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Blasen-Wirtschaften und ihre Folgen. Eine Analyse der Tulpenkrise (1634-1637) und der US-Immobilienkrise (2000-2007)

Titel: Blasen-Wirtschaften und ihre Folgen. Eine Analyse der Tulpenkrise (1634-1637) und der US-Immobilienkrise (2000-2007)

Hausarbeit , 2021 , 19 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

BWL - Bank, Börse, Versicherung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit soll sich der folgenden Forschungsfrage widmen: Wie entstehen Blasen-Wirtschaften und welche Folgen zieht das Platzen der Blase nach sich? Ökonomen ist es fast unmöglich, treffsichere Vorhersagen über mögliche Hochkonjunkturen, Rezessionen und Stagnationen in einer Volkswirtschaft zu treffen. Auf lange Perioden der Stabilität folgen plötzliche Abschwünge und vice versa. Eine Wirtschaft innerhalb eines Landes ist somit stark abhängig von den gegebenen Anfangsbedingungen und dynamischen Veränderungen – so minimal sie auch wirken möchten. Ein Phänomen, welches man in der globalen Historie bereits öfters betrachten konnte und welches scheinbar willkürlich auftritt, ist die sogenannte Bildung einer "Blase". Eine Boom-Phase innerhalb eines Wirtschaftskreislaufes, welche auf die sich summierenden Auswirkungen kleinster Veränderungen reagiert und welche Ökonomen oft trotz präziser Modelle nicht rechtzeitig vorhersagen können, um die Auswirkungen, die das Platzen einer Blase mit sich zieht, abzumildern.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinition

2.1 Der Ursprung des Begriffs

2.2 Kategorisierung von Finanzblasen

3. Entstehung von Finanzblasen

3.1 Theorie des Herdenverhaltens

3.2 Fünf-Phasen-Modell nach Kindleberger und Minsky

4. Tulpenkrise 1634-1637

4.1 Hintergründe

4.2 Einordnung in das Fünf-Phasen-Modell

4.3 Die Jahre nach dem Crash

5. US-Immobilienkrise 2000-2007

5.1 Hintergründe

5.2 Einordnung in das Fünf-Phasen-Modell

5.3 Die Jahre nach dem Crash

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entstehungsmechanismen von Blasen-Wirtschaften sowie die sozioökonomischen Folgen, die das Platzen einer solchen Spekulationsblase nach sich zieht. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie durch exogene Schocks und verhaltenswissenschaftliche Faktoren, wie das Herdenverhalten, Bedingungen für Finanzblasen geschaffen werden und wie diese historisch sowie theoretisch einzuordnen sind.

  • Theoretische Grundlagen zur Entstehung von Finanzblasen
  • Analyse des fünf-Phasen-Modells nach Kindleberger und Minsky
  • Die Tulpenkrise als historisches Fallbeispiel
  • Untersuchung der US-Immobilienkrise (2000-2007)
  • Bewertung der Auswirkungen von Blasen-Crashs auf die Volkswirtschaft

Auszug aus dem Buch

3.1 Theorie des Herdenverhaltens

„Beim Herdenverhalten werden individuelle Entscheidungen von den Entscheidungen Dritter beeinflusst, indem deren Entscheidungen übernommen werden, so daß sich ein konformes Verhalten ergibt. […] die gleichgerichtete Entscheidung verspricht dem Entscheidungsträger einen Nutzenzuwachs“ (Zhu, 2009, Geleitwort). Das sogenannte Herdenverhalten ist ein verhaltenswissenschaftliches Phänomen, welches in vielen Lebensbereichen beobachtbar ist und auch auf den Finanzmärkten auftritt. Es beschreibt das Verhalten der Marktteilnehmer Kauf- und Verkaufsentscheidungen auf Basis der Entscheidung anderer zutreffen. Die Ursache dieses Verhaltens liegt in den Faktoren der Unsicherheit und der Informationsasymmetrie, welche die Überreaktionen die auf den Märkten hervorgerufen wird, intensivieren (vgl. Zhu, 2009, S.12 f.). Der Herdentrieb wird auch als eine Ausprägung des Ansteckungseffektes (engl. contagion effect) beschrieben, welcher den Vorgang der Ausweitung einer Krise von einem bestimmten Investitionsobjekt oder einer Branche auf die „gesamtwirtschaftliche oder sogar internationale Ebene“ beschreibt (Blaß, 2020).

Zudem verstärken die Globalisierung und der zunehmende Konnex der Märkte das Resultat des Herdenverhaltens. Ein aktuelles Beispiel für den Herdentrieb sind die „Hamsterkäufe“ während der Covid-19-Pandemie, als es in den Regalen der Lebensmittelläden zu Leerräumen kam, welche durch die Panik der Konsumenten ausgelöst und multipliziert wurde (vgl. Blaß, 2020). Überträgt man dieses Verhalten auf das Phänomen der Blase an Finanzmärkten bedeutet das folgendes: Die ausufernde Zuversicht der Marktteilnehmen führt in Boomphasen dazu, dass der Vermögenspreis stark von dessen eigentlichen fundamental Preis abweicht. Nach dem Crash der Spekulationsblase versuchen die beeinflussten Marktteilnehmer in einer Massenreaktion ihr investiertes Kapital zu retten (vgl. Lind-Braucher & Sattlegger, 2012, S.143).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik ein, wie kleinste Veränderungen in einer Volkswirtschaft durch den Schmetterlingseffekt und individuelles Verhalten zu einer Spekulationsblase führen können.

