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Geschlechterungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt. Ursachen aus sozial- und politikwissenschaftlicher Perspektive

Title: Geschlechterungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt. Ursachen aus sozial- und politikwissenschaftlicher Perspektive

Term Paper , 2020 , 15 Pages , Grade: 12

Autor:in: Anonym (Author)

Politics - Basics and General
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Im Kontext dieser Ausarbeitung soll die Thematik der Geschlechterungleichheit auf dem Arbeitsmarkt in Verbindung mit den sozialpolitisch-diagnostizierten Ursachen hierfür dargestellt werden. Gegenstand dieser Hausarbeit wird zunächst die Darlegung vergeschlechtlichender Sozialisationsprozesse sein. Weiterhin werden die Ursachen der bestehenden Chancenungleichheit thematisiert und mit der geschlechterhierarchisierenden Arbeitsteilung in Produktion und Reproduktion in Verbindung gebracht werden.

Es folgen mögliche, politisch geprägte Maßnahmen zur Verringerung, gar Verhinderung geschlechtersspezifischer Diskriminierung. Resümierend aus den genannten Aspekten sollen bestehende Macht- und Herrschaftsverhältnisse hinterfragt und ein Ausblick mit möglichen Handlungsoptionen angefügt sowie aufgezeigt werden.

"Typisch Mann, typisch Frau!" – eine Kategorisierung aus dem alltäglichen Sprachgebrauch, die gängige Rollenklischees noch einmal zusätzlich zu bestärken scheint. Doch was steckt dahinter? Beschrieben durch Weiblichkeitsattribute, wie gutmütig, fürsorglich, nachgiebig und hilfsbereit, wird Frauen schon früh auferlegt, wie sie sich zu verhalten haben. Männer hingegen gelten als selbstbewusst, autark und willensstark. Doch auf welcher Grundlage beruhen diese Eigenschaften?

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sozialtheoretische Perspektive

2. 1. Vergeschlechtlichende Sozialisationsprozesse

2. 2. Auswirkungen vergeschlechtlichender Sozialisation auf die Berufswahl

3. Geschlechtshierarchisierende Arbeitsteilung in Produktion und Reproduktion

4. Ungleichstellung auf dem Arbeitsmarkt

4. 1. Horizontale und vertikale Arbeitsmarktsegregation

4. 2. Einkommens- und Arbeitszeitdifferenzen erwerbstätiger Männer und Frauen

5. Mögliche Maßnahmen

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht die Ursachen für bestehende Geschlechterungleichheiten auf dem deutschen Arbeitsmarkt unter Einbeziehung sozial- und politikwissenschaftlicher Perspektiven, um Barrieren für eine gleichberechtigte Teilhabe zu identifizieren und Lösungsansätze zu diskutieren.

  • Sozialisation und deren Einfluss auf die berufliche Rollenfindung
  • Die geschlechtshierarchisierende Arbeitsteilung in Produktion und Reproduktion
  • Strukturelle Benachteiligung durch horizontale und vertikale Arbeitsmarktsegregation
  • Einkommensunterschiede und der Gender Pay Gap
  • Politische Handlungsoptionen zur Förderung der Geschlechtergerechtigkeit

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

„Typisch Mann, typisch Frau!“ - eine Kategorisierung aus dem alltäglichen Sprachgebrauch, die gängige Rollenklischees noch einmal zusätzlich zu bestärken scheint. Doch was steckt dahinter? Beschrieben durch Weiblichkeitsattribute, wie gutmütig, fürsorglich, nachgiebig und hilfsbereit wird Frauen schon früh auferlegt, wie sie sich zu verhalten haben. Männer hingegen gelten als selbstbewusst, autark und willensstark. Doch auf welcher Grundlage beruhen diese Eigenschaften?

In der Genderforschung herrscht ein allgemeiner Konsens darüber, dass jene Assoziationen keinesfalls auf einen genetischen Ursprung beruhen, sondern durch die existente Debatte begründet sind (vgl. Brabandt 2017: 284).

Das eigene Geschlecht und entsprechende Handeln wird zwar in der heutigen Gesellschaft meist nicht mehr als etwas verstanden, was man hat oder ist, sondern vielmehr als etwas, was man tut. Daher wird auch von “doing gender” anstatt von “gender” gesprochen. Empirische Studien zeigen auch, dass jüngere Generationen ihre Geschlechtsidentität immer weniger als fremdbestimmt wahrnehmen (vgl. Richter 2014: 395). Jedoch scheint dieses theoretische Verständnis noch nicht in der Lebensrealität angekommen zu sein. “Das Geschlecht wird heute seltener als relevante Kategorie für die eigene Biografie oder die Gesellschaft angesehen- zu Unrecht, wie ein Blick in die Berufswelt und ihre Führungspositionen zeigt” (Richter 2014: 359).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Entstehung von Geschlechterrollen und deren heutige Relevanz im Arbeitskontext sowie die Problematik der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

2. Sozialtheoretische Perspektive: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Sozialisation und analysiert die vergeschlechtlichenden Prozesse, die frühzeitig zu unterschiedlichen beruflichen Erwartungshaltungen führen.

