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Erfolgreiche Geschäfte in China

Der Weg von Joint Ventures zum Unternehmenskauf über die Due-Diligence-Prüfung

Title: Erfolgreiche Geschäfte in China

Scientific Essay , 2006 , 15 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Simon Qualmann (Author)

Business economics - Controlling
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„In zehn Minuten vom Hauptbahnhof zum Flughafen München“. Mit diesen Worten versuchte der damalige bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber seiner etwas verdutzt dreinblickenden Zuhörerschaft den Neubau einer Transrapid-Strecke schmackhaft zu machen. Bisher ist es aber bei diesen polemischen Reden geblieben und die Bürger in und um München warten noch heute auf eine Entscheidung sowie auf die Möglichkeit, den Flughafen in zehn Minuten von der Innenstadt aus zu erreichen. In China, genauer gesagt in Shanghai, haben sich die Regierungsvertreter nicht mit solch tollkühnen Worten abgeben wollen und ließen daher Taten sprechen. Denn hier rollt dieser Zug bereits seit Dezember 2003 auf einer ähnlich langen Strecke. Auch braucht der Transrapid dort keine zehn, sondern nur 7 Minuten und 18 Sekunden. So scheint in China in der Hinsicht alles schneller und kürzer zu sein, bis auf den Namen. Den Transrapid nennen die Chinesen nämlich „Cixuanfulieche“. Man könnte meinen, der Vertrag zwischen deutscher und chinesischer Regierung zum gemeinsamen Bau dieser Hochgeschwindigkeitsstrecke liest sich wie eine unendliche Erfolgsstory. Aber genau das Gegenteil ist der Fall, da seit Vertragsunterzeichnung beider Parteien sich diese Geschichte eher wie ein Drama ohne Happy End zu lesen versteht. Den ersten Akt bestreiten der Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder und sein chinesischer Kollege, Ministerpräsident Zhu Rongji, mit der Auftragsvergabe einer Machbarkeitsstudie. Im zweiten Akt betreten die deutschen Firmen Siemens AG, Thyssen Krupp AG und die Transrapid GmbH sowie die Shanghai Maglev Transportation Development Co. Ltd. die Bühne. Sie unterzeichnen einen Vertrag über die Zusammenarbeit inklusive Lieferungen von Bauteilen und Service-Leistungen. Vertragssumme: ca.650 Mio. Euro!
Das alles ist auf den heutigen Tag fast sieben Jahre her. Die Darsteller haben mittlerweile gewechselt und die Anfangseuphorie ist Schmiergeldaffären und Skandalen gewichen. Auf der einen Seite murrt man wegen angeblichem Know-How Diebstahl und Patentverletzungen und auf der anderen Seite beklagt man sich über Fehlinformationen, die zu technischen
Problemen führten und sogar Zwangsumsiedlungen Shanghaier Bürger zur Folge hatten. Die chinesische Regierung plant nun aufgrund mangelnden Zuspruchs seitens der Bürger und geringen Fahrgastzahlen dieses Spiel zu beenden und sucht bereits nach Alternativen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung von Joint Ventures am Beispiel des Transrapids

1.2 Vergleich Joint Venture und Unternehmenskäufe

2 Ablauf eines Unternehmenskauf

3 Der Letter of Intent (LoI)

4 Die Due-Diligence-Prüfung (DDP)

4.1 Definition und Aspekte der Due-Diligence

4.2 Die Financial-Due-Diligence

4.3 Die Business-Due-Diligence

4.4 Die Technical-Due-Diligence

4.5 Die Legal-Due-Diligence

5 Kommunikation als Erfolgsfaktor

6 Erkenntnisse einer Due-Diligence-Prüfung

7 Zusammenfassung

8 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Risiken und Herausforderungen bei einem Markteintritt in China und analysiert, warum Unternehmenskäufe mittels einer gründlichen Due-Diligence-Prüfung oft eine überlegene Alternative zu Joint Ventures darstellen.

  • Analyse der Problematik von Joint Ventures anhand von Fallbeispielen.
  • Untersuchung des strukturierten Ablaufs eines Unternehmenskaufs.
  • Detaillierte Aufschlüsselung der verschiedenen Due-Diligence-Dimensionen (Financial, Business, Technical, Legal).
  • Bedeutung interkultureller Kommunikation als kritischer Erfolgsfaktor.
  • Ableitung von Erkenntnissen für eine effiziente Investitionsstrategie in China.

Auszug aus dem Buch

Die Legal-Due-Diligence

„Generell biete das chinesische Recht verschiedene Wege zur Bekämpfung der Produktpiraterie. Dennoch bestehen nach wie vor große Unterschiede im Vergleich zum westlichen Rechtsverständnis und „einen endgültigen Schutz kann es nicht geben“. So lauteten die Worte in einer Rede vom verabschiedeten Aufsichtsratsvorsitzenden der Firma Rhode & Schwarz auf der von der Fachzeitschrift „Die WirtschaftsWoche“ organisierten Jahrestagung China 2007. Etwa 80% der deutschen Unternehmen wurden schon Opfer der asiatischen Imitationswut, was jährlich einen Schaden von insgesamt 29 Milliarden Euro verursacht.

