Es handelt sich bei dieser Praktikumsmappe um einen ausführlichen Bericht über ein vierwöchiges Schulpraktikum. Dabei wird detailliert auf verschiedene Unterrichtsstunden eingegangen. Schwerpunkt ist die Darstellung einer selbst durchgeführten Unterrichtsstunde mit ihren Vorüberlegungen.Dabei wird das Thema "Ostern" aus dem Lehrplan genaustens betrachtet.
Inhaltsverzeichnis
1. Charakteristik der Schule
2. Angaben zur Stellung des Religionsunterrichts an der Schule sowie zu weiteren Formen religiösen Lernens und Lebens an der Schule
3.a) Übersicht über hospitierte und selbst gehaltenen Unterricht
b) Kurzanalyse einer näher beobachteten Unterrichtsstunde
4. Darstellung einer auch in den Vorüberlegungen dokumentierten Unterrichtsstunde in Evangelischer Religion
4.1. Persönliche Begegnung
4.2. Analyse des didaktischen Bedingungsfeldes
4.3. Fachwissenschaftliche Analyse bzw. Theologische Orientierung
4.4 Didaktische Überlegungen und Entscheidungen
4.5. Methodische Überlegungen
4.6. Verlaufsplanung
4.7. Reflexion der gehaltenen Unterrichtsstunde
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit dokumentiert die Erfahrungen während eines Schulpraktikums im Fach Evangelische Religion, wobei der Fokus auf der Analyse des schulischen Umfelds, der Hospitation sowie der eigenen Unterrichtsplanung und -durchführung zum Thema „Ostern“ liegt.
- Charakterisierung der Praktikumsschule und deren pädagogisches Umfeld
- Stellenwert des Religionsunterrichts und religiöser Praxis an der Schule
- Reflexion hospitierter Unterrichtsstunden und Analyse pädagogischer Stile
- Theologische und didaktische Vorbereitung einer Unterrichtseinheit zum Thema „Ostern“
- Kritische Evaluation der eigenen Unterrichtsführung und persönlicher beruflicher Entwicklung
Auszug aus dem Buch
4.4 Didaktische Überlegungen und Entscheidungen
Die Kinder befinden sich in der ersten Klasse und sehen, falls sie nicht streng christlich erzogen werden, das Osterfest, als ein Fest welches sie jedes Jahr gemeinsam mit ihrer Familie feiern und Ostereier suchen. Sie können die christliche Bedeutung dieses Festes noch nicht verstehen. Es macht auch keinen Sinn es ihnen bereits in der ersten Klasse zu erklären. Das Osterfest wird sie den Rest ihres Lebens begleiten. Sowohl dieses als auch die zukünftigen Osterfeste werden eine Bedeutung, wenn auch eine unterschiedliche Bedeutung haben. Sie bekommen mit der Zeit und des voranschreitenden Religionsunterrichts ein völlig anderes Bild vom Osterfest. Entweder sie sehen es auch als christliches Fest, verstehen und glauben an eine Auferstehung, oder sie lehnen es grundsätzlich ab.
Das Thema “Ostern” ist für eine Unterrichtstunde vor Ostern sehr schön. Dieses Thema regt die Kinder zum Gespräch an. Sie haben schon einige Osterfeste hinter sich und können sich über ihre Erfahrungen austauschen.
Vor meiner Unterrichtstunde vermutete ich, dass die Kinder speziell den Osterhasen und die Ostereier mit Ostern verbinden. Dies wurde mir auch bei den meisten Kindern bestätigt. Es gab jedoch auch wenige Kinder, welche das Osterfest bereits aus christlicher Sicht verstanden haben. Ich erkundigte mich bei ihnen, woher sie das wussten. Ich erfuhr, dass sie ihre Eltern zum Gottesdienst begleiten und am Kindergottesdienst teilnahmen. Einige Kinder besuchen auch kirchliche Spielgruppen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Charakteristik der Schule: Beschreibung der strukturellen und räumlichen Gegebenheiten der Grundschule sowie deren pädagogische Leitlinien und das angestrebte Schulklima.
2. Angaben zur Stellung des Religionsunterrichts an der Schule sowie zu weiteren Formen religiösen Lernens und Lebens an der Schule: Darstellung der konfessionellen Trennung im Religionsunterricht und der Bedeutung gemeinsamer Gottesdienste im Schulalltag.
3.a) Übersicht über hospitierte und selbst gehaltenen Unterricht: Chronologische Aufarbeitung der besuchten und teilweise selbst durchgeführten Unterrichtseinheiten mit Fokus auf Methodenwahl und Schüleraktivität.
b) Kurzanalyse einer näher beobachteten Unterrichtsstunde: Kritische Betrachtung einer spezifischen Unterrichtsstunde unter besonderer Berücksichtigung des Lehrerverhaltens und der Klassenatmosphäre.
