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Teilhabe von Frauen in der rechtsextremen Szene. Verhältnis von Rechtsextremismus und Geschlechterverständnis und rechtsextreme Frauen als Täterinnen

Titel: Teilhabe von Frauen in der rechtsextremen Szene. Verhältnis von Rechtsextremismus und Geschlechterverständnis und rechtsextreme Frauen als Täterinnen

Hausarbeit , 2021 , 28 Seiten , Note: 13

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Politik - Sonstige Themen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Gewalt und Rechtsextremismus ist vor allem in Deutschland ein relevantes und komplexes Problem. Dieses Thema hat schon eine lange historische Vergangenheit und ist auch in der heutigen Zeit aktuell. Dies wird anhand der "Black Lives Matter" -Bewegung und dem kürzlich in Hanau verübten Anschlag deutlich. Besonders auffällig ist, dass in den Medien und im Allgemeinen meist nur Männer als Täter von rechtsextremer Gewalt genannt und mit Gewalttaten in Verbindung gebracht werden. Auch in einschlägigen Publikationen lässt sich die Annahme, dass Gewalt hauptsächlich männlich ist, finden. Wir wollen uns deshalb mit dem Geschlechterverständnis in der rechtsextremen Szene beschäftigen. Dabei wollen wir uns der Frage widmen, warum in den Medien meist nur Männer genannt werden, obwohl auch Frauen der rechten Szene angehören. Wir wollen untersuchen, ob es auch rechte Frauen gibt, welche für Gewalttaten verantwortlich sind, diese selbst durchführen, oder welche Rolle rechte Frauen in diesem Bereich spielen. Uns interessiert somit die Frage: Inwieweit sind Frauen aktive Teilnehmer der rechtsextremen Szene und was macht ihre Rolle aus?

Gegenstand dieser Hausarbeit ist zunächst die Darlegung und Erklärung der grundlegenden Begriffe "Rechtsextremismus" und "Gewalt". Wir wollen auf die Ambivalenz und die Beziehung der beiden Begriffe eingehen. Dabei wird auch die Differenzierung von aktiver und passiver Gewalt thematisiert. Darauf aufbauend wollen wir uns dem Verhältnis von Rechtsextremismus und dem Geschlechterverständnis der rechten Szene beschäftigen. Hierbei sollen die traditionellen Geschlechterrollen des Rechtsextremismus herausgearbeitet werden. Es wird die bestehende Geschlechterungleichheit thematisiert und mit den rechten Weiblichkeits- und Männlichkeitskonstruktionen in Verbindung gebracht. Darauf folgen Bezüge zu rechtsextremen Mädchen- und Frauenorganisationen wie beispielsweise dem Ring Nationaler Frauen. Anhand von ausgewählten Beispielen wollen wir einen Blick auf die Strukturen dieser Gruppen werfen. Neben passiver Gewaltbereitschaft in den Organisationen gibt es auch Frauen, die aktiv zu rechtsextremen Gewalttaten schritten. Dies soll an Beispielen, wie Beate Zschäpe vom Nationalsozialistischen Untergrund (NSU), deutlich gemacht werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung in das Thema

2. Begriffserklärung

2. 1. Rechtsextremismus

2. 2. Gewalt

3. Verhältnis von Rechtsextremismus und Geschlechterverständnis

3. 1. Die Rolle der Frau in der rechtsextremen Weltanschauung

4. Rechtsextreme Mädchen- und Frauenorganisation

5. Rechtsextreme Frauen als Täterinnen- aktive und passive Gewaltbereitschaft

5. 1. Käthe Petersen

5. 2. Nationalsozialistischer Untergrund (NSU)

5. 2. 1. Beate Zschäpe

5. 2. 2. Mandy Struck

5. 3. Sibylle Vorderbrügge

5. 4. Denise G.

5. 5. Maria K.

5. 6. Weitere rechte Gewalttaten mit Beteiligung von Frauen

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Rolle von Frauen in der rechtsextremen Szene in Deutschland, um der Frage nachzugehen, inwieweit Frauen aktive Teilnehmerinnen sind und warum sie medial oft nur am Rande wahrgenommen werden, obwohl sie maßgeblich zum Fortbestand und zur Radikalität der Szene beitragen.

  • Analyse des Geschlechterverständnisses und traditioneller Rollenbilder im Rechtsextremismus.
  • Untersuchung der passiven Gewaltbereitschaft in Frauenorganisationen.
  • Erforschung der aktiven Beteiligung von Frauen an rechtsextremen Gewalttaten.
  • Aufdeckung der sogenannten "doppelten Unsichtbarkeit" von Täterinnen in der rechten Szene.

Auszug aus dem Buch

3. 1. Die Rolle der Frau in der rechtsextremen Weltanschauung

Die Tatsache, dass in der Öffentlichkeit meist der rechtsextreme Mann repräsentiert wird, lässt vermuten, dass Frauen weniger rechtsextrem sind. Dem ist aber nicht so. Im Folgenden wird die Bedeutung der Frau in der rechtsextremen Szene näher erklärt.

