Entwicklung einer Single-Vermittlungssendung für Fernsehen und Internet


Bachelorarbeit, 2008
76 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

inhaltsverzeichnis

Einleitung

Kapitel 1: Das Prinzip Single-Vermittlung

1.1 Begriffsdefinition Single-Vermittlung
1.2 Abgrenzung zu ähnlichen Angeboten
1.3 Die Branche (Umsatz, Marktvolumen)
1.4 Nutzer- und Teilnehmerentwicklung

Kapitel 2: Zielgruppe und Mediennutzung

2.1 Festlegung der Zielgruppe
2.2 Fernsehnutzung der Zielgruppe
2.3 Internetnutzung der Zielgruppe
2.4 Spezifische Nutzung audiovisueller Inhalte im Internet

Kapitel 3: Persönliche Umfrage

3.1 Auswertung der persönlichen Umfrage

Kapitel 4: Benchmarking

4.1 Begriffsdefinition Benchmarking
4.2 Geschichte der Single-Sendungen im Fernsehen
4.3 Single-Portale und Community-Plattformen im Internet
4.4 Regionale Konkurrenzangebote im Fernsehen und Internet

Kapitel 5: Design

5.1 Sendungs-Design
5.2 Content-Konzept der Magazinsendung im TV
5.3 Content-Konzept der Sendung im Internet

Kapitel 6: Technische Umsetzung

6.1 Umsetzung des Logos
6.2 Entwicklung und Realisierung des Promotion-Spots
6.3 Entwicklung und Realisierung von Opener, Trenner und Closer
6.4 Entwicklung einer animierten Foto-Präsentation
6.5 Gestaltungsentwurf einer Internet-Plattform
6.6 Fertigstellung der Sendung

Kapitel 7: Evaluation

7.1 Kandidaten-Resonanz
7.2 Zeitlicher und personeller Aufwand der Sendung
7.3 Zuschauerakzeptanz

Kapitel 8: Schlussbetrachtung

8.1 Fazit

Literaturverzeichnis

Anhang

Drehbuch Promotion-Spot

Umfragebogen zur neuen Sendung „Verliebt auf TVA“

Online Befragung zur Sendung „Verliebt auf TVA“

Aufrufstatistik der Internetseite

DVD

Einleitung

Die Aufgabenstellung dieser Bachelorarbeit ist es, eine regionale Single-Vermittlungssen-dung zu entwickeln, die sowohl im Fernsehprogramm des Regionalsenders TVA, als auch als eigenständiges Internet-Angebot zur Verfügung stehen soll. Dabei ist der gesamte Ab-lauf von der Idee bis zur praktischen Umsetzung zu betrachten. Ebenfalls Teil der Aufgabe ist es, vorbereitende Maßnahmen wie Umfragen oder Konkurrenzanalysen durchzuführen. Auch der Blick zurück auf ähnliche Formate die es im deutschen Fernsehen bereits gab, ist Teil dieser Arbeit.

Neben diesen Kernaufgaben gilt es auch einen globalen Blick auf die gegenwärtige Situa­tion der Single- und Partnervermittlungs-Börsen zu werfen. Hierbei sollen vor allem die Angebote im Fernsehen und Internet betrachtet werden, da sie als unmittelbare Konkur-renzangebote zur neu geplanten Sendung auftreten. Durch eine Analyse der Nutzer- und Teilnehmerzahlen, sowie der Betrachtung der Umsatzentwicklung in der Branche, soll ein Überblick über das Potential der Branche gegeben werden.

In einem weiteren Kapitel geht es um die technische Umsetzung der Sendung. Dabei wird sehr detailliert auf die einzelnen Produktionsschritte eingegangen. Diese reichen von der Entwicklung eines Drehbuchs für den Promotion-Spot, bis hin zur Postproduktion der einzelnen Sendungselemente. Zu Berücksichtigen sind bei all diesen Ausführungen zur technischen Umsetzung stets das zur Verfügung stehende Equipment, sowie auch die per-sonelle Situation an den Produktionsorten.

Am Abschluss dieser Arbeit steht eine Betrachtung der Akzeptanz sowie des Interesses der Zuschauer bzw. User der neuen Sendung. Dazu wird die Kandidaten Resonanz erläu-tert und die Zugriffszahlen auf die Internetseite analysiert. Anhand dieses Ergebnisses so-wie der Betrachtung weiterer möglicher Ausbaustufen der Sendung, soll eine verbindliche Aussage über die Marktchancen der Sendung „Verliebt auf TVA“ getroffen werden. Ein detaillierter Blick auf mögliche Marketingmaßnahmen ist nicht Teil dieser Arbeit, da dieses Thema als eigenständige Ausarbeitung bearbeitet werden müsste.

Die Ziele, die TVA mit dieser Sendung erreichen will, sind neben der Implementierung eines neuartigen Formates, auch die Möglichkeiten mit Zuschauern enger in Kontakt zu kommen. Es soll insgesamt ein Imagegewinn, vor allem bei der jüngeren Zielgruppe, er-reicht werden.

