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Europäische Sicherheitspolitik am Beispiel der Deutsch-Französischen Erklärung für eine stärkere europäische Sicherheit und Verteidigung vom 06.02.2012

Title: Europäische Sicherheitspolitik am Beispiel der Deutsch-Französischen Erklärung für eine stärkere europäische Sicherheit und Verteidigung vom 06.02.2012

Seminar Paper , 2016 , 15 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Tobias Hamm (Author)

Politics - Region: Western Europe
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Warum setzt sich das Pool & Share Konzept in der sicherheitspolitischen Kooperation zwischen Deutschland und Frankreich durch?

Die Forschungsfrage befasst sich mit dem Pool & Share zwischen Deutschland und Frankreich am Beispiel der deutsch-französischen Erklärung vom 06.02.2012 und findet dadurch ihre hinreichende Konkretisierung. Als theoretisches Erklärungsmodell wird zunächst die europäische Integrationstheorie des Intergouvermentalismus in ihren Kernmerkmalen vorgestellt. Eine differenzierte Perspektive auf das Pool & Share Konzept klärt die Bedeutung des Begriffs in Kapitel 3 auf und skizziert eine Begriffsdefinition. In Kapitel 4 wird schließlich eng angelehnt an die Qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring eine relevante Textstelle aus der Erklärung expliziert, die unter Hinzunahme des theoretischen Modells des Intergouvermentalismus, dem Pool & Share Konzept, sowie anhand weiterer explizierter Textstellen erklärt wird.

Am 04.02.2016 haben die Verteidigungsministerinnen der Niederlande und Deutschland einen Vertrag unterzeichnet, nachdem ein deutsches Seebataillon in die niederländischen Streitkräfte integriert wird. Der Vertrag reiht sich ein in eine Reihe von Kooperationsprojekten zwischen europäischen Staaten, die dem sogenannten Pool & Share zuzuordnen sind, bei dem militärische Fähigkeiten von kooperierenden Staaten gemeinsam genutzt werden sollen. Nachdem Bundeskanzlerin Merkel den Vorstoß von EU Kommissionspräsident Juncker, eine gemeinsame europäische Armee einzuführen, als Zukunftsprojekt bezeichnet, scheint sich das Pool & Share Konzept vorläufig als sicherheitspolitische Kooperationsbeziehung durchzusetzen. Indes besagt die europäische Integrationstheorie des Intergouvermentalismus, dass Staaten versuchen, Abhängigkeiten von anderen Staaten zu vermeiden und ihre Autonomie aufrechtzuerhalten.

Excerpt


Kapitelübersicht

1. Einleitung

2. Intergouvermentalismus: Eine europäische Integrationstheorie

3. Europäische Sicherheitspolitik: Das Pool & Share Konzept

3.1 Pooling

3.2 Sharing

4. Warum setzt sich das Pool & Share Konzept in der sicherheitspolitischen - Kooperation zwischen Deutschland und Frankreich durch?

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das "Pool & Share"-Konzept der europäischen Sicherheitspolitik am Beispiel der deutsch-französischen Kooperation. Ziel ist es, unter Anwendung der Integrationstheorie des Intergouvermentalismus zu ergründen, warum Staaten trotz ihres Strebens nach Souveränität Kooperationen in diesem Bereich eingehen und welche Faktoren dabei den Erfolg solcher Projekte bestimmen.

  • Grundlagen der intergouvermentalen Integrationstheorie
  • Differenzierung zwischen Pooling und Sharing in der Sicherheitspolitik
  • Qualitative Analyse der deutsch-französischen Erklärung vom 06.02.2012
  • Bedeutung der strategischen Kultur und regionaler Nähe für die Kooperation
  • Herausforderungen wie das Trittbrettfahrerproblem und Vertrauensfragen

Auszug aus dem Buch

3.1 Pooling

Eine annähernd umfassende Definition begreift das Pooling als dauerhafte Bereitstellung nationaler militärischer Fähigkeiten für Teilnehmerstaaten durch eine multinationale Struktur, wobei die Entscheidungshoheit bei dem jeweiligen Mitgliedsstaat verbleibt. Der Pooling Begriff kann weitergehend in spezifische Ausprägungen unterteilt werden. So steht etwa das „Pooling through acquisition“ für die gemeinsame Beschaffung und Verwaltung militärischer Systeme und zeigt, dass Pooling über die Nutzung bereits bestehender militärischer Fähigkeiten hinausgehen kann.

Die im Jahr 2003 eingerichtete Europäische Verteidigungsagentur kann innerhalb des Pool & Share Konzepts dem Pooling Begriff zugeordnet werden, da sie als EU-Institution einer multinationalen Struktur entspricht, wie sie in der oben genannten Definition von Pooling erwähnt wird. Sie soll die Entwicklung einer verbesserten europäischen Verteidigungsstruktur unterstützen. Dazu sammelt sie seit 2011 von den Teilnehmerstaaten Vorschläge über mögliche Kooperationsprojekte, um eine Koordination dieser zu erleichtern. Die Umsetzung der gesammelten Kooperationsprojekte obliegt jedoch weiterhin den beteiligten Staaten.

