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Jesus und die Ehescheidung. Die Adressaten der Worte Jesu über die Ehescheidung und Wiederheirat im Neuen Testament

Titel: Jesus und die Ehescheidung. Die Adressaten der Worte Jesu über die Ehescheidung und Wiederheirat im Neuen Testament

Hausarbeit , 2021 , 19 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Hannah Hübner (Autor:in)

Theologie - Biblische Theologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Rahmen dieser Seminararbeit wird sich mit Jesu Worten zu den Themen Ehescheidung und Wiederheirat beschäftigt. Dazu werden die Bibelstellen Mt 5,31-32; Mt 19,9; Mk 10,11; Lk 16,18 und 1. Kor 7, 10-11 exegetisch untersucht und dabei besonderen Fokus darauf gelegt, an wen die Worte in den verschiedenen neutestamentlichen Bibelstellen adressiert sind. Indem die verschiedenen Bibelstellen miteinander verglichen und Unterschiede herausgearbeitet werden, sollen die redaktionellen Änderungen der Autoren der Texte besonders im Augenmerk liegen und Aufschluss darüber geben, an wen die Texte adressiert sind und wie die religionssoziologische Zugehörigkeit der Hörer und Leser dieser Texte waren.

Das Ziel dieser Seminararbeit ist es herauszustellen, inwiefern die Autoren der neutestamentlichen Texte über Ehescheidung und Wiederheirat die Worte Jesu abgeändert haben und was diese Worte und ihre Anpassung an den Hörer- und Leserkreis für eine Bedeutung in der damaligen sowie in der heutigen Zeit haben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Historischer Kontext – Die Praxis der Ehescheidung im Judentum zu Jesu Lebzeiten

3 Jesu Worte zu den Themen Ehescheidung und Wiederheirat im NT

3.1 Das Markusevangelium (Mk 10,11-12)

3.1.1 Kontextualisierung der Textstelle

3.1.2 Textvorstellung und Analyse der Textstelle im Hinblick auf die Adressierung

3.2 Das Matthäusevangelium

3.2.1 Mt 19,9

3.2.2 Mt 5,31-32

3.3 Das Lukasevangelium (Lk 16,18)

3.3.1 Kontextualisierung der Textstelle

3.3.2 Textvorstellung und Analyse der Textstelle im Hinblick auf die Adressierung

3.4 Jesu Worte zu den Themen Ehescheidung und Wiederheirat bei Paulus (1Kor 7,10-11)

3.4.1 Kontextualisierung der Textstelle

3.4.2 Textvorstellung und Analyse der Textstelle im Hinblick auf die Adressierung

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht exegetisch die neutestamentlichen Aussagen von Jesus zu Ehescheidung und Wiederheirat, um zu klären, an wen diese adressiert waren und wie die Autoren redaktionell auf ihre jeweiligen Hörer- und Leserkreise eingewirkt haben.

  • Exegese der zentralen Bibelstellen (Mt, Mk, Lk, 1Kor).
  • Herausarbeitung von Unterschieden in der Adressierung der Texte.
  • Analyse der redaktionellen Anpassungen durch die Evangelisten.
  • Kontrastierung mit der Ehescheidungspraxis im Judentum zur Zeit Jesu.
  • Bedeutung der Befunde für die heutige pastorale Praxis in der katholischen Kirche.

Auszug aus dem Buch

3.2.2.2 Textvorstellung und Analyse der Textstelle im Hinblick auf die Adressierung

„Der Ehescheidungsspruch dürfte schon in Q [der Logienquelle] ohne nähere Situationsangabe gestanden haben, so daß der >>Sitz im Leben<< nicht mehr sicher festzustellen ist“60. Der Autor des Matthäusevangeliums, der diese Überlieferung (Q) als Quelle für seine Schriften genutzt hat, hat die Worte zum Thema Ehescheidung in den Kontext der Antithesen gesetzt 61. Und so finden sich diese Worte in Mt 5,31-32.