Kapitel 1:

1.das Prinzip single-vermittlung

1.1 Begriffsdefinition Single-Vermittlung

Das eingedeutschte Wort „Single“ stammt aus dem Lateinischen. Dort wurde es von dem Wort „singulus“, was so viel bedeutet wie „einzeln“ ins Englische „single“ abgeleitet. Im Englischen steht „single“ für die Bedeutung „einzeln(e)“.1 Vom englischen Sprachgebrauch aus fand das Wort „single“ den Weg in die deutsche Sprache und wurde dort als „Single“ integriert. „Single“ bedeutet demnach: „Jemand der ohne feste Bindung an einen Partner lebt“.2

Der Begriff „Single“ wurde in den '970er Jahren in den USA in den Sprachgebrauch aufge-nommen und war in der ersten Zeit auf die Gruppe der sogenannten „Yuppis“ (Kurzwort aus young urban professional)3 bezogen. „Heute wird Single in populärwissenschaftlichen Darstellungen häufig verallgemeinernd zur Bezeichnung der Einpersonenhaushalte ins-gesamt gebraucht, wobei in der Regel nicht unterschieden wird, ob diese Lebensform von den entsprechenden Personen frei gewählt und gewünscht ist, ob sie sich in ihrem Lebenslauf verstetigt hat oder nicht, welchen Familienstand diese Personen haben (ledig, geschieden, verwitwet), ob sie wirtschaftlich eigenständig sind, eine feste Partnerschaft un-terhalten, Kinder außer Haus haben oder nicht. In den Sozialwissenschaften hat sich eine Definition durchgesetzt, die als Single alle Menschen bezeichnet, die allein in einem Haus-halt leben und zwischen 25 und 55 Jahre alt sind“.4

Der Begriff „Vermittlung“ stammt aus dem technischen Sprachgebrauch und bedeutet „das Herstellen einer Verbindung in einem Telekommunikationsnetz“.5 In der hier ge-brauchten Funktion des Wortes „Vermittlung“ lässt es sich aus dem Wort Partnervermitt-lung ableiten. Partnervermittlung bedeutet, im Auftrag einer suchenden Person wird durch einen Dienstleister eine passende Person für den „Suchenden“, in der Regel anderen Geschlechts, vermittelt. Ziel dieser Vermittlung ist es eine Liebesbeziehung zwischen den vermittelten Personen aufzubauen.6

Der gewählte Begriff „Single-Vermittlung“ lässt sich somit definieren, als den Versuch eine suchende einzelne Person mit einer passenden anderen einzelnen Person zusammenzu-führen, in der Hoffnung dass sich zwischen diesen beiden Personen eine Liebesbeziehung entwickelt.

1.2 Abgrenzung zu ähnlichen Angeboten

Im Zuge der rasanten1 Entwicklung des Internets, haben sich auch Partnervermittlungen, Singlebörsen und ähnliche Angebote stark verändert. Noch vor zehn oder 15 Jahren war lediglich der Gang zu einer Partnervermittlungs-Agentur eine Möglichkeit einen potenti-ellen Lebenspartner zu finden – abgesehen natürlich von der „herkömmlichen“ Variante einen Partner kennenzulernen. Diese Zeiten haben sich allerdings durch den Boom des Internets stark verändert. Heutzutage ist eine Vielzahl an unterschiedlichen Möglichkeiten mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen anzutreffen. Diese sind: Partnervermitt-lungs-Agenturen, Single-Börsen im Internet, Kontaktanzeigen in Zeitungen und Zeit-schriften, Single-Partys, Chat-Rooms, Internet-Portale, Heiratsvermittlungs-Agenturen und Single-Shows im Fernsehen.

Das Konzept der Sendung „Verliebt auf TVA“ verbindet die Vorteile der Single-Portale im Internet mit der Glaubwürdigkeit und Überzeugungskraft des Mediums Fernsehen. Wäh-rend bei Singlebörsen im Internet die Kandidaten meist nur ein vorgegebenes Profil anle-gen können, ist es bei der Sendung „Verliebt auf TVA“ möglich, sich durch ein individuell gestaltetes Video vorzustellen. Das erlaubt dem Einzelnen wesentlich mehr Gestaltungs-freiheit, sowohl in technischer als auch inhaltlicher Hinsicht. Er muss seine Persönlichkeit zum Beispiel nicht an ein vorgefertigtes Formular auf einer Internetseite anpassen, son-dern kann sich durch ein selbstproduziertes Video individuell in Szene setzen.

Dank des technologischen Fortschritts ist es mittlerweile für einen Großteil der Bevölke-rung möglich, Video-Clips aufzuzeichnen und zu bearbeiten. Mit Hilfe von Digital Kameras mit Videofunktion bzw. Digital Camcordern und einfachen Video-Schnittprogrammen wie etwa Movie Maker von Microsoft, kann nahezu jeder Interessierte ein solches Video er-stellen. Diese These wird auch gestützt durch eine persönlich durchgeführte Umfrage, auf die in Kapitel drei noch näher eingegangen wird.

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal zu bereits existierenden Singlebörsen ist der finan-zielle Aspekt. Bei „Verliebt auf TVA“ kann jeder kostenlos mitmachen und es entstehen keinerlei finanzielle Unkosten. Anders sieht die Situation bei Partnervermittlungs-Agen-turen sowie den meisten Single-Börsen im Internet aus. Laut einer Untersuchung von Stiftung Warentest, fallen bei klassischen Partnervermittlungs-Agenturen Kosten zwischen 2000 und 7000 Euro an. Bei kostenpflichtigen Singlebörsen im Internet bewegt sich die Gebühr durchschnittlich zwischen fünf und 30 Euro pro Monat.7 Diese zum Teil horrenden Summen beinhalten jedoch keinerlei Erfolgsgarantie.