Bei einem Markteintritt ist also höchste Vorsicht geboten und so gilt die Legal-Due-Diligence-Prüfung als eine sehr komplizierte und lang andauernde Sichtung der rechtlichen Umstände, um einen sorgfältige Beurteilung der Vermögenswerte durchzuführen.

In ihr werden rechtliche Risiken und anhängige Rechtsstreitigkeiten, urheberrechtliche, arbeitsrechtliche und kartellrechtliche Prüfung, Fusionskontrolle, Prüfung bestehender Miet und Pachtverhältnisse unter die Lupe genommen. Dabei können folgende Aspekte zum Tragen kommen:

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Schwierigkeiten deutsch-chinesischer Kooperationen, insbesondere am Beispiel des Transrapids, und stellt Joint Ventures den Unternehmenskäufen gegenüber.

2 Ablauf eines Unternehmenskauf: Dieses Kapitel erläutert, warum Unternehmenskäufe aufgrund reduzierter Risiken für einen Markteintritt in China zunehmend bevorzugt werden.

3 Der Letter of Intent (LoI): Es wird die Rolle der Absichtserklärung als notwendiges Gerüst für Verhandlungen im chinesischen Rechtskontext beschrieben.

4 Die Due-Diligence-Prüfung (DDP): Hier werden die Definition und die verschiedenen spezialisierten Prüfungsbereiche der Due-Diligence detailliert analysiert.

5 Kommunikation als Erfolgsfaktor: Das Kapitel unterstreicht die Bedeutung eines kooperativen, von Respekt geprägten Kommunikationsstils für das Gelingen einer Due-Diligence.

6 Erkenntnisse einer Due-Diligence-Prüfung: Hier wird anhand einer Matrix dargestellt, welche allgemeinen Einsichten sich durch die Prüfung chinesischer Kaufobjekte gewinnen lassen.

7 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung rekapituliert die Erkenntnis, dass Unternehmenskäufe durch sorgfältige Due-Diligence-Prüfungen typische Risiken von Joint Ventures minimieren.

8 Fazit: Das Fazit bewertet die Due-Diligence als strategisches Instrument, betont jedoch, dass der Unternehmenskauf nur ein Teilfaktor einer übergeordneten internationalen Strategie ist.

Schlüsselwörter

China, Joint Venture, Unternehmenskauf, Due-Diligence, Transrapid, Markteintritt, Financial-Due-Diligence, Business-Due-Diligence, Legal-Due-Diligence, Produktpiraterie, Risikoanalyse, Erfolgsfaktor, Strategie, Unternehmensbeteiligung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Studienarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Markteintritt in China unter dem Aspekt der Risikominimierung, wobei sie insbesondere die Eignung von Unternehmenskäufen mittels einer Due-Diligence-Prüfung gegenüber Joint Ventures untersucht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die Problematik gescheiterter Joint Ventures, den Prozess des Unternehmenskaufs, die verschiedenen Due-Diligence-Prüfungskategorien und die interkulturelle Kommunikation.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch eine fundierte Due-Diligence-Prüfung bei Unternehmenskäufen in China typische Investitionsrisiken identifiziert und vermieden werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer strukturierten Untersuchung des Due-Diligence-Prozesses in China, ergänzt durch die Analyse realer Fallbeispiele wie den Transrapid.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil deckt den Prozess vom Letter of Intent über die verschiedenen Due-Diligence-Disziplinen bis hin zu den Erfolgsfaktoren der Kommunikation und den daraus resultierenden Erkenntnissen ab.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Due-Diligence, China, Unternehmenskauf, Joint Venture, Risikoanalyse und Strategie charakterisiert.

Welche Rolle spielen Joint Ventures in der Argumentation des Autors?

Der Autor stuft Joint Ventures als riskant ein und verweist auf eine hohe Fehleranfälligkeit bei der Kooperation, weshalb er den Unternehmenskauf als oft vorteilhaftere Alternative darstellt.

Warum ist die Due-Diligence-Prüfung in China so komplex?

Die Komplexität ergibt sich aus Unterschieden im Rechtssystem, mangelnder Transparenz bei privaten Unternehmen, Sprachbarrieren sowie dem schwierigen Zugang zu verlässlichen Informationen.

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Details

Title
Erfolgreiche Geschäfte in China
Subtitle
Der Weg von Joint Ventures zum Unternehmenskauf über die Due-Diligence-Prüfung
College
University of Applied Sciences Amberg-Weiden
Grade
1,7
Author
Simon Qualmann (Author)
Publication Year
2006
Pages
15
Catalog Number
V137998
ISBN (eBook)
9783640465590
ISBN (Book)
9783640465651
Language
German
Tags
Erfolgreiche Geschäfte China Joint Ventures Unternehmenskauf Due-Diligence-Prüfung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Simon Qualmann (Author), 2006, Erfolgreiche Geschäfte in China, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137998
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