Durch die Einleitung „Ferner ist gesagt worden: Wer seine Frau aus der Ehe entlässt, muss ihr eine Scheidungsurkunde geben.“62 wird Bezug auf das alte Gesetz und die übliche Scheidungspraxis des traditionellen Judentums genommen, welches sich auf Dtn 24,1-4 bezieht und die Entlassung der Frau mit einem Scheidungsbrief gestattet. An dieser Stelle des Matthäusevangeliums wird also von Jesus auf das Alte Gesetz verwiesen und es wird von ihm radikalisiert. Diese Änderung wird durch den Passus „Ich aber sage euch:“63 eingeleitet und besagt, dass die Entlassung der Frau und die Heirat einer Frau, die bereits aus einer Ehe entlassen wurde von Jesus als Ehebruch gewertet wird64. „Die Aussagen von V 31 und V 32 gehen (unausgesprochen) davon aus, daß die bestehende Ehe durch den Scheidebrief nicht gelöst wird“65 und sie damit nicht von Menschen getrennt werden kann. Die entlassene Frau bleibt ihrem Mann trotz Ausstellung des Scheidebriefes weiter verbunden und das Eingehen einer neuen ehelichen Beziehung wird damit als Ehebruch gegenüber dem ersten Mann gewertet66. „Da durch die Entlassung eine neue Verbindung dieser Frau provoziert wird, liegt darin eine Vorschubleistung zum Ehebruch der Frau“ und ist damit als Teil des Ehebruches zu verstehen67.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage, der verwendeten Bibelstellen und der methodischen Zielsetzung der Untersuchung.

2 Historischer Kontext – Die Praxis der Ehescheidung im Judentum zu Jesu Lebzeiten: Skizzierung der unterschiedlichen Scheidungspraktiken im Judentum und deren gesellschaftlicher Rahmenbedingungen.

3 Jesu Worte zu den Themen Ehescheidung und Wiederheirat im NT: Detaillierte exegetische Analyse der neutestamentlichen Texte unter Berücksichtigung ihrer jeweiligen historischen und soziologischen Adressaten.

4 Fazit: Zusammenführung der Ergebnisse, Diskussion der redaktionellen Bearbeitung der Jesusworte und Reflexion hinsichtlich der heutigen kirchlichen Praxis.

Schlüsselwörter

Ehescheidung, Wiederheirat, Neues Testament, Exegese, Ehebruch, Unauflöslichkeit der Ehe, Jesus, Matthäusevangelium, Markusevangelium, Lukasevangelium, Paulus, Judentum, Adressierung, pastorale Praxis, Quellenkritik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Seminararbeit befasst sich mit der exegetischen Untersuchung von Jesusworten zum Thema Ehescheidung und Wiederheirat im Neuen Testament.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Im Zentrum steht das Spannungsfeld zwischen dem ursprünglichen Anspruch Jesu auf Unauflöslichkeit der Ehe und den redaktionellen Anpassungen durch die neutestamentlichen Autoren für ihre jeweiligen Gemeinden.

Was ist die Forschungsfrage der Untersuchung?

Die Arbeit untersucht, an wen die Worte Jesu adressiert sind und inwiefern die biblischen Autoren die Jesusworte an die Lebenssituation ihrer Hörer- und Leserkreise sowie an die herrschende Rechtslage angepasst haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Methodisch erfolgt eine exegetische Analyse der betroffenen Bibelstellen (Mt 5,31-32; Mt 19,9; Mk 10,11; Lk 16,18 und 1Kor 7,10 f.) unter Einbeziehung des historischen Kontextes.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert nacheinander die spezifischen Texte bei Markus, Matthäus, Lukas und Paulus, wobei Kontextualisierung und Analyse der Adressierung für jeden Textabschnitt im Vordergrund stehen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentrale Begriffe sind Ehescheidung, Wiederheirat, Unzuchtsklausel, redaktionelle Änderungen, neutestamentliche Exegese und pastorale Verantwortung.

Welche Rolle spielt die sogenannte „Unzuchtsklausel“ in der Arbeit?

Die Arbeit stellt heraus, dass die Hinzufügung dieser Ausnahme im Matthäusevangelium ein Indiz dafür ist, dass jene Texte primär an jüdische Christen mit spezifischem Rechtsverständnis adressiert waren.

Wie bewertet die Autorin die heutige Haltung der katholischen Kirche?

Die Autorin kritisiert, dass der Ausschluss von Menschen, die eine Scheidung durchlebt haben, im Widerspruch zur Grundüberzeugung der Liebe Gottes zu den Verlorenen steht und plädiert für eine liberalere pastorale Umsetzung.

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Details

Titel
Jesus und die Ehescheidung. Die Adressaten der Worte Jesu über die Ehescheidung und Wiederheirat im Neuen Testament
Hochschule
Universität Siegen
Note
2,0
Autor
Hannah Hübner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
19
Katalognummer
V1379174
ISBN (PDF)
9783346919526
ISBN (Buch)
9783346919533
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ehescheidung Wiederheirat Neues Testament Jesus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Hannah Hübner (Autor:in), 2021, Jesus und die Ehescheidung. Die Adressaten der Worte Jesu über die Ehescheidung und Wiederheirat im Neuen Testament, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1379174
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Leseprobe aus  19  Seiten
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