1.3 Die Branche (Umsatz, Marktvolumen)

Das Geschäft mit der Vermittlung suchender Singles hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt. Das hat auch mit der durch die Verbreitung des Internets gestiegenen Akzep-tanz derartiger Angebote zu tun. 37,8 Millionen Deutsche über 14 Jahren surfen regelmä-ßig im Internet. Somit stieg die Zahl der Internetnutzer in Deutschland insgesamt auf 58 Prozent. 48 Prozent aller Internetnutzer verfügen mittlerweile über einen Breitbandan-schluss wie etwa DSL. Diese Tatsache erklärt auch das gestiegene Interesse an Singlebör-sen. Dank schneller Internetanbindungen ist es heutzutage kein Problem mehr Fotos oder Videos in guter Qualität über das Internet zu betrachten. Das kommt den Single-Vermitt-lungsportalen im Internet zu Gute, da diese häufig auf Fotos oder auch Videos basieren.8

„Jedes siebte deutsche Paar findet sich mittlerweile im Netz“.9 Der Umsatz der Singlebör-sen im Internet konnte deutlich zulegen in den letzten Jahren.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Umsatz und Nutzerentwicklung von Online-Dating-Portalen10

Von den knapp 38 Millionen Internetnutzern in Deutschland haben rund fünf Millionen dort schon einmal einen Partner kennengelernt.11 Diese Zahl verdeutlicht das enorme Po­tential derartiger Angebote. 20 Millionen eingetragene Mitglieder gibt es bei den gut 2000 deutschsprachigen Singlebörsen im Internet. Zu berücksichtigen ist allerdings die Mehr-fachanmeldung vieler Kandidaten, so dass die tatsächliche Zahl der Mitglieder in Singlebör-sen bei etwa sechs bis acht Millionen liegen dürfte.

Insgesamt geben die Deutschen 85 Millionen Euro für Online Singlebörsen aus. Der Um-satz der Singlebörsen stieg somit im letzten Jahr auf 65,6 Millionen Euro. Für das laufende Jahr wird mit einem weiteren Umsatzanstieg um 29 Prozent, auf rund 84,5 Millionen Euro gerechnet. Florian Koch, Internet Experte des BITKOM (Bundesverband Informations-wirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.) ist sich deshalb sicher, dass Online-Dating ein stetig wachsendes Millionengeschäft ist, bedeutender als etwa der Markt für Musikdownloads auf den PC. Dieser erreichte im vergangenen Jahr „nur“ einen Umsatz von 48 Millionen Euro.12

1.4 Nutzer- und Teilnehmerentwicklung

41 Prozent aller Internetnutzer geben laut einer EMNID-Studie an, dass sie sich vorstel-len könnten, einen Partner über das Internet kennenzulernen. Die Geschlechter sind sich dabei nahezu einig: 42 Prozent der Männer und 40 Prozent der Frauen sind dieser Ansicht. Bei den 14 bis 24-Jährigen sind es sogar 50 Prozent, die sich eine Kontaktanbahnung über das Internet vorstellen können.13 Insgesamt haben im ersten Quartal 2007 pro Monat durchschnittlich 6,2 Millionen Deutsche ab 15 Jahren Online-Singlebörsen besucht. Dies ist zwar ein leichter Rückgang zum Vorjahreszeitraum, damals waren es 6,8 Millionen, aber dennoch stiegen die Umsatzzahlen, da immer mehr Nutzer bereit sind die gebühren-pflichtigen Angebote der Betreiber zu bezahlen. „Diese Entwicklung zeigt sich nicht nur in Deutschland. So klettert europaweit die Anzahl der zahlenden Singlebörsen-Nutzer von 2,8 Millionen in 2006 auf 6,0 Millionen in 2011. Analog legt der Umsatz im selben Zeit-raum von 243 Millionen Euro auf 549 Millionen Euro zu. Als einer der größten Einzelmär-kte etabliert sich dabei Deutschland.“14

Die Zahl der möglichen Nutzer von Online-Singlebörsen scheint aber zunehmend ausge-reizt zu sein. Wachstumspotential gebe es laut Expertenmeinung lediglich noch im Bereich der über 50-Jährigen und beim Pro-Kopf Umsatz. Dieser liegt in Deutschland zur Zeit noch deutlich unter einem Euro. In den USA hingegen, die in diesem Bereich etwa fünf Jahre voraus sind, liegt der Umsatz pro Person bei durchschnittlich 1,30 Euro.15

Eine weitere Entwicklung die zu beobachten ist, ist die Aufspaltung des Angebots. Singles entwickeln zunehmend ein Markenbewusstsein. Noch vor drei Jahren waren die Benutzer verschiedener Singlebörsen im Internet im Durchschnitt sehr ähnlich. Mittlerweile hat sich ein deutlicher Unterschied im Bezug auf Alter oder Interessen der „User“ in den verschie-denen Singlebörsen entwickelt. Es fand eine Spezialisierung der einzelnen Single-Portale, hin zu speziellen Onlinetreffs für zum Beispiel Ältere, oder Alleinerziehende statt.16

So gibt es mittlerweile sogar Portale, die sich auf die Vermittlung von alleinstehenden Akademikern spezialisiert haben, wie das bei „Elite-Partner.de“ der Fall ist. 70 Prozent der Teilnehmer in diesem Portal haben einen Hochschulabschluss. Dabei betont Arne Kalke, Geschäftsführer bei Elite-Partner allerdings, dass nicht allein der Bildungsstand entschei-dend sei, sondern dass es auf die Seriosität der Partnersuchenden ankommt und auf die gleichen Wertvorstellungen und Lebensziele.17

Die rund sechs bis acht Millionen tatsächlichen Nutzer von Singlebörsen in Deutschland sind im Schnitt in 3,5 Portalen registriert.18 Das Verhältnis zwischen Männern und Frauen, die in einer Singlebörse registrier sind variiert je nach Art der Börse. Bei einem Angebot, das für beide Geschlechter kostenlos ist, kann der Männeranteil leicht bei 80 - 90 Prozent liegen. Einige Singlebörsen verlangen deswegen höhere Gebühren von Männern, die sich registrieren wollen. In solchen Fällen liegt die Männerquote meist bei rund 60 Prozent.19

