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Spaltung der SPD. Faktoren für die Gründung der USPD

Title: Spaltung der SPD. Faktoren für die Gründung der USPD

Term Paper , 2019 , 11 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Levin Mikus (Author)

History of Germany - National Socialism, World War II
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In dieser Arbeit soll ein Zeitraum, der sowohl für die Weltgeschichte als auch für die Parteigeschichte der SPD von hoher Bedeutung ist, näher betrachtet werden. Es wird analysiert, welche Faktoren für die Spaltung der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands im ersten Weltkrieg ausschlaggebend waren. Dabei soll zusammenfassend der historischen Kontext der Partei und vor allem ihrer politischen Arbeit in Deutschland während des Ersten Weltkrieges erläutert und auf die wichtigsten Ereignisse dieser Zeit eingegangen werden. Hierbei wird sich auf die drei Jahre vor Kriegsbeginn bis zur tatsächlichen Gründung der USPD fokussiert.

Die älteste deutsche Partei sah sich während ihrer Geschichte immer wieder gewaltigen und gesellschaftlichen Gegenkräften ausgesetzt: Von 1914 bis 1917 waren es jedoch parteiinterne Streitigkeiten, die die SPD vor eine geradezu unüberwindbare Aufgabe stellten. Über drei Jahre zog sich der Streit, der schlussendlich in einer Spaltung sein Ende fand. Drei Jahren, in denen offensichtlich wurde, dass es durchaus verschiedene politische Vorstellungen und Meinungen unter Parteimitgliedern gab.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gründung und Entwicklung der SPD bis zum Ersten Weltkrieg

2.1 Kriegskredite und Fraktionszwang

2.2 Disziplinbruch und erste Aufspaltung

2.3 Endgültige Spaltung und Gründung der USPD

3. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen Faktoren und innerparteilichen Entwicklungen, die zur Spaltung der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) während des Ersten Weltkrieges führten, wobei der Fokus auf dem Zeitraum vom Kriegsbeginn bis zur Gründung der USPD liegt.

  • Historischer Kontext der SPD vor und während des Ersten Weltkrieges
  • Die Kontroverse um die Bewilligung der Kriegskredite
  • Aufstieg innerparteilicher Opposition und Disziplinbrüche
  • Die Rolle von Parteiführern wie Hugo Haase und Karl Liebknecht
  • Der Prozess der organisatorischen Parteispaltung und Gründung der USPD

Auszug aus dem Buch

2.1 Kriegskredite und Fraktionszwang

Mit dem Kriegseintritt des deutschen Kaiserreiches und dem ersten Tag der Mobilmachung am 01. August 1914 änderte sich die deutsche Innenpolitik maßgeblich: Hatten sich Wochen zuvor noch eine Viertel Millionen Menschen im ganzen Reich zusammengefunden, um gegen den Krieg zu demonstrieren, zog man nach der deutschen Kriegserklärung stolz in einen – so propagierten – „aufgezwungenen“ Verteidigungskrieg. Wilhelm II. erklärte feierlich, dass er keine Parteien, sondern nur noch Deutsche kenne, und selbst Hugo Haase mahnte, dass Deutschland eingreifen müsse, wenn auch Russland dies täte.

Zur Finanzierung des Krieges sollte am vierten August im Reichstag über die Bewilligung von Kriegskrediten abgestimmt werden. Die innerparteilichen Verhandlungen über die Ablehnung oder Bewilligung der Kriegskredite sollten einen Grundbaustein für die sich immer weiter trennenden Parteimeinungen bilden. Die vorher schon bestehende Aufteilung innerhalb der SPD in ein politisch eher rechtes und ein politisch eher linkes Lager nahm vor allem durch den Streitpunkt der Kriegskreditbewilligung zu.

In der zweiten Fraktionssitzung der SPD-Reichstagsfraktion, in der über die Bewilligung von Kriegskrediten abgestimmt wurde, zeigte sich die ungleiche Verteilung der beiden meinungsvertretenden Lager: Während 78 Stimmen für die Bewilligung der kriegsfinanzierenden Kredite gezählt wurden, ergaben sich nur 14 Gegenstimmen. Zu den prominentesten Kredits-Gegnern gehörten der Parteivorsitzender Hugo Haase sowie Georg Ledebour und Karl Liebknecht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die historische Ausgangslage der SPD in der Krise des Ersten Weltkrieges und legt das Ziel fest, die Faktoren für die Parteispaltung zu analysieren.