4. Darstellung einer auch in den Vorüberlegungen dokumentierten Unterrichtsstunde in Evangelischer Religion: Detaillierte Planung und theoretische Fundierung einer Unterrichtsstunde zum Thema Ostern, inklusive Reflexion.
4.1. Persönliche Begegnung: Reflexion der eigenen religiösen Sozialisation und persönlichen Sichtweise auf das Osterfest im Kontext des Grundschulunterrichts.
4.2. Analyse des didaktischen Bedingungsfeldes: Erfassung der Lernvoraussetzungen der Lerngruppe und Konsequenzen für die Unterrichtsplanung.
4.3. Fachwissenschaftliche Analyse bzw. Theologische Orientierung: Herleitung der Bedeutung des Osterfestes unter Berücksichtigung sprachlicher Wurzeln und der theologischen Kernbotschaft der Auferstehung.
4.4 Didaktische Überlegungen und Entscheidungen: Begründung der didaktischen Herangehensweise und Berücksichtigung der kindlichen Lebenswelt beim Thema Ostern.
4.5. Methodische Überlegungen: Darlegung des methodischen Aufbaus der Stunde, insbesondere des Einstiegs und der Mal-Phase.
4.6. Verlaufsplanung: Tabellarische Übersicht der geplanten Zeitphasen, Lernziele und methodischen Impulse.
4.7. Reflexion der gehaltenen Unterrichtsstunde: Rückblick auf den Verlauf der eigenen Stunde basierend auf dem Feedback der betreuenden Lehrerin.
5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung des Praktikums und dessen Einfluss auf den Berufswunsch Lehrerin.
Schlüsselwörter
Religionsunterricht, Grundschule, Ostern, Auferstehung, Schulpraktikum, Didaktik, Verlaufsplanung, Unterrichtsreflexion, Lehrerrolle, Schulleben, Evangelische Religion, Lernvoraussetzungen, Gruppenarbeit, Religionspädagogik, Schülerbeteiligung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert die Erfahrungen und Reflexionen einer Lehramtsanwärterin während eines vierwöchigen Fachpraktikums im Fach Evangelische Religion an einer Grundschule.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Themen sind der Stellenwert von Religion in der Grundschule, die Planung von Unterrichtsstunden unter Berücksichtigung didaktischer Kriterien sowie die kritische Reflexion des eigenen Lehrerhandelns.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Dokumentation und fachliche Aufarbeitung einer Unterrichtseinheit zum Thema Ostern sowie die Evaluation der eigenen Eignung für den Lehrberuf.
Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Reflexion verwendet?
Die Arbeit nutzt deskriptive Analysen der Unterrichtssituationen sowie reflexionsbasierte Methoden, um die eigene pädagogische Praxis und das Feedback der betreuenden Lehrkräfte aufzuarbeiten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst sowohl die Beobachtung verschiedener Unterrichtsstunden als auch die detaillierte Planung und Durchführung einer eigenen Stunde zum Thema Ostern, inklusive theologischer und didaktischer Analysen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich primär durch die Begriffe Religionsunterricht, Grundschuldidaktik, Unterrichtsplanung, Reflexion und Lehrerrolle beschreiben.
Welche Rolle spielt die christliche Theologie bei der Vorbereitung der Unterrichtsstunde?
Sie dient als fachwissenschaftliches Fundament, um die Kernbotschaft von Ostern – die Auferstehung – altersgerecht und unter Berücksichtigung der kindlichen Lebenswelt in den Unterricht zu integrieren.
Wie bewertet die Autorin den Umgang der Lehrkräfte mit den Schülern?
Die Autorin reflektiert sehr differenziert: Sie lobt inspirierende Beispiele pädagogischer Führung, kritisiert aber auch aggressive oder unfreundliche Unterrichtsstile, die sie als nicht sinnvoll erachtet.
Was hat die Autorin aus der Reflexion ihrer eigenen Unterrichtsstunde gelernt?
Sie erkannte negative Angewohnheiten wie das „Lehrerecho“ und die Tendenz, zu viele Fragen zu stellen, anstatt den Schülern mehr Raum für ihre eigenen Erzählungen zu geben.
Wie hat das Praktikum den Berufswunsch der Autorin beeinflusst?
Das Praktikum hat den Wunsch, Lehrerin zu werden, stark bestärkt, insbesondere durch die praktischen Erfahrungen in der eigenverantwortlichen Leitung von Unterrichtsstunden.
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- Anonym (Author), 2007, Praktikumsmappe zum Fachpraktikum evangelische Theologie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137800