2.1 Festlegung der Zielgruppe

Zu Beginn jeder neuen Sendung muss zunächst die Zielgruppe festgelegt werden. Sie ist entscheidendes Kriterium für alle späteren Überlegungen. Sowohl bei der Planung der eigentlichen Sendung, als auch bei allen Werbemaßnahmen hat die zu erreichende Ziel-gruppe entscheidenden Einfluss. Die herkömmliche Zielgruppe des Senders TVA sind die über 30-Jährigen. Für „Verliebt auf TVA“ wurden die 18-49-Jährigen als Zielgruppe festge-legt. Für das Internetangebot der Sendung gibt es zudem noch die Unterzielgruppe der bis 29-Jährigen. Die Festlegung der Zielgruppe hat auch mit den festgelegten Zielen zu tun, die mit dieser Sendung erreicht werden sollen. Wie bereits in der Einleitung erwähnt, sollen vor allem jüngere Zuschauer angesprochen werden und ein Imagegewinn bei dieser Gene­ration erreicht werden.

2.2 Fernsehnutzung der Zielgruppe

Auch nach dem Siegeszug des Internets, ist Fernsehen nach wie vor das meistgenutzte Me­dium in Deutschland. Die Sehdauer ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen und hat sich mittlerweile bei einem Wert von über 200 Minuten Fernsehkonsum pro Tag eingependelt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Entwicklung der durchschnittlichen Sehdauer20

Die durchschnittliche Sehdauer betrug im vergangenen Jahr 2006, 212 Minuten pro Tag. Dabei variiert sie je nach Altersgruppen zwischen 90 Minuten bei den 3-13-Jährigen bis hin zu 278 Minuten bei den über 50-Jährigen. Bei der für die neue Sendung relevanten Zielgruppe der 18-49-Jährigen betrug sie etwa 175 Minuten pro Tag, wenn aus den Werten von Abbildung drei der Mittelwert genommen wird.

Kapitel 2: Zielgruppe und Mediennutzung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.3: Durchschnittliche Sehdauer 2006 nach Altersgruppen21

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 4: Prozentuale Sehbeteiligung im Tagesverlauf22

Die höchsten Einschaltquoten werden im Zeitraum von 20 Uhr bis 22 Uhr erreicht, mit der Spitze der Sehbeteiligung um 21 Uhr. Auch bei der für die Sendung „Verliebt auf TVA“ anvisierten Zielgruppe der 18-49-Jährigen, erreicht die Sehbeteiligung um kurz nach 21 Uhr ihren Höhepunkt. Allerdings liegt sie auch im geplanten Sendezeitraum zwischen 16 und 17 Uhr bei rund 15 Prozent. Die Einschaltzeiten der jeweiligen Zielgruppen sind vor allem für die Platzierung von Werbetrailern interessant. Sie können aber auch verwendet werden, um die bestmögliche Sendezeit für eine neue Sendung zu finden.

Neben diesen Daten, die einen Überblick über die deutschlandweite Situation geben, ist für die neue Single-Vermittlungssendung „Verliebt auf TVA“ vor allem das Verhalten der Zuschauer in Bezug auf lokale Fernsehsender von Interesse. Laut der Funkanalyse Bayern von 2006, erreichen lokale Fernsehender in Bayern im Zeitraum von Montag bis Freitag, 8,5 Prozent der Zuschauer. Auch das Image des Lokalfernsehens in Bayern ist nach wie vor sehr positiv. 72 Prozent der Zuschauer bewerten die Sprecher und Moderatoren von lokalen Fernsehesendern als positiv. Kompetente Lokal-Reporter bescheinigen sogar mehr als 75 Prozent der Befragten.23

Ausschlaggebend für die Mediaplanung einer neuen Sendung sind auch die Zahlen der TV-Reichweite. Die Kennziffer der TV-Reichweite besagt, wieviel Prozent der Gesamt-bevölkerung bzw. einer bestimmten Zielgruppe vom Fernsehen erreicht werden.24 Die Reichweite von TVA Regionalfernsehen liegt für das Jahr 2007 bei den Kabelhaushalten im Verbreitungsgebiet Regensburg im Zeitraum von Montag bis Freitag bei 23,3 Prozent. Bei der Zielgruppe, die für die Sendung von Interesse ist, den 18-49-Jährigen, liegt sie bei 21,1 Prozent. Die Unterzielgruppe der 18-29-Jährigen, die vor allem für das Internetangebot zu begeistern sein dürfte, kommt auf 22,4 Prozent.25 Diese Daten sind entscheidend für die entsprechende Mediaplanung einer neuen Sendung, um den richtigen Mix der verschie-denen Werbemöglichkeiten zu finden. Ziel und Zweck der Mediaplanung ist es zudem, den optimalen Lösungsweg für die Kommunikationsziele zu finden.

2.3 internetnutzung der Zielgruppe

Zuverlässige Daten zur Intensität und Art der Internetnutzung der Bevölkerung zu be-kommen, gestaltet sich schwieriger, als vergleichbare Daten über die Fernsehnutzung zu erhalten. Grund dafür ist, dass die Nutzung des Internets vielschichtiger ist als die Nutzung des Fernsehens. Fernsehen ist bis auf wenige Ausnahmen nach wie vor ein passives Medi­um, bei dem der Rezipient den vorgegebenen Inhalt konsumiert ohne darauf aktiv Einfluss zu nehmen. Die Situation im Internet hingegen stellt sich anders dar, da das Internet als ein aktives Medium bezeichnet werden kann. Der Nutzer kann aktiv an Inhalten mitgestalten, z.B. bei „Blogs“, Videoplattformen oder Ähnlichem. Für die Sendung „Verliebt auf TVA“ ist zudem nicht die herkömmliche Nutzung des Internets interessant, also das Recherchieren nach Themen, oder Informieren über die Nachrichtenlage, sondern die gezielte Nutzung von Video-Content.