2. Gründung und Entwicklung der SPD bis zum Ersten Weltkrieg: Das Kapitel zeichnet den historischen Werdegang der Partei von der Gründung der Arbeitervereine bis zur Reichstagswahl 1912 nach und beleuchtet die ideologische Ausgangssituation.

2.1 Kriegskredite und Fraktionszwang: Hier wird der Prozess der Kreditbewilligung im Reichstag im Sommer 1914 sowie der entstehende politische Druck durch Fraktionszwang und die wachsende Spaltung der Partei in zwei Lager beschrieben.

2.2 Disziplinbruch und erste Aufspaltung: Dieses Kapitel analysiert das demonstrative Nein Karl Liebknechts gegen Kriegskredite und die daraus resultierenden Spannungen sowie Versuche der Partei, die Einheit zu bewahren.

2.3 Endgültige Spaltung und Gründung der USPD: Die Darstellung behandelt den Rücktritt von Hugo Haase, den Ausschluss von Oppositionellen aus der Fraktion und die schließliche Konstituierung der USPD bei der Konferenz in Gotha.

3. Resümee: Das Resümee fasst zusammen, dass die Spaltung durch unfaire Machtverhältnisse und gegenseitige Gehässigkeit angetrieben wurde, welche eine einvernehmliche innerparteiliche Debatte verunmöglichten.

Schlüsselwörter

Sozialdemokratische Partei Deutschlands, SPD, USPD, Erster Weltkrieg, Kriegskredite, Fraktionszwang, Hugo Haase, Karl Liebknecht, Rosa Luxemburg, Parteispaltung, Sozialdemokratie, Parteigeschichte, Burgfrieden, Opposition, Reichstag

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Zäsur des Ersten Weltkrieges und der damit verbundenen Spaltung der SPD in die Mehrheits-SPD und die oppositionelle USPD.

Welche zentralen Themenfelder behandelt der Text?

Neben der politischen Geschichte der frühen deutschen Sozialdemokratie stehen die Themen Parlamentarismus, Kriegspropaganda, innerparteiliche Demokratie und der Konflikt um die Kriegskreditbewilligung im Fokus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist die Identifikation der ausschlaggebenden Faktoren, die während des Ersten Weltkriegs zum Auseinanderbrechen der ehemals einheitlichen Sozialdemokratie führten.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine auf historischer Literatur sowie zeitgenössischen Quellen basierende parteigeschichtliche Analyse.

Welche Kapitel decken den Hauptteil ab?

Den Hauptteil bilden Kapitel 2 sowie die Unterkapitel 2.1 bis 2.3, welche chronologisch und thematisch die Eskalation innerhalb der Partei nachvollziehen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Analyse wird durch Begriffe wie Sozialdemokratie, Parteispaltung, Kriegskredite, Burgfrieden und die Rolle prominenter Akteure wie Haase oder Liebknecht geprägt.

Welche Rolle spielte der "Vorwärts-Raub" bei der Parteispaltung?

Der Autor führt an, dass die Einflussnahme des Parteivorstandes auf die Parteizeitung durch die Behörden die Machtverhältnisse zugunsten der Parteirechten verzerrte und somit die Spaltung verschärfte.

Warum konnte die SPD den Bruch laut Autor nicht vermeiden?

Der Autor argumentiert, dass die fehlende Kompromissbereitschaft der Mehrheits-SPD sowie eine verhärtete "Gehässigkeit" in der Auseinandersetzung eine Lösung verhindert haben.

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Details

Title
Spaltung der SPD. Faktoren für die Gründung der USPD
College
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Geschichtswissenschaften)
Course
Wege zur Demokratie in Europa (18. und 19. Jahrhundert)
Grade
2,0
Author
Levin Mikus (Author)
Publication Year
2019
Pages
11
Catalog Number
V1379080
ISBN (PDF)
9783346918796
Language
German
Tags
SPD USPD MSPD Karl Liebknecht Rosa Luxemburg Erster Weltkrieg Sozialdemokratie Deutschland Kriegskredite Vorwärts Friedrich Ebert Hugo Haase Philip Scheidemann
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Levin Mikus (Author), 2019, Spaltung der SPD. Faktoren für die Gründung der USPD, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1379080
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