3. Geschlechtshierarchisierende Arbeitsteilung in Produktion und Reproduktion: Der Abschnitt untersucht den Zwiespalt zwischen Karrierewunsch und Familienpflichten sowie die damit verbundene Aufwertung bezahlter Produktion gegenüber unbezahlter Reproduktionsarbeit.

4. Ungleichstellung auf dem Arbeitsmarkt: Hier werden die Mechanismen der Arbeitsmarktsegregation sowie die Gründe für Einkommens- und Arbeitszeitdifferenzen zwischen Männern und Frauen analysiert.

5. Mögliche Maßnahmen: Das Kapitel diskutiert politisch notwendige Schritte, wie die Förderung der Erwerbsbeteiligung und das Aufbrechen traditioneller Rollen, um eine geschlechtergerechte Teilhabe zu ermöglichen.

6. Fazit: Die Zusammenfassung resümiert die Fortdauer der Chancenungleichheit und fordert ein verstärktes politisches Agieren zur Überwindung dieser Barrieren.

Schlüsselwörter

Geschlechterungleichheit, Arbeitsmarkt, Sozialisation, Doing Gender, Rollenklischees, Segregation, Gender Pay Gap, Vereinbarkeit, Familie und Beruf, Reproduktionsarbeit, Gleichstellungspolitik, Karrierechancen, Frauenförderung, Erwerbsbiografie, Diskriminierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert die Ursachen für die existierende Ungleichbehandlung von Frauen und Männern auf dem Arbeitsmarkt aus einer sozial- und politikwissenschaftlichen Sicht.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Die Schwerpunkte liegen auf den Auswirkungen von Sozialisationsprozessen, der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung, der Arbeitsmarktsegregation sowie der Lohn- und Karrierebenachteiligung von Frauen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die tieferliegenden Ursachen der Chancenungleichheit aufzuzeigen und politisch diskutierte Lösungsansätze zur Verbesserung der Gleichstellung zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Perspektive wird eingenommen?

Die Arbeit nutzt sozialwissenschaftliche Theorien zur Sozialisation und verknüpft diese mit arbeitsmarktpolitischen Analysen und Gleichstellungsberichten der Bundesregierung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Rollenprägung, die Trennung von Produktion und Reproduktion sowie die konkrete Untersuchung der horizontalen und vertikalen Segregation am Arbeitsmarkt.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit am besten?

Kernbegriffe sind Geschlechterungleichheit, Sozialisation, Gender Pay Gap, Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Arbeitsmarktsegregation.

Welche Rolle spielt die „Sozialisation“ in diesem Kontext?

Sozialisation wird als Grundlage für die Entwicklung von Geschlechtsidentitäten verstanden, die Mädchen und Jungen frühzeitig in vorgefertigte Rollenbilder drängt, welche später das Berufswahlverhalten prägen.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen Produktion und Reproduktion?

Während Produktion als bezahlte, haushaltsexterne Erwerbsarbeit definiert wird, umfasst Reproduktion die als „Liebesdienst“ abgewertete, unbezahlte Haus-, Erziehungs- und Sorgearbeit, die meist von Frauen geleistet wird.

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Details

Title
Geschlechterungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt. Ursachen aus sozial- und politikwissenschaftlicher Perspektive
College
Justus-Liebig-University Giessen  (Politikwissenschaften)
Course
Einführung in die Politische Bildung-am Beispiel der Krisen- herde in der intern. Politik
Grade
12
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2020
Pages
15
Catalog Number
V1378099
ISBN (PDF)
9783346917997
ISBN (Book)
9783346918000
Language
German
Tags
Vergeschlechtlichende Sozialisationsprozesse Einkommens- und Arbeitszeitdifferenzen erwerbstätiger Männer und Frauen Horizontale und vertikale Arbeitsmarktsegregation Ungleichstellung auf dem Arbeitsmarkt Sozialtheoretische Perspektive Geschlechtshierarchisierende Arbeitsteilung in Produktion und Reproduktion
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2020, Geschlechterungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt. Ursachen aus sozial- und politikwissenschaftlicher Perspektive, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1378099
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