Schon seit längerem ist bekannt, dass vor allem die jüngere Zielgruppe das Internet mehr und mehr auch zum abrufen von Videoinhalten nutzt. Nahezu alle Fernsehsender stellen deswegen ihren Content des Fernsehprogramms mittlerweile auch im Internet zur Verfü-gung. Teilweise kostenlos, wie etwa bei der ZDF Mediathek, teilweise auch gegen Gebühr wie bei dem Pro Sieben Angebot Maxdome. Dazu gesellen sich diverse Portale wie etwa You Tube oder My Video, die Videoinhalte anbieten. Stellten sie zu Beginn nur sogenannten „user generatet content“ zur Verfügung, also selbstproduzierte Videos von Zuschauern, bieten sie mittlerweile auch professionelle Inhalte von Fernsehsendern an. Der Boom dieser Angebote ist ungebrochen. Die Videoabrufe bei You Tube nahmen in einem Jahr um rund 700 Prozent zu. Für viele, vor allem jüngere Internetnutzer, ist es mittlerweile eine Selbstverständlichkeit selbstgedrehte Videos anzusehen, an Freunde zu versenden oder gar selbst zu produzieren. Bei den 14-19-Jährigen hat das Internet das Fernsehen in der Nut-zunsdauer beinahe eingeholt und liegt mit 101 Minuten täglich nur noch knapp hinter dem Fernsehen mit 108 Minuten pro Tag, so die Zahlen einer ARD und ZDF Online Studie von 2006.27 Das zeigt die enorme Wichtigkeit, die das Internet mittlereweile in der Gesellschaft einnimmt. Da mit der geplanten Sendung vor allem auch jüngere Leute angesprochen wer-den sollen, ist es unabdingbar, ein geeignetes Internetangebot der Sendung zur Verfügung zu stellen.

2.4 Spezifische Nutzung audiovisueller Inhalte im Internet

In diesem Jahr wird es erstmals mehr als 40 Millionen Internetnutzer in Deutschland geben. 40,8 Millionen Menschen ab 14 Jahren haben hierzulande Zugang zum Internet.

Prozentual nutzen dann 62,7 Prozent der Menschen in Deutschland das Internet. Dabei steht nicht mehr nur der klassische Nutzen des Internets im Vordergrund, also Informa-tionsgewinnung, sondern es werden auch immer stärker multimediale Angebote genutzt. Der Abruf von audiovisuellen Inhalten ist dabei besonders bei den unter 30-Jährigen eine Selbstverständlichkeit. Es gibt jedoch auch Unterschiede bei der Nutzung von audiovisu-ellen Inhalten. So geben laut der ARD ZDF Online Studie 2007 32 Prozent der Männer an, mindestens einmal wöchentlich Video- oder Audiodateien runter zu laden, während dies nur 13 Prozent der Frauen tun. Auch bei den jüngeren Frauen, den 14-29-Jährigen mit Interneterfahrung, laden lediglich 19 Prozent regelmäßig Dateien runter. Bei den vergleich-baren Männern sind es hingegen 47 Prozent. Die Nutzung multimedialer Angebote scheint also bis jetzt vor allem eine Männerangelegenheit zu sein.27

Diese Erkenntniss ist natürlich für die geplante Umsetzung der Sendung und auch für Werbemaßnahmen von großer Bedeutung. Will man möglichst schnell viele Kunden gewin-nen, sollte das Konzept stärker auf Frauen ausgelegt sein; Männer begeistern sich ohnehin stärker für multimediale Angebote und müssen so nicht spezifisch dazu motiviert werden. Da aber ein Single-Portal im Internet nicht ohne Frauen funktionieren kann, muss ein Weg gefunden werden, um auch Frauen mit dem Angebot zu erreichen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 5: Internetnutzer in Deutschland28

Wie der Tabelle in Abbildung sechs zu entnehmen, nutzen mittlerweile 19 Prozent der Männer und acht Prozent der Frauen mindestens einmal wöchentlich Audio- oder Video-daten im Internet. Bei der anvisierten Unterzielgruppe für das Internet-Portal von „Ver-liebt auf TVA“, den bis 29-Jährigen, sind es sogar bis zu 46 Prozent. Auch die Ergebnisse aus Abbildung sieben sind von Interesse. Fünf Prozent aller Internetnutzer nutzen das Internet mittlerweile regelmäßig für Kontakt- und Partnerbörsen. In der entsprechenden Zielgruppe sind es sogar bis zu 16 Prozent. Es besteht demnach berechtigte Hoffnung, dass das neue Angebot bei entsprechender Qualität und Werbestrategie von den Menschen angenommen und genutzt wird.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 6: Nutzung Audio/Video im Netz29 Abb. 7: Onlineanwendungen nach Altersgruppen30

Bei der zuvor beschriebenen Übermittlung von Audio- und Videodaten über das Internet unterscheidet man zwei Begriffe: Zum Einen IPTV und zum Anderen Web-TV. „IPTV ist Fernsehen, das über den weltweiten Standard des Internet-Protokolls (IP) ausgestrahlt wird und über alle IP-basierten Kanäle empfangen werden kann. Web-TV wird oft als Synonym für IPTV gebraucht, aber es reduziert das IP-basierte Fernsehen auf die Übertra-gung im Internet“.31 Experten bezeichnen IPTV auch als „Konvergenz zwischen Fernsehen und Internet“.32

3.1 Auswertung der persönlichen Umfrage

Zu Beginn des Projekts gab es eine Umfrage, um eine Einschätzung über das generelle Interesse der Bevölkerung an der neu geplanten Sendung zu bekommen. Dabei wurde ver-sucht, möglichst viele Personen zu befragen, die der anvisierten Zielgruppe für „Verliebt auf TVA“ angehören. Mit der Umfrage sollten zwei Gebiete abgedeckt werden. Zum Einen, das Interesse und die Bereitschaft der Bevölkerung bei der Sendung mitzumachen und zum Anderen ein Überblick über vorhandene nötige technische Voraussetzungen um als potentieller Kandidat in Frage zu kommen. In einer abschließenden Frage solle noch das Interesse an einem anderen Format herausgefunden werden, das auch unter den Aspekt „user generated content“ fällt.