In der Zeit nach 1945 waren Frauen im Rechtsextremismus immer präsent, auch wenn vielleicht nicht immer so medial präsent wie sie es heute sind. Ab den 1990er Jahren haben sich verstärkt rechtsextreme Frauengruppen gebildet, welche dazu dienten, dass die Frauen ihre eigenen Räume in der Szene bekommen. Dazu gehören beispielsweise der Ring nationaler Frauen oder die Gemeinschaft deutscher Frauen. (vgl. Claus; Lehnert; Müller; 2010: 127). Heute nimmt man an, dass 10-30 Prozent der rechtsextremen Szene Frauen sind (vgl. Ratmann; 2021). Statistiken der Landeskriminalämter zeigen das 5-10 Prozent dieser Frauen wegen Straf- und Gewalttaten gefasst werden. Es wird aber von einer deutlich höheren Dunkelziffer ausgegangen (vgl. Claus; Lehnert; Müller; 2010: 130). Frauen in der rechtsextremen Szene sind fasziniert von Gewalt. Dabei ist es gleichgültig, ob sie sie selbst ausüben und bei der Ausübung zuschauen, erklärte Sozialpädagogin Petra Franetzki (vgl. Ratmann, M.; 2021).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung in das Thema: Es wird die Relevanz des Themas Gewalt im Rechtsextremismus sowie die gesellschaftliche, oft auf Männer fokussierte Wahrnehmung dargelegt.

2. Begriffserklärung: Hier werden die zentralen Begriffe „Rechtsextremismus“ und „Gewalt“ wissenschaftlich definiert und in ihre Einstellungs- bzw. Verhaltensebenen zerlegt.

3. Verhältnis von Rechtsextremismus und Geschlechterverständnis: Dieses Kapitel arbeitet die Konstruktion traditioneller Geschlechterrollen und deren Bedeutung für die völkische Ideologie heraus.

4. Rechtsextreme Mädchen- und Frauenorganisation: Die Analyse konzentriert sich auf die unterstützende, "passive" Rolle von Frauenorganisationen bei der Aufrechterhaltung der rechten Infrastruktur.

5. Rechtsextreme Frauen als Täterinnen- aktive und passive Gewaltbereitschaft: Anhand historischer und aktueller Fallbeispiele wird die aktive Beteiligung von Frauen an Gewalttaten und Terrorstrukturen untersucht.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass rechtsextreme Frauen eine wichtige, oft unterschätzte Rolle spielen und die Szene durch ihr Handeln stabilisieren und radikalisieren.

Schlüsselwörter

Rechtsextremismus, Gewalt, Frauenbild, Geschlechterrolle, NSU, Radikalisierung, Ideologie, Frauenorganisationen, Täterschaft, Volksgemeinschaft, Neonazismus, soziale Medien, Geschlechterdualismus, passives Gewaltverhalten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Teilhabe von Frauen in der rechtsextremen Szene und hinterfragt das gängige Vorurteil, dass es sich primär um ein ausschließlich männliches Phänomen handelt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind das rechtsextreme Geschlechterverständnis, die Rolle der Frauen in politischen Organisationen der rechten Szene sowie das Ausmaß ihrer Gewaltbeteiligung.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, wie aktiv Frauen in der rechtsextremen Szene sind und worin ihre spezifische Rolle in Bezug auf Ideologieverbreitung und Gewalt besteht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literatur- und Diskursanalyse, um auf Basis aktueller Studien und Berichte das Wirken rechtsextremer Frauen zu beleuchten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung über Rechtsextremismus und Geschlechterrollen, eine Analyse von Frauenorganisationen sowie detaillierte Fallstudien zu rechtsextremen Täterinnen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Rechtsextremismus, Geschlechterrolle, NSU, passive Gewaltbereitschaft und die „doppelte Unsichtbarkeit“ von Frauen.

Welche Rolle spielt der NSU in dieser Arbeit?

Der NSU dient als zentrales Fallbeispiel, um zu zeigen, dass auch Frauen eine aktive und tragende Rolle in rechtsterroristischen Strukturen einnehmen können, etwa durch Beate Zschäpe oder Mandy Struck.

Wie prägt die "doppelte Unsichtbarkeit" die Analyse?

Dieser Begriff verdeutlicht, dass Frauen aufgrund gesellschaftlicher Stereotype als „friedliebend“ wahrgenommen werden, was ihre Entdeckung als Täterinnen erschwert und ihre Ideologiearbeit normalisiert.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Teilhabe von Frauen in der rechtsextremen Szene. Verhältnis von Rechtsextremismus und Geschlechterverständnis und rechtsextreme Frauen als Täterinnen
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen  (Sozial- und Kulturwissenschaften)
Veranstaltung
Rechtsextremismus und Geschlechterverhältnisse
Note
13
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
28
Katalognummer
V1378101
ISBN (PDF)
9783346919489
ISBN (Buch)
9783346919496
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Teilhabe von Frauen in der rechtsextremen Szene Rechtsextremismus Gewalt Denise G. Beate Zschäpe Käthe Petersen Rechtsextreme Mädchen- und Frauenorganisationen Die Rolle der Frau in der rechtsextremen Weltanschauung rechte Gewalttaten mit Beteiligung von Frauen Nationalsozialistischer Untergrund
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2021, Teilhabe von Frauen in der rechtsextremen Szene. Verhältnis von Rechtsextremismus und Geschlechterverständnis und rechtsextreme Frauen als Täterinnen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1378101
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Leseprobe aus  28  Seiten
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