Diese Arbeit soll sich zunächst mit den Gründen ungewollter Kinderlosigkeit und den damit eng verbunden Ursachen für Unfruchtbarkeit auseinandersetzen. Des Weiteren soll kurz auf die Kinderlosenquote in Deutschland und das durchschnittliche Alter von Frauen bei der Geburt ihres ersten Kindes eingegangen werden.
Darauffolgend soll die Bedeutung des medizinischen Fortschritts in Bezug auf die künstliche Befruchtung bei ungewollter Kinderlosigkeit dargestellt werden. Abschließend gilt es kritisch zu beleuchten, ob die künstliche Befruchtung bei Frauen zwischen 30 und 50 Jahren zum Erfolg, sprich dem Gebären eines Kindes, führt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Ursachen ungewollter Kinderlosigkeit
2.1 Biologische Ursachen
2.2 Seelische Ursachen
2.3 Äußere, soziale Faktoren
3. Operationalisierung des Begriffs
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Gründe für ungewollte Kinderlosigkeit bei Frauen in Deutschland im Alter zwischen 30 und 50 Jahren sowie die Inanspruchnahme von Möglichkeiten der Reproduktionsmedizin seit dem Jahr 2000, um zu beleuchten, inwieweit diese Verfahren zum Erfolg führen.
- Analyse biologischer, seelischer und sozialer Ursachen für ungewollte Kinderlosigkeit
- Untersuchung der demografischen Entwicklung und Kinderlosenquoten in Deutschland
- Bedeutung von Bildungsstand, Beruf und Familienstand für die Familienplanung
- Evaluation des medizinischen Fortschritts bei der künstlichen Befruchtung (IVF/ICSI)
- Kritische Betrachtung der Erfolgsaussichten reproduktionsmedizinischer Verfahren bei steigendem Alter
Auszug aus dem Buch
Die Bedeutung des medizinischen Fortschritts
Seit der ersten Geburt mittels künstlicher Befruchtung im Jahr 1982 hat sich die Reproduktionsmedizin stetig weiterentwickelt. Zu den wichtigsten und am häufigsten durchgeführten Verfahren zählen die In-Vitro-Fertilisation (IVF) und die Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI). Bei beiden Methoden handelt es sich um Verfahren, bei der die Eizelle im Labor in einem Reagenzglas befruchtet wird. Es stehen jedoch auch weniger invasive Methoden zur Verfügung, wie zum Beispiel die Insemination und die Hormonbehandlung. Auch Kryo-Behandlungen, bei denen eingefrorene befruchtete Eizellen des Paares verwendet werden, werden immer attraktiver (vgl. Passet-Wittig 2018: 80)
Im Jahr 2001 wurden in Deutschland 12.456 Kinder mithilfe der Reproduktionsmedizin geboren. Bis zum Jahr 2015 verdoppelte sich diese Zahl. Der Anteil gezeugter Kinder durch IVF, ICSI und Kryo-Behandlungen an allen Geburten in Deutschland, lag im Jahr 2015 bei 2,8% (vgl. Passet-Wittig 2018: 80).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel definiert das Problem der ungewollten Kinderlosigkeit, stellt die Relevanz der Thematik für die Gesellschaft dar und formuliert die zentralen Forschungsfragen der Arbeit.
2. Ursachen ungewollter Kinderlosigkeit: Hier werden die biologischen, seelischen sowie soziale Faktoren wie Alter, Bildung und Beruf analysiert, die maßgeblich zur Entstehung ungewollter Kinderlosigkeit beitragen.
3. Operationalisierung des Begriffs: Dieses Kapitel erläutert die methodische Herangehensweise, um den Begriff der ungewollten Kinderlosigkeit anhand soziodemographischer und paarbiographischer Daten messbar zu machen.
Schlüsselwörter
Ungewollte Kinderlosigkeit, Reproduktionsmedizin, In-Vitro-Fertilisation, ICSI, Kinderlosenquote, Demografischer Wandel, Familienplanung, Unfruchtbarkeit, Deutschland, Soziale Faktoren, Biologische Ursachen, Künstliche Befruchtung, Altersgrenzen, Fertilität, Mikrozensus.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Situation von Frauen in Deutschland im Alter zwischen 30 und 50 Jahren, die ungewollt kinderlos sind, und wie sich deren Inanspruchnahme reproduktionsmedizinischer Hilfe seit dem Jahr 2000 entwickelt hat.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Felder sind die Ursachenforschung bei Unfruchtbarkeit, der gesellschaftliche Trend zur späteren Familiengründung, demografische Statistiken zur Kinderlosenquote sowie technologische Möglichkeiten und Entwicklungen in der Reproduktionsmedizin.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, die Gründe für ungewollte Kinderlosigkeit darzulegen und kritisch zu beleuchten, ob künstliche Befruchtung bei Frauen zwischen 30 und 50 Jahren tatsächlich zum Gebären eines Kindes führt.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, die auf statistischen Daten des Mikrozensus, Berichten des Robert Koch-Instituts sowie fachspezifischen medizinischen Studien zur Reproduktionsmedizin basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung biologischer, psychischer und sozialer Faktoren für Kinderlosigkeit sowie die Auseinandersetzung mit der Entwicklung und den Erfolgsraten reproduktionsmedizinischer Verfahren in Deutschland.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wichtigsten Begriffe sind Ungewollte Kinderlosigkeit, Reproduktionsmedizin, künstliche Befruchtung, demografischer Wandel und Fertilität.
Welchen Einfluss hat das Alter laut der Arbeit auf die Familienplanung?
Das Alter spielt eine zentrale Rolle, da die Fruchtbarkeit bei Frauen ab 30 Jahren deutlich sinkt, während gleichzeitig durch längere Bildungswege und berufliche Anforderungen die Familiengründung oft in ein höheres Alter verschoben wird.
Welche Rolle spielt der Bildungsstand für das Thema?
Die statistischen Daten belegen eine Korrelation, bei der ein höherer Bildungsgrad oft mit einer späteren Familiengründung und einer höheren statistischen Wahrscheinlichkeit für Kinderlosigkeit einhergeht.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2020, Möglichkeiten für Frauen im Alter zwischen 30 und 50 Jahren bei ungewollter Kinderlosigkeit. Wie oft werden diese in Anspruch genommen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1378900