Der Fragebogen besteht aus vier Fragen, wobei sich eine Frage in zwei Teile gliedert. Der Original-Fragebogen befindet sich im Anhang. Insgesamt wurden 74 Personen befragt. Die Umfrage führte ich in der Regensburger Fußgängerzone an einem Tag am Stück durch. Die Gesamtdauer betrug etwa fünf Stunden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 8: Umfrageergebnis bei Männern33

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 9: Umfrageergebnis bei Frauen und Gesamtergebnis34

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 10: Geschlechter-Aufteilung der Umfrageteilnehmer35

Insgesamt fällt auf, dass sich das Interesse an einer Single-Vermittlungssendung in Grenzen hält. Bei den Männern interessieren sich nur 22 Prozent für eine Singlesendung, während es bei den Frauen immerhin 32 Prozent sind. Noch schwieriger scheint es geeignete Kan-didaten zu finden, die sich in dem Magazin präsentieren. Lediglich 17 Prozent der Männer und sogar nur 11 Prozent der Frauen wären hiefür bereit. Die technischen Vorausset-zungen für diese Sendung erfüllen wesentlich mehr Befragte. So geben 73 Prozent aller Befragten an, einen DSL Anschluss zu besitzen. Diese Zahl liegt sogar deutlich über dem Bundesdurchschnitt, nach dem rund 48 Prozent aller Internetnutzer über einen Breitband-anschluss verfügen. Auch die zweite Voraussetzung, eine geeignete Kamera besitzten laut dieser Umfrage 6 Prozent der Befragten.

Es wären also genügend potentielle Kandidaten verfügbar. Allerdings wird zumindest zu Beginn der Sendungsphase genügend Werbung betrieben werden müssen, um noch mehr Personen von dem Konzept zu überzeugen.

4.1 Begriffsdefinition Benchmarking

Der Begriff Benchmarking beschreibt ein „in den USA entwickeltes Instrument des stra-tegischen Controllings und der Marktanalyse, bei dem Wertschöpfungsprozesse, Ma-nagementpraktiken sowie Produkte oder Dienstleistungen mit Konkurrenzunternehmen (Wettbewerbs-Benchmarking), Unternehmen anderer Branchen (Branchenbenchmarking) oder zwischen Geschäftseinheiten des eigenen Unternehmens (internes Benchmarking) verglichen werden. Ziel ist, Leistungsdefizite zur Benchmark (Marktführer, der als Ver-gleichsmaßstab dient) aufzudecken und Anregungen für Verbesserungen zu gewinnen“.36 Im konkreten Fall bedeutet das, es wird eine Analyse durchgeführt, welche ähnliche Ange-bote es zum Sendungskonzept von „Verliebt auf TVA“ im Fernsehen oder Internet bereits gab oder noch gibt, um die Wettbewerbschanchancen des eigenen Angebots zu optimieren.

4.2 Geschichte der single-sendungen im Fernsehen

Wie bereits zu Beginn dieser Arbeit erwähnt, hat sich die gesellschaftliche Situation der Singles stark verändert. Mit ihr auch die Möglichkeiten den geeigneten Lebenspartner zu finden. Diesen Trend hat auch die Fernsehbranche schon sehr früh erkannt und verschie-dene Sendungsformate mit und für Singles entwickelt. Als erste Dating-Sendung im Fern-sehen gilt Herzblatt. Es lief von 1993 bis 2004 in der ARD. Erstmals ausgestrahlt wurde Herzblatt 1987 im Bayerischen Rundfunk. Der große Erfolg dieser Sendung, zog eine Reihe verschiedener Flirt- und Dating-Sendungen nach sich.37 Bei den meisten derartigen Sen-dungen im Fernsehen steht der Game-Show Charakter im Vordergrund. Ein ernsthaftes Interesse an einer Partnerfindung steht dabei nur im Hintergrund. Gründe dafür sind die verschiedenen Inszenierungsarten die gewählt werden, um die Sendung attraktiver zu gestalten. Modernere Beispiele neben Herzblatt dafür sind: „Nur die Liebe zählt“, oder „MTV DisMissed“.

Es hat sich neben dieser Art von Single-Sendung noch eine weitere Variante ausgebildet; Sendungen, bei denen die Partnersuche im Vordergrund steht. Beispiele aus der Vergangen-heit sind etwa „Singles 2000 Einfach zum Verlieben“ oder auch „Je t´aime Wer mit wem?“. Auch in der aktuellen Fernsehgeschichte gibt es mit „Bauer sucht Frau“ oder „In echt verliebt“ Beispiele dafür.

Im Jahre 2004 entstand sogar ein eigener Fernsehsender, der sich nur dem Thema Dating widmete. Der zur RTL-Gruppe gehörende Sender Traumpartner-TV stellte jedoch Ende Oktober 2007 seinen Sendebetrieb ein.

Im nachfolgenden Text werden ausgewählte Sendungen vorgestellt und analysiert. Die Aus-wahl ist so getroffen worden, dass möglichst unterschiedliche Arten von Single-Sendungen miteinander verglichen und analysiert werden. Dies alles geschieht stets im Kontext zur neu geplanten Sendung „Verliebt auf TVA“.

