage, ob ein Risiko als systematisch oder unsystematisch eingestuft wird. Ein global diversifizierter Investor bewertet Länderrisiken anders als ein lokal gebundener Anleger.

Warum wird im Downside Risk Modell auf die Semivarianz zurückgegriffen?

Die Semivarianz fokussiert sich ausschließlich auf negative Renditeabweichungen, da Investoren in Schwellenländern asymmetrisch auf Verlustgefahren reagieren, anstatt die gesamte Volatilität als Risiko zu werten.

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Details

Title
Die Erfassung von Länderrisiken bei der Ermittlung von Eigenkapitalkosten multinationaler Konzerne
College
University of Applied Sciences Münster  (European Business Programme)
Grade
1,0
Author
Miriam Kerstiens (Author)
Publication Year
2009
Pages
41
Catalog Number
V137779
ISBN (eBook)
9783640456383
ISBN (Book)
9783640456499
Language
German
Tags
Unternehmensbewertung CAPM Länderrisiko Eigenkapitalkosten Schwellenländer Kapitalkosten Risiko
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Miriam Kerstiens (Author), 2009, Die Erfassung von Länderrisiken bei der Ermittlung von Eigenkapitalkosten multinationaler Konzerne, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137779
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