Darüber hinaus plant sie multinationale militärische Großübungen und befasst sich mit allen Themen, die mit der europäischen Verteidigungspolitik zusammenhängen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Pool & Share Konzepts ein, stellt die Forschungsfrage und erläutert das theoretische Vorgehen sowie die methodischen Grundlagen.

2. Intergouvermentalismus: Eine europäische Integrationstheorie: Das Kapitel erläutert die Theorie des Intergouvermentalismus, in der Staaten als rationale Akteure ihre Autonomie und Souveränität wahren wollen, während sie nur bei überschneidenden Interessen kooperieren.

3. Europäische Sicherheitspolitik: Das Pool & Share Konzept: Hier wird der Hintergrund des Konzepts beleuchtet und die Unterscheidung zwischen dem dauerhaften Pooling und dem vorübergehenden Sharing vorgenommen.

3.1 Pooling: Dieser Abschnitt definiert Pooling als langfristige Bereitstellung militärischer Fähigkeiten unter Wahrung der nationalen Entscheidungshoheit, etwa durch multinationale Strukturen wie die Europäische Verteidigungsagentur.

3.2 Sharing: Dieser Abschnitt beschreibt Sharing als kurzfristig orientierte, vorübergehende Bereitstellung militärischer Kapazitäten ohne feste Organisationsstruktur, wobei auch hier die Entscheidungsmacht national bleibt.

4. Warum setzt sich das Pool & Share Konzept in der sicherheitspolitischen - Kooperation zwischen Deutschland und Frankreich durch?: Das Hauptkapitel analysiert das deutsch-französische Beispiel mithilfe intergouvermentaler Ansätze und untersucht Gründe wie Effizienzstreben, Vertrauen und strategische Kultur.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass sich Kooperationen besonders dort durchsetzen, wo Interessenkonvergenz vorliegt und das Trittbrettfahrerproblem minimiert ist, wobei sicherheitspolitische Kernbereiche oft ausgeklammert bleiben.

6. Literaturverzeichnis: Auflistung der im Werk verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Publikationen.

Schlüsselwörter

Europäische Sicherheitspolitik, Pool & Share, Intergouvermentalismus, Pooling, Sharing, Deutschland, Frankreich, militärische Fähigkeiten, Souveränität, Verteidigungskooperation, Integrationstheorie, Europäische Verteidigungsagentur, Trittbrettfahrerproblem, strategische Kultur, Effizienzsteigerung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie und warum Staaten in der europäischen Sicherheitspolitik das Kooperationskonzept "Pool & Share" anwenden.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die europäische Integrationspolitik, die Kooperation bei militärischen Fähigkeiten sowie die Sicherung nationaler Souveränität.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, warum sich das Pool & Share Konzept in der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich trotz der intergouvermentalen Tendenz zur Autonomiebewahrung durchsetzt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird auf die Theorie des Intergouvermentalismus als Erklärungsmodell zurückgegriffen, ergänzt durch eine qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einordnung (Integrationstheorie), eine begriffliche Klärung (Pooling vs. Sharing) und eine empirische Fallanalyse der deutsch-französischen Kooperation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind die Begriffe Pooling & Sharing, Souveränität, Intergouvermentalismus und die bilaterale deutsch-französische Zusammenarbeit.

Welche Rolle spielt die Europäische Verteidigungsagentur in diesem Kontext?

Sie fungiert nach der Definition der Arbeit als multinationale Struktur im Bereich des Pooling und dient als Institution zur Koordination von Kooperationsvorschlägen.

Warum klammern Staaten oft Kampfverbände bei der Kooperation aus?

Da Kampfverbände die Souveränität eines Staates nach außen direkt bewahren, unterliegen sie dem intergouvermentalen Modell zufolge einer strengeren nationalen Kontrolle.

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Details

Title
Europäische Sicherheitspolitik am Beispiel der Deutsch-Französischen Erklärung für eine stärkere europäische Sicherheit und Verteidigung vom 06.02.2012
College
University of Duisburg-Essen
Grade
2,0
Author
Tobias Hamm (Author)
Publication Year
2016
Pages
15
Catalog Number
V1378598
ISBN (PDF)
9783346916334
ISBN (Book)
9783346916341
Language
German
Tags
Pool&Share Verteidigung Sicherheitspolitik Intergouvermentalismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tobias Hamm (Author), 2016, Europäische Sicherheitspolitik am Beispiel der Deutsch-Französischen Erklärung für eine stärkere europäische Sicherheit und Verteidigung vom 06.02.2012, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1378598
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