Die sendung „herzblatt“

„Herzblatt“ ist die älteste Dating-Show im deutschen Fernsehen. Rudi Carell adaptierte das Format für das deutsche Fernsehen aus Großbritannien im Jahre 1987. Vorbild war dort die Sendung „Blind Date“, die 1985 erstmals auf Sendung ging. „Blind Date“ wieder-rum geht auf die in den USA bereits 1965 gestartete Sendung „The Dating Game“ zurück. Die Sendelänge von „Herzblatt“ war zu Beginn 30 Minuten, ab 1999 wurde sie auf eine Stunde ausgedehnt.

Die Grundidee von „Herzblatt“ ist denkbar einfach. Ein Mann und eine Frau suchen ihren Traumpartner und können dabei unter jeweils drei Kandidaten wählen, denen sie verschie-dene Fragen stellen. Entscheidend dabei ist der „Picker“, so nennt sich der Kandidat der die Fragen stellt. Der „Picker“ und die restlichen jeweils drei Kandidaten haben sich vor-her noch nie gesehen und sind während der Sendung durch eine Wand getrennt. Es gibt zwei Fragerunden in der Sendung. Einmal wählt ein Mann unter drei Frauen aus und einmal trifft eine Frau die Auswahl unter drei Männer. Die Entscheidung, für wen sich der „Pi­cker“ zum Schluss entscheidet, basiert lediglich auf den gegebenen Antworten. Als „Preis“ verbringt das gefundene „Herzblatt-Paar“ schließlich einen gemeinsamen Tag zusammen. Um die Sendung möglichst spannend zu gestalten, ist es wichtig, dass die Fragen und vor allem die Antworten der Kandidaten möglichst witzig und originell sind. Hier half man bei „Herzblatt“ etwas nach. Die Fragen sind den „Pickern“ schon vor der Sendung bekannt, so dass sie keine spontanen Einfälle benötigen um interessante Fragen zu stellen. Auch bei den Antworten wird den Kandidaten die Verantwortung abgenommen. Professionelle Au-toren helfen ihnen beim formulieren schlagfertiger Sätze. Der einzig spontane Moment der Sendung ist, wenn sich die Wand zwischen den Kandidaten öffnet und sie sich das erste mal gegenüberstehen.38

Es wird deutlich, dass es sich bei „Herzblatt“ um eine Sendung mit „Game-Show“ Charak-ter handelt. Es steht nicht die Suche nach dem richtigen Lebenspartner der Kandidaten im Vordergrund, sondern eine möglichst gut inszenierte Show. Dem Zuspruch der Zuschauer tat dies allerdings keinen Abbruch. „Herzblatt“ ist die erfolgreichste Beziehungsshow welt- weit und zog diverse Nachfolgeformate nach sich. Ähnlichkeiten zwischen „Herzblatt“ und „Verliebt auf TVA“ gibt es also so gut wie keine. Einzige Gemeinsamkeit ist, dass beide Sen-dungen versuchen für die Kandidaten das passende Gegenstück zu finden. Diese Idee steht bei „Herzblatt“ allerdings ganz klar hinter einer möglichst gut inszenierten Show zurück.

Die Sendung „Singles 2000 einfach zum verlieben“

Die Sendung „Singles 2000 Einfach zum Verlieben“ lief auf dem ehemaligen Fernsehsender tm3, der mittlerweile in 9live umbenannt wurde. Die Sendung wurde täglich von Montag bis Freitag ausgestrahlt; in jeder Sendung präsentierten sich mindestens zehn Kandidaten. Die Sendung basierte auf Videos der Kandidaten, die von tm3 selbst produziert wurden. In diesen zweiminütigen Videos stellten sich die Kandidaten vor und erzählten etwas über sich. Jeder Teilnehmer erhielt zudem eine Telefonnummer mit Mailbox, an die sich Interes-senten wenden konnten. Diese Nummer war allerdings nur eine Woche zu erreichen, da nach diesem Zeitraum ein neuer Kandidat die Telefonnummer erhielt.

Die Videobeiträge der einzelnen Kandidaten sind sehr ähnlich gestaltet und verzichten auf tiefergehende Themen wie Befindlichkeiten, Sehnsüchte oder Verzweiflung. Es geht hauptsächlich darum, die eigene Person in ein gutes Licht zu setzen und alle wichtigen und interessanten Informationen über sich unterzubringen.39 Bei der Umsetzung der Videos wird darauf geachtet, möglichst persönliche Drehorte auszuwählen. Es wird also versucht einen Zusammenhang zwischen der gefilmten Person und dem Drehort herzustellen. Die Gestaltung der einzelnen Videoclips fällt jedoch wenig individuell aus. Die Kandidaten werden stets auf sehr ähnliche Weise in das Video eingebunden. Wenn zum Beispiel in der Wohnung eines Kandidaten gedreht wird, beginnt der Film meistens mit einer Wohnungs-führung. Ebenfalls gern gezeigte Bilder sind: Der Kandidat beim Kochen, auf der Couch liegend oder bei Tätigkeiten am Computer. Durch die gezeigte Wohnung ist es dem Zu-schauer möglich einen weiteren Eindruck über die Person zu gewinnen. Dieser gibt unbe-wusst durch die Art der Wohnungseinrichtung persönliche Details über sich Preis, die für die Zuschauer interessant sein könnten.

Neben den persönlichen Drehorten gibt es weitere Orte, die häufiger als Kulisse dienen. Es handelt sich um Orte, an denen der Kandidat einem seiner Hobbys nachgeht. In diesen Situationen, zum Beispiel beim Inline-Skaten, erzählt der Kandidat „nebenher“ etwas über sich.