2. Begriffsdefinition: Dieses Kapitel definiert den Terminus Blasen-Wirtschaft und erläutert verschiedene Ansätze zur Kategorisierung von Finanzblasen, beispielsweise durch die Art des Vermögenswerts.

3. Entstehung von Finanzblasen: Hier werden die theoretischen Grundlagen wie die Theorie des Herdenverhaltens und das fünf-Phasen-Modell nach Kindleberger und Minsky zur Erklärung der Dynamik von Finanzblasen dargelegt.

4. Tulpenkrise 1634-1637: Das Kapitel analysiert die niederländische Tulpenmanie als historisches Beispiel für eine klassische Spekulationsblase und ordnet sie in das fünf-Phasen-Modell ein.

5. US-Immobilienkrise 2000-2007: Eine detaillierte Untersuchung der Subprime-Krise, deren Ursachen in veränderten Kreditvergabepraktiken liegen, sowie deren Einordnung in das fünf-Phasen-Modell.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse über die Entstehung und die negativen Folgen von Spekulationsblasen zusammen und stellt einen Bezug zur theoretischen Ausgangsbasis der Arbeit her.

Schlüsselwörter

Finanzblasen, Spekulationsblase, Herdenverhalten, Blasen-Wirtschaft, Fünf-Phasen-Modell, Tulpenkrise, Immobilienkrise, Subprime-Krise, Behavioral Finance, Exogener Schock, Marktteilnehmer, Crash, Kapitalmarktmodelle, Wirtschaftszyklen, Kreditvergabe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Entstehung und die sozioökonomischen Auswirkungen von Spekulationsblasen in der globalen Wirtschaftsgeschichte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den zentralen Feldern gehören die theoretischen Modelle zur Entstehung von Blasen, wie das Herdenverhalten, sowie die historische Aufarbeitung konkreter Krisen, speziell der Tulpenmanie und der US-Immobilienkrise.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit verfolgt die Frage, wie Blasen-Wirtschaften entstehen und welche Folgen das Platzen einer solchen Blase auf eine Volkswirtschaft hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer Literaturanalyse basiert, um empirische Faktoren und etablierte Modelle der Verhaltensökonomie auf historische Ereignisse anzuwenden.

Welche Inhalte umfasst der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung mittels Behavioral Finance-Ansätzen und Modellen von Kindleberger und Minsky sowie eine detaillierte Fallstudienanalyse zweier bedeutender Historien-Krisen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Spekulationsblase, Herdenverhalten, Finanzkrise, Subprime-Krise und das Kindleberger-Minsky-Modell beschreiben.

Warum gelten Immobilienblasen als besonders risikoreich?

Laut der Studie von Jordà et al. sind Immobilienblasen gefährlicher, da sie häufig auf Schulden basieren, die systemische Risiken bergen, und die Regenerationsphase einer Ökonomie nach einem Crash signifikant erschweren können.

Unterscheiden sich die sozialen Folgen der Tulpenkrise von modernen Krisen?

Ja, laut der Analyse waren die Auswirkungen der Tulpenkrise stärker auf soziale Erwartungen und das Vertrauen innerhalb der Geschäftsbeziehungen begrenzt und zeigten kaum traumatische finanzielle Notlagen in der breiten Bankenlandschaft im Vergleich zu modernen Krisen.

Wie spielt das Herdenverhalten bei der Bildung von Blasen eine Rolle?

Herdenverhalten führt dazu, dass Marktteilnehmer aufgrund von Unsicherheit und Informationsasymmetrie Kaufentscheidungen anderer kopieren, wodurch Vermögenspreise extrem weit von ihrem tatsächlichen fundamentalen Wert abweichen.

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Details

Titel
Blasen-Wirtschaften und ihre Folgen. Eine Analyse der Tulpenkrise (1634-1637) und der US-Immobilienkrise (2000-2007)
Hochschule
Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt  (Wirtschaftswissenschaften)
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
19
Katalognummer
V1378352
ISBN (PDF)
9783346915269
ISBN (Buch)
9783346915276
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Blasenwirtschaft Boom-Phase Volkswirtschaft Hochkonjunktur VWL Bubble Act Tulpenkrise Finanzblasen Herdenverhalten Finanzmarkt Kindleberger und Minsky Tulpenzwiebelkrise Tulpenmanie US-Immobilienkrise Crash
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2021, Blasen-Wirtschaften und ihre Folgen. Eine Analyse der Tulpenkrise (1634-1637) und der US-Immobilienkrise (2000-2007), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1378352
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Leseprobe aus  19  Seiten
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