Die vorliegende Arbeit gibt einen Überblick über die Auswirkungen von ADHS auf die Schulleistungen und welche fördernden Interventionsmöglichkeiten Schulen haben. Aber auch wie die Lehrer*innen bei Kindern und Jugendlichen fördernd intervenieren können, um deren ADHS Symptome zu dämpfen und diese im besten Fall sogar dadurch ihre Schulleistungen verbessern können.
Dabei wird, anhand von ausgewählter Literatur, zuerst die ADHS im Allgemeinen erläutert: Was ist ADHS? Wie läuft die Diagnose ab? Was ist die Ursache? Was sind die Symptome einer ADHS? Danach wird auf das Thema ADHS in der Schule und die möglichen Interventionsmöglichkeiten, in Form von evidenzbasierten Strategien, eingegangen. Diese genutzte Literatur besteht überwiegend aus Studien und auch Metaanalysen mit hoher Evidenz, damit die vorgestellten Interventionsmöglichkeiten auch als wirksam bezeichnet werden können.
Ziel ist es, mögliche Ideen für Lehrkräfte herauszuarbeiten, welche sie im schulischen Alltag verwenden können. Es hat sich in dieser Arbeit herausgestellt, dass es viele Möglichkeiten für Lehrer*innen gibt, zu intervenieren. Diese Möglichkeiten sind zum größten Teil einfach im Unterricht anwendbar. Diese Arbeit ist für jeden gedacht der sich für die ADHS interessiert, aber besonders für angehende oder ausgebildete Lehrkräfte interessant und hilfreich, mit der ADHS besser umgehen zu können.
Inhaltsverzeichnis
1 Zusammenfassung
2 Einleitung
2.1 Relevanz des Themas
2.2 Literaturüberblick
3 ADHS
3.1 Diagnosen und Klassifikationen der ADHS
3.2 Ätiologie ADHS - ein Bündel von Ursachen
3.3 Symptomatik
4 ADHS und Schule
4.1 Befunde im schulischen Kontext
4.2 Auswirkungen von ADHS auf den Unterricht und auf die Schulleistungen
4.3 Interventionsmöglichkeiten aus schulorganisatorischer Sicht
4.4 Interventionsmöglichkeiten von Lehrkräften im Unterricht
5 Fazit und Diskussion
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, wie sich ADHS auf die Schulleistungen von Kindern und Jugendlichen auswirkt und welche evidenzbasierten Interventionsmöglichkeiten Schulen sowie Lehrkräfte im Unterrichtsalltag einsetzen können, um Betroffene fördernd zu unterstützen.
- Grundlagen der ADHS: Definition, Klassifikationen, Ätiologie und Symptomatik
- Einfluss von ADHS auf das schulische Lernen und Leistungsniveau
- Schulorganisatorische Ansätze zur Symptomlindernung und Lernoptimierung
- Pädagogische Interventionsstrategien zur Verhaltenssteuerung im Klassenzimmer
- Die Rolle der Lehrererwartung und Beziehung zur Schüler*innenschaft
Auszug aus dem Buch
4.4 Interventionsmöglichkeiten von Lehrkräften im Unterricht
Zur Verringerung der Symptome einer ADHS und damit auch zur Reduktion der Belastung für Lehrkräfte sowie zur Verbesserung der Lernumgebung im Klassenzimmer wurde eine Vielzahl von Strategien entwickelt. Eine davon ist die behaviorale Strategie, die für alle Jahrgangsstufen im Kinder- und Jugendalter geeignet ist. Sie wird in folgende Strategien unterteilt (DuPaul & Stoner, 2014):
1. Antezedenz-basierte Strategien
Sie sind Interventionen, die Manipulationen von Ereignissen bewirken und dem Zielverhalten vorausgehen. Diese Strategien können auch die Wahrscheinlichkeit erhöhen, ein alternatives, angemesseneres Verhalten zu zeigen:
x das Aufstellen und die aktive Vermittlung von Klassenzimmerregeln, wie z.B.:
a) Hebe die Hand, bevor du redest
b) Hebe die Hand, bevor du von deinem Platz aufstehst
Zusammenfassung der Kapitel
1 Zusammenfassung: Gibt einen Überblick über die Zielsetzung der Arbeit, die behandelten Schwerpunkte zur ADHS in der Schule und betont die Relevanz der dargestellten Interventionsmöglichkeiten für Lehrkräfte.
2 Einleitung: Beschreibt die Ausgangssituation, die diagnostische Einordnung von ADHS und die zentrale Fragestellung bezüglich der Auswirkungen auf Schulleistungen sowie fördernder Interventionen.
3 ADHS: Bietet eine wissenschaftliche Fundierung durch Erläuterungen zu Diagnosekriterien, Ursachenbündeln (Ätiologie) und der Symptomatik nach ICD-10 und DSM-5.
4 ADHS und Schule: Analysiert Befunde zur schulischen Situation, die negativen Auswirkungen auf Schulleistungen und erarbeitet konkrete organisatorische sowie unterrichtspraktische Handlungsempfehlungen.
5 Fazit und Diskussion: Synthetisiert die Studienergebnisse und betont, dass eine erfolgreiche Intervention sowohl durch schulische Strukturen als auch durch eine motivierte, informierte Lehrkraft gelingen kann.
Schlüsselwörter
ADHS, Schulleistungen, Unterricht, Lehrkräfte, Interventionen, Verhaltenssteuerung, Symptomatik, Ätiologie, Klassenführung, Peer-Tutoring, Tokensystem, Inklusion, pädagogische Förderung, Konzentration, Lernumgebung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht Zusammenhänge zwischen ADHS und Schulleistungen bei Kindern und Jugendlichen und stellt Interventionsstrategien zur pädagogischen Unterstützung vor.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Felder sind die medizinisch-psychologische Einordnung der ADHS, deren schulische Auswirkungen sowie praktische Interventionsmethoden für Lehrkräfte.
Was ist das primäre Ziel der Bachelorarbeit?
Das Ziel ist es, evidenzbasierte Strategien für Lehrkräfte herauszuarbeiten, die den schulischen Alltag für Kinder mit ADHS verbessern und deren Leistungspotenzial fördern können.
Welche wissenschaftliche Methode wurde für diese Arbeit gewählt?
Die Autorin nutzt eine systematische Literaturanalyse, die auf aktuellen Studien, Metaanalysen und Kohortenstudien mit hoher Evidenz basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Darstellung der Störung und die Anwendung von Interventionskonzepten, unterteilt in organisatorische Maßnahmen sowie konkrete Unterrichtsstrategien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?
Zu den Schlüsselwörtern zählen ADHS, Schulleistungen, Interventionsmöglichkeiten, Lehrkraftkompetenzen, Verhaltenssteuerung und pädagogische Förderung.
Welche Rolle spielt die "innere Stimme" bei der Symptomatik?
Die Arbeit weist darauf hin, dass Probleme bei der Entwicklung der inneren Stimme die Selbstbeherrschung und das Befolgen von Regeln erschweren, was typisch für bestimmte ADHS-Subtypen ist.
Warum sind 4-Augen-Gespräche bei der Zurechtweisung effektiver als öffentliche Ermahnungen?
Die Arbeit belegt, dass laute Ermahnungen vor der Klasse bei Kindern mit ADHS oft nicht effektiv sind, während ruhige Zurechtweisungen in einem gesonderten Gespräch besser funktionieren.
- Arbeit zitieren
- Julia Klauck (Autor:in), 2023, Auswirkungen von Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörungen auf die Schulleistungen von Schülern im Kindes- und Jugendalter. Förderung durch Lehrkräfte und Schulen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1378114