[...]


1/2/4 Vgl. Meyers Lexikon Online (2007), www.lexikon.meyers.de/meyers/Single

2. Vgl. Meyers Lexikon Online (2007), www.lexikon.meyers.de/meyers/Single

3 Vgl. Meyers Lexikon Online (2007), www.lexikon.meyers.de/meyers/Yuppie

4. Vgl. Meyers Lexikon Online (2007), www.lexikon.meyers.de/meyers/Single

5- Vgl. Wikipedia (2007), www.de.wikipedia.org/wiki/Vermittlung

6. Vgl. Wikipedia (2007), www.de.wikipedia.org/wiki/Vermittlung

7 Vgl. Stiftung Warentest (2005), www.test.de/themen/freizeit-reise/test/-/1294897/1294897/1299916/

8 Vgl. Epoch Times (2006), www.epochtimes.de/articles/2006/08/01/42051.html

9 Schickinger (2006), www.badische-zeitung.de/aktionen/2006/lebenoderso/bauch/254,51-10440051.html

10 Vgl. Bitkom (2006), www.bitkom.org/de/presse/8477_46274.aspx

11 Vgl. Schickinger (2006) http://www.badische-zeitung.de/aktionen/2006/lebenoderso/bauch/254,51-10440051.html

12 Vgl. Bitkom (2006), www.bitkom.org/de/presse/8477_46274.aspx

13 Vgl. Der grosse Singlebörsen-Vergleich (2003), www.singleboersen-vergleich.de/news_einzel/markt_2003_02_14_partnersuche.htm

14 Bitkom (2006), www.bitkom.org/de/presse/8477_46274.aspx

15-16 Schickinger (2006), www.badische-zeitung.de/aktionen/2006/lebenoderso/bauch/254,51-10440051.html

16 Schickinger (2006), www.badische-zeitung.de/aktionen/2006/lebenoderso/bauch/254,51-10440051.html

17 Vgl. Der grosse Singlebörsen-Vergleich (2006), www.singleboersen-vergleich.de/interviews/elite-partner.htm

18 Vgl.Schickinger (2006), www.badische-zeitung.de/aktionen/2006/lebenoderso/bauch/254,51-10440051.html

19 Vgl. Fachwissen Katalog.de (2007), www.fachwissen-katalog.de/2007/04/11/fuer-maenner-online-dating-aber-bitte-richtig/

20 Vgl. Die Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (2007), www.agf.de/daten/zuschauermarkt/sehdauer/

21 Vgl. Mediendaten Südwest (2007), www.mediendaten.de/relaunch/fernsehen/sehdauer.php

22 Vgl. Die Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (2007), www.agf.de/daten/zuschauermarkt/sehbeteiligung/

23 Vgl. Die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (2006), www.blm.de/inter/de/pub/aktuelles/pressemitteilungen. cfm?fuseaction_pre=detail&prid=1000

24 Vgl. GfK Gruppe (2007), www.gfk.com/group/menu_footer/glossary/index.de.T.html

25 Vgl. Die Bayerische Landeszentrale für neu Medien (2007), www.funkanalyse.tns-infratest.com/2007/2_tv/3lokale/regensburg/ 2RW_reg.pdf 16

26 Vgl. Die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (2007), www.blm.de/inter/de/pub/aktuelles/pressemitteilungen/positi-onen_und_reden.cfm?fuseaction_pre=detail&prid=1086&

27-28 Vgl. ARD/ZDF Online Studie (2007), www.ard-zdf-onlinestudie.de/fileadmin/Online07/Online07_Nutzung.pdf

28 Vgl. ARD/ZDF Online Studie (2007), www.ard-zdf-onlinestudie.de/fileadmin/Online07/Online07_Nutzung.pdf

29 -30 Vgl. ARD/ZDF Online Studie (2007), www.ard-zdf-onlinestudie.de/fileadmin/Online07/Online07_Nutzung.pdf

30 Vgl. ARD/ZDF Online Studie (2007), www.ard-zdf-onlinestudie.de/fileadmin/Online07/Online07_Nutzung.pdf

31 Medienhandbuch.de (2006), www.medienhandbuch.de/prchannel/details.php?callback=index&id=9262&branch_id=5

32 Broszeit (2007)

33 Eigene Darstellung

34-35 Eigene Darstellung

35 Eigene Darstellung

36 Meyers Lexikon Online (2007), www.lexikon.meyers.de/meyers/Benchmarking

37 Vgl. Fernsehserien.de (2007), www.fernsehserien.de/index.php?serie=6193

38 Vgl. Fernsehserien.de (2007), www.fernsehserien.de/index.php?serie=6193

39 Vgl. Gentemann (2002), www.uni-hamburg.de/volkskunde/Texte/Vokus/2001-1/partner3.html

Ende der Leseprobe aus 76 Seiten

Details

Titel
Entwicklung einer Single-Vermittlungssendung für Fernsehen und Internet
Hochschule
Fachhochschule Amberg-Weiden
Note
1,7
Autor
Jahr
2008
Seiten
76
Katalognummer
V137961
ISBN (eBook)
9783640457687
ISBN (Buch)
9783640457472
Dateigröße
5497 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
In der BA-Arbeit wird die Entstehung einer interaktiven Fernsehsendung beschrieben. Es wird sowohl die Konzeption als auch die Umsetzung beschrieben.
Schlagworte
Entwicklung, Single-Vermittlungssendung, Fernsehen, Internet
Arbeit zitieren
B. Eng. Andreas Fuchs (Autor), 2008, Entwicklung einer Single-Vermittlungssendung für Fernsehen und Internet, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137961

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