Ich möchte mich mit dem Atheismus bei Nietzsche beschäftigen, da ich seine Gedankengänge
sehr spannend und seine Argumentation äußerst interessant finde. Vor allem aber mag ich, aus
philologischer Sicht, seinen Schreibstil. Auch wenn ich persönlich nicht unbedingt Nietzsches
Meinung teile zähle ich mich, aufgrund der von mir eben genannten Gründe, zu den
Nietzsche-Sympathisanten.
Ich werde in meiner Arbeit so vorgehen, dass ich zunächst einige Worte zur Person
Nietzsches sagen möchte. Anschließend halte ich es für erforderlich, den Begriff
„Atheismus“ kurz genauer zu erklären. In einem 3. Kapitel möchte ich mich schließlich dem
Atheismus bei Nietzsche widmen, wobei ich hier hauptsächlich die von ihm geprägte Parole
„Deus est mortuus!“ zugrunde legen möchte. In einem anschließenden Kapitel werde ich dann
auf die Vorläufer dieser Parole in der Antike und im Mittelalter eingehen und zum Schluss
mein Fazit aus den Untersuchungen ziehen.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Zur Person Nietzsches
2. Zum Begriff des Atheismus
3. Der Atheismus bei Nietzsche
4. „Vorläufer“ Nietzsches Theorie
5. Fazit
Schlussteil
Bibliographie
Einleitung
Ich möchte mich mit dem Atheismus bei Nietzsche beschäftigen, da ich seine Gedankengänge sehr spannend and seine Argumentation äußerst interessant finde. Vor allem aber mag ich, aus philologischer Sicht, seinen Schreibstil. Auch wenn ich persönlich nicht unbedingt Nietzsches Meinung teile zähle ich mich, aufgrund der von mir eben genannten Gründe, zu den Nietzsche-Sympathisanten.
Ich werde in meiner Arbeit so vorgehen, dass ich zunächst einige Worte zur Person Nietzsches sagen möchte. Anschließend halte ich es für erforderlich, den begriff „Atheismus“ kurz genauer zu erklären. In einem 3. Kapitel möchte ich mich schließlich dem Atheismus bei Nietzsche widmen, wobei ich hier hauptsächlich die von ihm geprägte Parole „Deus est mortuus!“ zugrunde legen möchte. In einem anschließenden Kapitel werde ich dann auf die Vorläufer dieser Parole in der Antike und im Mittelalter eingehen und zum Schluss mein Fazit aus den Untersuchungen ziehen.
1. Zur Person Nietzsches
Friedrich Nietzsche wurde am 15.10.1844 in Röcken bei Lützen, als Sohn einer Pfarrerfamilie geboren. Bereits in seiner Kindheit beschäftigte er sich mit dem christlichen Glauben.
Im Jahre 1850 zieht die Familie nach Naumburg um.
1864/65 beginnt Nietzsche ein Theologiestudium und ein Studium der klassischen Philologie in Bonn, wechselt aber nach nur einem Jahr nach Leipzig. Das Entstehen seiner Zweifel am Christentum wurde während seiner privaten Auseinandersetzung mit dessen Lehren und der Quellenkritik des Neuen Testaments noch gefördert.
Nietzsche erhält 1869, aufgrund seiner Veröffentlichungen, seinen Doktorgrad, ohne eine Prüfung abgelegt zu haben. Er wurde daraufhin als außenordentlicher Professor für griechische Sprache und Literatur an die Universität Basel berufen. In dieser Zeit entstand zwischen1869 und1871 seine philosophische Schrift „Die Geburt der Tragödie“, die 1872 veröffentlicht wurde.
Die vier "Unzeitgemäßen Betrachtungen" entstanden zwischen 1873 und 1876.
Zu diesem Zeitpunkt litt Nietzsche bereits an einer schweren Erkrankung, die ihn 1879 schließlich dazu zwang, sein Lehramt an der Universität Basel aufzugeben.
Nach dem Tod seiner Mutter zieht Nietzsche im Jahre 1897 bereits geistig umnachtet , mit seiner Schwester nach Weimar in die Villa Silberblick, wo er am 25. August 1900 an den Folgen einer Lungenentzündung stirbt. stirbt.[1]
2. Zum Begriff des Atheismus
Der Begriff „Atheismus“ ist eine neulateinische Bildung aus dem 16. Jahrhundert und kommt eigentlich von dem griechischen atheos, was so viel wie „ohne Gott“, „Gott leugnend“ oder „ohne Gott handelnd“ bedeutet. Der Begriff „Atheismus“ ist über den französischen Begriff athéisme in die deutsche Sprache gekommen, und nahm dabei die Form Atheisterey an. Die Griechen und Römer verwendeten die Bezeichnung a-theos für diejenigen, die nicht an die vom Staat und Volk anerkannten Götter glaubten. Demnach fielen unter diesem Verständnis des Begriffs „Atheismus“ vorerst auch die Christen, bis das Christentum schließlich die vorherigen Götter ablöste und die neue Staatsreligion wurde.
Ganz allgemein bezeichnet der Begriff „Atheismus“ das Verleugnen der Existenz und des Wirkens eines Gottes oder mehrerer Götter. „Atheismus im christlich-kirchlichen Sinn bedeutet die Verleugnung des einen Gottes und seiner Lehre. Wenn man es streng betrachtet, würden nach dieser Definition auch Polytheismus und Pantheismus unter den Atheismus fallen.
Es ist zu unterscheiden zwischen dem naiven Atheismus, dem praktischen Atheismus und dem theoretischen, bzw. dem dogmatischen Atheismus.
Der naive Atheismus
Der naive Atheismus kommt selten und auch nur bei den wenigen Völkern vor, welche keinen Begriff des Göttlichen haben.
Der praktische Atheismus
Der praktische Atheismus bedeutet, dass man sich nicht um Gott, bzw. um das Göttliche, kümmert und auch seine angeblichen Forderungen an den Menschen außer Acht lässt. Dies schließt allerdings nicht unbedingt dessen Existenz aus.
[...]
[1] Das Leben Friedrich Nietzsches, in: Nietzsche: Die fröhliche Wissenschaft. Alfred Kröner Verlag Stuttgart, 1956. S.327-332.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet Nietzsches berühmter Ausspruch „Deus est mortuus“?
„Gott ist tot“ ist eine zentrale Parole in Nietzsches Philosophie, die das Ende der verbindlichen christlichen Metaphysik und den Verlust einer objektiven moralischen Ordnung in der Moderne beschreibt.
Wie definiert die Arbeit den Begriff „Atheismus“?
Atheismus wird als die Leugnung der Existenz Gottes definiert. Die Arbeit unterscheidet dabei zwischen naivem, praktischem und theoretischem (dogmatischem) Atheismus.
Welchen Hintergrund hatte Friedrich Nietzsche?
Nietzsche wurde 1844 als Sohn einer Pfarrerfamilie geboren. Er studierte Theologie und klassische Philologie, bevor er Professor in Basel wurde und seine radikale Religionskritik entwickelte.
Gab es Vorläufer für Nietzsches Atheismus?
Ja, die Arbeit untersucht Vorläufer dieser atheistischen Tendenzen bereits in der Antike und im Mittelalter, auf die Nietzsche in seiner Argumentation aufbaut.
Was ist der Unterschied zwischen praktischem und naivem Atheismus?
Praktischer Atheismus bedeutet, dass man sein Leben ohne Bezug auf Gott führt, während naiver Atheismus bei Kulturen vorkommt, die gar keinen Begriff des Göttlichen besitzen.
Warum wird Nietzsche oft als „Philologe“ bezeichnet?
Nietzsche war ursprünglich Professor für klassische Philologie (Sprach- und Literaturwissenschaft), was seinen prägnanten und künstlerischen Schreibstil maßgeblich beeinflusste.
- Quote paper
- B.A. Janine Sarah Hammelmann (Author), 2008, Deus est mortuus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137874